Griechische Philologie - Lateinische
Philologie
Vorlesungen
[35200] Griechische Vorlesung: Rechenauer
Euripides
2st., Di 14-16, PT 1.0.1 Beginn: 8.4.2003
Verglichen mit seinen beiden großen Vorgängern auf dem Feld der griechischen Tragödie, Aischylos und Sophokles, gilt Euripides als "Zersetzer" und "Totengräber" dieser Gattung. Schon seine Zeitgenossen haben ihn als Amoralisten und Atheisten empfunden, und bis heute erscheint der Dichter in vielen Darstellungen als sinistrer Gesinnungsgenosse der Sophisten, ja als deren poetischer Wortführer, der die Demontage des traditionellen Polisethos als ein Hauptanliegen betrachtet habe. Selbst bei milderer Betrachtung tut man sich schwer, in seinem Schaffen eine positiv-affirmative Sinnstiftung auszumachen, so dass man kaum darum herumkommt, hier eine Manifestation der "Sinneskrise" (so K. Reinhardt) zu attestieren. Dabei scheint die relative Erfolglosigkeit des Euripides als Partizipant der Tragödienagone – bei 22 Aufführungen zwischen den Jahren 455 und 406 errang er nur viermal den ersten Preis – diesem Verdikt eine gewisse Rechtfertigung zu verleihen. Und dennoch hat kein anderer Tragiker so sehr das Interesse des athenischen Publikums beschäftigt wie Euripides, wie man beispielsweise an einigen Stücken des Aristophanes (v.a. Frösche u. Thesmophoriazusen) noch gut ablesen kann. Dass dies zu einer kruden Überwucherung des späteren Euripidesbildes geführt hat, ist hierbei ein recht nebensächlicher Aspekt, viel wichtiger ist, dass, mit Ausnahme Homers, Euripides von allen griechischen Dichtern die nachhaltigste und kontinuierlichste Wirkung auf die europäische Literatur bis zur Gegenwart ausgeübt und hierbei etwa Sophokles weit übertroffen hat, weswegen Euripides schon im 4. vorchr. Jh. von Aristoteles als Musterbild des tragischen Dichters schlechthin (Poet. 1453 a 29: ho tragikotatos) tituliert werden konnte. Das Interesse ist also sehr wohl berechtigt und findet seine Begründung sowohl in der formalen wie der inhaltlichen Qualität der Stücke dieses "Philosophen der Bühne".
In dieser Vorlesung soll es neben einer knappen Einführung in die Grundprobleme der Tragödie (Entwicklung der Gattung, Formgesetze, Aufführungsbedingungen) darum gehen, das literarische Schaffen des Euripides vor dem geistesgeschichtlichen Hintergrund seiner Zeit zu umreißen. Im Mittelpunkt wird die Interpretation der erhaltenen, in ihrer Deutung z.T. bis heute sehr umstrittenen Tragödien stehen. Besonderes Augenmerk soll dabei auch dem Aspekt der Theatralizität gewidmet werden.
Einführende Literatur:
T. B. L. Webster: The Tragedies of Euripides, London 1967.
A. Lesky: Die tragische Dichtung der Hellenen, 3. völl. neubearbeit. Aufl., Göttingen 1972.
S. Melchinger. Die Welt als Tragödie, II: Euripides, München 1980.
A. Michelini: Euripides and the Tragic Tradition, Wisconsin 1987.
[35000] Sprachwissenschaftliche Vorlesung: Klingenschmitt
Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen
bis zur Mitte des ersten Jahrtausends v. Chr.
1st., Di 11-12, R 009 Beginn: 8.4.2003
Die Vorlesung behandelt
1. das Urgriechische, das vorindogermanische Substrat und die dialektische Gliederung des griechischen Sprachgebiets;
2. die innere Sprachgeschichte: den Zustand und die Entwicklung der Sprache im lautlichen, morphologischen, syntaktischen und lexikalischen Bereich;
3. die äußere Sprachgeschichte: die ältesten Sprachzeugnisse
(Mykenisch); die Sprache der Dichtung in vorklassischer Zeit (Epos: Ilias,
Odyssee; Hesiod; altionische Lyrik; äolische Lyrik: Sappho, Alkaios;
Chorlied: Alkman u.a.); die ältesten Inschriften.
