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Zugangssysteme: Online-Verfahren

Aus RZ Wiki

weiter zu Kurs- und Teilnehmerverwaltung

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

  • Ziel des Ganzen: Zulassung von Bewerbern zu Veranstaltungen
  • Die Verfahren werden häufig falsch eingesetzt
  • Die Technik wird überschätzt: Jedes technische System hat seine Grenzen. Jedes technische System kann ausfallen.
  • Online-Systeme sind keine Selbstläufer


Gängige Verfahren

Unbegrenzte Zulassung

  • Wer sich anmeldet, ist automatisch zugelassen
  • Eignung: Vorlesungen ohne Teilnehmerbeschränkung

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

  • In der Reihenfolge der Anmeldung werden die Bewerber bis zu einer gewissen Grenze direkt zugelassen. Alle weiteren Bewerber werden zu Nachrückern oder abgewiesen.
  • Eignung: wenig bis mäßig nachgefragte Veranstaltungen

Losverfahren

  • Beliebig viele Bewerber werden auf einer Liste gesammelt. Aus ihnen wird nach Anmeldeschluss gelost.
  • Viele Bewerber melden sich für viele Veranstaltungen an .. und landen, je nach Losglück, in einer, keiner, der richtigen oder der falschen Veranstaltung.
  • Eignung: Viele Bewerber um eine begrenzte Zahl von Plätzen, wenn keine weiteren Kriterien einzuhalten sind.

Auswahlverfahren mit Priorisierung

  • Beliebig viele Bewerber werden zunächst auf einer Liste gesammelt. Nach Anmeldeschluss wird nach vorher bekannt gegebenen Regeln eine Anordnung der Teilnehmer durchgeführt.
  • Man könnte sich z.B. die Zugehörigkeit zu Studiengängen vorstellen oder die Semesterzahl, ..
  • Der RKS verfügt über studienrelevante Daten. Dieses Verfahren ist aber noch nicht implementiert.

Technik

  • Online-Systeme brauchen Zugang zu einem Server:
    • Jeder Server hat eine begrenzte Zahl von gleichzeitig möglichen Verbindungen. Größenordnung 200 gleichzeitige Verbindungen pro Server
    • Der Server hat eine begrenzte Verarbeitungskapazität (Rechenleistung, Speicher)
    • Der Bearbeitungsaufwand am Server hängt vom Anmeldeverfahren ab. Beim Losverfahren muss der Bewerber nur in eine Liste aufgenommen werden, bei der direkten Zulassung sofort eigebucht oder abgewiesen werden.
  • Online-Zugriffe durchlaufen auf dem Weg zum eigentlichen Server zahlreiche andere Server und mehr oder weniger schnelle Leitungen.
    • Wie bei Wasserleitungen auch, bestimmt das langsamste Element der Strecke deren Leitungsgeschwindigkeit.
    • Die Laufzeit von ein und demselben Ausgangspunkt zum Server variiert abhängig von der Auslastung der Komponenten extrem.
    • Stark ausgelastete Systeme verlieren extrem an Performanz.
    • Fazit: Die Laufzeit einer Online-Aktion ist in weiten Grenzen zufällig.
  • Mit zunehmender Verfügbarkeit und der Kürze der Reaktionszeit steigen die Kosten exponentiell.
    • ebay setzt Milliarden um und investiert Milliarden.
    • Ähnlich wie bei Google bilden hunderte von Servern eine Einheit. Das kostet!
  • Technische Systeme fallen gelegentlich aus.
  • Das EDV-System der Universität ist so konzipiert, dass es auch mal ausfallen darf. Anders wäre es nicht finanzierbar.


Online-Systeme sind keine Selbstläufer

Man muss sie mit Bedacht implementieren, einsetzen und überwachen:

  • Eindeutigkeit:
    • Die angemeldete Person muss eindeutig identifizierbar sein.
    • Die Registrierung von Bewerbern anhand einer Mailadresse ist untauglich. Der selbe Bewerber kann mit mehreren Mailadressen auftreten. Das ist kaum nachzuprüfen.
    • In Regensburg ist der sog. RZ Account eindeutig: Der Besitzer hat sich in der Studentenkanzlei ausgewiesen.
  • Verfügbarkeit:
    • Alle Bewerber müssen die Gelegenheit haben, durchzukommen.
    • Das Regensburger EDV-System ist nicht das von ebay! .. und selbst das fällt schon mal aus!
    • Online-Anmeldesysteme müssen so eingesetzt werden, dass sie auch mal ausfallen dürfen: Massenpanik und last-minute-Zockerei sind zu vermeiden.
  • Gerechtigkeit:
    • Alle Bewerber müssen die gleiche Chance haben
    • Die Bewerbung darf nicht von einer zufälligen Laufzeit abhängen.
    • Gebotsautomaten a la ebay sind im Einsatz. Online-Systeme sollten unempfindlich dagegen sein.
  • Transparenz:
    • Für die Bewerber sollten die Abläufe erkennbar und nachvollziehbar sein.
    • Die Anmeldelisten sollten während der Anmeldung und nach der Zulassung jederzeit einsehbar sein.
  • Priorisierung:
    • Es wird gewünscht, dass stärkeres Bemühen bei der Vergabe erkennbar und , im Idealfall, auch wirksam wird.
    • Um es nochmals zubetonen: 'Wer zuerst kommt, mahlt zuerst' ist in der Online-Implementierung ein reines Losverfahren!!


Online-Anmeldungen an der Universität Regensburg

siehe Online-Anmeldung an der Universität Regensburg

Letzte Änderung: 26.06.2007 von Georg Wallisch