Onomastik

WS 2003/2004

Kommentar

 

                 VORLESUNGEN

 

 

35 002      Deutsche Ortsnamen keltischen Ursprungs                                         Klingenschmitt

                 1st., Fr  12-13

(für alle Studierenden des Grund- und Hauptstudiums; keine Anmeldung erforder­lich)

                 Die Lehrveranstaltung behandelt die geographischen Namen des deutschspra-chigen Raums, welche aus dem Keltischen (direkt oder durch romanische Ver-mittlung) übernommen sind. Solche Namen finden sich vor allem im Westen (z.B. Dormagen, Zarten, Mayen) und Süden (z.B. Beiderbach) des deutschen Sprachge-biets.

       Dabei werden die Bildeweise und Etymologie dieser Namen sowie die bei der Ent-lehnung vorgenommene lautliche Adaptation an das Deutsche bzw. seine Vorstufe eingehend besprochen.

Nähere Informationen am Lehrstuhl für Indogermanistik!

 

 

 

35 006      Etrusker und Etruskisch in der neueren Forschung                             Steinbauer

                 2st., Mi u. Do 14-15

                 (für alle Studierenden des Grund- und Hauptstudiums; keine Anmeldung erforder­lich)

 

Man kann und sollte die Etrusker neben Griechen und Römern als das dritte Kulturvolk der Antiken Welt betrachten. Die mangelnde Kenntnis ihrer Sprache hat jedoch viele Forscher dazu verführt, sie wegen ihres „Geheimnisses“ über­zubewerten („Was man nicht erklären kann, sieht man als etruskisch an“, M. Cantor). Die Vorlesung gibt eine Einführung in die etruskische Sprache. Sodann wird die Rolle der Etrusker in der Politik- und Kulturgeschichte (Schrift, Namen, Lehnwörter) nach neueren Erkenntnissen dargestellt.

 

LITERATUR: D. H. Steinbauer, Neues Handbuch des Etruskischen, 1999

 

 

 

36301       Einführung in die Namenforschung für Slavisten                                 Hansack

                 1-st.

                 (für alle Studierenden des Grund- und Hauptstudiums; keine Anmeldung erforder­lich)

 

In der Vorlesung werden die notwendigen Grundkenntnisse vermittelt, die erforderlich sind, um selbst Namenforschung zu betreiben. Es werden die Forschungsmethoden der Onomastik erörtert und es wird die wichtigste namenkundliche Literatur vorgestellt, abhängig von den Studienschwerpunkten der Teilnehmer und zugeschnitten auf die Schwerpunkte der Regensburger Slavistik. Außerdem wird gezeigt, wie man das neue Modul "Namenkunde" sinnvoll in ein Slavistikstudium integrieren kann.

 

 

 

 

         H A U P T S T U D I U M

                 (Anmeldung für die Hauptseminare der Germanistik im WS 2003/04: Fr., 04. Juli 2003, 12 Uhr c.t., im Hörsaal H 2; bitte die Aushänge und die Semesterkommentare beachten!))

 

         Hauptseminare

 

35 432      Namen (in der Öffentlichkeit)                                                                            Greule

                 2st., Di  14-16

                 „Als Berliner Korrespondent des ungarischen öffentlich-rechtlichen Hörfunks fal­len mir hier immer wieder ungewöhnliche Familiennamen auf, wie z.B. Dreck­mann, Fickinger bis hin zu Ficke. In Ungarn könnte ich mir schwer vorstellen, dass Leute solche Namen tragen. Wie kommt es in Deutschland zu solchen Namen und wie erklärt sich, dass Leute diese ohne weiteres auch tragen, sogar in öffentlichen Berufen?“ Diese Anfrage an die Forschergruppe NAMEN der Universität Regens­burg vom 27. April 2003 zeigt das lebhafte Interesse, das in der Öffentlichkeit an den Namen, ihrer Erklärung und ihrer Psychologie besteht. Das Seminar will auf dieses Interesse mit den Möglichkeiten der Wissenschaft reagieren. Zu diesem Zweck wird eine andere als die gewohnte Seminarorganisation praktiziert: die Se­minarmitglieder müssen bereit sein, in einer der acht vorgesehenen Projektgruppen, die weitgehend eigenverantwortlich agieren, mitzuarbeiten. Die Projektgruppen be­kommen jeweils zu einer wichtigen Namenkategorie eine die Namenpraxis betref­fende Aufgabe gestellt, wie z.B. „Planung und Durchführung einer namenkundli­chen Stadtführung in Regensburg“ oder „Beratung von Eltern bei der Namenwahl ihrer Kinder“ oder „Von Ratisbonerln und Donaumuscheln - Entstehungsgründe und Werbewirksamkeit lokaler Produktnamen“. Die Projektgruppen sind gehalten, Zwischenberichte vor dem Seminarplenum zu geben und gegen Semesterende die Ergebnisse vorzutragen. Darüber hinaus sind Gastvorträge und Exkursionen vorge­sehen. - Um das Seminar effektiv gestalten zu können, ist die Anwesenheit bei der Anmeldung und der anschließenden Konstituierung der Projektgruppen am 04.07.2003 erforderlich.

                 Literatur: Gerhard Koß, Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik. 3., aktualisierte Auflage. Tübingen 2002.

 

 

 

36328       Slavistische Namenforschung                                                                Hansack

2-st.

 

Die Namenforschung ist ein Bereich, der den Studenten der Slavistik noch ein weites Betätigungsfeld eröffnet (z.B. auch hinsichtlich einer Magisterarbeit). Voraussetzung ist natürlich ein spezifisches Interesse an namenkundlichen Problemen. Behandelt werden je nach Wunsch der Teilnehmer west- oder ostslavische Namen.

 

 

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Ferner wird im ca. vierwöchigen Rhythmus ein Kolloquium „Ortsnamen“ von Herrn Profes­sor Greule angeboten (Tag und Zeit nach Vereinbarung).

 

In diesem Kolloquium werden laufende (Prüfungs)arbeiten, hauptsächlich zu (bairischen) Ortsnamen, diskutiert.