Onomastik / SS 2003 / Kommentar

 

 

 

Vorlesung

(für alle Studierenden des Grund- und Hauptstudiums; keine Anmeldung erforder­lich!)

 

[Nummer]  Einführung in die Namenforschung für Slavisten                                 Hansack

1-st., ............

 

In der Vorlesung werden die notwendigen Grundkenntnisse vermittelt, die erforderlich sind, um selbst Namenforschung zu betreiben. Es werden die Forschungsmethoden der Onomastik erörtert und es wird die wichtigste namenkundliche Literatur vorgestellt, abhängig von den Studienschwerpunkten der Teilnehmer und zugeschnitten auf die Schwerpunkte der Regensburger Slavistik. Außerdem wird gezeigt, wie man das neue Modul "Namenkunde" sinnvoll in ein Slavistikstudium integrieren kann.

 

 

 

 

Übungen im Grund- und Hauptstudium

(mit Leistungspunkten)

 

 

Hauptseminar

 

 [35 010] Götternamen und religiöse Terminologie in

                altindogermanischen Sprachen unter besonderer Berücksichtigung

                des Indoiranischen

2st., Zeit nach Vereinbarung s. Aushang                                                                     Klingenschmitt

 

Die religiöse Terminologie der indogermanischen Sprachen bietet ausgiebig Gelegenheit, sich mit den Prinzipien der etymologischen Wortforschung auseinanderzusetzen. Dabei werden die Kriterien dargelegt, nach welchen etymologische Erklärungen als sicher, wahrscheinlich, möglich oder falsch zu beurteilen sind.

Ebenso großen Raum wie die Erörterung theoretischer Probleme soll in der Lehrveranstal­tung natürlich auch die Besprechung des entsprechenden Namenmaterials der relevanten indogermanischen Einzelsprachen einnehmen. Durch die Beschäftigung mit der Etymologie kann Einblick gewonnen werden in die religiösen Auffassungen vorhistorischer und histori­scher Perioden. Die etymologische Wortforschung vermittelt Erkenntnisse für die religions- und kulturgeschichtlichen Forschungen. Einige Beispiele mögen dies verdeutlichen: lat. deus 'Gott' < urdig. *de__ó- 'der Himmlische (:*di_- 'Himmel', vgl. etwa *te_-ó- 'zu dir gehörig, dein' : 'du'), gr. 'εός 'Gott' < *dh_1s-ó- 'der zur gottesdienstlichen Handlung Gehörige', germ. *gu:a- neutr. 'Gott' < uridg. *hu-tó- neutr. 'das Geopferte, das Opfer' (Metonymie).

 

 

Hauptseminar

 

[Nummer]  Slavistische Namenforschung                                                                Hansack

2-st., .....................

 

Die Namenforschung ist ein Bereich, der den Studenten der Slavistik noch ein weites Betätigungsfeld eröffnet (z.B. auch hinsichtlich einer Magisterarbeit). Voraussetzung ist natürlich ein spezifisches Interesse an namenkundlichen Problemen. Behandelt werden je nach Wunsch der Teilnehmer west- oder ostslavische Namen.