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4.Gleichstellungskonzept 2013

Am 13.Mai wurde das 4. Gleichstellungskonzept der Universität Regensburg für das nicht-wissenschaftliche Personal vom Kanzler der Universität Herrn Dr. Christian Blomeyer und dem Gleichstellungsbeauftragten Dr. Emanuel Finger unterzeichnet.

 

Unterzeichnung des 4. Gleichstellungskonzepts

 

Zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern bei den Behörden des Frei­staates Bayern erstellen die Dienststellen in regelmäßigen Abständen ein Gleichstellungskonzept, in dem die Situation der weiblichen Beschäftigten beschrieben und Unterschiede gegenüber den männlichen Beschäftigten dargestellt werden.

Zudem sind Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen im Rahmen der dienst- und arbeitsrechtlichen Zustän­digkeiten zu treffen, sowie Initiativen zur Sicherung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entwickeln. Das nunmehr vorliegende Gleichstellungskonzept gilt für das nichtwissenschaftliche Personal der Uni­versi­tät Regensburg. Es schreibt das dritte Gleichstellungskonzept der Universität Regensburg vom 30.06.2007 fort.

 


das Gleichstellungskonzept 2013 als PDF-Datei zum Download


 

Der Personalbestand (am Stichtag, dem 30.06.2012) umfasst insgesamt 1330 nichtwissenschaftliche Beschäftigte an der Universität Regensburg. Davon sind 63,83% Frauen und 36,17% Männer.

Beim Vergleich quer durch die Laufbahngruppen zeigt sich, daß die För­derung der beruflichen Chancengleichheit inzwischen das gesteckte Ziel erreicht hat. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten liegt jetzt auch im höheren Dienst bei über 50%. Mit Ausnahme des einfachen Dienstes liegt der Frauenanteil in den einzelnen Laufbahngruppen jeweils über 50%.

Teilzeitbeschäftigt waren 465 Personen, davon 439 Frauen und 26 Männer. Das entspricht ei­nem Frauenanteil von 94,41%.  Nach wie vor ist also der Anteil der teilzeitarbeitenden Männer im Vergleich zu den Frauen sehr viel gerin­ger.

Inzwischen nehmen auch Frauen im höheren Dienst die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung deutlich stärker in Anspruch. Hier stieg die Quote von 34,5% im Jahr 2007 auf 46,6%.

Im gehobenen Dienst lag der Anteil der Frauen in Teilzeit bereits vorher auf sehr hohem Niveau. Hier ist keine Zunahme mehr zu verzeichnen (aktuell 47,9%).

Im mittleren Dienst hat der Anteil der Teilzeitbeschäftigungen von Frauen über die Jahre hinweg ein etwa gleichbleibendes und sehr hohes Niveau von über 50%.

Insgesamt läßt sich feststellen, daß der Gleichstellungsauftrag hinsichtlich einer zahlenmäßig ausgewogenen Quote von weiblichen und männli­chen Beschäftigten an der Universität Regensburg, zumindest für den nicht-wissenschaftlichen Bereich, so gut wie  erreicht ist.

Eine weiterführende Aufgabe im Sinne des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes wird deshalb an der Uni­versität Regensburg die Umsetzung und Schaffung von familienfreundlichen Bedingungen sein, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Seit 2009 arbeitet eine Koopera­tion der beteiligten Stellen (Frauenbeauftragte, Frauenbüro, Familienservice u. Gleichstellungs­stelle) an diesem Ziel. Die Bündelung der beteiligten Kräfte soll helfen, hier schneller ans ge­wünschte Ziel zu kommen.

Die Ziele der Gleichstellung bleiben auch für die Zukunft unverändert bestehen: Vor allem flexible und individu­elle Möglichkeiten, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, werden weiterhin eine Hauptaufgabe der Gleichstellung und der Bemühung um Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sein. Es wird viel Überzeugungsarbeit in Beratungsgesprächen zu leisten sein, dass sich Männer mehr für die Belange der Familie einbringen, vor allem, was die Teil­zeitbe­schäftigung betrifft.

