Nachwuchssorgen bei den Fachschaften


an. Die Fachschaften der Universität Regensburg leiden zunehmend an Nachwuchsproblemen. Aufgrund der geringen Beteiligung der Studierenden an der studentischen Mitarbeit sind einige bereits personell unterbesetzt und können ihre Aufgaben nur noch eingeschränkt erfüllen.

Gerade in den letzten Jahren sank die Zahl der Neueinsteiger merklich, besonders bei den Geisteswissenschaftlern. Die Naturwissenschaftler haben dagegen fast keine Probleme, neue Leute zu bekommen, obwohl es, nach deren Aussagen, auch besser gehen könnte.

Der Mangel an Neueinsteigern wird spätestens dann Auswirkungen haben, wenn die StudentInnen, die im Moment noch die Fachschaften leiten, ihr Studium beendet haben. Ein regelrechter Nachwuchsnotstand ist allerdings bis jetzt bei keiner Fachschaft eingetreten oder in naher Zukunft zu befürchten.

Grob geschätzt engagieren sich nur 1% aller Studierenden überhaupt außerhalb ihres Studiums an der Universität, bei 15.000 StudentInnen sind das gerade einmal 150, ein Teil davon leistet Fachschaftsarbeit.

Obwohl die Fachschaften sich normalerweise recht offen für neue Leute und Ideen geben, bestehen diese schlimmstenfalls nur noch aus drei Leuten, die gerade einmal den Skriptenverkauf organisieren können. Ihre eigentlichen Aufgaben wie kulturelle und sportliche Belange innerhalb der jeweiligen Fakultät können sie unter diesen Umständen nicht wahrnehmen, so daß die Fachschaften überwiegend lediglich die reinen Dienstleistungen anzubieten in der Lage sind. Weiterführende Projekte, die das Studienangebot verbessern und bereichern sollen, beispielsweise die Vertretung der fachlichen Interessen von Studierenden bei Bedingungen und Angebot der Ausbildung, sowie das Veranstalten autonomer Seminare, fällt für die betroffenen Studienzweige unter den Tisch.

Positive Beispiele, wie die Fachschaft Mathe/ Physik und Biologie zeigen, daß es auch anders geht. Obwohl auch diese auch neue Leute gebrauchen können, haben sie mit bis zu 25 StudentInnen, die ständig oder gelegentlich mitarbeiten, eine gute Basis für ihre Projekte und Forderungen.


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