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Prof. Dr. Arne Dittmer

Professur für Didaktik der Biologie

 

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Sprechzeiten während des Semesters

 

Di 14:00 -15:00

Sowie nach Vereinbarung

 

Sprechzeiten während der vorlesungsfreien Zeit

Di  23.07.        13:00 - 14:00

Mi 14.08.         13:00 - 14:00

Di  20.08.        11:00 - 12:00

Do 29.08.        11:00 - 12:00   

Do 05.09.        11:00 - 12:00   

Do 10.10.        16:00 - 17:00                                                           

 

und nach Vereinbarung (per E-mail)
Arne.Dittmer@ur.de

 


vita

 

  • 26.10.1970: Geboren in Elmshorn, Schleswig Holstein
  • 1990: Abitur an der Kooperativen Gesamtschule Elmshorn
  • 1990-1991: Zivildienst an der Raboisenschule Elmshorn, Förderschule für sogenannte geistig Behinderte
  • 1992-1994: Studium der Geschichtswissenschaft (Freie Universität Berlin und Universität Hamburg)
  • 1993-2002: Studium der Erziehungswissenschaft und Biologie (Freie Universität Berlin und Universität Hamburg)
  • 1994-1998: Studium der Sportwissenschaft (Universität Hamburg)
  • 1998-2002: Studium der Philosophie (Universität Hamburg)
  • 2000-2005 Tätigkeiten als freier Dramaturg u.a. am Thalia Theater in Hamburg und in Projekten der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin
  • 2003-2011: Mitglied der Forschungsgruppe „Intuition & Reflexion“ von Prof. Dr. Ulrich Gebhard (Biologiedidaktik) und Prof. Dr. Rosemarie Mielke (Pädagogische Psychologie) an der Universität Hamburg
  • 2004-2005: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem BMBF-Diskursprojekt: „BioTalk. Hamburger Jugendliche diskutieren Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel“ (in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt (BIOGUM) der Universität Hamburg, der TuTech Innovation GmbH und der Fraunhofer Gesellschaft zur angewandten Forschung e.V. Institut Autonome Intelligente System)
  • 2006-2009: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Erziehungswissenschaft im Arbeitsbereich Didaktik der Biologie bei Prof. Dr. Ulrich Gebhard (Universität Hamburg)
  • Juli 2009: Abschluss der Dissertation: „Nachdenken über Biologie – Eine Studie über den Einfluss der Fachsozialisation auf die wissenschaftsphilosophische Kompetenz von Biologielehrerinnen und Biologielehrern“
  • 2009-2010: Vertretungsprofessur für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der Biologie an der Universität Hamburg
  • 2010-2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Schwerpunkt Lehre) am Fachbereich Erziehungswissenschaft im Arbeitsbereich Didaktik der Biologie (WS 2012/13 beurlaubt).
  • 2012: Aus Mitteln aus dem Hochschulpakt I finanziertes Forschungsprojekt: „Das Bildungspotential ethischer Themen: Intuitiver Sinn, wissenschaftsphilosophische Reflexion und fachliche Vertiefung“
  • 2012-3013: Vertretungsprofessur für Didaktik der Biologie an der Universität Regensburg
  • Seit April 2013: Universitätsprofessur für Didaktik der Biologie an der Universität Regensburg

Publikationen

 

Dittmer, A. & Gebhard, U. (2012). Stichwort Bewertungskompetenz: Ethik im naturwissenschaftlichen Unterricht aus sozial-intuitionistischer Perspektive. Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften 18, 81-98.

Dittmer, A. (2012). Wenn die Frage nach dem Wesen des Faches nicht zum Wesen des Faches gehört. Über den Stellenwert der Wissenschaftsreflexion in der Biologielehrerbildung. Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung 1, 127-141.

Dittmer, A. (2012). Das Bildungspotential ethischer Themen: Intuitiver Sinn und fachliche Vertiefung. In S. Bernholt (Hrsg.), Konzepte fachdidaktischer Strukturierung für den Unterricht (340-342). Berlin: LIT Verlag.

Abels, S., Dittmer, A. , Gebhard, G., Lembens, A., Oschatz, K., Rehm, M., Schönfelder, S. & Steininger, R. (2012). Sinn und Verstehen im naturwissenschaftlichen Unterricht. In S. Bernholt (Hrsg.), Konzepte fachdidaktischer Strukturierung für den Unterricht (S. 334-336). Berlin: LIT Verlag.

