Aktuelles
Der Aufbau des Geschichtsstudiums
Die Bezeichnung der Kurse an der Universität kann für den Anfänger verwirrend sein – teilweise verwenden sogar verschiedene Fächer der gleichen Universität unterschiedliche Bezeichnungen für die selbe Sache. Alle finden jedoch im Wochenrythmus statt, was nach dem Gymnasium eine deutliche Umstellung sein kann.
Hier ein Überblick über die Art der Kurse, die Dich beim Geschichtsstudium in Regensburg erwarten:
Vorlesung:
Der Name sagt alles. Ein Professor trägt seine wissenschaftliche Meinung zu einem Themengebiet seiner Wahl aus seinem Teilbereich vor. Manche Dozenten geben am Ende der Stunde Gelegenheit zum Fragenstellen. In Vorlesungen wird Dir mit Abstand der meiste Stoff vermittelt. Deswegen ist gutes Mitschreiben gefragt. Teilweise (!) gibt es auch Reader. Vorlesungen sind zentraler Bestandteil des Studiums und sollten auch freiwillig, nicht nur weil man Punkte braucht, besucht werden.
Proseminar:
Hier wirst Du langsam von einem Dozenten (Dr. oder Magister) an einen Teilbereich des Faches herangeführt. Dies geschieht anhand eines bestimmten Themas, das Du dem Vorlesungsverzeichnis entnehmen kannst.
Ziel des Seminars ist es, Dir einen fachlichen Überblick über den Teilbereich zu verschaffen und Dir eine wissenschaftliche Arbeitsweise zu vermitteln. Dies musst Du in jedem Fall in Form einer schriftlichen Hausarbeit tun, in der Du Dich mit einem speziellen Thema befasst. Wie der jeweilige Dozent sich zusätzlich Noten verschafft, ist ihm überlassen: Klausur, Referat, Gruppenarbeit, Hausaufgaben – der Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Deswegen ist es sinnvoll, im Vorlesungsverzeichnis genau darauf zu achten, welche Leistungsanforderungen ein Dozent verlangt.
Grundkurs:
Ähnelt der Vorlesung, nur dass er nicht von einem Professor sondern einem Dr. oder Magister gehalten wird. Darin wird Dir ausschließlich Überblickswissen vermittelt. Wenn Du in einem Fach Lücken hast, kann dieser Kurs sehr nützlich sein. Es gibt auch Gelegenheit, um Fragen zu stellen.
Übung:
Dieser Kurs kann fast alles beinhalten. Von einer Lektüreübung mit Quellenanalysen bis zu recht praktischen Tätigkeiten im Bereich Experimentalarchäologie – alles ist möglich. Erwarte aber nicht allzu viele Punkte dafür.
Hauptseminar:
Nichts für Anfänger! Hauptseminare wirst Du im Hauptstudium kennen lernen. Der größte Unterschied zum Proseminar besteht darin, dass ein Professor den Kurs leitet. Dementsprechend ist das Niveau höher – oder sollte es zumindest sein.
Oberseminar:
Ebenfalls nichts für Anfänger. Darin spricht ein Professor mit Studenten über deren Abschlussarbeiten.