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Griechische Philologie
 
 

Vorlesungen











[[35200] Griechische Vorlesung:  Rechenauer
Aristophanes und die Alte Komödie
2st., Di 14-16, R 009 Beginn: 21.10.2003

Die sog. Alte Komödie ist in Entstehung und Ausbildung ein Phänomen, das - wie auch die Tragödie - aufs engste mit der attischen Demokratie zusammenhängt und durch diese noch weit stärker bedingt und geprägt ist als die Tragödie. In ständigem Vergleich zu den Verhältnissen der Tragödie soll in dieser Vorlesung zunächst die Frage nach der Entstehung der Komödie besprochen werden; dazu werden die Einflüsse, welche die produktions- und rezeptionsästhetische Situation auf die Ausformung dieses dramatischen Genus ausübten, näher in den Blick gefasst werden. Sodann soll die historische Entwicklung des Genus ab 486 v. Chr., dem Jahr, in dem erstmals Komödienagone staatlicherseits organisiert wurden, anhand der einzelnen Exponenten und ihrer Produktion, soweit sie uns kenntlich ist, verfolgt werden: Von 486 v. Chr. bis zum Ende des 5. Jhdts. sind in Athen über 500 Komödien von ca. 50 Dichtern aufgeführt worden, von denen in vollständiger Form allerdings nur 11 Komödien des Aristophanes erhalten sind. Immerhin verteilen sich diese über einen Zeitraum von 37 Jahren, wobei die beiden letzten Stücke den Übergang zur sog. Mittleren Komödie markieren, weswegen hier eine bedeutende Phase der Entwicklung des Genus ganz exemplarisch zu fassen ist. Demgemäß soll die Interpretation der Stücke des Aristophanes im Mittelpunkt der Vorlesung stehen, wobei besonderes Gewicht auf das Verhältnis von stereotyper Form und individueller Gestaltung, auf Fragen politisch-aktueller Zeitbezüge und von Aufführungsbedingungen gelegt wird.
Die Vorlesung eignet sich gleichermaßen für alle altertums- und literaturwissenschaftlich Interessierten.

Die Hörer sollten im Besitz einer vollständigen Aristophanesausgabe sein, etwa: Aristophanis comoediae, recognoverunt brevique adnotatione critica instruxerunt F.W. Hall & W.M Geldart, Tom. I-II, Oxonii 1906-1907 (2.Aufl.; seither immer wieder nachgedruckt), meinetwegen auch einer deutschen Übersetzung.

Zur Einführung:
H.-J. Newiger, Die griechische Komödie, in: E. Vogt (Hrsg.), Griechische Literatur, Wiesbaden 1981 (= Neues Handbuch der Literaturwissenschaft Bd. 2), S. 187-230.
Th. Gelzer, Aristophanes der Komiker, RE Suppl. XII, Stuttgart 1970, Sp. 1392-1569.
 

[35201] Griechisch-lateinische Vorlesung: Janka
Grundbegriffe der antiken Rhetorik
2st., Do 16-18, H 10 Beginn: 23.10.2003

Die Rhetorik ist eines der ewigen Kinder, welche die Antike der europäischen Kultur geschenkt hat. Das in Griechenland geprägte und in Rom institutionalisierte System der Beredsamkeit ist von solcher Nachhaltigkeit, dass es bis zum heutigen Tag als „Grundlage der Allgemeinen und der Angewandten Kunst der Rhetorik“ gilt, wie es der Tübinger Professor Gert Ueding auf den Internetseiten zur Definition seines Faches formuliert (http://www.uni-tuebingen.de/uni/nas/definition/rhetorik.htm).
Bei einem derart allgegenwärtigen und wertbeständigen Phänomen muss sich eine einführende Überblicksvorlesung beschränken und konzentrieren. Hauptziel der Lehrveranstaltung wird es sein, ad fontes vorzudringen und die antiken Basistexte zur Theorie und Praxis der Redekunst erschließen zu helfen: Diese lassen sich grob in 1) theoretische Abhandlungen, 2) Rhetoriklehrbücher und 3) Reden unterteilen. In der Vorlesung möchte ich das System der Rhetorik namentlich aus der vergleichenden Betrachtung von Theorie und Praxis begreifbar machen. Der Schwerpunkt liegt also bei der ersten und dritten Gruppe der Quellen, deren Behandlung sich gegenseitig ergänzen wird. Am Beginn des historisch-chronologisch strukturierten Semesterprogramms steht ein Abriss über „Rhetorik vor der Rhetorik“, d.h. Beispiele für ausgefeilte Redepraxis, die noch vor der Ausbildung einer „technischen“ Redelehre in der schönen Literatur zu finden sind (etwa Reden im homerischen Epos und in der attischen Tragödie). Sodann werden die folgenden Entwicklungsstadien der griechisch-römischen Rhetorik beispielhaft betrachtet:
1) Die sophistischen Väter der Rhetorik und die Platonische Gegenposition; 2) Aristotelisch-peripatetische Theorie und Demosthenische Praxis; 3) Die Latinisierung der griechischen Rhetorik im republikanischen Rom von Cato bis Cicero; 4) Ciceros rhetorisches Bildungsideal in Traktat und Taktik; 5) Die Schulrhetorik im kaiserzeitlichen Rom (Seneca senior; Quintilian).
Anhand der historischen Entwicklungslinie von Homer, dem Lehrmeister der Antike, bis zu Quintilian, dem „Lehrer Europas“, dessen „Rednerschule“ (institutio oratoria) über 1500 Jahre einen gewaltigen Einfluss auf die höhere Bildung des Okzidents ausübte, sollen auch die wesentlichen Elemente des rhetorischen Systems (Gliederungsschemata, Gattungen und Teile der Rede; Lehren zu Status und Stil) in Form geeigneter Textbeispiele zur Sprache kommen. Dokumente für die beeindruckende Rezeption der antiken Rhetorik runden das Vorlesungsprogramm ab. Alle griechischen und lateinischen Texte werden mit deutscher Übersetzung dargeboten, da diese Veranstaltung auch über den Kreis der Fachstudierenden hinaus geöffnet ist (insbes. für die Module „Allgemeine Literaturwissenschaft“, „Rhetorik“ und „Literatur im Mediendialog“).

Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung und Vorlesungsbegleitung:
Øivind Andersen, Im Garten der Rhetorik. Die Kunst der Rede in der Antike. Aus dem Norwegischen von Brigitte Mannsperger und Ingunn Tveide, Darmstadt 2001 (Wiss. Buchges.).
Manfred Fuhrmann, Die antike Rhetorik. Eine Einführung, Zürich 41995 (Artemis&Winkler).
 
 

[35000] Sprachwissenschaftliche Vorlesung:  Klingenschmitt
Geschichte der griechischen Sprache von der Mitte
des ersten Jahrtausends v. Chr. bis zur Zeit des Hellenismus
1st., Di 11-12, PT 2.0.5 Beginn: 21.10.2003

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte des Griechischen in klassischer und nachklassischer Zeit. Behandelt werden:
1. die innere Sprachgeschichte: Beschaffenheit und Entwicklung der Sprache im lautlichen, morphologischen, syntaktischen und lexikalischen Bereich;
2. die äußere Sprachgeschichte: Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Sprache der ionischen Prosa (Herodot), die Sprache der attischen Dichtung (Tragödie, Komödie) und Prosa, die Koine sowie der Attizismus. Daneben werden auch Zeugnisse der alten Dialekte kurz besprochen.
 