Dittmer, A. (2011). When Biology Teachers Tend to Shy Away from Philosophy: A Social Psychological Perspective on the Socialization in Higher Education. In F. Seroglou, V. Koulountzos & A. Siatras (Eds.), Science & Culture: Promise, Challenge and Demand (pp. 209-212). Athen: Epikentro.

Dittmer, A. (2011). Der „intuitive Lehrplan“: Über die Bereitschaft zur Thematisierung wissenschaftsphilosophischer Fragen im Fachunterricht. In D. Höttecke (Hrsg.), Naturwissenschaftliche Bildung als Beitrag zur Gestaltung partizipativer Demokratie (S. 120-122). Berlin: LIT Verlag.

Dittmer, A. (2010). Nachdenken über Biologie: Über den Stellenwert der Wissenschaftsphilosophie in der universitären Biologielehrerbildung. In U. Harms & I. Mackensen-Friedrichs (Hrsg.): Lehr- und Lernforschung in der Biologiedidaktik, Bd. 4 (S. 11-25). Innsbruck: StudienVerlag.

Dittmer, A. (2010). Nachdenken über Biologie. Über den Bildungswert der Wissenschaftsphilosophie in der akademischen Biologielehrerbildung. Wiesbaden: VS Verlag.

Dittmer, A., Gebhard, U., Mielke, R. & Oschatz, K. (2010). Thinking about Science – The Importance of Intuitive Ideas for Meaningful Learning. In S. Dolinšek & T. Lyons (Eds.), Socio-cultural and Human Values in Science ans Technology Education (pp. 234-236). Ljubljana: IRI UL.

Dittmer, A. (2007). Der „intuitive Lehrplan“ – Zum Einfluss der Fachsozialisation auf die wissenschaftspropädeutische Fach- und Vermittlungskompetenz von Biologielehrer(inne)n. In H. Bayrhuber et al. (Hrsg.), Ausbildung und Professionalisierung von Lehrkräften (S. 115-118). Kassel: Universität Kassel.

Gebhard, U. & Dittmer, A. (2007). Online-Diskurs „BioTalk“: Vorstellungen und Phantasien Hamburger Jugendlicher zur Grünen Gentechnik. In H. Bayrhuber et al. (Hrsg.), Ausbildung und Professionalisierung von Lehrkräften (S. 77-80). Kassel: Universität Kassel.

Dittmer, A. (2006). „Gefühle lügen nicht“, können sich aber irren! Gute Gründe für Introspektion. Ethik & Unterricht 3, 31-35.

Dittmer, A. (2006). Wissenschaftsphilosophie am Rande des Faches? Der mathematische und naturwissenschaftliche Unterricht 59(7), 432-444.

Dittmer, A. (2006). Internetprojekt BioTalk: Hamburger Jugendliche diskutieren Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel - Vorstellung eines Internetprojektes und Untersuchungsdesigns zur Grünen Gentechnik. In H. Vogt et al. (Hrsg.), Erkenntnisweg Biologiedidaktik 5 (S. 129-143). Kassel: Universität Kassel.

Kerbach, S., Stirn, S. & Dittmer, A. (2006). BioTalk - Hamburger Jugendliche diskutieren Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel: Autodidaktische Lernmodule für Schüler/innen. URL: http://www.uni-hamburg.de/fachbereiche-einrichtungen/biogum/materialband.pdf (26.11.11).

Dittmer, A. (2005). Universitäre Biologielehrerausbildung und Wissenschafts-philosophie - Einfluss des Studiums auf die Thematisierungsbereitschaft wissenschaftsphilosophischer Fragen im Biologieunterricht. In H. Vogt et al. (Hrsg.), Erkenntnisweg Biologiedidaktik 4 (S. 76-81). Kassel: Universität Kassel.

Dittmer, A. (2005). Vom Schattenboxen und dem Verteidigen intuitiver Urteile. Ethik & Unterricht 2, 34-39.

Dittmer, A. & Scherler, F. (2005). Gedächtnispille. Unterrichtsmodell Sekundarstufe I/II. Unterricht Biologie: Vernunft und Wille 303(29), 34-41.

Kircher, E. & Dittmer, A. (2004). Lehren und lernen über die Natur der Naturwissenschaften - ein Überblick. In C. Hößle et al. (Hrsg.), Lehren und lernen über die Natur der Naturwissenschaften (S. 1-22). Kronach: Schneider.

Nevers, P. & Dittmer, A. (2003). Erwachen zur Wirklichkeit als Lernprozess: Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zur Moralentwicklung und aus der Umweltbildung. Natur und Kultur 4(2), 48-67.

