Startseite UR
Das Jahr 2000 wurde zum Anlass genommen, eine neue Geschichte der Stadt Regensburg herauszugeben. Im Zuge der Planung und Bearbeitung entstand auch die Idee, die Literatur zur Stadt Regensburg zu einer Regensburger Bibliographie zusammenzufassen. Dieser Gedanke wurde von der Stadt und der Universitätsbibliothek aufgegriffen und in die Tat umgesetzt.
Inhalt dieser Bibliographie sind alle selbständigen und unselbständigen Arbeiten, also
Der Umfang der Arbeiten ist nicht maßgebend, wichtig sind der Inhalt und die Aussage bzw. die heute noch relevante Information. Soweit möglich, wurden auch Personen erfasst, die in und für Regensburg von Bedeutung waren.
Maßgebend ist allerdings die räumliche Begrenzung. Regensburg ist hier in den heutigen Stadtgrenzen gemeint. Umland und Region sind nur dann erfasst, wenn auch die Stadt betroffen ist. Für die Region ist die Oberpfalzbibliographie zuständig.
Der Inhalt der Bibliographie geht weit über den rein historischen Bezug hinaus und schlägt den Bogen von der Antike bis zur Gegenwart. Eine Zeitbegrenzung gibt es nicht. Es wurden Schriften seit Beginn des Buchdrucks aufgenommen. Ihr Inhalt betrifft alle Gebiete, Natur, Geschichte, Kultur und Bildung, Politik, Soziales, Wirtschaft, Kunst und Kirche und vieles, was zum Alltagsleben einer Stadt gehört. Dazu zählt auch das kleine Geschehen, Unternehmungen der Bürger, ihr Vereinsleben oder ihr Engagement für ihre Stadt. Natürlich ist auch manch Kurioses dabei.
Der Aufbau der Bibliographie folgt weitgehend dem Aufbau der bibliographischen Arbeiten der Bayerischen Bibliographie und der Oberpfalzbibliographie und unterliegt somit auch den formalen Bedingungen dieser Arbeiten, weicht allerdings in manchen Teilen von diesen ab, soweit es für die Stadtgeschichte erforderlich war.
Die Titel wurden aus allen zugänglichen Quellen gesammelt. Zu nennen sind hier vor allem die Bestände des Bibliotheksverbundes Bayern der Staatlichen Bibliothek Regensburg der Fürst Thurn-und-Taxis-Hofbibliothek der Diözesanbibliothek des Museums der Stadt Regensburg und des Stadtarchivs. Neben den Katalogen der genannten Einrichtungen wurden aber auch bibliographische Arbeiten privater Forscher aufgenommen. Zu nennen sind hier vor allem für den Bereich Kunst- und Kultur die Sammlung Dr. Morsbach, für den Teil Juden in Regensburg die Arbeiten Dr. Angerstorfers und für den Abschnitt des Römischen Regensburgs die bibliographische Arbeit Dr. Waldherrs. Ihnen sei an dieser Stelle für die Überlassung des Titelmaterials herzlich gedankt.
Die Bearbeiter dieser Bibliographie haben versucht, alle erreichbaren Titel zu Regensburger Themen zu sammeln, sind sich aber sicher, noch manches übersehen zu haben. Manches wurde aber auch bewusst ausgeklammert, wenn es über bekannte Quellen erschlossen werden kann. So wurde z.B. darauf verzichtet, alle Mitteilungen über Kirchen und andere Kunstdenkmäler zu nennen, die in den vier Bänden "Stadt Regensburg und Stadtamhof" von Felix Mader in der Reihe "Kunstdenkmäler von Bayern" beschrieben wurden. Die Bände sind natürlich aufgeführt und man kann in ihnen zu jeder Kirche oder jedem weltlichen Bauwerk der Stadt Nachricht erhalten und dazu auch noch weiterführende Literaturangaben.
Ähnliches gilt für Literatur zu bestimmten Personen, z.B. Sankt Wolfgang, St. Emmeram, über Albertus Magnus, Berthold von Regensburg, Johannes Kepler oder Albrecht Altdorfer. Hier sind hauptsächlich Arbeiten aufgeführt, die den Bezug dieser zu Regensburg beinhalten, nicht ihre Schriften oder Werke. Diese sind eigenen Bibliographien vorbehalten oder aus den Verbundkatalogen zu ersehen.
Regensburg ist zwar die Stadt der Reichstage, aber die Literatur ist auch hier nur ausgewählt, soweit die Stadt näher oder weiter betroffen ist. Die Reichstage und ihre Auswirkung auf das Reichsgeschehen bleiben ausgeklammert. Hier gibt es zahlreiche eigene Literatur, etwa die Editionen der Reichstagsakten. Gleiches gilt auch für die Literatur über die Regensburger Religionsgespräche und ähnliche Themen. Wenn ein umfangreicheres Kapitel der Kirche und der Diözese gewidmet ist, so deswegen, weil man Regensburg besonders auch als geistliche Stadt empfunden hat mit Kirchen, Stiften und vor allem der Reichsabtei Sankt Emmeram als Anziehungspunkt.
Nur bedingt aufgenommen sind Artikel aus Zeitungen. Wenn sie allerdings breiteren Umfang angenommen haben in Beilagen oder Sondernummern, dann kann man sie in der Bibliographie wiederfinden. Es sei aber ausdrücklich darauf verwiesen, dass Zeitungen und zeitungsähnliche Publikationen natürlich eine reiche Quelle für Nachrichten über Geschichte und Ereignisse in und um Regensburg bilden. Auch auf sie sei verwiesen, wer bestimmte Themen bearbeiten möchte. Die wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften sind an zwei Stellen genannt, am Anfang unter "Zeitschriften" und später unter "Journalismus", einige mit Sachbezug auch an betreffenden inhaltlichen Stellen. Auf Zeitungsartikel wird z.B. häufig in den Baualtersplänen zur Stadtsanierung verwiesen, bei Neufunden oder sonstigen Arbeiten im Rahmen der Altstadtsanierung.