Seminare und Übungen
[35202] Griechisches Hauptseminar: Rechenauer
Thukydides
2st., Mi 10-12, PT 3.3.66 Beginn: 9.4.2003
Friedrich Nietzsche erblickte in Thukydides "die große Summe, die letzte große Offenbarung jener starken, strengen, harten Tatsächlichkeit, die dem älteren Hellenen im Instinkte lag." Im Gegensatz zu Platon, der als "ein Feigling vor der Realität ins Ideal" geflüchtet sei, beweise Thukydides hinlänglichen Mut vor der Realität und behalte folglich "auch die Dinge in der Gewalt." (Götzendämmerung. Was ich den Alten verdanke, Werke in 3 Bänden. Hrsg. v. K. Schlechta, S. 1029). Gerade der in diesem Zitat beispielhaft attestierte Wirklichkeitssinn ist es gewesen, der den Historien des Thukydides trotz der nicht zu unterschätzenden Konkurrenz durch Herodots erzählerische Anmut ihre Faszination über die Zeiten hinweg verliehen hat. Dabei lässt sich ohne Zweifel sagen, dass Thukydides in der Entwicklung des Geschichtsdenkens bei den Griechen diejenige Stufe einnimmt, die durch eine modern anmutende Wendung zur Erforschung von Geschichte als immanenten Geschehensprozessen, zur Aufdeckung tieferer geschichtlicher Wahrheit und Wirklichkeit im Horizont politisch-militärischer Geschichte gekennzeichnet ist. Die bestimmenden Momente dieser neuen Geisteshaltung zu erkennen, ist seit längerem ein intensiv betriebenes Anliegen der Forschung. Dabei hat sich zunehmend herausgestellt, dass neben dem rein politischen ein anthropologischer Grundaspekt für das Werk des Thukydides maßgebend ist. Neben der Sophistik sind hier diverse Einflüsse aus der zeitgenössischen Naturwissenschaft zu diskutieren, die vor allem in den methodischen Prinzipien der thukydideischen Historiographie ablesbar sind. Neben diesem Problemkreis hat in der neueren Forschung die Frage nach der künstlerisch-literarischen Gestaltung von Thukydides’ Werk Interesse auf sich gezogen, wobei dieser Komplex neu als Frage nach der Funktion poetischer Elemente im Kontext künstlerischer Darstellungsweise zu erörtern ist.
Im Mittelpunkt dieses Seminars soll die intensive Textinterpretation in Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemstellungen der Forschung stehen.
Aus der immensen Literatur zu Thukydides empfehlen sich wegen der guten Zusammenfassung der Problematiken:
O. Luschnat: Thukydides, in: RE Suppl. 12 (1970) 1085-1354 (auch als Sonderausgabe: Thukydides der Historiker, Stuttgart 1971). Dazu Nachträge in: RE Suppl. 14 (1974), 760-786.
Ph. A. Stadter (Hrsg.): The Speeches in Thucydides. A collection of original studies with a bibliography, Chapel Hill 1973.
V. J. Hunter: Thucydides. The artful reporter, Toronto 1973.
S. Hornblower: Thucydides, London 1987.
[35203] Griechisches Proseminar (auch für Lateinstudierende):
Janka
Die Symposia von Platon und Xenophon
2st., Do 12.30-14, R 009 ENTFÄLLT;
ERSATZVERANSTALTUNG:
[35203] Griechisches Proseminar (auch für
Lateinstudierende): Groß
Einführung in die homerischen Epen
2st., Do 12.30-14, R 009 Beginn: 10.4.2003
Die homerischen Epen markieren den Übergang von der oral poetry
zur Schriftlichkeit und stehen am Beginn der antiken griechischen Literatur.
Die eigentliche Handlung der Ilias umfasst nur die kurze Zeitspanne der
menis Achills, doch der Dichter zeichnet in diesem Werk ein Bild, das eine
umfassende Vorstellung des gesamten troischen Geschehens vom Parisurteil
bis zur Zerstörung vermittelt. In der Odyssee stellt der Dichter die
Heimkehr des Helden und das Werben der Freier um seine Frau in den umspannenden
Rahmen des großen mythischen Bereichs der Heimkehrergeschichten der
Troiakämpfer. Weder die nachfolgende griechische noch die römische
Literatur konnte sich der Wirkung der homerischen Epen entziehen. Daher
empfiehlt es sich auch für Lateinstudierende, sich einen fundierten
Einblick über dieses aus der römischen Gedankenwelt nicht wegzudenkende
geistige Vermächtnis zu verschaffen.
Das Seminar soll in erster Linie eine Übersicht über die
homerischen Epen vermitteln und anhand von Übersetzung und Interpretation
ausgewählter Textpartien eine Hinführung an die Sprache und Gedankenwelt
Homers bieten.
Voraussetzungen für den Erwerb des Seminarscheins sind die Übernahme
eines Referats und die Anfertigung einer kurzen schriftlichen Seminararbeit.
Lektüre
[35206] Griechische Lektüre (Poesie): Wolbergs
Theokrit
2st., Mo 14-16, PT 3.3.68 Beginn: 7.4.2003
Theokrit von Syrakus hat in der ersten Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. gelebt (Kallimachos und Apollonios von Rhodos waren seine Zeitgenossen), in Sizilien, später in Alexandria und auf Kos. Überliefert sind unter seinem Namen 24 Epigramme sowie 30 Gedichte kleineren Umfangs, die man später Eidyllia genannt hat und von denen 24 als authentisch gelten. Knapp die Hälfte dieser Eidyllia sind Hirtengedichte (Bucolica); sie haben in der poetischen Tradition von Vergil bis zur deutschen Barockdichtung und darüber hinaus die größte Wirkung entfaltet. Ebenso reizvoll sind indessen die anderen Gedichte, u. a. Mimoi, Enkomien und Mythologica.
Im Übersetzungskurs sollen einige Eidyllia je unterschiedlichen Charakters gelesen werden. Dass sie mehrheitlich in dorischem, einige auch in äolischem Dialekt und diese auch in Versmaßen der lesbischen Dichter verfasst sind, stellt keine unüberwindliche Schwierigkeit dar.
Textausgabe:
Bucolici Graeci, rec. A. S. F. Gow, Oxford (OCT) 1952.
