Vorlesungen
| [11150] Antikes Christentum – Eine Einführung (Vorlesung Alte Kirchengeschichte) (KS–M37) 2st., Mo 10 - 12, Raum noch nicht zugeteilt, Beginn: 16.04.2012 |
Karmann |
Die Vorlesung setzt bei den Anfängen des Christentums ein und zeichnet den Weg von der verschwindend kleinen Gruppe der Anhänger Jesu von Nazareth zur Staatsreligion des Imperium Romanum am Ende der Antike nach. Ziel des Basismoduls ist es, in die Geschichte des antiken Christentums einzuführen, einen ersten Überblick über wichtige Ereignisse und Entwicklungen zu vermitteln sowie anhand ausgewählter Beispiele die Methoden patristischen Arbeitens vorzustellen. Zentrale Inhalte des Kollegs werden u.a. die Ausbreitung des Christentums, das Verhältnis von Kirche und Staat, die Auseinandersetzung mit Judentum, griechisch-römischer Kultur, Gnosis und Häresien, die sieben ersten ökumenischen Konzilien sowie die Ausbildung innerkirchlicher Instanzen und Strukturen sein.
N. BROX, Kirchengeschichte des Altertums (LeTh 8), Düsseldorf 62008.
K.S. FRANK., Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn u.a. ³2002.
W.-D. HAUSCHILD, Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Bd. 1: Alte Kirche und Mittelalter, Gütersloh ³2007.
| [11151] Die „Seele der Welt“. Strukturen und Mysterien in der frühen Kirche (Vorlesung Alte Kirchengeschichte) (KS–M37) 2st., Di 08.30 - 10, Raum noch nicht zugeteilt, Beginn: 17.04.2012 |
Merkt |
„Die Seele der Welt“ – so nennt der anonyme Autor des Briefes an Diognet die Christen. Wie die Seele im Körper wirken sie im Verborgenen und sind dennoch unverzichtbar für das Leben der Menschheit.
Diese unsichtbare Dimension christlicher Existenz wird in der frühchristlichen Theologie unter dem Begriff des Mysteriums gefasst. Das Geheimnis der Welt und des Lebens wird freilich in sichtbaren Zeichen ausgedrückt, den Sakramenten, die im frühchristlichen Verständnis weitaus umfassender sind als die sieben klassischen Sakramente römisch-katholischer Theologie.
Diese Vorlesung geht der sakramentalen Grundgestalt der Kirche nach, wie sie sich in den ersten Jahrhunderten entwickelt hat. Dazu gehört neben der Heiligen Schrift und den liturgischen Zeichenhandlungen auch die Ämterstruktur.
Seminare
| [11170] Die Apostolischen Väter – Eine Einführung (Seminar Alte Kirchengeschichte) (KS–M37) 2st., Mi 12.30 - 14, Raum noch nicht zugeteilt, Beginn: 18.04.2012 |
Karmann |
Die Literatur des frühen Christentums hat einen weitaus größeren Umfang als jene Schriften, die später als Neues Testament kanonisiert wurden. Eine Gruppe von außerkanonischen Texten, die Apostelschülern zugeschrieben wurde, wird seit dem 17. Jahrhundert als Apostolische Väter bezeichnet. Bei ihr handelt es sich also um eine frühneuzeitliche, in ihrem Umfang variierende Sammlung von Schriften und Fragmenten aus den ersten beiden Jahrhunderten, die als Zeugnisse frühchristlicher Selbstdefinition für die weitere Geschichte der Kirche von enormer Bedeutung sind. Das Seminar will einen Einblick in die sog. Apostolischen Väter vermitteln. Neben der Genese und Überlieferung soll dabei vor allem das jeweilige theologische Profil der einzelnen Schriften und ihr historisches Umfeld in den Blick genommen werden.
J.A. FISCHER u.a. (Hg.), Schriften des Urchristentums, 3 Bde., ND Darmstadt 102004.
A. LINDEMANN/H. PAULSEN (Hg.), Die Apostolischen Väter. Griechisch-deutsche Parallelausga-be, Tübingen 1992.
W. PRATSCHER (Hg.), Die Apostolischen Väter. Eine Einleitung, Göttingen 2009.
| [31758] Bedeutung und Gebrauch der Bilder in den Ost- und Westkirchen (Nafpaktos, Griechenland, vom 21. - 28.9.2012, Blockseminar) 2st., vorbereitende Sitzungen 24.04., 08.05. und 10.07. jeweils 18 - 20 Uhr in PT 4.1.63, Beginn: 24.4.2012 |
Kothmann/ Schwarz/ Dittscheid |
Anmeldung bei Fr. Ferme, PT 2.2.19, hildegard.ferme@theologie.uni-regensburg.de
Beschränkte Teilnehmerzahl, Teilnehmergebühr.
Bilder sind zur Ausschmückung unserer Kirchen selbstverständlich. Wie aber der Ostendorfer Altar zeigt, der ehemals in der Neupfarrkirche stand, dienen Bildprogramme auch, um theologische Aussagen zu verdeutlichen. In der Ostkirche haben Bilder, die es dort im eigentlichen Sinne nicht gibt, „Kultstatus“, d.h., sie sind verehrungswürdig. Dieses Blockseminar in Griechenland, zu dem organisatorisch einführende Sitzungen in Regensburg stattfinden, will die Bedeutung und den Gebrauch der Bilder vor Ort erforschen. Dazu gibt es noch Exkursionen nach Korinth, Olympia und Delphi sowie zum Kloster Hosios Loukas.