 


Seminare und Übungen










[35202] Griechisches Hauptseminar: Rechenauer
Sophokles, Philoktet
2st., Do 10-12, PT 3.3.66 Beginn: 23.10.2003

Der Philoktet, im Jahre 409 v. Chr. aufgeführt und somit dem Spätwerk des Sophokles zugehörig, ist in letzter Zeit verstärkt ins Zentrum des forscherlichen Interesses gerückt. Man glaubt an diesem Stück wegen seines ethologischen Reichtums am meisten die Problematik des Verhältnisses von Charakter und Schuld festmachen zu können. Im Mittelpunkt des Stückes steht das Schicksal eines von der Gemeinschaft ausgestoßenen Menschen, dessen Leid nicht etwa aus menschlicher Überhebung oder göttlichem Verhängnis herrührt, sondern seinen Ursprung in der Kollision gegensätzlicher menschlicher Interessen hat. Dass sich Philoktet nicht dazu durchringen kann, mit seinem Bogen den Griechen beizustehen und von seiner Krankheit befreit zu werden, also das Nützliche gegen den Fortbestand seiner augenblicklichen Not einzutauschen, hat seinen Grund nicht in einem grundsätzlich unnachgiebigen Charakter Philoktets, sondern in der Einsicht, dass sein Wesen nicht mit dem moralisch unbedenklichen Nützlichkeitskalkül der Atriden und des Odysseus vereinbar ist. Mit dieser Haltung des Protagonisten steht der Philoktet in motivischer Nähe zur vorausgehenden Elektra wie zum noch späteren Oidipus auf Kolonos. Zudem ist die Auseinandersetzung mit diesem Drama gut geeignet, den besonderen Gestaltungswillen des Dichters, mit dem er sich gegen Aischylos und Euripides abgrenzte, sichtbar zu machen. Denn auch die beiden genannten Tragiker haben jeweils – und zwar vor Sophokles – ein Philoktet-Drama zur Aufführung gebracht, wobei wir uns aus Fragmenten und Berichten,  insbesondere aus der 52. Rede des Dion von Prusa, eine einigermaßen zuverlässige Vorstellung von diesen beiden ansonsten verlorenen Stücken machen können.
Im Seminar soll das Drama in Auseinandersetzung mit den Problemstellungen der Forschung eingehend untersucht und interpretiert werden.

Literaturhinweise:
J. U. Schmidt, Sophokles, Philoktet. Eine Strukturanalyse, Heidelberg 1973.
P. E. Easterling, Philoctetes and modern criticism, Illinois Classical Studies 3, 1978, S. 27 – 39.
J. C. Kamerbeek, The plays of Sophocles, Commentary VI. Philoktetes, Leiden 1980.
K. Matthiessen, Philoktet oder die Resozialisierung, WJbb N.F. 7, 1981, S. 11 – 26.
T. Visser, Untersuchungen zum sophokleischen Philoktet, Leipzig-Stuttgart 1998.
 
 
 

[35203] Griechisches Hauptseminar (interdisziplinär): Roth, Schreiber, Stimpfle
Hellenistische Geisteswelt und Neues Testament
2st., Blockveranstaltung 13.–18.10.2003, Ort: Winklmoosalm

In der antiken Literatur der beiden ersten nachchristlichen Jahrhunderte kommt eine Vielzahl von religiösen Vorstellungen, Bedürfnissen und Praktiken zum Ausdruck. Zugleich werden in diesem kulturellen Rahmen die ersten Versuche unternommen, den neuartigen Glauben an Jesus als Christus zu reflektieren und zu artikulieren. Dass dabei gegenseitige Einflüsse wirksam wurden, liegt auf der Hand. Wo zeigen sich Anknüpfungspunkte, wo Spannungen und Gegensätze? Diesen Fragen soll durch eine kontrastierende Betrachtung von Texten aus dem Neuen Testament und der zeitgenössischen Literatur (z.B. Dion von Prusa, Epiktet, Plutarch) nachgegangen werden. Thematische Schwerpunkte werden Gottesvorstellungen, Gebet, Kult, Wunderglaube und Lebenspraxis sein. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Veranstaltung bietet Gelegenheit, philologische und philosophisch-theologische Interpretationsmethoden kennenzulernen. Dem genius loci entsprechend soll der thematische Austausch an zwei Tagen auch wandernd fortgesetzt und kommunikationssituativ variiert werden.
Die Teilnahme steht Studierenden aller Semester offen. Bedingung für den Erwerb eines Hauptseminarscheins ist die Übernahme eines Referats und die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit.

An Kosten entstehen für diese Woche bei 20 TeilnehmerInnen (aus Regensburg, Augsburg und Hannover) etwa € 100,-. Die Anfahrt ist selbst zu organisieren; der Tagungsort Winklmoosalm (Beleghaus der Universität Hannover) ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Um Anmeldung per E-mail (peter.roth@kthf.uni-augsburg.de) bis spätestens 9. Juli wird gebeten. Auf diesem Weg können weitere organisatorische und inhaltliche Details erfragt werden.
 
 
 

[35204] Griechisches Proseminar (auch für Lateinstudierende): Rechenauer
Menander, Dyskolos
2st., Mi 10-12, R 009 Beginn: 22.10.2003

Menander ist durch die Vermittlung der Römer zum Stammvater des neuzeitlichen europäischen Lustspiels geworden (nicht nur wegen der 5-Akte-Einteilung), Goethe schätzte ihn "nächst dem Sophokles" von den antiken Dramatikern am höchsten. Allerdings war das Schaffen Menanders bis zu Beginn unseres Jahrhunderts nur durch kurze Fragmente und aus den Bearbeitungen des Plautus und Terenz bekannt. So war es keine kleine wissenschaftliche Sensation, als sich Ende der 50er Jahre auf einem ägyptischen Papyrus ein Stück Menanders in vollständiger Form wiederfand: Der Dyskolos (der "Schwierige" oder der "Griesgram") – ein Stück, das sich neben einer abwechslungsreichen Handlung, die durch allerhand Verwicklungen zum schließlichen "happy end" führt, durch einprägsame Charakterdarstellung, subtile Beobachtung seelischer Zustände und aufschlussreiche Einblicke in die Lebenswelt des griechischen Alltags auszeichnet. Gerade die tief empfundene Menschlichkeit, die Menander in der Gestaltung seiner Akteure zum Ausdruck bringt, bietet dem heutigen Leser einen unproblematischen Zugang zu diesem Stück. Neben der umfassenden Interpretation des Textes soll die Veranstaltung, der Funktion eines Proseminars entsprechend, eine Einführung in die Methoden und in die wichtigsten Hilfsmittel der philologischen Interpretation vermitteln.

Empfohlene Textausgabe: Menandri reliquiae selectae, rec. F. H. Sandbach, Oxford 1972.
 