Wie bisher setzt sich die Universität dafür ein, dass die Arbeitszeit mit der Erfüllung von Familienpflichten koordiniert wird, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Als Maßnahme bereits gegriffen, hat die Einführung der wesentlich flexibleren Gleitzeitvereinbarung im Jahr 2007. Diese Maßnahme kommt durch die Aufgabe von starren Kernzeiten den Bedürfnissen von Familien in hervorragender Weise entgegen.

Anträgen auf Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen wird grundsätzlich entsprochen, sofern keine zwingenden dienstlichen und organisatorischen Gründe dagegen sprechen. Es soll im Sinne der Gleichstellung darauf hingewirkt werden, dass auch Männer Elternzeit nehmen.

Seit dem 1.1.2010 ist die Dienstvereinbarung über "Alternierende Wohnraum- und Telearbeit" in Kraft. Diese Maßnahme trägt dazu bei, die Vereinbarkeit von Fa­milie und Beruf zu verbessern. Sie ermöglicht bzw. erleichtert den Beschäftigten sowohl die Be­treuung von Kindern als auch die Pflege von Angehörigen Die Gewährung eines Telearbeitsplatzes aus familiären Gründen ist der Bereitstellung von Telearbeitsplätzen aus sonstigen Gründen vorzuziehen.

Ganz ausdrücklich auch an die Beschäftigten, die wegen Familienpflichten beurlaubt sind, richtet sich das interne Fort- und Weiterbildungsangebot an der Universität. Diese Veranstaltungen sollen dazu beitragen, den Kontakt zum beruflichen Wissen und dem Berufsumfeld aufrecht zu erhalten.

Für das nichtwissenschaftliche Personal der Universität Regensburg besteht die Möglichkeit, den Universitätskindergarten in Anspruch zu nehmen. Er bietet insgesamt ca. 50 Kindern zwischen drei und sechs Jahren einen Kindergartenplatz. Flexible Bring- und Abholzeiten können gut auf die Arbeitszeiten der Beschäftigten abgestimmt werden

Die in der Zwischenzeit hinzugekommene Krabbelstube arbeitet wie der Kindergarten mit fle­xiblen Betreuungszeiten.

Ausgebaut wird die Betreuung von Schulkindern während der Ferienzeiten.

Durch den inzwischen auch dauerhaft etablierten Familienservice besteht die Möglichkeit für Mitarbeiter, ihre Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren während der Schulferienzeit betreuen zu lassen. Die Betreuungstage sind einzeln buchbar. Obwohl sich das Angebot in erster Linie an Studierende richtete, zeigte sich, dass ein dringender Be­darf beim wissenschaftsstützenden Per­sonal besteht.

Ein weiteres Hilfsangebot stellt die  Babysittervermittlung dar. Der Familienservice vermittelt an alle Angehörigen der Universität bei Bedarf Babysitterinnen und organisiert in Notfällen kurzfristig eine Kinderbetreuung am Campus, wenn eine dringende dienstliche Notwendigkeit besteht und keine reguläre Kinderbetreuung zur Verfügung steht.

Der Familienservice organisiert verschiedene familienfreundliche Aktionen, wie z.B. einen Flohmarkt für Kinderartikel, Elternvorträge, Familienfeste und Eltern-Kindtreffs.

Um die Belange von Familie und Beruf/ Studium besser koordinieren zu können, wurde die Ein­richtung eines Eltern-Kind-Zimmers als rasche und flexible Betreuungsmöglichkeit für Kinder von Mitarbeiterinnen/ Mitarbeitern und Studierenden vorangetrieben, um eine kurzfristige Betreuungsmöglichkeit für Kinder ohne vorherige Anmeldung über das institutionalisierte Angebot hinaus zu gewährleisten. Das Eltern-Kind-Zimmer ist bereits in Betrieb, die Nachfrage groß – zumindest ein weiteres  Zimmer ist in Planung.

Das Gleichstellungskonzept gilt für den Zeitraum vom 01.03.2013 bis zum 28.02.2018 und wird im Bedarfsfall fortgeschrieben.

  1. Universität Regensburg
  2. Koordinationsstelle Chancengleichheit & Familie

Ansprechpartner Gleichstellungsstelle

Foto 05 Www
Ines Bauer
Gleichstellungsbeauftragte
Telefon 0941 507-5136

Dr. Emanuel Finger
stv.GleIchstellungsbeauftr.
Telefon 0941 943-1546