[35207] Griechische Lektüre (Prosa): Rechenauer
Aristoteles, Politik
2st., Di 17-19, PT 3.3.66 Beginn: 8.4.2003
Kennzeichnend für die Politik des Aristoteles, die in acht Büchern
die Prinzipien und Grund-formen staatlichen Lebens entwickelt, ist die
enge Verbindung des Ethischen mit dem Bereich des Politischen. Insofern
als in der Anschauung des Aristoteles das für den einzelnen Menschen
geltende Telos mit dem des Gemeinwesens zusammenfällt, stellt
sich Politik für ihn zugleich als Ethik des Staates dar. Im Unterschied
zu Platons Entwurf eines Idealstaates ist Aristoteles’ politische Philosophie
jedoch in der Hauptsache praktisch auf das hic et nunc menschlichen
Lebens hin orientiert, was sich unter anderem darin zeigt, dass das von
ihm intendierte Polismodell den unter den jeweiligen Umständen bestmöglichen
Staat verwirklichen soll.
Besonderes Augenmerk soll in dieser Veranstaltung folgenden Themenbereichen
zukommen: Die Analyse des Wesens der Polis und ihrer Genese; die Bedeutung
des Naturbegriffs für die politische Philosophie des Aristoteles;
das Verhältnis des Einzelnen zum Staat; die Morphologie der Verfassungen;
die Rolle der Paideia innerhalb des aristotelischen Staatsmodelles; die
Bedeu-tung der Prinzipien der Metaphysik für Aristoteles’ politische
Philosophie.
Neben der Lektüre und Interpretation ausgewählter Passagen der aristotelischen Politik sollen auch lateinische Vergleichstexte (Cicero, De re publica; Augustinus, De civitate Dei) in die Betrachtung miteinbezogen werden.
Empfohlene Textausgabe:
Aristotelis Politica recognovit brevique adnotatione critica instruxit W.D. Ross, Oxonii 1957.
Zur einführenden Lektüre:
Ingemar Düring, Aristoteles. Darstellung und Interpretation seines
Denkens, Heidelberg 1966,
S. 475-505: Die Philosophie vom menschlichen Zusammenleben.
Sprach- und Stilübungen
[35209] Übersetzungskurs Deutsch-Griechisch Wolbergs
2st., Mo 16-18, PT 3.3.68 Beginn: 7.4.2003
Der Kurs ist in diesem Semester in erster Linie für Kandidaten des Grundstudiums (ab 1. Sem.) gedacht.
Schwerpunkte:
(1) Repetitorium der griechischen Morphologie (insoweit nötig) und Syntax;
(2) Häusliche Übersetzungen, die korrigiert und besprochen werden;
(3) Klausuren.
Zur Vorbereitung empfohlen:
Sorgfältige Lektüre einiger Reden des Lysias und/oder des
Demosthenes.
[35210] Übersetzungskurs Griechisch-Deutsch (I): Blusch
2st., Mi 12-14, PT 3.3.68 Beginn: 9.4.2003
Die Übung dient der Vertiefung der griechischen Syntax und soll zugleich die Lektürefähigkeit fördern. Gelesen werden Texte verschiedener Autoren und Genera, die auch Latinisten ansprechen. Der Schwierigkeitsgrad wird dem Kenntnisstand von Studierenden im Grundstudium (ab 1. Sem.) angemessen sein.
Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.
NEU IM PROGRAMM:
[35211] Übersetzungskurs Griechisch-Deutsch
(II) (Mittelstufe): Groß
2st., Do 16-18, PT 3.3.68 Beginn: 10.4.2003
Diese Übung bietet in erster Linie eine das selbständige Studium
ergänzende Möglichkeit der Vorbereitung auf die griechisch-deutsche
Sprachscheinklausur. Im Kurs werden Texte aus dem relevanten Textkorpus
nach häuslicher Vorbereitung gemeinsam übersetzt und anfallende
grammatische Fragen geklärt. Klausuren geben die Möglichkeit,
den eigenen Wissensstand zu ermitteln und für die Sprachscheinklausur
zu üben.
Fachdidaktische Veranstaltung
[35212] Der Griechischunterricht Nusser
2st., Mi 16.30-18, PT 3.3.68 Beginn: 9.4.2003
Folgende Themen werden behandelt:
- Probleme und Chancen des heutigen Griechischunterrichts
- Motivationsmöglichkeiten für das Fach Griechisch
- Ziele des griechischen Sprach- und Lektüreunterrichts
- der Lehrplan für Griechisch 9 - 13
- Aufbau einer Grammatikstunde und einer Lektürestunde
- Prüfungsaufgaben
Theorie und Praxis sollen sich auf eine im Rahmen der Veranstaltung durchführbare Weise ergänzen.
Literatur:
Fachlehrplan für Griechisch; Schulbücher für den griechischen
Sprachunterricht.