 

[35205] Griechisches Proseminar (auch für Lateinstudierende): Janka
Plutarch, Demosthenes und Cicero
2st., Mi 16-18 (entfällt)
 
 

[35229] Einführung in das Studium der Klassischen Philologie Beck
2st., Fr 10-12, H 5 Beginn: 31.10.2003

Diese - personalbedingt nur im Wintersemester angebotene - Übung ist für Studienanfänger der Fächer Latein und/oder Griechisch obligatorisch und sollte möglichst im ersten Semester besucht werden. Ihr Ziel besteht darin, die Teilnehmer mit den für ein Studium der Klassischen Philologie wesentlichen Hilfsmitteln und Disziplinen vertraut zu machen und als Vorbereitung für den Besuch von Seminaren eine erste Einführung in grundlegende Arbeitsmethoden zu geben. Berührt werden folgende Gebiete:

1.) Aufbau, Ziele und Möglichkeiten eines Studiums der lat. und/oder griech. Philologie
2.) Epochen und Gattungen der griech. und lat. Literatur
3.) Aufbau und Benutzung der Bibliothek
4.) Hilfsmittel (z.B. RE, Bibliographien, Lexika, Grammatiken, Handbuch der Altertumswissenschaft, Textausgaben, Zeitschriften), Technik des Bibliographierens sowie Hinweise zum Aufbau einer eigenen Studienbibliothek
5.) Überlieferungs- und Textgeschichte, Textkritik
6.) Metrik
7.) Rhetorik
8.) Methoden der Interpretation, Hinweise zur Anfertigung einer Seminararbeit

Für den Erwerb eines benoteten Scheines wird regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit und eine mindestens ausreichende Leistung in der Abschlussklausur erwartet.

Zur Einführung und begleitenden Lektüre empfohlen:
G. Jäger: Einführung in die Klassische Philologie, München (3.Aufl.) 1990.
P. Riemer/ M. Weißenberger/ B. Zimmermann:
 Einführung in das Studium der Latinistik, München 1998.
 Einführung in das Studium der Gräzistik, München 2000.
 
 

Lektüre









[35206] Griechische Lektüre (Poesie): Rechenauer
Euripides, Bakchen
2st., Di 17-19, PT 3.3.66 Beginn: 21.10.2003

Die Bakchen des Euripides, in den letzten Lebensjahren des Dichters entstanden und postum aufgeführt, markieren in einem großartigen Schlussakkord das Ende der Entwicklung der klassischen griechischen Tragödie. Merkwürdigerweise wird man aber an diesem Endpunkt wieder am nächsten an die dionysischen Ursprünge der Gattung herangeführt. Hier spielt der Gott des Theaters selbst die entscheidende Rolle, er ist fast so etwas wie die Inkarnation des Wesens des Tragischen. Dabei schien die Geschichte der griechischen Tragödie im Verlauf des 5. Jh. durchaus das Dictum zu bestätigen, ouden pros Dionyson – die meisten Stücke haben in der Tat nicht direkt mit Dionysos zu tun, und das haben auch die Zeitgenossen schon bemerkt. Umso erstaunlicher, dass gerade der ‘Zersetzer’ Euripides wiederum an die Anfänge des Genos anzuknüpfen versucht – was man übrigens auch an großer Formstrenge und archaisierenden Zügen gut beobachten kann.
Angesichts dieses irritierenden Befundes nimmt es nicht wunder, dass die Bakchen in der philologischen Auslegung recht unterschiedliche Deutungen erfahren haben, die sich hauptsächlich in der Frage nach dem Verhältnis des Euripides zur Religion kristallisieren. Auf der einen Seite sah man in dem Stück die letzte scharfe Anklage des Dichters gegen die traditionelle Religiosität, gegen irrationale und orgiastische Kulte, während die Gegenseite das Drama als einen gleichsam auf dem Totenbett formulierten Widerruf seiner bisherigen Haltung betrachtet. In der jüngeren Vergangenheit machte man auch Versuche, das Stück als eine Art Metatheater, als Theater über das Theater zu lesen.
In dieser Veranstaltung soll es darum gehen, dieses interessante und facettenreiche Drama philologisch zu erschließen und unter Berücksichtigung der genannten Fragestellungen Linien einer  Deutung zu entwickeln.

Empfohlene Textausgabe:
Euripidis fabulae, ed. J. Diggle, Tom. III, Oxford 1994, oder die ältere Edition von G. Murray, Tomus III, Oxford 1913 (2.Aufl.; immer wieder nachgedruckt).
 
 
 

[35207] Griechische Lektüre (Prosa, auch für Nicht-Gräzisten): Blößner
Platon lesen
2st., Blockveranstaltung im Februar 2004, Raum: s. Aushang

Platon hat im Gegensatz zu vielen anderen Philosophen nicht Lehrschriften abgefasst, sondern dramatische Dialoge, in denen der Autor selbst sich zu den von seinen Figuren verhandelten Problemen und Lösungen nicht äußert. Dies stellt den Interpreten platonischer Texte vor besondere Schwierigkeiten.

Gängige Interpretationen lesen Platons Dialoge als dialogisch eingekleidete Lehrschriften, in denen anstelle des Autors bestimmte Dialogfiguren (wie Sokrates) die Lehre des Autors verkünden. Diese Vorannahmen, die selten diskutiert und meist stillschweigend zugrundegelegt werden, sind freilich alles andere als unproblematisch.

An drei berühmten Texten Platons (Menon, Phaidon, Staat) soll vorgeführt werden, wie diese Annahmen Deutungen und Deutungstraditionen bestimmen, wo ihre Schwierigkeiten liegen, und welche Alternativen es zu ihnen gibt.

Jeder Interessierte ist willkommen! Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.
 
 

Sprach- und Stilübungen










[35209] Übersetzungskurs Deutsch-Griechisch Wolbergs
2st., Mo 14-16, PT 3.3.68 Beginn: 20.10.2003

Der Kurs ist für Kandidaten des Grund- und Hauptstudiums (ab 1. Sem.) gedacht.
Schwerpunkte:
(1) Repetitorium der griechischen Morphologie (insoweit nötig) und Syntax;
(2) Häusliche Übersetzungen, die korrigiert und besprochen werden;
(3) Klausuren.

Zur Vorbereitung empfohlen:
Sorgfältige Lektüre einiger Reden des Lysias und/oder des Demosthenes.
 
 
 

[35210] Übersetzungskurs Griechisch-Deutsch (I): Blusch
2st., Di 16-18, PT 3.3.68 Beginn: 21.10.2003

Die Übung dient der Vertiefung der griechischen Syntax und soll zugleich die Lektürefähigkeit fördern. Gelesen werden Texte verschiedener Autoren und Genera, die auch Latinisten ansprechen. Der Schwierigkeitsgrad wird dem Kenntnisstand von Studierenden im Grundstudium (ab 1. Sem.) angemessen sein.

Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.
 
 
 

[35211] Übersetzungskurs Griechisch – Deutsch (II) Wacht
2st., Mo 10-12, PT 3.3.68 Beginn: 20.10.2003

Gelesen werden Texte verschiedener Autoren und Genera von mittlerem Schwierigkeitsgrad. Angesprochen sind vornehmlich Studierende, die die Zwischenprüfung absolviert haben.

Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.
 
 

Fachdidaktische Veranstaltung










[35247] Der Sprachunterricht in den Alten Sprachen Pfaffel
2st., Mi 16-18, W 112 Beginn: 22.10.2003

Der Sprachunterricht ist das Fundament des altsprachlichen Unterrichts (AU); er ist aber mit dem reinen "Grammatikunterricht" nicht beendet. In der Übung werden folgende Themen behandelt:

- Legitimation und Zielsetzung des Lateinunterrichts
- Anlage der alten und neuen Lehrpläne inkl. der Stundentafeln
- Aufbau und Durchführung einer Grammatikstunde: Methoden und Motivationsmöglichkeiten
- Neudurchnahme, Übungsformen und ihre Effizienz
- Anschaulichkeit im AU
- Sprachtraining im Rahmen des Lektüreunterrichts

Für Studierende des Griechischen werden zwei eigene Doppelstunden eingeplant, um die Arbeit mit HELLAS vorzustellen.
 