Es wurde versucht, bei allen zitierten Titeln darauf zu achten, dass sie auch greifbar sind. Sollten sie nicht alle mit Bestand im Regensburger Katalog oder Bibliotheksverbund Bayern nachgewiesen sein (zu ihm gehört auch die Staatliche Bibliothek), so kann es sich auch um Titel weiterer Regensburger Bibliotheken handeln. Der Regensburger Katalog enthält mittlerweile die meisten Bestände der Staatlichen Bibliothek, der Fachhochschule, des Stadtarchivs, Teile der Bestände des Stadtmuseums, sowie einige Bestände der Diözesanbibliothek und der Bibliothek Thurn und Taxis. Vollständigkeit ist angestrebt. Da viele Titel aus anderen Quellen erschlossen wurden, kann nicht immer für die Exaktheit der Angaben sowie der Fundstellen garantiert werden. Eine Überprüfung war aus Zeitgründen nicht immer möglich.
Im Zweifelsfall kann der interessierte Leser die Hilfe der Universitätsbibliothek oder der anderen Regensburger Bibliotheken in Anspruch nehmen. Archiv und Museum sind weitere Anlaufstellen, vor allem für ungedruckte Quellen.
Die Bibliographie folgt der sachlichen Gliederung der Bayerischen Landesbibliographie, d.h. sie teilt sich in 19 Sachgruppen mit entsprechender Untergliederung:
Daneben wird sie erschlossen durch ein Verfasser- und Titelregister und durch ein Sach-, Orts- und Personenregister. Letzteres ist für die Suche nach Themen und Personen bestimmt und hat die Aufgabe, Titel, die unter unterschiedlichen Kapiteln stehen, zusammenzuführen; z.B. können Arbeiten zu Kunstwerken in oder an Kirchen oder Klöstern unter dem Kapitel "Plastik" oder "Malerei", Arbeiten zur Ausgestaltung und künstlerischen Erscheinung dieser unter "Kunstdenkmäler" eingereiht sein. Gleiches gilt für viele Gliederungspunkte. Dieser Tatsache soll ein umfangreiches und detailliertes Register gerecht werden. Dies ist schon deshalb wichtig, weil bei dem Umfang der Bibliographie und der vergleichsweise kurzen Bearbeitungszeit nur ein geringer Teil der Literatur autopsiert werden konnte. Dies birgt die Gefahr, dass der Inhalt nicht eindeutig bestimmt werden konnte und daher manches vielleicht nicht unter dem Gliederungsgesichtspunkt eingestellt ist, wo es der Benutzer dieser Bibliographie erwartet. Es standen ja nicht mehr als eineinhalb Jahre Arbeitszeit zur Verfügung und es konnte mit einer Ausnahme kein zusätzliches Personal eingesetzt werden. Die Bibliographie ist sozusagen neben der normalen Tagesarbeit entstanden und das mag auch manche Unzulänglichkeit entschuldigen. Aber gerade deswegen schulden die Herausgeber diesen Mitarbeitern den herzlichsten Dank für ihr Engagement und Interesse. Ohne sie wäre diese Bibliographie nicht möglich gewesen.
Die Herausgeber dieser Bibliographie sind bemüht, die angefangene Arbeit fortzusetzen und weiterhin Literatur zur "Geschichte der Stadt Regensburg" zu sammeln, um dem Forscher und dem Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über das Schrifttum auch fernerhin zu informieren.
Stand der Bibliographie ist der 30.09.2001.
Zur Zeit liegt ein gedruckter Band vor mit 15.655 Titeln und insgesamt 1.161 Seiten, eingeschlossen die Register. Der Band ist im Verlag Friedrich Pustet erschienen. ISBN 3-7917-1783-9
Da es sich gezeigt hat, dass weitere Titel zu Regensburger Themen recherchiert werden konnten und natürlich auch neue Arbeiten hinzukamen und auch weiterhin hinzukommen werden, hat sich die Redaktion der Bibliographie entschlossen, die bibliographischen Arbeiten fortzuführen und für eine regelmäßige Ergänzung zu sorgen.
Eine erste Ergänzung ist in einem als Manuskript gedruckten Nachtrag erschienen (Stand: 30.06.2003). Hierin konnten weitere 2.466 Titel aufgenommen werden, ein Beweis, dass sich auch künftig die Suche lohnt. Sie soll ihren Niederschlag in der laufenden Ergänzung der Bibliographie finden, sowohl Neuerscheinungen wie auch ältere Arbeiten betreffend.
Allerdings kann dies nicht mehr in der bisherigen Druckform geschehen. In Zukunft kann die Bibliographie elektronisch genutzt werden.
Suche in der Regensburger Bibliographie
Wer Literatur über den Raum Regensburg hinaus sucht, kann dies in der Oberpfalz-bibliographie oder in einer anderen Bayerischen Regionalbibliographie oder gleich in der Bayerischen Bibliographie tun. Gesucht wird jeweils nach dem gleichen Schema, also Verfasser, Such- oder Schlagwort, Notation etc.
Auch für die Regensburger Bibliographie gilt die Bitte um Mitarbeit all derer, die Arbeiten kennen oder geschrieben haben, die noch nicht Inhalt der Bibliographie sind. Es würde eine große Hilfe bedeuten, eine gewisse Vollständigkeit zu erreichen.
Ansprechpartnerin in der Bibliothek ist: Margit Schneider, Telefon: 0941/943 3904 oder E-Mail: margit.schneider@ur.de.