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PD Dr. Miriam Breunig

Akademische Rätin am Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie


Vita

Wissenschaftliche Stationen

Forschung

Kolloidale Arzneistoffträger für das Delivery von Nukleinsäuren

Eine große Anzahl an neuen, hochpotenten Arzneistoffen stellt für den Pharmazeutischen Technologen eine Herausforderung dar, da sie kurze Halbwertszeiten in Plasma und Gewebe aufweisen. Somit ist ihre ausreichende Verfügbarkeit am Zielort limitierend für eine erfolgreiche Therapie. Zu diesen Arzneistoffen mit geringer Verfügbarkeit gehören beispielsweise auch Nukleinsäuren wie DNA oder small interfering RNA (siRNA). Deshalb entwickeln wir für den Transport von Nukleinsäuren folgende kolloidale Arzneistoffträger:

1. Polyplexe - Komplexe aus polykationischen Polymeren und Nukleinsäuren

Ziel dieses Projektes ist, polykationische Polymere zu entwickeln, die mit negativ geladenen Nukleinsäuren aufgrund von elektrostatischen Wechselwirkungen kleinste kolloidale Komplexe, sog. Polyplexe bilden. Diese Polyplexe sollen eine hohe Gentransfereffizienz bei gleichzeitig niedriger Toxizität gewährleisten und darüber hinaus eine geringe unspezifische Wechselwirkung mit Serumproteinen und Nicht-Zielzellen eingehen. Dabei ist unser Ansatz die Synthese einer Bibliothek von linearen, redox-sensitiven Diblockcopolymeren auf Basis von PEG (Polyethylenglykol) und PEI (Polyethylenimin).
Wir interessieren uns auch für den Transport der kolloidalen Carrier in die und innerhalb der Zielzelle. Um diese Fragestellungen zu beantworten, bedienen wir uns molekularbiologischen Methoden, Fluoreszenz-basierten Methoden und der Transmissionselektronenmikroskopie. Mit der Aufklärung solcher Mechanismen erhoffen wir uns, Optimierungen für die Entwicklung künftige Carrier ableiten zu können. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

2. Layer-by-layer gecoatete Nanopartikel

Eine große Herausforderung bei der Optimierung von kolloidalen Arzneiformen ist die Heterogenität vieler Präparation. Ein Beispiel hierfür sind die oben beschriebenen Polyplexe. Deshalb entwickeln wir auch einheitliche, monodisperse Nanopartikel mit definierten physico-chemischen Eigenschaften. In einem Layer-by-layer Verfahren werden Polykationen und Polyanionen (z.B. Nukleinsäuren) abwechselnd auf der Oberfläche von Goldnanopartikeln aufgebracht. Aufgrund ihrer Einheitlichkeit und der Möglichkeit, sowohl die Größe und Oberflächeneigenschaften gezielt zu modifizieren, sind diese Nanopartikel hervorragend geeignet, um herauszufinden, wie die Effizienz von kolloidal verpackten Wirkstoffen verbessert werden kann. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Publikationen

Veröffentlichungen

Diese Liste stellt eine Auswahl aller Publikationen von Dr. Miriam Breunig dar (Artikel, Buchkapitel, Hochschulschriften und Patente ab 2008). Das vollständige Verzeichnis können Sie auf dem Publikationsserver der Universität abrufen.

Publikationsverzeichnis von Dr. Miriam Breunig

  1. Universität
  2. Chemie und Pharmazie

Pharmazeutische Technologie

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Miriam Breunig

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