 


Sprachkurse zur Vorbereitung auf das Graecum











[35213]  Griechisch I für Theologen Wolbergs
6st., Mo-Fr 11s.t.-12 Beginn: 20.10.2003
Raumplan: PT 1.0.1 (Mo/Di); W 112 (Mi); PT 1.0.1 (Do); H 8 (Fr)

[35214] Griechisch II für Philologen Wolbergs
6st., Beginn bereits vor der Vorlesungszeit: 6.10.–17.10., 12s.t.-13, Raum: s. Aushang
während des Semesters: Mo, Mi, Fr 12s.t.-13, PT 2.0.5
nach Semesterende: n. Vereinbarung
 
 


Sprachkurse für Neugriechisch











[35215] Neugriechisch für Anfänger Müller
2st., Mi 18-20, W 112 Beginn: 22.10.2003

Lektionen 1-8 des Lehrbuchs  „Griechisch Heute 1+1“ von D. Dimitra und M. Papacheimona.
Vorkenntnisse oder Altgriechisch-Kenntnisse sind keine Voraussetzung.
 

[35216] Neugriechisch für Fortgeschrittene Müller
2st., Di 18-20, W 112 Beginn: 21.10.2003

Lektionen 9-12 des Lehrbuchs „Griechisch Heute 1+1“ von D. Dimitra und M. Papacheimona. Neben der Grammatik ist ein Teil der Unterrichtsstunden für Konversation reserviert.
Nach Vereinbarung wird für Fortgeschrittene mit guten Vorkenntnissen ein Kurs in Konversation und Bearbeitung von Texten angeboten.
 
 




Lateinische Philologie
 
 

Vorlesungen










[35220] Lateinische Vorlesung: Beck
Catull
2st., Mi 10-12, H 9 Beginn: 22.10.2003

Die nur durch eine einzige Handschrift aus Verona überlieferten Gedichte des um 84-54 (?) lebenden, zum Kreis der sog. Neoteriker gehörenden Dichters Catull brauchen wohl keine Empfehlung - man denke nur an die wunderbaren Lesbia-Gedichte mit ihrem Spatzen und den unzähligen Küssen oder die berühmte Sappho-Bearbeitung carm. 51 und den scharfen Spott über Cäsar und dessen Günstling Mamurra. Neben derartigen, metrisch wie inhaltlich vielfältigen, kleineren Formen lyrischer, elegischer und teilweise ziemlich deftig formulierter Gelegenheitsdichtung (die sog. carmina minora 1-60, 69-116), für die Catull in Rom unser erstes Zeugnis darstellt, enthält die Sammlung aber auch größere, in der Tradition der hellenistischen Dichter stehende, z.T. (metrisch) sehr schwere Gedichte wie die Attis-Klage in den einzigartigen Galliamben (carm. 63) oder das Epyllion über die Hochzeit von Peleus und Thetis (carm. 64).
In der Vorlesung wird anhand der Besprechung ausgewählter Gedichte ein Überblick über das Werk und die Ziele Catulls und seiner ‘neoterischen Kollegen’ zu erarbeiten sein. In der Forschung diskutierte Probleme wie z.B. die Frage nach Gedichtzyklen, der Authentizität der dreiteiligen Anordnung der Sammlung oder Lesbias Identität werden ebenfalls berücksichtigt ebenso wie die neuesten Interpretationsansätze der Amerikaner.

Der Besitz einer vollständigen lateinischen Catull-Ausgabe wird vorausgesetzt, so z.B. von
R.A.B. Mynors, Oxford (OCT) 1958; H. Bardon, Stuttgart (Teubner) 1978; W. Eisenhut, Leipzig (Teubner) 1983.
 
 
 

[35201] Griechisch-lateinische Vorlesung: Janka
Grundbegriffe der antiken Rhetorik
2st., Do 16-18, H 10 Beginn: 23.10.2003

Die Rhetorik ist eines der ewigen Kinder, welche die Antike der europäischen Kultur geschenkt hat. Das in Griechenland geprägte und in Rom institutionalisierte System der Beredsamkeit ist von solcher Nachhaltigkeit, dass es bis zum heutigen Tag als „Grundlage der Allgemeinen und der Angewandten Kunst der Rhetorik“ gilt, wie es der Tübinger Professor Gert Ueding auf den Internetseiten zur Definition seines Faches formuliert (http://www.uni-tuebingen.de/uni/nas/definition/rhetorik.htm).
Bei einem derart allgegenwärtigen und wertbeständigen Phänomen muss sich eine einführende Überblicksvorlesung beschränken und konzentrieren. Hauptziel der Lehrveranstaltung wird es sein, ad fontes vorzudringen und die antiken Basistexte zur Theorie und Praxis der Redekunst erschließen zu helfen: Diese lassen sich grob in 1) theoretische Abhandlungen, 2) Rhetoriklehrbücher und 3) Reden unterteilen. In der Vorlesung möchte ich das System der Rhetorik namentlich aus der vergleichenden Betrachtung von Theorie und Praxis begreifbar machen. Der Schwerpunkt liegt also bei der ersten und dritten Gruppe der Quellen, deren Behandlung sich gegenseitig ergänzen wird. Am Beginn des historisch-chronologisch strukturierten Semesterprogramms steht ein Abriss über „Rhetorik vor der Rhetorik“, d.h. Beispiele für ausgefeilte Redepraxis, die noch vor der Ausbildung einer „technischen“ Redelehre in der schönen Literatur zu finden sind (etwa Reden im homerischen Epos und in der attischen Tragödie).
Sodann werden die folgenden Entwicklungsstadien der griechisch-römischen Rhetorik beispielhaft betrachtet:
1) Die sophistischen Väter der Rhetorik und die Platonische Gegenposition; 2) Aristotelisch-peripatetische Theorie und Demosthenische Praxis; 3) Die Latinisierung der griechischen Rhetorik im republikanischen Rom von Cato bis Cicero; 4) Ciceros rhetorisches Bildungsideal in Traktat und Taktik; 5) Die Schulrhetorik im kaiserzeitlichen Rom (Seneca senior; Quintilian).
Anhand der historischen Entwicklungslinie von Homer, dem Lehrmeister der Antike, bis zu Quintilian, dem „Lehrer Europas“, dessen „Rednerschule“ (institutio oratoria) über 1500 Jahre einen gewaltigen Einfluss auf die höhere Bildung des Okzidents ausübte, sollen auch die wesentlichen Elemente des rhetorischen Systems (Gliederungsschemata, Gattungen und Teile der Rede; Lehren zu Status und Stil) in Form geeigneter Textbeispiele zur Sprache kommen. Dokumente für die beeindruckende Rezeption der antiken Rhetorik runden das Vorlesungsprogramm ab. Alle griechischen und lateinischen Texte werden mit deutscher Übersetzung dargeboten, da diese Veranstaltung auch über den Kreis der Fachstudierenden hinaus geöffnet ist (insbes. für die Module „Allgemeine Literaturwissenschaft“, „Rhetorik“ und „Literatur im Mediendialog“).

Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung und Vorlesungsbegleitung:
Øivind Andersen, Im Garten der Rhetorik. Die Kunst der Rede in der Antike. Aus dem Norwegischen von Brigitte Mannsperger und Ingunn Tveide, Darmstadt 2001 (Wiss. Buchges.).
Manfred Fuhrmann, Die antike Rhetorik. Eine Einführung, Zürich 1995 (4.Aufl.) (Artemis&Winkler).
 
