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Wissenschaftliche Mitarbeiterin am AK Prof. Dr. N. Korber
Mitarbeiterin der Abteilung Röntgenstrukturanalyse der Betriebseinheit Zentrale Analytik
Homoatomare Polyanionen der Gruppe 14 stellen aufgrund ihrer Eigenschaft als kleine, diskrete Elementbausteine eine äußerst interessante Verbindungsklasse dar. Man findet diese Polyanionen in Festkörperstrukturen vorgebildet, sogenannten polyanionigen Salzen, die unter die Substanzkategorie Zintl-Phasen fallen.
Die Elementbausteine sind aber z.T. auch außerhalb von Festkörperstrukturen handhabbar und stabil und können chemischen Transformationen unterzogen werden. Allerdings sind Lösungsprozesse der polyanionigen Salze, die diese Transformationen voraussetzen, noch bei weitem nicht verstanden und gestalten gezielte Synthesen neuer Verbindungen in Lösung schwierig. Es ist deshalb von Interesse, polyanionige Salze aufzulösen und in Form von Solvatstrukturen zu (re-)kristallisieren. Als beste Methode für die Untersuchung in Lösung präsenter Polyanionen bietet sich die NMR-Spektroskopie an. Die Untersuchungen dazu werden in einer Kooperation mit dem AK Prof. Dr. R.-M. Gschwind durchgeführt.
Die Rolle weiterer Salzzusätze soll an einfachen Beispielen wie Alkalimetallhalogeniden oder -(tert)Butanolaten untersucht werden. Hierbei konnten bereits neue Verbindungen kristallisiert werden, die hochgeladene Zintl-Anionen mit homoleptischen Amminkomplexen als Gegenionen enthalten, wie z.B in [Li(NH₃)₄]₄Sn₄·4NH₃ oder [Na(NH₃)₅]₂P₄·3NH₃. Diese Verbindungen sind besonders interessant, da sie wenige bis keine direkten Kationenkontakte aufweisen und die Beständigkeit der Anionen in Lösung demonstrieren.
Franziska Fendt, AK Korber
Carina Koch, AK Gschwind