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RKS: Der RKS-Taler, Zulassungsverfahren mit Prioritäten
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weiter zu Anmeldeverfahren im RKS
| Alle personenbezogenen Daten in diesem Text sind aus einem erfundenen Planspiel und spiegeln keine echte Zulassung zu einem Kurs wieder! Alle Listen sind auch im 'Ernstfall' jederzeit öffentlich einsehbar und enhalten keine Daten, die dem Datenschutz unterliegen. |
Inhaltsverzeichnis |
Zusammenfassung
Es wird ein Verfahren vorgestellt, das sowohl für die Anbieter von Veranstaltungen als auch die Bewerber um Plätze darin eine Möglichkeit zu bieten scheint, zu einer transparenten und gerechten Platzvergabe zu kommen.
Das Verfahren wurde in RKS: Spielgeld für Chancengleichheit (RKS-Taler) vorgestellt, hier kommt die konkrete Implementierung:
Die Implementierung: RKS-Taler
Der RKS hält die Idee für faszinierend und hat sie daher implementiert:
Bereitstellung der Währungen
Gruppenleiter fordern beim Administrator eine oder mehrere Währungen an und legen jeweils den Gesamtbetrag für das jeweilige Semester fest. Man wird herausfinden, welche Zahlen günstig sind:
- 1 Taler je Veranstaltung ist wohl zu wenig, um Prioritäten zu dokumentieren
- Große Summen werden unüberschaubar.
- Viele Teiler sind von Vorteil: 12 = 2 * 6, 3*4 4*2 usw.
Aktivierung der Währungen
Die Kursleiter tragen die jeweiligen Währungen in die Kursdaten ein: AddOn AcceptTaler. Innerhalb der Anmeldefrist der Veranstaltungen sind die Währungen damit automatisch aktiv.
Die Sicht des Benutzers
Veranstaltungsdaten
In der Detailansicht der am RKS-Taler teilnehmenden Veranstaltungen taucht ein Eintrag ‚Spielgeld’ auf. Spielgeld listet auf
- die Währung
- den Gesamtbetrag
- die teilnehmenden Veranstaltungen
- einen Weg, das Spielgeld zu verteilen
Man bemerke (nochmals):
- Nur während der Anmeldefrist kann geboten werden!
- Wer nicht mitbietet, hat geringere Chancen, im Kurs zu landen.
- Man kann, darf und soll sich zu mehr als einer Veranstaltung der
Taler-Gruppe (Link 'Teilnehmende Kurse', s. Bild) anmelden!
Der Link Verteilen führt auf die Seite Mein RKS. Sie ist Dreh- und Angelpunkt (Portal) für alles Persönliche im RKS:
Mein RKS
Mein RKS ist die Selbstbedienungsfunktion, das Portal des RKS, im Internet.
In einer solchen Liste findet man die üblichen Status-Informationen.
Befindet man sich auf der Anmeldeliste einer Veranstaltung, die die RKS-Taler verwendet, erscheint eine zusätzliche Spalte Taler mit Links Bieten.
Durch Klicken auf einem der Bieten-Links wird die Liste in den Gebots-Modus umgeschaltet.
Kurs-Liste im Gebots-Modus
Aus einer Kursliste in Mein RKS kann nur dann in den Gebotsmodus umgeschaltet werden, wenn mindestens eine der Veranstaltungen am RKS-Taler teilnimmt. Im Gebotsmodus kann es zunächst Kurse geben, auf deren Liste man steht, die aber nichts mit den Talern zu tun haben. Sie werden als letzte wie folgt ausgewiesen:
Mit dem Link Alle Kurse, auf deren Teilnehmerliste ich stehe kommt man zur gewohnten Ansicht der Kursliste zurück.
Im Gebots-Modus sieht man Gruppen von Veranstaltungen, die eines gemeinsam haben:
- sie akzeptieren die selbe Währung
- man steht auf der Anmeldeliste der jeweiligen Veranstaltung
Orientierung:
- In der Spalte Veranstaltung kommt man wie gewohnt durch Klicken auf der Bezeichnung zu der Detailansicht der Veranstaltung
- Die Spalte Zulassung gibt den Modus an, nach dem Bewerber zu Teilnehmern werden.
- Die Spalte Status gibt an, in welchem Verhältnis man derzeit zu der Veranstaltung steht.
- Vermutlich im Kurs? gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit man an der Veranstaltung teilnehmen dürfte, wenn die Gebotslage so bliebe.
- Die Spalte freie Plätze sagt, um wie viele Plätze es geht.
- Bewerber (vor mir) gibt an, wie viele Bewerber es um die freien Plätze gibt. In Klammern steht die Zahl der Bewerber, die bei der aktuellen Gebotslage vor einem lägen.