Arbeitsfelder

 


1. Lehrerprofessionalisierung: Die Dynamik didaktischen Handelns und das Potential einer reflexiven Hochschuldidaktik


Fachlehrerinnen und Fachlehrer treffen kontinuierlich und zumeist intuitiv Entscheidungen darüber, mit welchen Unterrichtsmitteln und nach welchen Prinzipien sie ihren Unterricht gestalten, welche Unterrichtsinhalte sie hervorheben oder welchen Schülern im Unterricht Aufmerksamkeit geschenkt wird und welchen nicht: „Erfahrene Lehrer können im Unterricht nicht nur neu auftretende Situationen rasch beurteilen, sondern auch schnell und angemessen reagieren“ (Bromme, 1992: „Das implizite Wissen des Experten“).

Wissen über Schüler, Unterricht und Lernprozesse anzuwenden und Handlungsroutinen auszubilden ist ein Charakteristikum des Professionalisierungs-prozesses in einem dichten und anspruchsvollen Berufsalltag. Vor diesem Hintergrund ist es ein nicht zu unterschätzendes Potential der ersten Phase der Lehrerbildung, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer ausreichend Gelegenheit erhalten über Schüler, Unterricht und Lernprozesse nachzudenken und auch über die in der eigenen Schulbiographie erfahrenen Unterrichtsstile kritisch-konstruktiv zu reflektieren. So ist die Universität sowohl ein Ort der wissenschaftlichen Grundbildung als auch ein Ort, an dem sich die zukünftige Lehrergeneration frei vom pädagogischen Handlungsdruck mit ihren eigenen Vorstellungen, Fähigkeiten und Motiven auseinandersetzen kann.

Neben der Vermittlung fachdidaktischen Wissens über die Gestaltung von Biologieunterricht kommt der Auseinandersetzung mit der Lehrerrolle und den persönlichen Einstellungen, Motiven und Fähigkeiten der Lehramtsstudierenden in der Regensburger Biologiedidaktik eine zentrale Rolle zu. Denn schließlich hängen von den Einstellungen und Kompetenzen der Biologielehrerinnen und -lehrer entscheidend die Qualität des Fachunterrichts und somit auch der schulische Erfolg von Schülerinnen und Schülern, als auch die Erfolgsaussichten für Bildungsreformen und die Implementierung innovativer Vermittlungskonzepte ab.

 

2. Die fachintegrierte Förderung ethischer Bewertungskompetenz


In verschiedenen Bereichen des Biologiecurriculums drängten sich ethische Fragen immer schon in den Fachunterricht. Zum einen über fächerübergreifende Aufgaben wie die Gesundheits-, Sexual- oder Umwelterziehung, zum anderen über den Diskurs über die Verantwortung der Naturwissenschaften in einer wissenschaftsgestützten und technologischen Welt: „Die Wahrnehmung dieser Verantwortung macht in der Tat, wenn nicht eine gesonderte Ethik, so doch ein besonderes wissenschaftliches Ethos (...) erforderlich. Genauer gesagt beruht diese Erfordernis auf der Ausbildung besonderer Kompetenzen, z.B. Reflexionskompetenzen, theoretische Kompetenzen, Problemlösungs- und Beurteilungskompetenzen” (Mittelstraß, 1996: „Leonardo-Welt. Über Wissenschaft, Forschung und Verantwortung“).

Die Förderung der ethischen Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern ist mit der Einführung der nationalen Bildungsstandards für die naturwissenschaftlichen Fächer (KMK, 2004) nachdrücklich zu einer verbindlichen Aufgabe eines kompetenzorientierten Fachunterrichts geworden.

Ein Schwerpunkt der Regensburger Biologiedidaktik ist die professionelle Handlungskompetenz von Biologielehrkräften in Hinsicht auf eine fachintegrierte Beschäftigung mit ethischen Themen. Neben der Vermittlung bio- und umweltethischer Grundkenntnisse und argumentativer Fähigkeiten, sind hier die sozialen, kommunikativen und empathischen Fähigkeiten von Biologielehrkräften Gegenstand biologiedidaktischer Unterrichts- und Professionsforschung.


