[35005] Die Personennamen in altkeltischen Sprachen Klingenschmitt
1st., Mo 10-11 PT 3.3.51 Beginn: 26.4.2004
Die der Altstufe des Keltischen zuzuweisenden Sprachen (zum Beispiel Gallisch auf dem Gebiet des heutigen Frankreich, Keltiberisch im antiken Spanien) zeigen im Aufbau ihres Systems größere Transparenz als die aus späterer Zeit bekannten inselkeltischen Sprachen (Irisch; Britannisch: Kymrisch, Kornisch, Bretonisch), in welchen die ursprüngliche Beschaffenheit durch massive lautliche Veränderungen weitgehend verundeutlicht ist.
Die Bildeweise der keltischen Personennamen bewahrt die charakteristischen Merkmale der indogermanischen Namengebung. Es finden sich sowohl unkomponierte (z.B. Tasgus, ir. Tadhg) wie komponierte Personennamen (z.B. Ver-cingeto-rix ‚Über-Krieger-König’, kymr. Tudyr [engl. Tudor] < *Teuto-rixs ‚Volks-König’.
Die Lehrveranstaltung beginnt mit einer Besprechung der aus Caesars Bellum Gallicum bekannten keltischen Namen. In der Folge werden auch andere aus der Antike überlieferte keltische Namen behandelt
[35007] Götter- und Heroennamen in Altitalien Steinbauer
1st., Do 16-17 PT 1.0.3 Beginn: 22.4.2004
Etymologische Erklärungen von Götternamen eröffnen sprachwissenschaftliche Wege zur Namenkunde und Religionsgeschichte der altitalischen Völker und ihrer Sprachen. Diese werden synoptisch dargestellt, unter Betonung der Gegebenheiten der jeweiligen Wortbildungsmöglichkeiten. Kulturgeschichtlichen Faktoren wie z.B. den starken griechischen Einflüssen wird entsprechend Rechnung getragen.
35 421 Ortsnamen in Bayern Janka,
W.
2st., Fr 10-11.30 11-12.30 PT 2.0.8
Ihrem interdisziplinären
Charakter entsprechend hat sich die Ortsnamenforschung
an der Universität Regensburg als integraler Bestandteil verschiedener Fächer
etabliert. Sie liefert Ergebnisse, die nicht nur im Bereich der Philologien (in
Bezug auf Bayern gilt dies vor allem für die Fächer Germanistik, Slavistik und Indogermanistik), sondern auch in anderen
Disziplinen (Geschichte, Geographie, Archäologie u.a.) von großer Bedeutung
sind. Primäres Ziel der sprachwissenschaftlich orientierten Toponomastik
ist die Klärung der Etymologie von Ortsnamen (im weiteren Sinn, also Namen von
Siedlungen, Gewässern, Fluren usw.).
In der Übung werden Ziele, Methoden
und Ergebnisse der Ortsnamenforschung in Bayern
vorgestellt. Durch Einführung in grundlegende Arbeitstechniken und Diskussion
von Fragen der Überlieferung, Etymologie, Grammatik und Lexikographie von
Ortsnamen soll ein breitgefächerter Überblick über das Thema vermittelt werden.
Außerdem ist die Vorstellung von laufenden namenkundlichen Projekten vor Ort
(z.B. „Neuer Förstemann/Bayern“, „Bayerisches
Gewässernamenbuch“, „Bavaria Slavica“) geplant.
Da von der Quellensuche und -kritik
über die Namendeutung, -auswertung und -präsentation alle erforderlichen
Arbeitsschritte ausführlich besprochen werden, eignet sich der Kurs auch für
Studierende, die eine namenkundliche Zulassungs- oder Magisterarbeit schreiben
wollen.
Literaturvorschläge: Debus, F. - Schmitz, H.-G.: Überblick über Geschichte und Typen der deutschen Orts- und Landschaftsnamen. In: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. II. Berlin - New York 1985, S. 2096-2129. – Koß, G.: Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen ³2002.
36301 Einführung in die Namenforschung für Slavisten Hansack
1-st., Montag 8-9, PT 1.0.5
(für alle Studierenden des Grund- und Hauptstudiums; keine Anmeldung erforderlich)
In der Vorlesung werden die notwendigen Grundkenntnisse vermittelt, die erforderlich sind, um selbst Namenforschung zu betreiben. Es werden die Forschungsmethoden der Onomastik erörtert und es wird die wichtigste namenkundliche Literatur vorgestellt, abhängig von den Studienschwerpunkten der Teilnehmer und zugeschnitten auf die Schwerpunkte der Regensburger Slavistik. Außerdem wird gezeigt, wie man das neue Modul "Namenkunde sinnvoll in ein Slavistikstudium integrieren kann.
36328 Slavistische Namenforschung Hansack
2-st., Montag 10-12, PT 1.0.5
Die Namenforschung ist ein Bereich, der den Studenten der Slavistik noch ein weites Betätigungsfeld eröffnet (z.B. auch hinsichtlich einer Magisterarbeit). Voraussetzung ist natürlich ein spezifisches Interesse an namenkundlichen Problemen. Behandelt werden je nach Wunsch der Teilnehmer west- oder ostslavische Namen.