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Der Paradiesapfel – kulturgeschichtliche Streifzüge durch die Antike

In der heidnischen und christlichen Antike nimmt der Apfel eine prominente Stellung nicht nur in der Sagenwelt, aber auch im Alltagsleben ein. Dabei ist es oftmals gar nicht so einfach zu sagen, welche Frucht genau mit den griechischen und lateinischen Bezeichnungen gemeint ist. Schwierigkeiten bereitet aber auch die Bestimmung einer konkreten Frucht, die in der Bibel am Anfang der Menschheitsgeschichte stand – der „Apfel“ am „Baum der Erkenntnis“.

Vielfältig war die Rolle des Apfels in der Welt der griechischen Mythen. Der Apfel der Streitgöttin Eris löste den Trojanischen Krieg aus, Persephone verwirkte durch den Genuss eines Granatapfels ihr Recht auf ein Leben in der Oberwelt, Herkules musste als eine seiner zwölf Aufgaben die Äpfel der Hesperiden stehlen.

Kein Wunder also, dass auch den antiken Obstbauern, Botanikern und Ärzten – zumal im römischen Kulturkreis – der Apfel besonders am Herzen lag. In der Antike setzt die lange, bis in die Neuzeit reichende Tradition ein, die mit den verschiedenen Apfelsorten bestimmte diätetische Wirkungen verband und den Apfel als Heilmittel gegen vielerlei Krankheiten anpries.

Aber nicht nur in Griechenland und Rom, sondern auch in den Texten der Bibel und bei ihren jüdisch-christlichen Auslegern war der Apfel präsent. Eine besondere Rolle spielt hier der bereits erwähnte „Baum der Erkenntnis“, der – einmal als Apfelbaum identifiziert – vielfache symbolische und typologische Deutungen der Paradiesfrucht hervorrief.

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Ein Bote aus dem
Garten Eden -
Der Paradiesapfel in
der Weihnachtszeit