Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Klassische Archäologie

VOrlesungen

[31271] Die Geschichte der Klassischen Archäologie in der frühen Neuzeit
(KS-M04a/M38)
2st., Do 10 - 12, H12, Beginn: 26.04.2012
Koch

Zwar spricht man geläufig vom Jahrhundert Winckelmanns, wenn man das 18. meint, doch sollte man die von ihm aus der Taufe gehobene Disziplin der Archäologie vor dem Hintergrund der gelehrten Beschäftigung des 15.-17. Jh. sehen; denn nur dann werden die Transformationen deutlich, die Winckelmann initiiert hat. Der Blick zurück in die „Vorgeschichte“ hält manche interessanten Überraschungen bereit: Sammlungen als Legitimationsbeweis, Reiseberichte als Beschreibungen von Merkwürdigkeiten und Verfolgung der antiken Spuren, Entdeckungen von Monumenten als plötzliche Gegenwart des einst Verschütteten, das neue Maßstäbe setzt. Die Vorlesung will einen Überblick über eine reichhaltige Kulturgeschichte geben, die später in der Disziplinierung auch manches von dem verlor, was gerade den Reiz eines jeden Kunstbetriebes ausmacht.

Anforderungen:
für B.A.-Studierende Klausur am Ende der Vorlesungszeit

Anmeldung:
nicht erforderlich (für die Anmeldung bei FlexNow ist jeder Studierende selbst verantwortlich)

Literatur:
C. B. Stark, Systematik und Geschichte der Archäologie der Kunst (1880, ND 1969);
S. Settis (Hrsg.), Memoria dell’antico nell’arte italiana III: Dalla tradizione all’archeologia (1996);
A. Schnapp, Die Entdeckung der Vergangenheit. Ursprünge und Abenteuer der Archäologie (2009).


[31273] Topographie der Stadt Rom im Altertum
(KS-M03a/M04a/M38)
2st., Mo 10 - 12, H 23, Beginn: 23.04.2012

Steuernagel, Dirk

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Infrastruktur und bauliche Gestaltung des antiken Rom von der Gründung der Stadt bis zur Spätantike. Historische Abrisse, die sich jeweils auf für die Stadtgeschichte besonders wichtige Perioden konzentrieren (z. B. Gründungsphase, Dynastie der Tarquinier, mittlere Republik, Regierungen des Augustus, der Flavier, Trajans und Hadrians, Zeit der Tetrarchie), wechseln mit stärker systematisch angelegten Darstellungen von verschiedenen Bereichen und Einrichtungen der Stadt (z. B. öffentliche Plätze, Heiligtümer, Wohnhäuser, Nekropolen).

Prüfung: Abschlussklausur in der letzten Semesterwoche; Anmeldung zur Prüfung über FlexNow bzw. (für B. A. Klassikstudien und M.A. Klassische Archäologie) direkt beim Do-zenten

Literaturauswahl: A. Claridge, Rome. An Oxford Archaeological Guide2 (Oxford 2010); F. Coarelli, Rom. Ein archäologischer Führer (Mainz 2000); D. Favro, The Urban Image of Augustan Rome (Cambridge 1996); H. Knell, Bauprogramme römischer Kaiser (Mainz 2004); L. Haselberger, Urbem adornare. Die Stadt Rom und ihre Gestaltumwandlung unter Augustus, JRA Suppl. 64 (Portsmouth 2007); F. Kolb, Rom. Die Geschichte der Stadt in der Antike (München 1995); A. La Regina – V. Fiocchi Nicolai (Hrsg.), Lexicon Topographicum Urbis Romae, 5 Bde. (Roma 2001-2008); H. Leppin – H. Ziemssen, Maxentius. Der letzte Kaiser in Rom (Darmstadt 2007); E. Nash, Bildlexikon zur Topographie des antiken Rom, 2 Bde. (Tübingen 1961-1962); E. Stein-Hölkeskamp – K. J. Hölkeskamp (Hrsg.), Erinnerungsorte der Antike. Die römische Welt (München 2006); E. M. Steinby (Hrsg.), Lexicon Topographicum Urbis Romae (LTUR), 6 Bde. (Roma 1993-2000)

