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Anfang Juli hatte die Universität Regensburg ihre Ehemaligen zum ersten Alumni-Tag an ihre Alma Mater geladen.
Anfang Mai wurden einige 10.000 Einladungsschreiben an diejenigen Ehemaligen versandt, die die Universität seit 1986 verlassen hatten. Zunächst lief die Anmeldung etwas verhalten, jedoch kamen in der Folge viele Hundert Rückmeldungen von Alumni aus dem In- und auch Ausland bei uns an - zwei Stunden vor Beginn des Alumni-Wochenendes die letzten.
Unsere Auftaktveranstaltung, den Vortrag des bekannten Astrophysikers Professor Harald Lesch, hatten wir bewusst auf den Tag des Sommerfestes gelegt, das ja heuer erstmals an einem Freitag stattfand. So wollten wir zum einen unseren Alumni die Gelegenheit geben, bis zum Nachmittag in Ruhe anzureisen und gleichzeitig auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Studierenden die Möglichkeit bieten, an diesem Highlight des Alumni-Wochenendes teilzunehmen. Die Presse und rund 1.400 Teilnehmer waren restlos begeistert über die anschaulichen Erklärungen, die Professor Lesch auf der Audimax-Bühne über „das Geheimnis des Anfangs“ darbot.
Nach dem Vortrag konnten die Gäste das vielfältige Programm des Sommerfestes genießen, das vom Veranstaltungsmanagement der Universität hervorragend organisiert worden war. Stellvertretend für die vielen interessanten Aktivitäten seien hier nur der Auftritt des Jazz-Orchesters, die chemische Experimentalvorlesung, diverse Führungen „hinter die Kulissen“ oder die Sport-Show genannt; viele Besucher äußerten sich begeistert über die Veranstaltungen, die nach dem Motto „von der Uni für die Uni“ mit viel Liebe zum Detail geplant und durchgeführt worden waren. Nicht vergessen werden darf das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz, das sich hinter den Kulissen in bewährter Weise um Verpflegung und Logistik kümmerte.
In der lauschigen Alumni-Lounge, die die Ehemaligen-Vereine roots e.V. und ESdUR e.V. eingerichtet hatten, trafen sich viele Absolventinnen und Absolventen bei einem Glas Holundersekt zum Plausch mit den Freunden von damals.
Am Samstag, dem eigentlichen Alumni-Tag, begrüßte Hans Schaidinger, allerdings nicht in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Stadt, sondern als Alumnus unserer Universität, über 200 Ehemalige in der festlich gedeckten Mensa zu einem gemeinsamen Frühstück. Bei flotter Jazz-Musik kamen unsere Ehemaligen aus den verschiedensten Jahrgängen und Fächern miteinander ins Gespräch und tauschten mit Professoren und Kollegen aus ihrer Studienzeit alte Erinnerungen aus.
Die Ausstellung zum Thema „Humphrey Bogart“, die Prorektorin Professor Dr. Neumann-Holzschuh am Vormittag eröffnete, zog viele Kunstinteressierte in das obere Foyer der Bibliothek. Rund hundert Originale rund um Berufs- und Privatleben des legendären Schauspielers waren aus der umfangreichen Privatsammlung eines filmbegeisterten Absolventen unserer Universität zu bewundern.
Der offizielle Festakt, zu dem Rektor Professor Dr. Strothotte geladen hatte, wurde mit einem Vortrag unseres Alumnus Dr. Dr. h. c. Albert Schmid (ehem. Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge) begangen. Aus berufenem Munde erfuhren die Gäste viel Nachdenkenswertes, das der Referent im Audimax zum Thema „FremdeHeimat: Migration – Integration – Religion“ zu berichten hatte.
Die Wiwi-Professorenband „Wise Noise“ brachte mit heißen Rock-Nummern das Audimax zum Kochen und versetzte ausnahmslos alle anwesenden Alumni zurück in ihre „wilde Studentenzeit“. Ein kleiner Sektempfang rundete die Festveranstaltung ab. Viele Ehemalige waren der Meinung, dass alleine dieser Vormittag es wert war, nach Regensburg gereist zu sein.
Nach einer kurzen Mittagspause wurden die Alumni in ihren Fakultäten erwartet. Viele Fächer boten diverse Führungen, Ausstellungen oder gesellige Treffen an, die von den Alumni und ihren Angehörigen gerne angenommen wurden. Gerne hätten manche Gäste noch mehr Kollegen von damals getroffen – hier wird uns aber sicherlich eine hilfreiche Mund-Propaganda für die nächsten Jahre noch etwas unterstützen.
Auch die Ehemaligen-Vereine hatten ein großartiges Programm auf die Beine gestellt, so dass die Besucher wirklich die Qual der Wahl hatten, aus dem reichhaltigen Angebot der Veranstaltungen die interessantesten für sich auszusuchen. Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang, dass die meisten Vereine an diesem Tag spontane Eintritte zu verzeichnen hatten.
Der Familien-Service hatte in der Krabbelstube der Uni eine Kinderbetreuung eingerichtet, so dass die Erwachsenen in aller Ruhe an Programmpunkten teilnehmen konnten, die für den Nachwuchs eher weniger geeignet waren. Etliche Eltern bedankten sich ausdrücklich dafür, dass man bei der Organisation des Festes auch an die Bedürfnisse von Familien mit kleinen Kindern gedacht hatte.
Am Abend ließen die Alumni den doch etwas anstrengenden Tag mit Kammerkonzert oder auch der Theatervorstellung ruhig und entspannt ausklingen.
Uns ist zu Ohren gekommen, dass auch danach noch nicht Schluss war, sondern sich etliche Ehemalige noch privat in kleinen Gruppen getroffen und bis in die Morgenstunden weitergefeiert haben…
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Viele Gäste fragen nach einer Wiederholung des Alumni-Tages; die wird es - nach dem geglückten Auftakt - mit definitiver Sicherheit geben!
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