 
 
 

[35001] Sprachwissenschaftliche Vorlesung:  Klingenschmitt
Geschichte der lateinischen Sprache:
Das klassische Latein
1st., Di 10-11, PT 2.0.5 Beginn: 21.10.2003

Die Vorlesung behandelt das literarische Latein der klassischen Periode (Anfang 1. Jh. v. Chr. bis Anfang 1. Jh. n. Chr.). Dargestellt werden u.a. die charakteristischen und unterscheidenden Merkmale der Sprache von Prosa und Dichtung. Die sprachlichen und stilistischen Eigen-tümlichkeiten der wichtigsten Repräsentanten der Prosa und Dichtung dieser Periode werden eingehend besprochen. Dabei wird den Vertretern der Klassischen Kunstprosa (Caesar, Cicero) besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Aber auch Sallust als Anhänger einer anderen, archaisierenden Stilrichtung wird gebührend berücksichtigt.
 
 

Seminare und Übungen









Interpretation poetischer Texte (Übung auf der Stufe des Oberseminars) Beck
2st., Do 18-20, W 116 Beginn: 23.10.2003

Angesichts der ministeriell verordneten Notwendigkeit, am Ende des Lehramtsstudiums die Fähigkeit zum Interpretieren lateinischer Texte in einer eigenen Interpretationsklausur unter Beweis zu stellen, ist eine gezielte Vorbereitung unerlässlich. Hinzu kommt die selbstverständliche Notwendigkeit, antike Texte nicht einfach nur zu lesen und zu übersetzen: Für eine gute Übersetzung unerlässlich ist das gleichzeitige inhaltlich-gedankliche Verstehen, das Erkennen zugrunde liegender sachlicher, historischer, mythologischer oder gattungsbedingter Zusammenhänge und ein Gefühl für die sprachlich-stilistischen Besonderheiten des lateinischen Originals.
In der Übung sollen poetische Texte verschiedener Gattungen und Epochen gemeinsam besprochen und vor allem im Hinblick auf die Leitlinien der Interpretationsklausur analysiert werden. Zugelassen sind Studierende des Hauptstudiums, die mindestens einen Hauptseminarschein erworben haben.
 
 
 

[35225] Lateinisches Hauptseminar (Prosa): Janka
C. Iulius Caesar in der Literatur seiner Zeit
2st., Do 12.30-14, R 009 Beginn: 23.10.2003

Die anhaltend reiche Caesar-Rezeption, die etwa von Shakespeares Julius Caesar über Brechts Die Geschäfte des Herrn Caesar bis zum aufwendigen Fernsehepos des Jahres 2003 reicht, scheint folgenden Satz Matthias Gelzers über den Protagonisten seiner Biographie zu bestätigen: „Seine politischen Leistungen erheben sich in die Sphäre des an keine beschränkte Zeit gebundenen, auf alle Menschen unmittelbar wirkenden Genies und können doch nur wirklich verstanden werden im allgemeinen Zusammenhang ihrer höchst eigentümlichen Voraussetzungen“.
Im Seminar wollen wir das in der Geschichte mit vielfachen Wertungen befrachtete Bild vom „klassischen weltpolitischen Genie“ oder von der „skrupellos populistischen Machtbestie“ Caesar auf seine Ursprünge in der Phase des politischen Wirkens von C. Iulius Caesar (100 - 44 v. Chr.) zurückverfolgen. Im Mittelpunkt steht die philologische Zusammenschau und Interpretation derjenigen Texte, in denen Caesar sein Bild vom Musterstrategen als Eroberer und Bürgerkriegssieger selbst konturiert und entwickelt, vor allem also seine Commentarii über den Gallischen Krieg und den Bürgerkrieg, mit denjenigen Zeugnissen, in denen Zeitgenossen eigene Projektionen dieses Caesar-Bildes entwerfen: Hier können wir vor allem auf die einschlägigen Reden und Briefe des disertissimus Romuli nepotum Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) sowie auf die Monographien und politischen Briefe des C. Sallustius Crispus (86 – 35 v. Chr.) zurückgreifen. Die Caesar-Gedichte Catulls (um 84/82 – 47 v. Chr.) steuern einprägsame poetische Farbtupfer bei.
Am Anfang des Semesters erhalten die Teilnehmer(innen) durch problemorientierte gemeinsame Textanalyse das methodische Rüstzeug für ihre eigenständigen Forschungen. Dann sollen sie in thesenhaften Referaten ihre Auswertung des Textcorpus im Plenum zur Diskussion stellen.

Voraussetzungen für den Erwerb eines Hauptseminarscheins sind regelmäßige aktive Mitarbeit, die Gestaltung einer Teilsitzung als Referent(in) und die Anfertigung einer schriftlichen Haus-arbeit, in der das Thesenreferat um die Interpretationsanregungen aus dem Kurs zu erweitern ist.

Zur Einführung und Vorlesungsbegleitung:
Matthias Gelzer, Caesar. Der Politiker und Staatsmann, München 1940 u.ö.
Christian Meier, Caesar, München 1993 (3.Aufl.)  (dtv Wissenschaft).
 
 
 

[35226] Lateinisches Hauptseminar (Poesie): Beck
Ps Seneca, Octavia
2st., Mi 8.30-10, PT 1.0.1 Beginn: 22.10.2003

Nach dem sog. quinquennium Neronis, einer für Rom ruhigen, friedlichen, guten Zeit, begann der berüchtigte letzte julisch-claudische Kaiser seit der Ermordung seiner Mutter Agrippina (59 n. Chr.) immer stärker zu entarten. 62 n. Chr. verstieß er seine Ehefrau Octavia, die Tochter des 54 n. Chr. ermordeten Claudius, die Schwester des 55 n. Chr. getöteten Britannicus, und ließ auch sie umbringen – zweifellos ein geeigneter Stoff für eine römische Tragödie, auch wenn solches den großen griechischen Mythen nicht wirklich ebenbürtig ist. Doch zum Glück für uns hat tatsächlich ein uns unbekannter Dichter eine dramatische Umsetzung der historischen Ereignisse unternommen und sogar Seneca selbst als vergeblichen Mahner gegen Nero auftreten lassen. Entstanden ist damit eine literarisch überaus interessante Tragödie, die heute sogar das einzige erhaltene Beispiel für die nationalrömische Sonderform der fabula praetexta darzustellen scheint.
Dass die unter Senecas Namen im Corpus seiner eigenen Tragödien überlieferte Octavia nicht wirklich von Seneca stammen kann, ist ziemlich sicher, wird aber in der Forschung nach wie vor mit großem Interesse erörtert. Und natürlich wird diese spannende Frage neben einer genauen Analyse des Textes und seiner Gattungszugehörigkeit auch im Seminar zu diskutieren sein.
Zur Vorbereitung empfohlen sei die Lektüre der echten Tragödien Senecas.

Ausgaben und Kommentare:
L. Annaei Senecae Tragoediae, rec. O. Zwierlein, Oxford 1986.
L. Annaeus Seneca, Ottavia, con note di G. Ballaira, Torino 1974.
L.Y. Whitman: The Octavia. Introduction, Text and Commentary. Bern/ Stuttgart 1978.
 