- Die Spalte abgegebenes Gebot gibt an, wie viele Taler man bisher auf die jeweilige Veranstaltung gesetzt hat.
- In der Spalte neues Gebot kann man ein neues Gebot formulieren und mit der Schaltfläche Gebote eintragen abgeben.
- In der Spalte Gebote erfährt man, wie viele Gebote für die jeweilige Veranstaltung vorliegen. Der Link Gebote zeigt diese im Detail. So kann man die aktuelle Lage in dieser Veranstaltung genau beurteilen.
- Ist eine Zeile teilweise leer, sind die Dinge für den Bewerber irrelevant, weil er z.B. abgemeldet ist.
- Kann kein Gebot (mehr) abgegeben werden (kein Eingabefeld), ist die Anmeldefrist verstrichen.
In der Überschrift eines Blockes findet man wichtige Informationen:
- Die Bezeichnung der ‚Währung’
- Die Zahl der bisher gesetzten Taler
- Die maximal zur Verfügung stehende Zahl der Taler
- Die Gültigkeit des Gebotes, das man zuletzt gespeichert hat bzw. das man mit Gebote eintragen versucht hat, zu speichern. Nur gültige Gebote werden gespeichert!!
- Eine vollständige Liste aller Veranstaltungen, die diese Währung akzeptieren. (In der Gebotsliste stehen nur jene, auf deren Anmeldeliste man steht.)
Unter einem Block findet man
- Die Schaltfläche zum Eintragen aller(!) Gebote aller(!) Währungen.
- Einen Link zu der Liste aller Kurse, die diese Währung akzeptieren.
- Einen Link, der zum ‚Normalzustand’ der Liste zurückführt.
Währungs-Liste
Liste aller Veranstaltungen, die eine Währung akzeptieren
Die Bedeutung der Spalten kennt man aus der Kursliste im Gebotsmodus (s.o.)
Gebots-Liste: Gebote zu einer Veranstaltung
Die für die Teilnahme an einer Veranstaltung abgegebenen Gebote sind öffentlich. Man bekommt sie hinter einem der Links Gebote zu sehen, die in den Kurslisten im Gebotsmodus bzw. in den Währungslisten zu finden sind.
Orientierung:
- Die erste Spalte Nr. nummeriert die Teilnehmer in der aktuellen Sortierreihenfolge einfach durch. Diese Reihenfolge spiegelt nur bei lauter unterschiedlichen Geboten der Rang im Bewerbungsverfahren um die Teilnahme wieder!!
- Die Spalte Status gibt an, in welchem Verhältnis man derzeit zu der Veranstaltung steht. In dieser Liste gibt es nur den Zustand auf Abruf, da nur dieser an dem Verfahren teilnimmt.
- Die Spalte aktuelles Gebot listet die aktuellen Gebote der einzelnen Teilnehmer zum Zeitpunkt der Erstellung der Liste auf. Zahl bedeuten Gebote in Talern, keines das Fehlen eines Gebotes.
Man beachte:
- Nur bei verschiedenen Geboten ist die Platzziffer in obiger Liste der Rang.
- Bei mehreren gleichen Geboten ist die Reihenfolge der Teilnehmer in dieser Liste keine Rangfolge für die Zulassung zu einer Veranstaltung. In obigem Bild haben die Teilnehmer mit den Platznummern 5 bis 9 den gleichen Rang, d.h. die gleiche Wahrscheinlichkeit, im Kurs zu landen.
Wer kann wann und wie lange bieten? Klar ist: Bieten kann, wer auf der Anmeldeliste einer an dem Talersystem teilnehmenden Veranstaltung im Zustand ‚auf Abruf’ ist, solange die Anmeldefrist läuft. Daraus folgt:
- Man kann ab dem Zeitpunkt der Anmeldung bis zum Ende der Anmeldefrist bieten.
- Jedes abgegebene Gebot ist sofort aktiv. Und spiegelt sich in den Listen und Rängen wieder.
- Vor Ende der Anmeldefrist spiegeln die Gebotslisten und aufgelisteten Ränge natürlich nur einen Zwischenstand zum Zeitpunkt der Erstellung der Listen wieder.
- Solange dies möglich ist, können die Gebote jederzeit und beliebig oft verändert werden.
- Mit dem Ende der Anmeldefrist werden alle Gebote eingefroren (Rien ne vas plus).
- Wer abgemeldet ist, kann nicht (mehr) bieten. Mit der Abmeldung wird, falls vorhanden, ein Gebot für diese Veranstaltung gelöscht und damit der Betrag für eine andere Verwendung frei.