Sprachkurse zur Vorbereitung auf das Graecum
[35213] Griechisch I für Philologen Wolbergs
6st., Beginn bereits vor der Vorlesungszeit: 31.3.-4.4.2003, 12 s.t.-13,
H 7
während des Semesters: Mo, Mi, Fr 12 s.t.-13, Mo R 009, Mi W 112,
Fr W 112
nach Semesterende: 14.7.-1.8.2003, 12 s.t.-13, W 112
[35214] Griechisch II für Theologen Wacht
6st., Blocksitzungen vor Vorlesungsbeginn: 10.2-28.2.2003, 8.30-15;
Raum s. Aushang
Sprachkurse für Neugriechisch
[35215] Neugriechisch für Anfänger Müller
2st., Mi 17.30-19, W
114 Beginn: 9.4.2003
Lektionen 1-8 des Lehrbuchs "Griechisch Heute 1+1" von D. Dimitra und M. Papacheimona.
Vorkenntnisse oder Altgriechisch-Kenntnisse sind keine Voraussetzung.
[35216] Neugriechisch für Fortgeschrittene Müller
2st., Mi 19-20.30, W
114 Beginn: 8.4.2003
Lektionen 9-12 des Lehrbuchs "Griechisch Heute 1+1" von D. Dimitra und M. Papacheimona. Neben der Grammatik ist ein Teil der Unterrichtsstunden für Konversation reserviert.
Nach Vereinbarung wird für Fortgeschrittene mit guten Vorkenntnissen
ein Kurs in Konversation und Bearbeitung von Texten angeboten.
Vorlesungen
[35220] Lateinische Vorlesung: Wacht
Hellenistische und römische Philosophie
2st., Mi 8.30-10, H 22 Beginn: 9.4.2003
Die Beschäftigung mit der hellenistischen Philosophie ist auch für Latinisten unverzichtbar und bedarf an sich keiner weiteren Rechtfertigung. Es ist ja allzu offensichtlich, dass ein eindringendes Verständnis etwa der philosophischen Schriften Ciceros und Senecas oder auch des lukrezischen Lehrgedichtes ‘De rerum natura’ ohne gründliche Kenntnis der hellenistischen Philosophie nicht möglich ist. Die Vorlesung will dazu die Grundlagen legen. Neben dem Überblick über die wichtigsten Schulen und deren Entwicklung, die herausragenden philosophischen Persönlichkeiten, die Quellenlage u. a. steht die problemorientierte Erörterung zentraler Themen der nacharistotelischen Philosophie an ausgewählten Textbeispielen (griech. Texte m. Übers.). Entsprechend ihrem Gewicht wird die Ethik der epikureischen und stoischen Schule dabei den Großteil des Kollegs in Anspruch nehmen. Fragen der Erkenntnistheorie und Physik bleiben aber nicht ausgespart. In einem zweiten Teil wird die ‘Einbürgerung der Philosophie in Rom’ behandelt werden, mit Schwerpunkten auf Lukrez, Cicero und Seneca.
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
M. Hossenfelder, Die Philosophie der Antike 3. Stoa, Epikureismus und Skepsis. München 51995 ( = Geschichte der Philosophie 3, hg. v. W. Röd).
H. Flashar (Hrsg.), Die Philosophie der Antike, Bd. 4,2: Die hellenistische
Philosophie.
Basel 1994 ( = Grundriss der Geschichte der Philosophie, begr. v. F.
Überweg, völlig neu bearbeitete Ausgabe, Basel 1994).
[35221] Lateinische Vorlesung:
Horaz
2st., Fr 10-12, R 008 ENTFÄLLT;
[35001] Sprachwissenschaftliche Vorlesung: Klingenschmitt
Geschichte der lateinischen Sprache: Die archaische und altlateinische
Zeit
1st., Di 10-11, R 009 Beginn: 8.4.2003
Gegenstand der Lehrveranstaltung ist die Geschichte des Lateinischen
in archaischer (frühlateinischer; etwa 7. bis Mitte des 3. Jahrhunderts
v. Chr.) und altlateinischer Zeit (etwa Mitte des 3. bis Ende des 2. Jahrhunderts
v. Chr.). Dabei wird sowohl die innere (Zustand und Entwicklung der Sprache)
wie die äußere Sprachgeschichte (Sprachzeugnisse: Inschriften,
Literaturdenkmäler) besprochen.
Seminare und Übungen
[35226] Lateinisches Hauptseminar (Prosa): Rechenauer
Cicero, De natura deorum
2st., Do 10-12, R
005 Beginn: 10.4.2003
Ciceros Schrift De natura deorum, in einer Phase erzwungener politischer Inaktivität unter Caesars Alleinherrschaft entstanden (wohl in den Jahren 46/45 v. Chr.), ist sicherlich nicht nur Ergebnis dieser unfreiwilligen Muße, sondern entspringt dem Bedürfnis, die geistigen Schätze der Griechen der römischen Welt in lateinischer Sprache zu erschließen und damit auch einen Beitrag zur kulturellen Bereicherung des Staates zu leisten (ND I 7: ... ipsius rei publicae causa philosophiam nostris hominibus explicandam putavi). Hier will er Kenntnis geben, welche Ansichten die drei großen hellenistischen Philosophenschulen (Epikur, Stoa, skept. Akademie) von der überaus schwierigen Fragestellung (perdifficilis quaestio) nach Wesen und Walten des Göttlichen hegten. Dazu lässt er an den feriae Latinae drei der römischen Gesellschaft entstammende Vertreter dieser Schulen in einem nach aristotelischer Manier konzipierten Dialog gegeneinander antreten, der für uns das älteste erhaltene Werk vergleichender Religionsphilosophie darstellt, ja in dem man möglicherweise den wichtigsten Beitrag zum theologischen Denken, den wir aus der klassischen Antike besitzen, erblicken darf (so J. B. Mayor, Cicero, De nat. deor., Commentary 3, XVIII). Die Schrift ist auch von den christlichen Apologeten in reichem Maße zur Kritik des Heidentums benutzt worden (Minucius Felix, Laktanz).