 
 

[35227] Lateinisches Proseminar (Poesie): Wacht
Lucan
2st., Di 8.30-10, PT 2.0.5 Beginn: 21.10.2003

M. Annaeus Lucanus, Neffe des Philosophen Seneca und wie dieser im spanischen Corduba geboren, verfasst in neronischer Zeit unter dem nicht ganz gesicherten Titel ‘Pharsalia’ ein Epos über den Bürgerkrieg zwischen Pompeius und Caesar. Das wahrscheinlich auf 12 Bücher konzipierte Gedicht bricht mitten im 10. Buch ab, ganz offensichtlich weil der Autor von Nero mit einem Schreib- und Publikationsverbot belegt und schließlich, noch nicht 26 Jahre alt, als Teilhaber der pisonischen Verschwörung zum Selbstmord gezwungen wurde. Das Verhältnis zum Kaiser ist denn auch eine der zentralen und umstrittensten Fragen der Forschung, die sich an dem in das Proöm eingebetteten Nero-Elogium und der allgemeinen, gegen jede Art von Gewaltherrschaft gerichteten Tendenz des Epos entzündet.
Das Seminar stellt die Interpretation ausgewählter Textpassagen in den Mittelpunkt. Dabei werden u. a. Probleme der Gattung, die Charakterzeichnung der Protagonisten (Caesar, Pompeius, Cato), die politische Einstellung des Autors, sein Welt- und Menschenbild sowie zentrale Begriffe (fatum, fortuna, virtus etc.) zur Sprache kommen.

Text:
M. Annaei Lucani de bello civili libri X, ed. D.R. Shackleton Bailey, Stuttgart (BT) 1988.

Zur Einführung:
Neben dem einschlägigen Kapitel in der Literaturgeschichte von Michael v. Albrecht:
W. Rutz (Hg.), Lucan, Darmstadt 1970 (= WdF 235).
G. Pfligersdorfer, Lucan als Dichter des geistigen Widerstandes, in: Hermes 87 (1959), S.344/77.
W. Rutz, Lucans Pharsalia im Lichte der neueren Forschung (mit einem bibliogr. Nachtrag 1980-1985 von H. Tuitje), in: ANRW 2,32,3 (1985), S. 1457/1537.
 
 
 

[35228] Lateinisches Proseminar (Prosa): Blusch
Tacitus, Germania
2st., Do 16-18, PT 1.0.3 Beginn: 23.10.2003

Germania omnis a Gallis Raetisque et Pannoniis Rheno et Danuvio fluminibus, a Sarmatis Dacisque mutuo metu aut montibus separatur. Man stelle sich vor: „getrennt durch Flüsse sowie gegenseitige Furcht oder Berge“! Schon dieser erste Satz der Germania zeigt, was bei seinem Autor zu allen Zeiten Eindruck gemacht hat: der (bisweilen geradezu manieristische) Sprachstil des Tacitus. Auf ihn werden wir unser Hauptaugenmerk richten. Nicht ausgeklammert werden Fragen nach den Absichten, die Tacitus in der (einleitungslosen!) Germania verfolgt haben könnte (Sittenspiegel, tagespolitische Broschüre, Modeschrift?) sowie deren Wirkungsgeschichte, die nicht zuletzt deren Wirkkraft belegt.

Textausgaben:
Cornelii Taciti opera minora, rec. M. Winterbottom et R. M. Ogilvie, Oxford (OCT) 1975.
P. Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. II, Fasc. 2: De origine et situ Germanorum liber, rec. Alf Önnerfors, Stuttgart (BT) 1983.

Zur Einführung (für besonders Mutige):
W. Ax, Probleme des Sprachstils als Gegenstand der lateinischen Philologie, Hildesheim 1976.
 
 

[35015] Sprachwissenschaftliches Proseminar: Schaffner
Einführung in die lateinische Sprachwissenschaft
2st., Mi 12-14, R 009 Beginn: 22.10.2003

Das Ziel dieser Lehrveranstaltung besteht darin, Studierende des Faches Latein mit den wichtigsten Hilfsmitteln und Disziplinen der lateinischen Sprachwissenschaft vertraut zu machen. Die Einführung wird sich dabei an den Bedürfnissen des Lateinunterrichts an Gymnasien orientieren. Aus der Vielzahl der zu behandelnden Themenkomplexe seien genannt: Sprachwissenschaftliche Terminologie, Vorstellung wichtiger Hilfsmittel zum Studium der lateinischen Sprachgeschichte, Latein als indogermanische Sprache, Periodisierung der lateinischen Sprachgeschichte, historische Laut- und Formenlehre des Lateinischen, Wortbildung und Etymologie, historische Syntax, inschriftliche und literarische Texte als Beispiele für sprachgeschichtliche Entwicklungen, sprachliche Grundlagen metrischer Regeln.

Interessenten mögen sich in die Anfang September 2003 aushängende Teilnehmerliste (PT 3.3.83) eintragen. Texte und Übungsblätter werden in Form von Kopien zur Verfügung gestellt. Voraussetzungen für den Erwerb eines Seminarscheins sind regelmäßige Teilnahme, Bearbeitung von schriftlichen Hausaufgaben und eine erfolgreich bestandene Abschlussklausur am Ende des Semesters.

Zur Einführung:
Alfred Bammesberger, Lateinische Sprachwissenschaft, Regensburg 1984.
G. Meiser, Historische Laut- und Formenlehre der lateinischen Sprache, Darmstadt 1998.
 
 

[35229] Einführung in das Studium der Klassischen Philologie Beck
2st., Fr 10-12, H 5 Beginn: 31.10.2003

Diese - personalbedingt nur im Wintersemester angebotene - Übung ist für Studienanfänger der Fächer Latein und/oder Griechisch obligatorisch und sollte möglichst im ersten Semester besucht werden. Ihr Ziel besteht darin, die Teilnehmer mit den für ein Studium der Klassischen Philologie wesentlichen Hilfsmitteln und Disziplinen vertraut zu machen und als Vorbereitung für den Besuch von Seminaren eine erste Einführung in grundlegende Arbeitsmethoden zu geben. Berührt werden folgende Gebiete:

1.) Aufbau, Ziele und Möglichkeiten eines Studiums der lat. und/oder griech. Philologie
2.) Epochen und Gattungen der griech. und lat. Literatur
3.) Aufbau und Benutzung der Bibliothek
4.) Hilfsmittel (z.B. RE, Bibliographien, Lexika, Grammatiken, Handbuch der Altertumswissenschaft, Textausgaben, Zeitschriften), Technik des Bibliographierens sowie Hinweise zum Aufbau einer eigenen Studienbibliothek
5.) Überlieferungs- und Textgeschichte, Textkritik
6.) Metrik
7.) Rhetorik
8.) Methoden der Interpretation, Hinweise zur Anfertigung einer Seminararbeit

Für den Erwerb eines benoteten Scheines wird regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit und eine mindestens ausreichende Leistung in der Abschlussklausur erwartet.

Zur Einführung und begleitenden Lektüre empfohlen:
G. Jäger: Einführung in die Klassische Philologie, München (3.Aufl.) 1990.
P. Riemer/ M. Weißenberger/ B. Zimmermann:
 Einführung in das Studium der Latinistik, München 1998.
 Einführung in das Studium der Gräzistik, München 2000.
 
