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Ringvorlesung 2013 / 2014

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‚Die Würde des Menschen ist antastbar.’ Ehrkonflikte von der Antike bis in die Gegenwart

Dass die Würde des Menschen unantastbar sei, wie das Grundgesetz am 23. Mai 1949 in seinem ersten Artikel versichert, ist in der letzten Zeit zum Gegenstand ausführlicher Diskussionen geworden, und das nicht nur unter Verfassungsrechtlern. In Frage steht der Absolutheitsanspruch der Würde in rechtlicher wie ethischer und ästhetischer Hinsicht. Die Ringvorlesung möchte dem normativen Wert der Menschenwürde nachgehen, indem sie ihn historisiert und dabei insbesondere der Überlagerung der Begriffe der Ehre und der Würde in den Blick rückt. Aus dieser Perspektive stellt sich die Frage, ob der normative Wert der Menschenwürde nicht immer schon angetastet ist und erst aus der Verletzung von Ehre und Würde heraus überhaupt fassbar wird. Die Ringvorlesung wird dieser Frage auf einer interdisziplinären Grundlage nachgehen, die Literaturwissenschaftler, Rechtswissenschaftler, Historiker und Philosophen verbindet.
Die Ringvorlesung wird veranstaltet vom Zentrum für Klassikstudien in Kooperation mit Herrn Prof. Dr. Geisenhanslüke (Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft 2), der das Programm federführend gestaltet hat.

Alle Vorträge finden mittwochs, 18:15 Uhr, in H 22 statt.


23. Oktober 2013

Prof. Dr. Christian Schäfer (Universität Bamberg, Philosophie):

Politische Ehrerbietung und religiöse Verehrung bei Aristoteles


30. Oktober 2013

Prof. Dr. Martin Löhnig (Universität Regensburg, Rechtswissenschaft):

Menschen-Ehre und Bürger-Ehre


6. November 2013

Prof. Dr. Achim Geisenhanslüke (Universität Regensburg, Germanistik):

Peinliche Reste. Ehrkonflikte bei Friedrich Schiller


13. November 2013

Dr. Markus Gruber (Universität Regensburg, Griechische Philologie):

timé in der Orestie des Aischylos


20. November 2013

Prof. Dr. Peter Herz (Universität Regensburg, Alte Geschichte):

Damnatio memoriae. Religiöse Dimensionen einer Strafe


27. November 2013

Prof. Dr. Martin von Koppenfels (Universität München, Romanistik):

Infame Ich-Erzähler


4. Dezember 2013

Dr. Thomas Emmrich (Universität Heidelberg, Klassische Philologie):

Infame Archäologie. Kulturtheorie in Ovids Metamorphosen


11. Dezember 2013

Prof. Dr. Hans-Richard Brittnacher (FU Berlin, Germanistik):

Eine Frage der Ehre." Mythos Mafia in Literatur und Film (von Mario Puzo bis Roberto Saviano, von The Godfather bis zu den Sopranos


8. Januar 2014

Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Universität Bielefeld, Germanistik):

„Man konnte nicht unterscheiden, ob ein Mensch oder ein Tier.“ Über Literatur und Verachtung am Beispiel der Darstellung von ‚Zigeunern‘


15. Januar 2014

Prof. Dr. Tonio Walter (Universität Regensburg, Rechtswissenschaft):

Menschenwürde und Menschenverachtung, oder: vom Nutzen eines Gegenbegriffs


22. Januar 2014

Prof. Dr. Anne Zwierlein (Universität Regensburg, Anglistik):

"Am I not a Man and a Brother?" Würde, 'Sympathie' und weibliche Partizipation in der britischen Anti-Sklaverei-Bewegung des späten 18. Jahrhunderts


29. Januar 2014

Prof. Dr. Udo Friedrich (Universität Köln, Mediävistik):

Außenseiter und Menschenwürde in der mittelalterlichen Literatur

  1. Forschergruppen und Forschungszentren

Zentrum für Klassikstudien

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Institut für Klassische Archäologie

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