In diesem Seminar soll neben einem Einblick in die philosophisch-theologischen Theoreme, wie sie von den einzelnen Schulen her der Argumentationsführung der Schrift zugrunde liegen, vor allem die rationalisierende Art, in der Cicero das Thema für römische Leser gestaltete und dabei einen Mittelweg zwischen emotionaler Spekulation und anti-idealistischer Dogmatik beschritt, erschlossen werden.
Von den Teilnehmern wird neben der intensiven Lektüre des Werkes und angemessener Beteiligung an der Interpretationsarbeit im Plenum die Übernahme einer schriftlichen Hausarbeit (sowie weiterer ad-hoc-Aufgaben) erwartet.
Empfohlene Textausgabe:
Cicero. De natura deorum, post O. Plasberg edidit W. Ax, Leipzig 1933 (immer wieder nachgedruckt).
Weitere Literaturhinweise:
O. Gigon: Cicero und die griechische Philosophie, in: ANRW I 4, 226-261.
W. Görler: Untersuchungen zu Ciceros Philosophie, Heidelberg 1974.
[35227] Lateinisches Proseminar (Poesie): Wacht
Lukrez
2st., Di 8.30-10, R 009 Beginn: 8.4.2003
Hauptanliegen des spätrepublikanischen Autors Lukrez ist es, seine römischen Zeitgenossen von der bedrückenden Furcht vor den Göttern und der Angst vor dem Tod zu befreien. In dieser Absicht wird er in seinem Lehrgedicht ‘De rerum natura’ zum engagierten Verkünder des Atomismus Epikurs. Im Seminar werden ausgewählte Passagen des Werkes behandelt: zunächst einzelne Proömien, Glanzstücke nicht nur des Werkes selbst, sondern der römischen Literatur insgesamt, ferner Auszüge aus dem 3. Buch (Todesfurcht) und der zweiten Hälfte des 5. Buches (Kulturentstehungslehre).
Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.
Kommentar:
T. Lucreti Cari de rerum natura libri sex, Vol. I-III, ed. with proleg., app. crit., transl. and comm. by C. B. Bailey, Oxford 1947 (rep. 1966).
Zur Einführung:
M. Erler, Lukrez, in: H. Flashar (Hrsg.), Die Philosophie der Antike,
Bd 4,1: Die hellenistische Philosophie. Basel 1994 (= Grundriss der Geschichte
der Philosophie, begr. v. F. Überweg, völlig neu bearbeitete
Ausgabe, Basel 1994), S. 381-490.
[35228] Lateinisches Proseminar (Prosa): Blusch
Cicero, Pro Milone
2st., Di 12-14, W 113 Beginn: 8.4.2003
Plädoyer Ciceros (Frühjahr 52) in einem Mordprozess. Erfolgsaussichten der Verteidigung: keine, auch oder gerade angesichts der aufgeheizten Zeitumstände: Krise der Republik, Machtkämpfe, Triumvirat, in ihm Caesar und Pompeius als die eigentlichen Kontrahenten, Bandenterror. Die Bande des Clodius, des späteren Mordopfers, wurde vom Triumvirat gedeckt, die des Milo von der Senatspartei. Pompeius suchte sich (in seinem Streben nach Ausnahmegewalt) seines Mitbewerbers um das Konsulat, Milos, zu entledigen - mit Hilfe des Clodius. Dessen Obstruktion war "erfolgreich": Am 1. Jan. 52 stand der Staat wieder ohne Regierung da.
Über die näheren Umstände, die dann zum Tod des Clodius führten, sind wir zuverlässig unterrichtet durch Asconius Pedianus (Cicero-Kommentator, 1. Jh.); dessen Bericht zeigt auch, dass der Mordvorwurf nicht aus der Luft gegriffen war.
Nach dem 18.1.52 (Tag der Ermordung) wüste Ausschreitungen in Rom. Der Leichnam des Clodius und mit ihm zusammen auch noch gleich die ganze Kurie ver- bzw. niedergebrannt. An Konsulwahlen war jetzt nicht mehr zu denken. Pompeius bekommt Sondervollmachten und wird schließlich Consul sine collega (= verschleierte Diktatur). Unter den ersten Maßnahmen des Pompeius: lex de vi, eine Art Sondergesetz gegen Milo.
In dieser Situation trat am 8.4.52 Cicero als (einziger!) Verteidiger mit seinem Plädoyer an (er war dem Milo verpflichtet, sonst hätte er verzichtet). Angesichts der von Pompeius inszenierten militärischen Drohkulisse und des Geschreis der Clodianer fühlte er sich unsicher, sprach fahrig und zusammenhanglos, hielt seine wohl schlechteste Rede. Absehbar die Niederlage: 38 von 51 Richtern sprachen Milo schuldig, der gleich anschließend ins Exil (= Ende der "bürgerlichen" Existenz) nach Marseille ging.