 

Lektüre









[35231] Lateinische Lektüre (Poesie): Astner
Catull, Carmina maiora
2st., Mo 8.30-10, W 112 Beginn: 20.10.2003

Die Gedichte des aus Verona stammenden Dichters und Schriftstellers C. Valerius Catullus bewegen: sie bewegten die Zeitgenossen Catulls wegen der Neuheit der Stoffe und Formen und sie bewegen auch uns heute noch wegen ihrer Aktualität und ihrer zeitlosen Eleganz. Catull ist ein vielseitiger Schriftsteller, der den einfühlsam lyrischen Ton in Liebesgedichten sofort umschlagen lassen kann in harsche persönliche Invektive, der Gedichte, die Freundschaft und Gemeinschaft feiern, ebenso zu seinem Repertoire zählt wie Hochzeitsgedichte, Epyllien und Elegien in hellenistischer Tradition.
Im Mittelpunkt dieses Lektürekurses, der als vertiefende Ergänzung zur Catullvorlesung gedacht ist, stehen die Carmina maiora (carm. 61 – 68) Catulls. In ihnen zeigt sich besonders der Neoteriker als poeta doctus, wenn er beispielsweise seinen Lesern entlegenere mythische Stoffe in neuer Zusammensetzung präsentiert (carm. 64: die Hochzeit von Peleus und Thetis als Rahmen für die Klage der Ariadne auf Naxos), wenn er sich als Kenner des Kallimachos zeigt (carm. 66: Die Locke der Berenike) oder wenn er sich in nicht alltäglichen Metren versucht (carm. 63: Attis-Gedicht in Galljamben).

Für die Ausstellung eines Lektürenachweises wird neben der Abschlussklausur regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit erwartet.

Textausgaben:
Catulli Veronensis Carmina, iterum ed. Henricus Bardon, Stuttgart (BT) 1973.
C. Valerii Catulli Carmina, rec. R.A.B. Mynors, Oxford (OCT) 1958.

Zur Vertiefung (Interpretation):
Syndikus, Hans Peter: Catull. Eine Interpretation. 3 Bde. Darmstadt 2001. Davon Bd. 2: Die großen Gedichte (61 – 68).
 
 
 

[35232] Lateinische Lektüre (Prosa): Beck
Tacitus, Annalen
2st., Do 18-20 (entfällt)
 

[35232] Lateinische Lektüre (Prosa): Janka
Cicero, Pro Caelio
2st., Fr 8.30-10, H 9 Beginn: 31.10.2003

Im Jahr 56 v. Chr. hält Cicero eine durchaus ungewöhnliche Verteidigungsrede. Mit seinem fulminanten Plädoyer gelingt es ihm, Marcus Caelius Rufus (um 82 - 48 v. Chr.), eine skandalumwitterte Figur der jüngeren römischen Oberschicht, dessen Verhältnis zu seinem Rechtsbeistand großen Schwankungen unterlag, von der Anklage de vi reinzuwaschen, die schwere Delikte wie gemeinschaftlichen Mord und Mordversuch umfasste.
Als Zeugin der Anklage hat Cicero im übrigen Clodia (= Lesbia Catulli ?), eine der Schwestern seines Intimfeindes und Ex-Freundin des Beschuldigten, besonders scharf im Visier. Manfred Fuhrmann bezeichnet die Caeliana oratio zu Recht nicht nur als advokatische Meisterleistung, sondern auch als grandiosen Sittenspiegel der „tollen“ Umtriebe im spätrepublikanischen Rom. Andere Interpreten preisen die Rede überdies als Glanzstück des ciceronischen Humors. Das Thema bietet also beste Voraussetzungen für ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Lektüreerfahrungen. Da der Text lediglich 39 Oxford-Seiten füllt, ist eine Ganzschriftlektüre während des Semesters unschwer möglich. Im Kurs werden wir dabei verschiedene Methoden des extensiven und intensiven Lesens durchspielen und reflektieren. Die Klärung sprachlicher und inhaltlicher Fragen und Probleme soll durch arbeitsteilige Vor- und Nachbereitung erleichtert werden. Falls noch Zeit bleibt, werden wir mit vergleichendem Auge auch Ciceros Rede Pro Lucio Murena betrachten.
Der Lektürekurs ist für alle Semester geöffnet, eignet sich aber besonders als Lektürekomponente für Studienanfänger(innen) oder als praktische Ergänzung zu meiner Vorlesung über die Grundbegriffe der antiken Rhetorik.

Text (bitte kaufen!):
M.Tulli Ciceronis orationes, Pro Sex. Roscio et al., Tom. I, ed. Albertus Curtis Clark, Oxford 1905 (immer wieder nachgedruckt).

Zur Einführung:
Manfred Fuhrmann, Cicero und die römische Republik, Düsseldorf u.a. 1997 (4. Auflage).
 
 
 

[35233] Lateinische Lektüre (Neulatein): Blusch
Erasmus, Stultitiae laus
2st., Mo 14-16, PT 3.3.88 Beginn: 20.10.2003

Achtung Satire! Das „Lob der Torheit“ des Erasmus steht in der Tradition der antiken Laudes-Literatur, genauer: in der Tradition der sogenannten ironischen Enkomien. Ein solches Enkomion diente, verkürzt gesagt, einerseits der Belustigung, andererseits der Demonstration der eigenen Kunstfertigkeit (bei mehr oder weniger nonsensartiger Thematik). Die Grundkonstellation ist in der Regel so, dass ein Subjekt, also ein kunstbesessener Redner, ein eher minderwertiges Objekt (wie z.B. Kahlheit, Haupthaar, Tontöpfe, Mäuse und Fliegen) mit allem nur erdenklichen rhetorischen Aufwand zu kolossaler Bedeutung empor zu stilisieren versucht. Ein solches Objekt ist natürlich auch die Torheit. Allerdings stoßen wir bei Erasmus auf etwas, auf das in der ganzen Antike m. W. niemand gekommen ist: Erasmus lässt nicht irgendeinen externen Redner auftreten, um das Lob der Torheit zu singen, sondern der zu preisende „Unwert“, die Stultitia, tritt selber als Person auf, um die Torheit und damit sich selber zu loben. Subjekt und Objekt sind ein und dieselbe Sache bzw. Person. Die traditionelle Lobrede wird so zum dick aufgetragenen Eigenlob, zur „reflexiven Lobrede“. Dies mit vielfältigen (vergnüglichen) Implikationen, insbesondere auch logischen Irritationen: Da die Torheit ihrem Wesen gemäß Törichtes äußert und gelegentlich auch noch darauf besteht, dass das eben Gesagte sehr töricht sei, ist dies dann wiederum töricht oder aber, weil die Torheit es als töricht bezeichnet, per Aufhebung in Wirklichkeit etwas ganz Kluges?

Text: Kann im Internet (http://www.thelatinlibrary.com/erasmus.html) abgerufen oder bei mir zum Kopieren abgeholt werden.
 
 


Sprach- und Stilübungen










[35240] Klausurenkurs für Examenskandidaten Blusch
2st., Fr 13-15, R 009 Beginn: 24.10.2003

Diese Übung ist ausschließlich für Examenskandidaten gedacht und soll die eigene häusliche Vorbereitung auf die beiden Übersetzungsklausuren begleitend unterstützen. Jeweils im Wechsel werden dt.-lat. und lat.-dt. Klausuren auf Examensniveau geschrieben und besprochen.
Als reguläre Teilnehmer mit Korrekturanspruch zugelassen sind Studierende, die mindestens einen Sprachübungsschein der Oberstufe erworben und sich bereits für das Examen angemeldet haben oder sich im WS 2003/04 anmelden werden.
 
