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s c h a u f e n s t e r

Ein  s c h a u f e n s t e r  der Wissenschaft


Januar bis juni 2018

Was soll bleiben? Die Vielfalt kultureller Überlieferung

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 steht unter dem Motto Sharing Heritage. Mit dieser Initiative fordert die Europäische Kommission dazu auf, das kulturelle Erbe in Europa sichtbar zu machen und andere daran teilhaben zu lassen. Mit einer Vielzahl von farbenfrohen und originellen Veranstaltungen europaweit macht sie zudem deutlich, dass wir Europäer ein gemeinsames kulturelles Erbe teilen. Und schließlich wird auf diese Weise auch herausgearbeitet, dass wir uns die Verantwortung für dieses gemeinsame kulturelle Erbe aufteilen, dass es eine Vielzahl von Institutionen gibt, die als Netzwerk dieses kulturelle Erbe zugänglich machen und lebendig erhalten.

Die Veranstaltungsreihe Was soll bleiben? Die Vielfalt kultureller Überlieferung, die von den Regensburger Gedächtnis- und Kulturinstitutionen im Regensburger Bibliotheksverbund gemeinsam erarbeitet wurde und über das ganze Jahr 2018 hinweg mit je individuellen Aktionen und Veranstaltungen gefüllt wird, macht der Auffassung des Sharing Heritage entsprechend deutlich, dass es in Regensburg ein dichtes Netz spezialisierter und allgemeinerer Gedächtnisinstitutionen – städtischer, staatlicher, kirchlicher und weiterer Trägerschaften – gibt, die sich die Verantwortung für das Regensburger kulturelle Erbe teilen.

Die Frage Was soll bleiben? stellt sich jedoch nicht nur Gedächtnisinstitutionen – sie stellt sich jedem von uns. Am deutlichsten macht dies vielleicht die Arbeit des Künstlers Christian Boltanski: Seine Kunstwerke beschwören die petite mémoire, das Erinnern an Personen jenseits der großen historischen Narrative und Weltereignisse, an Menschen, deren Andenken allzu leicht verlorengeht. Er stellt verblassende Porträtfotos aus, Kleidung, die einmal einer Person gehört hat, oder – in einem seiner anrührendsten Kunstwerke, den Archives du coeur – Herztöne, von tausenden von Individuen. Er stellt die Frage, die uns alle angeht – was soll von uns bleiben, was soll für die Zukunft zugänglich sein, was sollen unsere Überlieferungsinstitutionen aufbewahren?

Dieser Frage geht die Ausstellung Was soll bleiben? Die Vielfalt kultureller Überlieferung im s c h a u fenster der UB Regensburg nach: Sie erkundet in ausgewählten, ungewöhnlichen Objekten aus dem Bestand der UB Regensburg die schillernde Vielfalt des Erhaltenswürdigen und zeigt gleichzeitig die Probleme und ungeklärten Fragen auf, die sich bei der Erhaltung solcher Objekte ergeben. Jenseits der Vitrinen haben wir in den Regalen des Raums zudem aus den Privatbeständen unserer Mitarbeiter Gegenstände zum Anfassen gesammelt, bei denen man sich ebenfalls die Frage stellen kann – soll das bleiben?

Die Besucher der Ausstellung können über das nächste halbe Jahr hinweg diesen Objekten noch weitere hinzufügen und somit selbst die Frage stellen: Was soll bleiben?

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag: 09:00 bis 18:00 Uhr



„Ein Schaufenster der Wissenschaft“ – so betitelte die Mittelbayerische Zeitung im März 2016 ihr Interview zum Antritt des neuen Direktors der Universitätsbibliothek, Dr. André Schüller-Zwierlein. Zehn Monate später ist die zugrundeliegende Idee des Direktors nun umgesetzt: Das s c h a u f e n s t e r, der neue Ausstellungs- und Veranstaltungsraum der Universitätsbibliothek, wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs der Universität am 12.1.2017 durch den Präsidenten der Universität, Herrn Prof. Dr. Udo Hebel, feierlich eröffnet. Der Raum macht wissenschaftliche Inhalte, Ergebnisse und Ideen im wahrsten Sinne des Wortes zugänglich für eine breitere Öffentlichkeit und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation.