Die wirklich gehaltene Rede hat Quintilian noch lesen können; was wir haben: eine ausgefeilte Musterrede, Ciceros beste, wie man nicht nur in der Antike gemeint hat. Cicero hat sich im Übrigen nicht gescheut, die neue Version dem Milo zukommen zu lassen, was diesen zu einigen bitteren Anmerkungen veranlasste.
Text, Kommentar, Literatur:
M. Tullii Ciceronis orationes, Bd. 2, ed. A. C. Clark, Oxford (OCT) 111976.
K. Halm - G. Laubmann, Ciceros Rede für T. Annius Milo (Ciceros ausgewählte Reden, Bd. 5), Berlin 1899.
A. W. Lintott, Cicero and Milo, Journal of Roman Studies 64 (1974) 62-78.
Zur "Einstimmung" ausdrücklich anempfohlen:
M. Fuhrmann, Cicero und die römische Republik. Eine Biographie,
München 1992.
[35015] Sprachwissenschaftliches Proseminar: Schaffner
Lateinische Wortbildung
2st., Mi 12-14, W 113 Beginn: 9.4.2003
In der Lehrveranstaltung soll zunächst ein systematischer Überblick über die wichtigsten Verfahren der lateinischen Wortbildung, die Derivation und Komposition, geboten werden. Da in der lateinischen Wortbildung die Komposition etwa im Vergleich zum Griechischen oder Deutschen stark eingeschränkt ist, werden hauptsächlich suffixale Bildeelemente behandelt und nach ihren Funktionen klassifiziert. In einer sich an den Bedürfnissen des Lateinunterrichts an Gymnasien orientierenden Auswahl werden produktive Wortbildungssuffixe des Lateinischen sowohl unter sprachgeschichtlichen als auch gattungsspezifischen bzw. stilistischen Aspekten besprochen. Dies geschieht durch die Behandlung ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Epochen bzw. Gattungen der lateinischen Literatur.
Interessenten mögen sich in die Anfang März 2003 aushängende
Teilnehmerliste (PT 3.3.83) eintragen. Texte und Übungsblätter
werden in Form von Kopien zur Verfügung gestellt. Voraussetzungen
für den Erwerb eines Seminarscheins sind regelmäßige Teilnahme,
Bearbeitung von schriftlichen Hausaufgaben und eine erfolgreich bestandene
Abschlussklausur am Ende des Semesters.
[35229] Interpretationsübung (Prosa) Janka
2st., Do 18-20, H 9 ENTFÄLLT;
Als kleine Entschädigung für die wegen meiner Lehrstuhlvertretung in Konstanz entfallende Lehrveranstaltung sei auf die folgenden Hinweise und Interpretationsbeispiele in unseren Internet-Materialien verwiesen:
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Klass_Phil/Rialtstart.htm#Rialtstart
und
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Klass_Phil/Interpretationroemischepoesie.html
Tutorium Mitterer
2st., Do 8.30-10, PT 3.3.68 Beginn: 10.4.2003
Das lateinische Tutorium dient vor allem dazu, den Einstieg in das Studium
zu erleichtern, indem es versucht, praktische Tipps an die Hand zu geben,
grundlegende Arbeitsweisen zu üben und Fragen der Teilnehmer zu besprechen.
Besonders bietet sich eine Einübung des Lesens lateinischer Verse
an, um so die ggf. im Wintersemester in der Metrikübung angeeigneten
Fähigkeiten zu verinnerlichen. Selbstverständlich wird jedoch
auf die Interessen der Teilnehmer eingegangen werden. Darüber hinaus
ist vor allem auch eine regelmäßige Beschäftigung mit mythologischem
Grundwissen vorgesehen.
Lektüre
[35234] Lateinische Lektüre (Poesie): Hagmaier
Ovid, Ars amatoria
2st., Mi 14-16, CH 13.0.82 Beginn: 9.4.2003
Die Ars amatoria, in der Ovid in die Rolle eines praeceptor amoris schlüpft und auf unterhaltsame und witzige Weise Männer (Buch 1 und 2) und Frauen (Buch 3) in der ars amandi unterweist - einer nach Auskunft des Liebeslehrers für jede(n) erlernbaren Disziplin genauso wie Wagenlenken, Seefahrt oder Musizieren -, erfreut sich von jeher großer Beliebtheit bei einem breiten Leserpublikum. Allerdings rief gerade diese Schrift auch scharfe Kritik hervor: Nicht nur, dass die Ars etwa acht Jahre nach ihrem Erscheinen zumindest als Vorwand für die Verbannung Ovids herhalten musste; auch die Fachwissenschaft stand diesem Werk lange Zeit eher ablehnend gegenüber. So lobte man zwar die Eleganz der Sprache und die psychologische Darstellungskunst Ovids, nahm jedoch Anstoß am Inhalt der Ars und urteilte deshalb vielfach wie Schanz (1892): "Mit Honigseim versüßt wird uns das Gift gereicht." Erst seit gut dreißig Jahren hat sich die Einstellung zu Ovids Ars amatoria gewandelt, was sich auch in einer vermehrten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem bis dahin recht stiefmütterlich behandelten Werk zeigt. Neuere Beiträge zeigen u. a. auf, wie in der Ars mit Hilfe mythischer Geschichten die augusteischen Ehegesetze verspottet werden, heben die vielfältigen Bezüge zur römischen Liebeselegie hervor und verdeutlichen Ovids literarisches Spiel mit der Gattung Lehrgedicht (Hesiod, Lukrez, Vergil).