3. Nature of Bioscience: Ein Verständnis des Wesens und der Bedeutung der Biologie


Naturwissenschaftliche Bildung intendiert, dass Schülerinnen und Schüler im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts ein Wissenschaftsverständnis erwerben, welches sie dazu befähigt sowohl die Herkunft und Reichweite naturwissenschaftlicher Erklärungen als auch die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der Naturwissenschaften grundlegend nachvollziehen zu können: „All science students, however, will become citizens. All will be consumer of the products and servicer of science and technology. All will assume and be responsible for the benefits and the risks of scientific and technological knowledge, products, systems, and service. All will be decision-makers concerning matters of science and technology, either wilfully via participation in democratic decisionmaking or apathetically via the lack of such participation“ (Ramsey, 1997: “STS Issues Instruction: Meeting the Goal of Social Responsibility in a Context of Scientific Literacy”).

Im deutschsprachigen Raum wurde dieses partizipative Bildungsziel lange Zeit unter dem Leitbild des wissenschaftspropädeutischen Unterrichts diskutiert. Der Begriff „Wissenschaftspropädeutik“ ist jedoch für viele Lehrkräfte ein eher unbekannter, weil unterrichtspraktisch unzureichend operationalisierter Begriff aus den Präambeln der Bildungs- und Rahmenlehrpläne. Sehr viel lebendiger wird die Diskussion über die Vermittlung eines adäquaten Wissenschaftsverständnisses gegenwärtig unter dem international verbreiteten Schlagwort „Nature of Science“ geführt.

Die Forderung nach einem angemessenen Wissenschaftsverständnis bedeutet allerdings nicht, dass Schülerinnen und Schüler sich im naturwissenschaftlichen Unterricht wissenschaftsphilosophische Expertise aneignen müssen. Man darf das Bildungsziel Wissenschaftsverständnis nicht überstrapazieren, da man zum einen auf zeitliche und curriculare Engpässe stoßen würde, zum anderen würde die akademische Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung über allzu hehre Ziele vermutlich die Stirn runzeln. Die Frage: „Was ist das Wesen der Naturwissenschaft?“ beschäftigt eine ganze Reihe wissenschaftstheoretischer, wissenschaftshistorischer oder wissenschaftssoziologischer Disziplinen, die uns kein homogenes und schlank herunter gebrochenes Bild von dem Wesen der Naturwissenschaften präsentieren.

Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts geht es vielmehr darum – und dies ist quasi der naturwissenschaftsdidaktische Mindestanspruch – den Erwerb eines naiven oder szientistischen Wissenschaftsverständnis zu vermeiden und Lernenden den Prozesscharakter und die Kontextualität der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung bewusst zu machen.

Allerdings wird in der naturwissenschaftsdidaktischen Diskussion über den Lernbereich „Nature of Science“ nicht zwischen den einzelnen naturwissenschaftlichen Disziplinen unterschieden. Dies entspricht nicht der Entwicklung in der Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung, wo sich im 20. Jh. ein eigenständiger Diskurs über die Geschichte und das Wesen der Biologie entwickelte (vgl. Mahner & Bunge, 2000: „Philosophische Grundlagen der Biologie“). So skizzieren Bayertz und Nevers (1998) die Geschichte der Biologie als einen historischen Dreischritt: Während die beobachtende Biologie bis ins 19. Jh. biologische Phänomene im Einklang mit der christlichen Schöpfungslehre untersucht, kommt es mit der Etablierung der Evolutionstheorie und dem experimentellen Zugriff auf biologische Phänomene zu einer Ausdifferenzierung der Biowissenschaften in ihrer heutigen, laborwissenschaftlichen Form: „It is mainly in the initial stages of the development of science that relevant data can be obtained relying only on the 'naked eye' or any other form of technologically unassisted sensory experience. The more advanced a certain field of research, the more complex the technology required for producing new data becomes. (...) Compared to physics the biosciences developed later and more slowly. Only very recently have major parts of it reached a state in which a similar dependency exists. But today the situation in many fields of biology (e.g. molecular genetics, neurobiology) is similar to that of subatomic physics“ (Bayertz & Nevers, 1998: „Biology as Technology“).

Der Lernbereich „Natur of Bioscience“ steht somit für eine empirisch fundierte und praxisnahe Auseinandersetzung mit dem spezifischen Wesen der Biologie und ihren naturnahen und laborwissenschaftlichen Seiten.


