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Institutioneller Ausgangspunkt dialektologischer Forschung und Lehre an der Universität Regensburg ist das Institut für Germanistik, Teil der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Beginn und Aufbau einer dialektologischen Tradition in Regensburg ist untrennbar verbunden mit dem Namen Ludwig Zehetners, bis 2002 Studiendirektor am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen und nebenberuflich seit 1979 Lehrbeauftragter für Dialektgeographie des Bairischen, seit 1999 Honorarprofessor für bairische Dialektologie an der Universität Regensburg.
Er vor allem hat in den vergangenen drei Jahrzehnten im Fachbereich Deutsche Sprachwissenschaft bei vielen Studierenden das Interesse an der Dialektologie entfacht und wachgehalten. Informationen zur Person und zum Schaffen Ludwig Zehetners finden Sie unter seinem Namen links in der Liste.
Als in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre die Vorarbeiten zur Begründung eines Bayerischen Sprachatlas laufen, ist die Universität Regensburg für eine institutionalisierte Beteiligung in Form eines Teilprojektes für die Oberpfalz leider noch nicht bereit, doch mit der Berufung Albrecht Greules auf den Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft, den er von 1992 bis 2007 innehat, beginnt eine nächste Phase gesteigerter Förderung und Wertschätzung dialektologischer Arbeit, institutionalisiert im von der DFG geförderten Forschungsprojekt ADT, dem Atlas der historischen deutschen Mundarten in der Tschechischen Republik, seit 2001 laufend, bundesdeutscher und gleichzeitig auch größter Teil des gleichnamigen Dreiländerunternehmens in Zusammenarbeit mit den Universitäten Brünn und Wien.