Home- und andere Verzeichnisse
Jeder Linux-Zugang beinhaltet eine Reihe von Plattenspeicher-Bereichen die für die Ablage von Daten genutzt werden können.
Das Home-Verzeichnis
Das Home-Verzeichnis stellt den primären Plattenspeicher für eigene Daten dar. Dieser Speicher befindet sich auf einem zentralen Speichersystem und wird täglich gesichert.
Studenten, die einen Linux-Zugang besitzen, nutzen bei einem Login auf einen öffentlichen Linux-Rechner ihr Linux-Home-Verzeichnis.
Bedienstete bzw. Personen, die nicht mehr im stud-Container geführt werden, greifen auf ihr Linux-Home-Verzeichnis über ihre eigenen, in ihrer Arbeitsgruppe vorhandenen Linux-Rechner zu. Die Bediensteten besitzen zwar auf den öffentlichen Rechnern auch ein Home-Verzeichnis, dies ist aber nur klein und dient dazu, das Login auf diesen Rechnern zu ermöglichen.
Das eigene Home-Verzeichnis kann entweder kommandoorientiert oder mittels grafischer Datei-Manager wie konqueror (unter KDE) oder nautilus (unter Gnome) verwaltet werden.
Wichtig: Das Linux-Home-Verzeichnis ist nicht identisch mit dem unter Windows zur Verfügung gestellten Netzlaufwerk G!
Für jeden Benutzer besteht eine Beschränkung des Plattenplatzes auf seinem Home-Verzeichnis (disk-quota). Die Belegung des verfügbaren Plattenplatzes kann mit dem Kommando dquota überprüft werden.
In obigem Beispiel läßt der Benutzer teu14338 mit dem Kommando dquota seine Plattenplatz-Belegung ausgeben. Von insgesamt 200 MB (200000) sind bereits 84,4 MB belegt.
Das Verzeichnis /temp
Das von allen Linux-Rechnern erreichbare Verzeichnis /temp kann zur Ablage temporärer Daten genutzt werden. Jeder Benutzer kann auf diesem Dateisystem ein Unterverzeichnis mit seinem Namen anlegen. Es existiert keine Speicherplatz-Beschränkung, allerdings werden alle Dateien, die älter als 90 Tage sind, automatisch gelöscht.
Das Verzeichnis /psi
Dieses Verzeichnis enthält Software, die von jedem Linux-Rechner aus genutzt werden kann. Es handelt sich dabei um kommerzielle Software (z.B. Maple, Mathematica) aber auch um OpenSource-Software (z.B. gcc). Die Nutzung dieser Software wird unter der Rubrik Linux-Software beschrieben.
Das Novell G: Laufwerk
Von allen Linux-Rechnern ist es möglich, auf das unter Windows vorhandene G-Laufwerk zuzugreifen. Das dafür notwendige Kommando mountG.py wird in einem Terminal-Fenster eingegeben.
mountG.py
Usage: mountG.py [-u Kuerzel] [-o Optionen] mountpoint
Ohne die Angabe von Parametern wird die Usage ausgegeben. Wie zu sehen, ist die Angabe eines mountpoints erforderlich. Als mountpoint sollte ein leeres Verzeichnis im /tmp-Verzeichnis angegeben werden. Der Name dieses Verzeichnisses bzw. Ordners ist beliebig. Falls es noch nicht existiert, kann es mit dem Kommando mkdir ordnername oder auch mit einem Filemanager wie konqueror oder nautilus erstellt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass für alle Zugriffsgruppen das x-bit auf dem Ordner gesetzt ist ( drwxr-x--x ).
In obigem Beispiel wurde als mountpoint der Ordner /tmp/teu14338_G gewählt. Nach der Eingabe des Passwortes wird der Mount durchgeführt.
cd /tmp/teu14338_G
Mit dem cd-Kommando kann nun auf das gemountete Verzeichnis verzweigt werden. Es können Dateien gelesen oder geschrieben werden. Bevor nun ein unmounting des Ordners /tmp/teu14338_G erfolgen kann, muss mit dem Kommando cd zurück in das Home-Verzeichnis verzweigt werden.
ncpumount /tmp/teu14338_G
Mit dem Kommando ncpumount /tmp/teu14338_G wird die Verbindung zum Novell-G-Laufwerk wieder gelöst. Der Ordner /tmp/teu14338_G ist jetzt leer.
Lokale Verzeichnisse
Alle oben beschriebenen Verzeichnisse befinden sich an einem zentralen Speicherort und werden über das Datennetz zur Verfügung gestellt. Die zentrale Datenspeicherung im Rechenzentrum ermöglicht eine regelmäßige Datensicherung. Wichtige Daten sollten daher immer im Linux-Home-Verzeichnis oder auf dem Novell-G-Laufwerk abgespeichert werden.
Neben diesen Netzwerk-Verzeichnissen existieren auf den Linux-Rechnern aber auch lokale Verzeichnisse, die zumindest für die temporäre, ungesicherte Ablage von Daten genutzt werden können. Es handelt sich dabei um die Verzeichnisse /tmp und /var/tmp. Benutzer, die in diesen Ordnern Daten abspeichern, sollten sie aber auch wieder löschen, damit die Verzeichnisse nicht zu voll werden. Es kann sein, dass aus technischen Gründen eine Löschung von Daten ohne vorherige Ankündigung in diesen Verzeichnissen notwendig wird.
Zugriff auf das Linux-Home-Verzeichnis von Windows aus
In manchen Fällen ist es notwendig, von einem Windows-Rechner auf das Linux-Home-Verzeichnis zugreifen zu können. Diese Art des Verzeichnis-Zugriffs wird auch als samba-mount bezeichnet. Die korrekte Vorgehensweise wird im Dokument "Benutzung von Samba" beschrieben.
Benutzer, die ihr reguläres Linux-Home-Verzeichnis auf dem Fileserver titan7 besitzen, müssen als samba-share \\titan7.uni-regensburg.de\homes verwenden.
Benutzer, die ihr reguläres Linux-Home-Verzeichnis auf dem Fileserver titan8 besitzen, müssen als samba-share \\titan8.uni-regensburg.de\homes verwenden.

