Die MitgliederInnen des AK Ökologie haben Regensburger Komunalpolitiker aufgefordert, sich eindeutig zu einer Energiewende bei den Verhandlungen um den neuen Konzessionsvertrag mit der REWAG zu bekennen. Gleichzeitig läuft eine Anfrage an das Studiwerk, welche Energiesparmaßnahmen für die StudentInnenwohnheime geplant sind. Auslöser ist eine im Dezember gemachte Untersuchung über den Stromverbrauch von Kühlschränken in StudentInnenwohnheimen.
Die beiden Pädagogikstudenten Armin Blätzinger und Michael Bilharz untersuchten im Dezember vergangenen Jahres einundzwanzig Kühlschränke auf ihren Stromverbrauch im StudentInnenwohnheim in der Gessler-Straße. Überprüft werden sollte, ob es sich lohnen würde, alte durch neue sparsamere Kühlschränke zu ersetzen. Wie so oft brachte die Untersuchung ganz anderes zu tage. "Allein durch eine kleinere Einstellung der Kühltemperatur ließen sich für das Gesslerwohnheim runde 4000,- DM pro Jahr sparen", ist sich Armin Blätzinger sicher. Michael Bilharz ergänzt, daß durch regelmäßiges Abtauen, teilweiser "Stillegung" in den Semesterferien und konsequenter Raumnutzung sich die eingesparte Summe verdoppeln ließe.
Ein weiteres Einsparpotential entdeckten die beiden Studenten bei der Raumbeleuchtung. Die Berechnungen ergaben, daß der Stromverbrauch durch den Einsatz von Energiesparlampen nochmals um 5% gedrosselt werden könnte.
Die Untersuchungsergebnisse liegen dem StudentInnenwerk vor, eine Antwort steht aber immer noch aus.
Die beiden Studenten sind skeptisch, was die Verwirklichung ihrer Sparvorschläge angeht. "Solange Miet- und Energieversorgungsstrukturen kontraproduktiv zum Energiesparen sind, ist da nichts zu machen", so Armin Blätzinger. Aus diesem Grund haben sie sich mit dem AK Ökologie zusammengetan, um gemeinsam Druck auf die Kommunalpolitiker zu machen. Denn dort werden zur Zeit die Weichen für die zukünftige Energiepolitik gestellt. Knackpunkte sind vor allem die lange Laufzeit des neuen Konzessionsvertrags und die kostengerechte Vergütung von Strom aus Blockheizkraftwerken und solaren Energieträgern. "Wie überall wird jedoch auch in Regensburg von Seiten des Energieversorgungsunternehmens gemauert und bewußt Lügen verbreitet", führt Michael Bilharz aus. Dabei fordern die Versprechen zur CO2-Reduktion in Regensburg konkrete Taten. Die Untersuchung ist im AStA-Büro jederzeit einzusehen.
Eva Zametzer