Universität Regensburg - Institut für Geschichte

Übung Köglmeier:
Regensburger Archive - Geschichte, Bestände, Präsentation im Internet

WS 2000/2001


6. EDV-Sitzung

Aufgabe

Gestalten Sie die Seite unter diesem Link so um, daß der Text nicht mehr über dem Hintergrundbild steht.

Hier eine mögliche Lösung der Aufgabe.


Hyperlinks

Geschichte des Stadtarchivs Kaufbeuren

(Text als eigene Seite)

Inhalt
Anfänge im 14. Jahrhundert

Umzug in die Kaiser-Max-Straße im Jahre 1558

Neubau 1727 und Blütezeit im 18. Jahrhundert

Zentralisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Zersplitterung und Konsolidierung seit der Mediatisierung

Der Beginn des 20. Jahrhunderts: Ordnung, Gebäude, Personal.

Hauptamtlicher Stadtarchivar seit 1968 . Heutiges Dienstgebäude seit 1973


Anfänge im 14. Jahrhundert

Das Stadtarchiv Kaufbeuren war in den ersten Jahrhunderten seines Bestehens noch nicht von der Registratur bzw. der Kanzlei der Stadt getrennt. Der erste Registraturvermerk auf einer Urkunde im Stadtarchiv Kaufbeuren, der die Existenz einer Schriftgutverwaltung nachweist, stammt aus dem Jahre 1431. Doch ist mit Sicherheit anzunehmen, daß seit dem 14. Jahrhundert im Rathaus ein Gelaß, Gewölbe oder auch nur ein fester Schrank vorhanden war, in dem die Privilegien und Diplome der Stadt aufbewahrt wurden.

Umzug in die Kaiser-Max-Straße im Jahre 1558

Bis ins 16. Jahrhundert hinein sind wir auf Hypothesen zur Geschichte des Archivs angewiesen. Im Jahre 1558 erwarb dann die Stadt Kaufbeuren das Anwesen mit der heutigen Adresse Kaiser-Max-Straße 15 und richtete dort die Stadtkanzlei ein, die auch dem Archiv Platz geboten haben dürfte. Danach fehlen wieder für über 100 Jahre Quellen über das Schicksal des Stadtarchivs. Erst 1724 - anläßlich eines Rechtsstreits - wies der damalige Kanzleiverwalter Ritter auf den schlechten Zustand und "die nothdürfftigkeit wegen besserer adjustierung des erwehnten stattarchivs" hin.

Neubau 1727 und Blütezeit im 18. Jahrhundert

Der Wunsch ging in Erfüllung. Bereits 1727 begann man den Stadel hinter der Stadtkanzlei abzubrechen und vollendete dort noch im gleichen Jahr einen Archivneubau. Unter Kanzleidirektor und Stadtarchivar Wolfgang Ludwig Hörmann von und zu Gutenberg (1737-1793) und seinem Nachfolger Christian Jakob Wagenseil (ab 1793) erlebte Kaufbeurens Archivwesen eine Blütezeit. Beide leisteten umfangreiche Neuordnungs- und Erschließungsarbeiten, die in den Altbeständen bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.

Zentralisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Mit dem 19. Jahrhundert hingegen brachen für das Archiv düstere Zeiten an. Am 2. Dezember 1802 wurde es im Zuge der Mediatisierung versiegelt und war für die Stadt nicht mehr zugänglich. Zur Errichtung eines Reichsarchivs für das Königreich Bayern mußten gemäß den Vorgaben des Reichsarchivars Franz Josef Samet ausgewählte Archivalien nach München übersandt werden. 1817/18 beteiligte sich Samet persönlich an den Aussonderungen der ehemals reichsstädtischen Archive im schwäbischen Raum. Diese Aussonderungen bildeten die Grundlage der heute mittlerweile im Staatsarchiv Augsburg lagernden Kaufbeurer Bestände.

Zersplitterung und Konsolidierung seit der Mediatisierung

Das in Kaufbeuren verbliebene Archivgut wurde zersplittert: Zum Teil lagerte es im Königlichen Landgericht, zum Teil hatte man es einfach in den Sywollenturm geworfen, wo es unter Diebstahl und rücksichtslosem Verkauf an die Papiermühlen spürbar litt. Ein weiterer Berg von Akten blieb im Dachboden des Kanzleigebäudes auch nach dessen Übergang in Privatbesitz im Jahre 1812 liegen. Seit dem Jahre 1845 laufenden Konsolidierungsbemühungen war nur mäßiger Erfolg beschieden. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts kam das Archiv in Räumen des Lokalmuseums unter. Es wurde zunächst von Willibald Filser, seit 1899 von Kurat Christian Frank betreut.

Der Beginn des 20. Jahrhunderts: Ordnung, Gebäude, Personal.

1926 trug die Zusammenarbeit des Kurats Frank mit dem damaligen Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, Otto Riedner, Früchte: Unter der Leitung der Generaldirektion wurden auf Vertragsbasis Stadt- und Spitalarchiv durch die Archivassessorin Dr. Ulla Deibel neu geordnet und verzeichnet. 1937 bezog das Stadtarchiv seine neue Bleibe im Hofgebäude des Heimatmuseums. Eine 1930 vom Stadtrat erlassene Geschäftsordnung für das Stadtarchiv erklärte das Amt des Stadtarchivars zum Nebenamt. Mit ihm wurde 1932 der städtische Gewerbeoberlehrer Wind, 1934 der Notariatsinspektor Georg Kopp betraut.

Hauptamtlicher Stadtarchivar seit 1968 . Heutiges Dienstgebäude seit 1973

Als erstem hauptamtlichen Archivar wurde zum 2. Januar 1968 Meinrad Weikmann die Führung des Archivs übertragen. In seiner Amtszeit zog das Stadtarchiv zu Beginn des Jahres 1968 zunächst in Räume des ehemaligen Altenheimes am Spitaltor, 1973 dann in seine heutige Unterkunft im Schraderhaus.


Download einer doc-Datei: Literatur zur Vorlesung von Prof. Schmid


Zur 1. EDV-Sitzung - 2. EDV-Sitzung - 3. EDV-Sitzung - 4. EDV-Sitzung - 5. EDV-Sitzung - 7. EDV-Sitzung - 8. EDV-Sitzung - 9. EDV-Sitzung - 10. EDV-Sitzung - 11. EDV-Sitzung - 12. EDV-Sitzung .


Dr. Georg Köglmeier , letzte Änderung: 24.11.2000