- Wer in einem anderen Zustand als ‚auf Abruf’ ist, kann nicht (mehr) bieten. Im Unterschied zur Abmeldung bleibt das Gebot erhalten.
Was passiert bei der eigentlichen Platzvergabe? Das derzeit geplante Vorgehen ist:
- Mit dem Ende der Anmeldefrist werden alle Gebote eingefroren.
- Es werden alle Plätze vergeben, die außerhalb des Gebotsverfahrens abgewickelt werden (Härte-, Notfälle usw. eben ‚ausserordentliche Zulassungen’)
- Sozialer Schritt, ggf. weglassen: Wenn Bewerber kein einziges Gebot für die Währung abgegeben haben, könnte man die Gesamtsumme gleichmäßig auf alle Veranstaltungen der selben Währung verteilen, bei denen der Bewerber auf Abruf steht.
Eine heikle Frage: Einerseits wäre dieser Schritt sozial, andererseits würde er die Aktiven benachteiligen, wenn die automatische Verteilung z.B. 2 Taler je Veranstaltung ergäbe, Aktive aber auch nur 1-2 Taler geboten haben. Will man diejenigen belohnen, die ihre Sache in die Hand nehmen und sich aktiv bemühen, muss man diesen Schritt wohl weglassen.
- Man sortiert die Gebote der Höhe nach und bildet Gruppen von Bewerbern mit gleichem Gebot. Alle Mitglieder einer Gruppe haben die gleiche Wahrscheinlichkeit, im Kurs zu landen.
- Man ermittelt die Zahl der zu vergebenden Plätze: Das Minimum aus der Zahl der freien Plätze (Teilnehmerzahl minus außerordentlich Zugelassene) und der Zahl der Bewerber auf Abruf.
- Sind ausreichend viele Plätze für alle Bewerber vorhanden, werden alle zugelassen und man ist fertig. Andernfalls ..
- Man lässt, beginnend mit der Gruppe mit dem höchsten Gebot, solange ganze Gruppen(!) aus 4. zur Veranstaltung zu, solange die Zahl der noch zu vergebenden Plätze größer ist als die Zahl der Mitglieder der nächsten Gruppe.
- Wenn man Glück hat, geht das Verfahren von 6. auf, d.h. es bleiben keine zu vergebenden Plätze übrig. Andernfalls hat man eine Gruppe mit gleichen Geboten und weniger Plätzen als Bewerbern. Jetzt kommt die heikle Frage: Wenn man annimmt, dass alle Bewerber gleich sind, lost man die verbleibenden Plätze unter den Mitgliedern dieser Gruppe aus. Man könnte die Bewerber vor dem Losen auch irgendwie gewichten, z.B. nach Bedürftigkeit, sprich Nähe zum Examen.
Man bemerke:
- Engagement und Leistung werden belohnt: Wer bietet, beobachtet und verteilt, kann Einfluss nehmen.
- Wenn für eine Veranstaltung überhaupt kein Gebot abgegeben wird oder lauter gleiche, hat man das übliche Losverfahren.
- Das Ganze kann natürlich auch in ebay-Hektik ausarten, wenn die Gebote bis in die letzte Anmeldesekunde hinein verändert werden.
- Durch abgestimmte Gebote kann man natürlich auch gemeinsam als Gruppe in einen Kurs gelangen und so mit höherer Wahrscheinlichkeit zusammen bleiben.
Offene Fragen:
- Oszilliert oder konvergiert das Verfahren? Durch permanente Umorientierung der Teilnehmer kann natürlich ebenso Börsenchaos ausbrechen wie Einvernehmen: Ihr geht zu dem einen Kurs, wir zu dem anderen.
- Verstehen die Leute das Verfahren? Ohne Gebote ist es einfach das übliche Losverfahren.
Beispiel 1: keine Gebote (oder eines mit 0 Talern)
In diesem Beispiel stehen 47 Bewerber 25 Plätzen gegenüber. Man hat ein reines Losverfahren: Unter den 47 Bewerbern werden die 25 Teilnehmer ausgelost.
Beispiel 2: ein einziges Gebot
In diesem Beispiel stehen ebenfalls 47 Bewerber 25 Plätzen gegenüber. Diesmal hat der angezeigte Bewerber ein Gebot von 1 Taler abgegeben. Bleibt es dabei, ist dieser Bewerber sicher im Kurs. Die verbleibenden 24 Plätze werden unter den verbleibenden 46 Bewerbern ausgelost. Für den Bietenden hat sich der Aufwand gelohnt. Er ist im Kurs. Für die anderen ist es immer noch ein Losverfahren.
Beispiel 3: Mehrere unterschiedliche Gebote
Für den folgenden Kurs liegen 6 Gebote vor. 9 Bewerber bewerben sich um 7 Plätze. Man sieht die Zeile von Dieter Piesch: Er bietet 0 Taler.