4. Sprachsensibler Biologieunterricht: Kommunikationskompetenz und Umgang mit Heterogenität in der Praxis


Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Eine fachintegrierte Sprachförderung bietet somit eine Möglichkeit, die Vielfach formulierten emanzipatorischen Ziele naturwissenschaftlicher Bildung in konkretes Unterrichtshandeln umzusetzen und auf diesem Wege der Heterogenität von Lerngruppen zu begegnen. Eine domänenspezifische Sprachförderung bezeichnet die Förderung der sprachlichen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern als ein Lernziel des fachlichen Vermittlungsprozesses, der sich in fachliche Lernprozesse integrieren lässt und das Verständnis des Faches fördert. Ein sprachsensibler Biologieunterricht umfasst sowohl die gezielte Anwendung von Methoden zur Sprachförderung als auch eine Sensibilisierung für den Bereich „Sprache im Fachunterricht“ in der Biologielehrerbildung, um im späteren Schulalltag sprachsensibel auf die Beiträge und Arbeiten der Schüler reagieren zu können: „Sprache ist nicht nur ein gutes diagnostisches Instrument, um etwaigen Förderbedarf festzustellen und daran zu arbeiten; sie ist vielmehr Grundvoraussetzung für das Verstehen und Kummunizieren im Fach überhaupt“ (Leisen, 2010: „Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis“)
Für die Biologielehrerbildung besteht eine besondere Herausforderung darin, dass die naturwissenschaftlichen Fächer gerne den sprachlichen und sozialwissenschaftlichen Fächern gegenüber gestellt werden (C.P. Snows „Two Cultures“). Eine explizite Auseinandersetzung mit der Sprache wird i.d.R. nicht als ein Bestandteil der naturwissenschaftlichen Lehr- und Lernkultur aufgefasst bzw. erlebt.

vortäge

 

Nature of Bioscience? Lebenswissenschaft zwischen Naturbegegnung und Biotechnologie. Internationale Tagung der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO: „Theorie – Empirie – Praxis“, 16.09. - 20.09.2013 in Kassel.

Dynamik und Situiertheit didaktischen Handelns: Über die motivationale Orientierung von Biologielehrkräften im Umgang mit bioethischen Fragen. Interdisziplinäre Tagung: „Kompetenzmodellierung und -messung in den Fachdidaktiken“, 11.09. - 13.09.2013 in Siegen.

Nature of Bioscience: Life Science between romantic Visions and modern Technology. International History, Philosophy and Science Teaching (IHPST) Conference: „The Influence of Scientific Practices“, 19.06. - 22.06.2013 in Pittsburgh.

Ethik im Biologieunterricht: Intuitiver Sinn, philosophische Reflexion und fachliche Vertiefung. Interdisziplinäres Symposium: „Sinn im Dialog. Zur Möglichkeit sinnkonstituierender Lernprozesse im Fachunterricht“, 09.11. - 10.11.2012 in Hamburg.

Symposium: Hamburger Perspektiven auf Bewertungskompetenz (mit Jun.-Prof. Dr. Jürgen Menthe, Chemiedidaktik). Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP): „Inquiry-based Learning – Forschendes Lernen“, 17.09. - 20.09.2012 in Hannover.

Das philosophische Gespräch im naturwissenschaftlichen Unterricht. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP): „Inquiry-based Learning – Forschendes Lernen“, 17.09. - 20.09.2012 in Hannover.

Das Bildungspotential ethischer Themen: Intuitiver Sinn und fachliche Vertiefung. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP): „Konzepte fachdidaktischer Strukturierung für den Unterricht“, 19.09. - 22.09.2011 in Oldenburg.

Das Bildungspotential ethischer Themen: Intuitiver Sinn und fachliche Vertiefung. Internationale Tagung der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO: „Didaktik der Biologie – Standortbestimmung und Perspektiven“, 12.09. - 15.09.2011 in Bayreuth.

When Biology Teachers Tend to Shy Away from Philosophy - A Social Psychological Perspective on the Socialization in Higher Education. International History, Philosophy and Science Teaching (IHPST) and Greek History, Philosophy & Science Teaching Joint Conference, 01.07. - 05.07.2011 in Thessaloniki.

The Intuitive Curriculum: When Biology Teachers Tend to Shy Away from Philosophical and Social Issues. NARST 2011 Annual International Conference: „Global Sustainability and Public Understanding of Science:
The Role of Science Education Research in the International Community“, 03.04. - 06.04.2011 in Orlando, USA.

Die Kompetenzbereiche Erkenntnisgewinnung und Bewertung: Philosophische Herausforderungen für den Biologieunterricht. MNU-Bundeskongress, 07.04. - 11.04.2011 in Mainz.

