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"Was den größten und kleinsten Stein anbelangt, so steht
solcher auf der
Brücke, unweit dem mittelsten Thurm, in der Gestalt eines
Grabsteins, so
jedermann gezeigt wird, mit dem es folgende Bewandnis haben soll,
nämlich
der Werkmeister soll damals, nachdem er den Brückenbau
vollendet gehabt, in
einen von den größten Steinen, in desselben Mitte ein
Oefnung gehauen
und in solche ein kleines viereckichtes Steinen, ohngefehr einer
Hand lang
eingesezt, anbey solches mit Bley und Kütte verwahrt haben,
dadurch
anzuzeigen, daß, gleichwie dieses der größte Stein
von allen an und
auf der Brücke, weiter auch kein kleineres Stükgen, als
nur jetzt
gedachtes daran sey, eingelegt und eingemauert worden. Der Stein,
auf dem eine
Eydexe eingehauen ist, soll bedeuten, daß ehemals eine Eydexe
bey einem
hochangelaufenen Wasser von dem Donaustrom an der Brücke
hinaufgekrochen sey. Ein anderer gewisser Geschichtsschreiber meldet
aber,
daß, allwo die Eydexe herauf kriecht, der gemeinen Sage nach,
ein gewisser
Ort, und ein einiger Stein seyn soll, welcher das ganze
Wundergebäude der
Brücke zusammen halte"
(Dielhelm, Johann Hermann: Stein und Eidechse. In: Dünninger,
Eberhard:
Weltwunder Steinerne Brücke. Texte und Ansichten aus 850
Jahren. Amberg
1996, S. 29)
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