Textausgabe:
P. Ovidi Nasonis Amores, Medicamina faciei femineae, Ars amatoria, Remedia
amoris, ed.
E. J. Kenney, Oxford (OCT) 1961, 21994.
[35233] Lateinische Lektüre (Prosa): Astner
Seneca, De ira
2st., Di 12-14, PT 1.0.1 Beginn: 8.4.2003
Der Dialog ‘De Ira’, der drei Bücher umfasst, setzt ein mit der Wiederholung der Bitte, die Novatus an seinen älteren Bruder, den Philosophen Seneca, richtet: Exegisti a me, Novate, ut scriberem quemadmodum posset ira leniri. Novatus, dem auch der spätere Dialog ‘De vita beata’ gewidmet ist, bittet Seneca stellvertretend für uns, seine Leserschaft, ihm aufzuzeigen, wie der widerwärtigste und ungestümste aller Affekte, nämlich die blinde Wut, die den anderen zu treffen sucht, der eigenen Person jedoch dabei am meisten schadet und diese schließlich vernichtet (vgl. dial. 3,1,1), zu kontrollieren und zu lindern sei.
Obzwar dem Werk oft Schwächen in der Gesamtkonzeption angelastet werden, die vor allem in dem Neueinsatz in Buch III gesehen werden, geht Seneca dabei dennoch methodisch vor: Auf die Definition und die Frage, die natürlich den Stoiker interessiert, an ira secundum naturam sit et an utilis atque ex aliqua parte retinenda (dial. 3,5,1), folgt die Auseinandersetzung mit Aristoteles und seiner Theorie der Metriopathie und mündet schließlich in die lebenspraktischen Unterweisungen zur Beherrschung von Wut, Zorn und Hass.
Im Mittelpunkt der Übung soll die Lektüre großer zusammenhängender Textpassagen aus allen drei Büchern stehen. Dabei wird besonders auf den Stil Senecas einzugehen sein, der nach Michael von Albrecht bis ins kleinste Detail im Dienst der philosophischen Erziehung steht und sowohl Ausdruck als auch Folge von Senecas Lebenshaltung ist.
Für die Ausstellung eines Lektürenachweises wird neben der Abschlussklausur regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit erwartet.
Textausgabe:
L. Annaei Senecae Dialogorum libri duodecim, rec. L. D. Reynolds, Oxford (OCT) 1977.
Zur Vorbereitung:
Michael v. Albrecht: Seneca über sich selbst. Sprache und Stil
im Dienste der praktischen Philosophie, in: Acta Ant. Hung. 39 (1999),
S. 9-20.
Sprach- und Stilübungen
[35240] Klausurenkurs für Examenskandidaten Wacht
2st., Mo 8.30-10, R 005 Beginn: 7.4.2003
Diese Übung ist ausschließlich für Examenskandidaten gedacht und soll die eigene häusliche Vorbereitung auf die beiden Übersetzungsklausuren begleitend unterstützen. Jeweils im Wechsel werden dt.-lat. und lat.-dt. Klausuren auf Examensniveau geschrieben und besprochen.
Als reguläre Teilnehmer mit Korrekturanspruch zugelassen sind Studierende,
die mindestens einen Sprachübungsschein der Oberstufe erworben und
sich bereits für das Examen angemeldet haben oder sich im SS 2003
anmelden werden.
[35241] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Oberstufe) Blusch
2st., Do 12-14, ZH 8 Beginn: 10.4.2003
Die Übung ist zur Vorbereitung auf die Examensklausur und die mündliche
Examensprüfung gedacht. Texte verschiedener Gattungen und Epochen
werden teils nach häuslicher Vorbereitung, teils als mündliche
ad-hoc-Übersetzungen oder auch in Form von Übungsklausuren bearbeitet.
Anfallende Fragen grammatischer und, soweit in diesem Rahmen möglich,
auch inhaltlicher Art werden behandelt.
[35242] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Oberstufe) Wacht
2st., Mo 10-12, H 23 Beginn: 7.4.2003
Diese Übung dient gezielt der Vorbereitung auf das deutsch-lateinische
Staatsexamen. Als Hausaufgaben, Klausuren und in gemeinsamer Arbeit in
den Sitzungen selbst werden Paraphrasen von Originaltexten aus dem Bereich
Rhetorik, Staatswesen, Recht, Wissenschaft ins Lateinische zu übersetzen
sein. Grammatische Phänomene (vor allem Syntax) und schwierigere Konstruktionen
werden wiederholt bzw. besprochen und eingeübt. Die Konzentration
auf eine bestimmte Thematik soll zur Erarbeitung einer themenbezogenen
Phraseologie anleiten.
(Ein weiterer Oberkurs wird im nächsten Semester die Themenbereiche
Kriegswesen, Geschichtsschreibung und Philosophie abdecken.)
Teilnahmevoraussetzung:
Erfolgreicher Besuch der dt.-lat. Sprachübungen Mittelstufe.