NoS am Rande des Faches? Über die Wirkung eines Studiums, in dem das Nachdenken über das Wesen des Faches eine marginale Bedeutung hat (mit Prof. Dr. Ulrich Gebhard). GDCP-Schwerpunkttagung in Zusammenarbeit mit der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) des VBIO: „Lehren und Lernen über die Natur der Naturwissenschaften“, 16.02. - 18.02.2011 in Wien.

Theoriefolgenabschätzung im Biologieunterricht. Warum philosophische Grundkenntnisse und die Förderung ethischer Reflexionskompetenz zentrale Inhalte der Biologielehrerbildung sein sollten. Center for Philosophy and Ethics of Science (ZEWW), 23.11.2010 in Hannover.

Der “intuitive Lehrplan” des Experten: Warum die Fachsozialisation einen hemmenden Einfluss auf die Kritikbereitschaft haben kann. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP): „Naturwissenschaftliche Bildung als Beitrag zur Gestaltung partizipativer Demokratie“, 13.09. - 16.09.2010 in Potsdam.

Thinking about science: The importance of intuitive ideas for a meaningful learning. International Organisation for Science and Technology Education (IOSTE) Symposium: "Socio-cultural and Human Values in Science and Technology Education", 13.06. - 18.06.2010 in Bled.

Bildung im Schatten der Fachsozialisation und das Mauerblümchen Theorie: Über die Bedeutung der wissenschaftsphilosophischen Kompetenz für einen bildenden Naturwissenschaftsunterricht. Kompetenzzentrum für Didaktik der Biologie (AECC), 16.12.2009 in Wien.

Thinking about Biology – On the Relevance of Socialisation in Higher Education for the Philosophical Competence of Biology Teachers. European Science Education Research Association (ESERA) Conference, 31.08. - 04.09.2009 in Istanbul.

Nachdenken über Biologie – Zur Bedeutung der Fachsozialisation für die wissenschaftsphilosophische Kompetenz von Biologielehrkräften. Internationale Tagung der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO: „Heterogenität erfassen – individuell fördern im Biologieunterricht“, 21.09. - 25.09.2009 in Kiel.

The Relevance of Socialisation in Higher Education for the Philosophical Competence of Biology Teachers. European Conference on Educational Research (ECER): “Theory and Evidence in European Educational Research”, 28.09. - 30.09.2009 in Wien.

Wissenschaftsphilosophische Kompetenz von Biologielehrerinnen und -lehrern. GDCP-Schwerpunkttagung in Zusammenarbeit mit der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO: „Kompetenzmodelle und Bildungsstandards: Aufgaben für die naturwissenschaftsdidaktische Forschung“, 12.02. - 14.02.2009 in Basel.

Der „intuitive Lehrplan“ – Zum Einfluss der Hochschul- & Berufssozialisation auf die wissenschaftspropädeutische Vermittlungskompetenz von Biologielehrkräften. 71. Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF), 25.08. - 27.08.2008 in Kiel.

Online-Diskurs „BioTalk“: Vorstellungen und Phantasien Hamburger Jugendlicher zur Grünen Gentechnik. Internationale Tagung der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO: „Ausbildung und Professionalisierung von Lehrkräften“, 16.09. - 21.09.07 in Essen.

Der „intuitive Lehrplan“ - Zum Stellenwert wissenschaftspropädeutischer Unterrichtsinhalte im Selbst-, Bildungs- und Wissenschaftsverständnis von Biologielehrer(inne)n. 9. Frühjahrsschule des Vdbiol, 23.03. - 25.03.2007 in Bielefeld.

„BioTalk“: Hamburger Jugendliche diskutieren Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel. MNU Regionaltagung, 14.06.2006 in Hamburg.

Die Bedeutung des internalisierten Bildungs- und Wissenschaftsverständnisses für die Kritikbereitschaft von Biologielehrer(innen). 3. Fachtagung des Zentrums für empirische Unterrichts- und Schulforschung (ZeUS): „Professionell Lehren – Erfolgreich Lernen“, 04.09. - 06.09. 2006 in Göttingen.

BioTalk: Hamburger Jugendliche diskutieren Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel. 8. Frühjahrsschule des Verbands Deutscher Biologen (Vdbiol), 24.03. - 26.03.2006 in Berlin.

Universitäre Lehrerausbildung und die Thematisierungs-bereitschaft gegenüber wissenschaftsphilosophischen Fragen. 7. Frühjahrsschule des Verbands Deutscher Biologen (Vdbiol), 18.07. - 20.07.2005 in Göttingen.

  1. Fakultäten
  2. Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin

Prof. Dr. Arne Dittmer

 

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