Klickt man auf den Link Gebote, sieht man diese im Detail:
Was sagt uns diese Liste:
- Es gibt 9 Bewerber, 6 Gebote.
- Die Gebote zählen wie folgt: 5, 2, 2x1, 5x0 Taler
- Die ersten 4 Bewerber sind sicher im Kurs. Also bleiben 7-4=3 Plätze.
- Die verbleibenden 3 Plätze werden unter den 5 Bewerbern mit dem Gebot 0 verlost.
Folglich hätte Herr Piesch eine 60%-Chance, im Kurs zu landen (3 aus 5).
Die selbe Situation. Nur Herr Piesch hat sein Gebot geändert. Er bietet jetzt 1 Taler.
Was sagt uns diese Liste:
- Es gibt immer noch 9 Bewerber und 6 Gebote.
- Die Gebote zählen wie folgt: 5, 2, 3x1, 4x0 Taler
- Die ersten 5 Bewerber sind jetzt sicher im Kurs. Also bleiben 7-5=2 Plätze.
- Die verbleibenden 2 Plätze werden unter den 4 Bewerbern mit dem Gebot 0 verlost.
Folglich wäre Herr Piesch jetzt im Kurs.
Jetzt hat Herr Piesch 9 Taler gesetzt.
Momentan ist er die unangefochtene Nummer 1.
Herr Piesch ist immer noch nicht sicher im Kurs. Wenn 7 andere Bewerber ebenfalls 9 Taler bieten, wird gelost, bieten sie je 10 Taler ist er draußen.
Das Zulassungsverfahren
Wer immer noch nicht weiss, was jetzt kommt, lese bitte spätestens jetzt RKS: Spielgeld für Chancengleichheit (RKS-Taler)
Orientierung
Die
Gebots-Liste weist sofort darauf hin, dass in diesem Beispiel nicht alle Bewerber berücksichtig werden können:
| Mehr als doppelt soviele Bewerber als Kursplätze |
Spätestens jetzt bemerkt man, dass in der Gebotsliste die Bewerber nach der Höhe ihrer Gebote gruppiert werden. Innerhalb einer Gruppe (Gebote gleicher Höhe) sind alle Bewerber gleich.
Man sieht auch, dass der Kurs den Bewerbern unterschiedlich viel Spielgeld wert war:
Es wird ernst
Man sieht ausserdem, dass 7 Gruppen relevant sind (9,8,7,6,5,4,3 Taler), um zumindest die 20 gesuchten Plätze abzudecken:
In einem ersten Schritt werden alle Gruppen von Bewerbern zu Teilnehmern gemacht, die ganz(!) in die zu vergebenden Plätze passen.
In obigem Bild Bild sieht man das sehr schön: Alle Bewerber, die 4 bis 9 Taler gesetzt haben, sind im Kurs!
Leider muss gelost werden:
Für die Bewerber mit 3 Talern bleibt nur 1 Kursplatz übrig. Da alle Bewerber mit gleichem Gebot gleich sind, wird der Platz ausgelost. Jeder Bewerber hat die Chance 1 aus 3, im Kurs zu landen.
Das hätte man übrigens voraussehen können:
Für die Bewerber mit 4 und mehr Talern sah die Kursliste in Mein RKS (Gebots-Modus) so aus:
Für die Bewerber mit 3 Talern sah die Kursliste in Mein RKS (Gebots-Modus) dagegen so aus:
Hinterher sieht man es allemal:
Nach erfolgtem Zulassungsverfahren durch den Veranstalter können alle Bewerber das Ergebnis deren Mühen sofort einsehen:
- Auf der öffentlichen Anmeldeliste der Veranstaltung.
- Auf der Gebotsliste der Veranstaltung
- Auf der Seite Mein RKS in der Kursliste
Von den Bewerbern mit den 3 Talern hat übrigens in diesem Beispiel(!) Frau Salem das Losglück ereilt. Die beiden anderen sind abgewiesen worden:
Fazit dieses Zulassungsverfahrens
- Der Einsatz der Bewerber hat sich gelohnt: 19 von 20 Kursteilnehmern haben den gewünschten Kursplatz bekommen.
- Losen kann auch durch den RKS-Taler nicht ausgeschlossen werden. Das liegt am Verhältnis von Platzangebot und Nachfrage und am Verhalten der Bieter. Beispiel: Die 3-Taler-Gruppe.
- Der Aufwand für den Veranstalter ist erträglich, zumal er sich ohnehin mit den (potentiellen) Teilnehmern auseinandersetzen muss.






