[35243] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Mittelstufe) Astner
2st., Mi 10-12, PT 1.0.1 Beginn: 9.4.2003
Diese Übung stellt in erster Linie eine zusätzliche Möglichkeit der Vorbereitung auf die lateinisch-deutsche Übersetzungsscheinklausur (und Zwischenprüfung) dar; die eigenverant-wortliche Vorbereitung auf diese Prüfung, d. h. die möglichst intensive private Lektüre im angegebenen Textcorpus, kann der Kurs aber keinesfalls ersetzen.
Ziel des Kurses ist es, anhand von Texten, die aus dem relevanten Corpus stammen, Übersetzungstechniken zu üben und die Kenntnisse auf jenen Gebieten zu festigen, die im Fragenteil der o.g. Klausur im Mittelpunkt stehen: Metrik, sprachliche und stilistische Merkmale, Editionstechnik und Textkritik.
Neben der mündlichen Besprechung und Diskussion, in der Übersetzungsmöglichkeiten
erarbeitet und dabei auftretende Fragen geklärt werden sollen, werden
auch Übungsklausuren unter "Ernstfall-Bedingungen" durchgeführt,
in denen sich die Teilnehmer testen können.
[35244] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Mittelstufe) Blusch
2st., Fr 12-14, W 113 Beginn: 11.4.2003
Diese Übung baut auf den deutsch-lateinischen Unterkursen auf.
Im Plenum werden mittelschwere zusammenhängende Texte ins Lateinische
übersetzt. Neben den Problemen der Syntax, die zu besprechen sein
werden, sollen auch anhand exemplarischer Einzelsätze zum einen die
Kenntnis der lateinischen Phraseologie und Synonymik gefestigt, zum anderen
Grundfragen der lateinischen Stilistik behandelt werden; den Schwerpunkt
hierbei wird der im Deutschen und Lateinischen unterschiedliche Gebrauch
der Wortarten und der syntaktischen Strukturen bilden.
[35245] Übersetzungskurs Latein-Deutsch (Unterstufe) Hagmaier
2st., Mo 8-10, PT 1.0.1 Beginn: 7.4.2003
Die Übung richtet sich speziell an Studienanfänger und sollte möglichst im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Besprochen werden die wichtigsten Erscheinungen der lateinischen Syntax anhand lateinischer Einzelsätze und ausgewählter Originaltexte.
Aufgrund nicht vom Institut zu verantwortender Stellenstreichungen kann diese Veranstaltung nicht mehr in der bisher üblichen Weise als 6st. Grammatik- und Übersetzungskurs durchgeführt werden. Der gemäß Studienordnung für die Zulassung zur Zwischenprüfung notwendige Schein wird stattdessen für den Besuch der Unterkurse Latein-Deutsch, Deutsch-Latein (je 2st.) und den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Lektürekurs (2st.) ausgestellt.
Zur Anschaffung unbedingt empfohlen:
H. Rubenbauer und J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet
von R. Heine, Bamberg/München 121995.
[35246] Übersetzungskurs Deutsch-Latein (Unterstufe) Blusch
2st., Di 14-16, ZH 8 Beginn: 8.4.2003
Der Übung zugrunde gelegt wird ein Textheft mit (dt. Einzel-)Sätzen, die im Wesentlichen die lateinische Syntax abdecken. Da möglicherweise nicht alle Teilnehmer den Unterkurs des letzten Semesters absolviert haben, würde ich gleichwohl bestimmte Voraussetzungen gerne erfüllt sehen, d.h. ich erwarte eine möglichst solide Kenntnis der Laut-, Wortbildungs- und Formenlehre sowie gute Vokabelkenntnisse. Es empfiehlt sich, mit der ggf. notwendigen Auffrischung der angesprochenen Kenntnisse gleich in den Semesterferien zu beginnen. Das Textheft kann gegen Unkostenerstattung bei mir bezogen werden.
Zugrundegelegt und daher zur Anschaffung empfohlen:
H. Rubenbauer und J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet
von R. Heine, Bamberg/München 121995.
Fachdidaktische Veranstaltung
[35247] Üben und Übungen im Lateinunterricht – wie und
wozu? Utz
2st., 14-tägig, Mo 16 s.t.-19, R 009 Beginn: 7.4.2003
Nach der üblichen grundsätzlichen Einführung geht es vor allem um die didaktische Zielfrage, also um den Sinn des Übens im Sprach- und Lektüreunterricht sowie um verschiedene Übungstypen und -methoden und deren unterrichtspraktischen Einsatz. Dabei werden traditionelle und aktuelle didaktische Ansätze in Theorie und Praxis zur Sprache kommen.
Ein detaillierter Arbeitsplan wird in der 1. Sitzung vorgelegt.
Sprachkurse zur Vorbereitung auf das Latinum
[35250] Latein II (Parallelkurs A) Blusch
6st., Blocksitzungen vor Vorlesungsbeginn Beginn/Raum: siehe Aushang
[35251] Latein II (Parallelkurs B) Wolbergs
6st., Blocksitzungen vor Vorlesungsbeginn Beginn/Raum: siehe Aushang
Sprachkurs für Italienisch
[35253] Lektüreübung: Fajen
Italienisch IV
2st., nach Vereinbarung Beginn/Raum: siehe Aushang
Zur Festigung und Erweiterung der bisherigen Kenntnisse werden in den
Sitzungen Texte gelesen und gemeinsam besprochen.