Lehrstuhl für Lateinische Philologie
Briefadresse: D-93040 Regensburg
Paketadresse: Universitätsstr. 31, D-93053 Regensburg
Tel. [+49] 0941/943-3396, Fax -1980
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Das römische Legionslager CASTRA REGINA |
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Am nördlichsten Punkt der Donau, einem durch die Einmündungen der Flüsse Naab und Regen wichtigen Fernverkehrsknotenpunkt, wurde unter Kaiser Marc Aurel seit 170 n. Chr. am Donauufer, gegenüber der Flussmündung des Regen ein festes römisches Standlager errichtet, wo ab 179/180 n. Chr. die im Laufe der Markomannenkriege neu ausgehobene legio III Italica stationiert war. Wie Bruchstücke der berühmten Bauinschrift vom Osttor des Lagers (siehe Seite "Lehrstuhl Latein") belegen, muss im Jahre 179 n. Chr. zumindest die Umwehrung der riesigen Gesamtanlage von ca. 25 ha fertig gestellt gewesen sein. Neben dem eigentlichen Legionslager entwickelten sich schnell auch eine zivile Siedlung (cannabae legionis) westlich des Lagers sowie zahlreiche Friedhöfe und diverse Heiligtümer im weiteren Umkreis. Als Besonderheit des ansonsten nach dem üblichen Muster solcher Lager angelegten römischen Wehrbaus ist die an Rhein und Donau singuläre massive Umfassungsmauer in Form einer ca. 8 m hohen und 2 m brei-ten Quadermauer aus Kreidesandstein und Kalkstein zu nennen, von der noch heute einige markante Ab-schnitte im modernen Regensburg ins Auge fallen. |
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Die porta praetoria verkörpert das nördliche Haupttor und somit das den germanischen Feinden zugewandte Ausfalltor des Lagers. |
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Als Reste des zur Donau hin gerichteten Nordtores (entdeckt 1885), das der Trierer Porta Nigra nachempfunden scheint, sind noch eine der zwei Toröffnungen (4 m breit x 5,80 m hoch) und der Rest eines Turmes von noch 11 m Höhe (ursprünglich wohl ca. 20 m hoch) erhalten. |
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Modell vom Bau der porta praetoria im Historischen Museum der Stadt Regensburg. |
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Das abgerundete Nordosteck der Lagermauer. |
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Freigelegter Abschnitt der östlichen Umfassungsmauer im Untergeschoss des Parkhauses am Dachauplatz. |
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Freigelegte Überreste der Südostecke der Lagermauer mit vorgelagertem Zwingertürmchen der mittelalterlichen Zwingermauer. |
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Bei diesem Mauerabschnitt ist die bereits erwähnte außergewöhnliche Quaderbauweise besonders deutlich und in recht gutem Konservierungszustand sichtbar. |
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Nächtliche Impression vom "römischen Regensburg". |
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Fotos:
Andreas Deml, Bernhard Paul |