 

[35241] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Oberstufe) Wacht
2st., Do 10-12, R 009 Beginn: 23.10.2003

Die Übung ist zur Vorbereitung auf die Examensklausur und die mündliche Examensprüfung gedacht. Texte verschiedener Gattungen und Epochen werden teils nach häuslicher Vorbereitung, teils als mündliche ad-hoc-Übersetzungen oder auch in Form von Übungsklausuren bearbeitet. Anfallende Fragen grammatischer und, soweit in diesem Rahmen möglich, auch inhaltlicher Art werden behandelt.
 
 

[35242] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Oberstufe) Blusch
2st., Do 14-16, R 009 Beginn: 23.10.2003

Diese Übung dient gezielt der Vorbereitung auf das deutsch-lateinische Staatsexamen. Als Hausaufgaben, Klausuren und in gemeinsamer Arbeit in den Sitzungen selbst werden Paraphrasen von Originaltexten aus dem Bereich Kriegswesen, Geschichtsschreibung und Philosophie ins Lateinische zu übersetzen sein. Grammatische Phänomene (vor allem Syntax) und schwierigere Konstruktionen werden wiederholt bzw. besprochen und eingeübt. Die Konzentration auf eine bestimmte Thematik soll zur Erarbeitung einer themenbezogenen Phraseologie anleiten. (Ein weiterer Oberkurs wird im nächsten Semester die Themenbereiche Rhetorik, Staatswesen, Recht und Wissenschaft abdecken.)

Teilnahmevoraussetzung:
Erfolgreicher Besuch der dt.-lat. Sprachübungen Mittelstufe.
 
 

[35243] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Mittelstufe) Wacht
2st., Mo 8.30-10, W 113 Beginn: 20.10.2003

Diese Übung stellt in erster Linie eine zusätzliche Möglichkeit der Vorbereitung auf die lateinisch-deutsche Übersetzungsscheinklausur (Zwischenprüfung) dar; die eigenverantwortliche Vorbereitung auf diese Prüfung (nämlich möglichst intensive Lektüre im angegebenen Textcorpus) kann der Kurs aber keinesfalls ersetzen.
Doch werden wir anhand von Texten, die aus dem relevanten Corpus stammen, Übersetzungs-techniken üben und unsere Kenntnisse auf jenen Gebieten festigen, die im Fragenteil der o.g. Klausur im Mittelpunkt stehen: Metrik, sprachliche und stilistische Merkmale, Editionstechnik und Textkritik.
Neben der mündlichen Diskussion, in der wir regelmäßig Übersetzungsmöglichkeiten erarbeiten und dabei auftretende Fragen klären wollen, soll es auch Gelegenheit zu Übungsklausuren geben, in denen sich die Teilnehmer testen können.
 
 

[35244] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Mittelstufe) Wacht
2st., Do 8.30-10, R 009 Beginn: 23.10.2003

Diese Übung baut auf den deutsch-lateinischen Unterkursen auf. Im Plenum werden mittelschwere zusammenhängende Texte ins Lateinische übersetzt. Neben den Problemen der Syntax, die zu besprechen sein werden, sollen auch - anhand exemplarischer Einzelsätze - zum einen die Kenntnis der lateinischen Phraseologie und Synonymik gefestigt, zum anderen Grundfragen der lateinischen Stilistik behandelt werden; den Schwerpunkt hierbei wird der im Deutschen und Lateinischen unterschiedliche Gebrauch der Wortarten und der syntaktischen Strukturen bilden.
 
 

[35245] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Unterstufe) Wolbergs
2st., Mi 14-16, W 112 Beginn: 22.10.2003

Die Übung ist speziell für Studienanfänger gedacht und sollte möglichst im ersten Semester besucht werden. Besprochen werden die wichtigsten Erscheinungen der lateinischen Syntax, und zwar (1.) anhand von Einzelsätzen und (2.) im Rahmen der Lektüre einiger zusammenhängender Partien aus Reden Ciceros. Kenntnisse in der Formen- und Kasuslehre sollen dazu parallel nach vorgegebenem Plan in häuslicher Arbeit aufgefrischt werden; sie werden in Kurzklausuren regelmäßig überprüft.
Aufgrund nicht vom Institut zu verantwortender Stellenstreichungen kann diese Veranstaltung nicht mehr in der bisher üblichen Weise als 6st. Grammatik- und Übersetzungskurs durchgeführt werden. Der gemäß Studienordnung für die Zwischenprüfung notwendige Schein wird stattdessen für den Besuch der Unterkurse Lat.-Dt., Dt.-Lat. (je 2st.) und den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Lektürekurs (2st.) ausgestellt.

Textausgabe der Reden Ciceros:
M. Tulli Ciceronis orationes, Tom. V, rec. G. Peterson, Oxford 1911 (seither immer wieder nachgedruckt).

Dazu zur Anschaffung dringend empfohlen:
H. Rubenbauer und J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine, Bamberg/München  (12.Aufl.) 1995.
 
 

[35246] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Unterstufe) Astner
2st., Mi 8.30-10, PT 2.0.5 Beginn: 22.10.2003

Der Schwerpunkt dieser Übung, die besonders für Studienanfänger gedacht ist und möglichst im ersten Semester besucht werden sollte, wird auf der Formen- und Kasuslehre liegen, ferner auf der Lehre vom einfachen Satz. Zur Erarbeitung der verschiedenen Phänomene dienen Einzelsätze, einfache zusammenhängende Stücke zur Vertiefung; beides wird in Kopie zur Verfügung gestellt.

Dieser Kurstyp wird (!) nur im Wintersemester angeboten, im Sommersemester wird ergänzend dazu ein zweiter Unterkurstyp mit dem Schwerpunkt Syntax stattfinden. Zugrunde gelegt und daher zur Anschaffung empfohlen wird die Lateinische Grammatik von H. Rubenbauer und J. B. Hofmann, neu bearbeitet von R. Heine, Bamberg/München (12.Aufl.) 1995.
 
 



Fachdidaktische Veranstaltung










[35247] Der Sprachunterricht in den Alten Sprachen Pfaffel
2st., Mi 16-18, W 112 Beginn: 22.10.2003

Der Sprachunterricht ist das Fundament des altsprachlichen Unterrichts (AU); er ist aber mit dem reinen "Grammatikunterricht" nicht beendet. In der Übung werden folgende Themen behandelt:

- Legitimation und Zielsetzung des Lateinunterrichts
- Anlage der alten und neuen Lehrpläne inkl. der Stundentafeln
- Aufbau und Durchführung einer Grammatikstunde: Methoden und Motivationsmöglichkeiten
- Neudurchnahme, Übungsformen und ihre Effizienz
- Anschaulichkeit im AU
- Sprachtraining im Rahmen des Lektüreunterrichts

Für Studierende des Griechischen werden zwei eigene Doppelstunden eingeplant, um die Arbeit mit HELLAS vorzustellen.
 
 



Sprachkurse zur Vorbereitung auf das Latinum










[35250] Latein I (Parallelkurs A) Blusch
6st., Mo-Fr 12s.t.-13, H 14 Beginn: 20.10.2003

[35251] Latein I (Parallelkurs B) Wacht
6st., Mo-Fr 12s.t.-13, H 11 Beginn: 20.10.2003

[35252] Latein I (Parallelkurs C) Hagmaier
6st., Mo-Fr 12s.t.-13, H 19 Beginn: 20.10.2003