Prof. Hebel und Dr. Schüller-Zwierlein eröffnen das schaufenster

Prof. Dr. Udo Hebel und Dr. André Schüller-Zwierlein

Was vorher den Charme vergangener Zeiten ausstrahlte, ist nun ein attraktiver, farbenfroher Ort für das Erleben von und die Interaktion mit Wissen – und mit anderen Menschen. Sofort vom Foyer aus sichtbar und direkt neben dem Café der Bibliothek gelegen, lädt das architektonisch eindrucksvolle s c h a u f e n s t e r  zum Verweilen und Kommunizieren über wissenschaftliche Inhalte ein. Es ist ein Ort für moderne und experimentelle Formen des Kuratierens und der Wissensvermittlung mitten in der Universität, der allen Fakultäten zur Verfügung steht.

Ausstellungsraum "schaufenster"

s c h a u f e n s t e r

Die variable Möblierung mit dem intelligenten Cube-System erlaubt eine Vielzahl von Ausstellungsvarianten – und setzt die Idee der ‚Ausstellung zum Anfassen‘ um, jenseits der klassischen Vitrine. Auch technologisch ist der Raum vom großen Flatscreen bis zur Hörstation bestens ausgerüstet. Im Zentrum stehen nicht Objekte, sondern Ideen und wissenschaftliche Ergebnisse – die dann mithilfe verschiedenster Medien dargestellt und erläutert werden. Die Dauerausstellungen (Dauer meist mehrere Monate) können zudem von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Aktionen auf den Flächen der Bibliothek begleitet und illustriert werden.

Cube-System zur variablen Möblierung


Sie finden das  s c h a u f e n s t e r  im Oberen Foyer der Zentralbibliothek. Aus Richtung des Forums "Kugel" gehen Sie durch den Haupteingang nach rechts oben auf die Ebene 6.

Anfahrt UR | Lageplan Zentralbibliothek | URwalking schaufenster

Barrierefrei nutzen Sie bitte den Aufzug (Nr. 26) in Richtung Philosophicum, Nähe MultiMediaZentrum. Wählen Sie im Aufzug "Oberes Foyer".


Juli bis Dezember 2017: Einblicke I - Kristalle und Symmetrien

Kristalle mit ihren komplex gewachsenen Strukturen und ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung faszinieren die Menschen seit jeher und finden auch heutzutage ein breites Publikum – von Kristallzucht-Bausätzen bis hin zu Esoterik-Shops. Dass Kristalle jedoch auch in einer Reihe von aktuellen Wissenschaftszweigen zentrale Forschungsobjekte sind, ist hingegen weniger bekannt.

Auf der Basis universitärer Sammlungen gibt die Ausstellung Einblicke I: Kristalle und Symmetrien einen multimedialen, allgemeinverständlichen Einblick in die aktuellen und historischen Kristallforschungen aus Physik, Chemie, Kristallographie, Mathematik und Wissenschaftsgeschichte.

Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek in Zusammenarbeit mit Prof. Garcke (Lehrstuhl für Mathematik VIII), Prof. Huber (Institut für Experimentelle und Angewandte Physik), Prof. Korber (Arbeitskreis Anorganische Chemie in flüssigem Ammoniak), Prof. Meinel (Wissenschaftsgeschichte), Prof. Pfitzner (Lehrstuhl für Anorganische Chemie) und Prof. von Philipsborn.

Objektbasis ist die Kristallsammlung von Prof. von Philipsborn, Präparate, Modelle, Bausätze, Projektionen und digitale Simulationen, wissenschaftliche Poster, historischer Buchbestand (Kepler, Hooke, Descartes).

Kristalle und Symmetrien


Januar bis Juni 2017: Zeitreise I - 1967

In der ersten s c h a u f e n s t e r-Ausstellung entführte Sie die Universitätsbibliothek auf eine Zeitreise in das Gründungsjahr der Universität – 1967. Eintauchen in die Welt vor 50 Jahren! Was beherrschte in diesem Jahr die Schlagzeilen? Welche Themen waren damals schon aktuell? Und wie hat man sich damals die Zukunft vorgestellt? Mithilfe von Objekten aus dem Buch- und Zeitschriftenbestand und dem Archiv für Werbeforschung der Universitätsbibliothek sowie der computergeschichtlichen Sammlung der Universität wurde hier eine historische Zeit zugänglich, ja begehbar gemacht. Kuratiert von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universitätsbibliothek ermöglichte die Jubiläumsausstellung ein einzigartiges Geschichtserlebnis und bot Gelegenheit für persönliche Erinnerungen ebenso wie für wissenschaftliche Forschung.

Zeitreise I

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