   

HS / Sonstige

[31277] Griechisches Porträt im Umbruch: Das 4. und 3. Jh. v. Chr.  (KS-M04b/M38)   
3st., Do 14 - 17, PT 2.05 Beginn: 26.04.2012
Koch

In der Porträtgeschichte ist das spätere 4. Jh. eine Phase besonderer Neuerungen: Auf der Gattungsebene bildet sich eine bemerkenswerte Typenvielfalt heraus, so das Philosophen-, Dichter- und Herrscherporträt. Auf der Ebene des plastischen Stils entwickelt das Zeitalter der Charakterlehre und Physiognomik einen reichen Formenschatz, der die Charakteristika des Porträtierten detailliert ins Bild setzt. Dieser Prozess der Befreiung vom klassischen Ideal und seine Folgen für die Ikonographie und die Bildsprache des Hellenismus sollen im Seminar näher untersucht werden: Sind die uns heute individuell erscheinenden Porträtzüge eines Aristoteles oder Demosthenes dem Interesse am Individuellen geschuldet, oder bleiben sie bei aller Eindringlichkeit doch typologisch gebunden?

Anforderungen:
regelmäßige Präsenz; aktive Beteiligung; Übernahme eines Referats (ggf. mit schriftlicher Ausarbeitung)

Anmeldung:
für die Anmeldung bei FlexNow ist jeder Studierende selbst verantwortlich

Literatur:
K. Fittschen (Hrsg.), Griechische Porträts (1988);
R. von den Hoff/P. Schultz (Hrsg.), Early Hellenistic Portraiture. Image, Style, Context (2007);
O. Jaeggi, Die griechischen Porträts. Antike Repräsentation, moderne Projektion (2008).


[31279] Seminar zur Exkursion nach Etrurien
(KS-M05a)
3st., Mo 16-19, PT 2.0.5, Beginn: 16.04.2012   
Steuernagel, Dirk

Das Seminar dient der Vorbereitung einer Exkursion nach Etrurien (während der vorlesungsfreien Zeit: 24. Sept.-5. Okt. 2012). Eine Teilnahme ist nur in Verbindung mit der Teilnahme an der Exkursion sinnvoll.
Im Seminar wird ein Überblick über die geschichtliche, soziale und kulturelle Entwicklung der etruskischen Zivilisation vermittelt. In Form von Referaten werden zentrale Stätten und Denkmälergruppen Etruriens besprochen.

Studienleistung: Übernahme eines Referats, regelmäßige und aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen; Prüfungsleistung: schriftliche Abgabe des Referatsmanuskripts; Anmeldung über FlexNow bzw. (B.A. Klassikstudien; M.A. Klassische Archäologie) direkt beim Dozenten.

Begrenzte Teilnehmerzahl: In Hinblick auf die maximale Gruppengröße für die Exkursion ist die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt.

Literatur zur Einführung: S. Steingräber, Etrurien. Städte, Heiligtümer, Nekropolen (München 1981); M. Pallottino, Etruskologie. Geschichte und Kultur der Etrusker (Basel 1988); M. Torelli, Die Et-rusker (Frankfurt a. M. 1988); M. Cristofani (Hrsg.), Die Etrusker (Stuttgart – Zürich 1995); F. Prayon, Die Etrusker (München 1996, div. Neuauflagen); G. Camporeale, Die Etrusker. Geschichte und Kultur (Düsseldorf 2003) 

Proseminare

[31281] Mythos Troja – Darstellungen des trojanischen Sagenkreises in der griechischen Vasenmalerei
(KS-M02b/M38)
3st., Di 10 – 13, PT 2.0.5, Beginn: 17.04.2012
Brize

Der Mythos von der Belagerung und Zerstörung Trojas einschließlich der Vorgeschichte und der Folgeereignisse hat wie kein anderer bis in die Neuzeit in der Bildenden Kunst seinen Niederschlag gefunden. Besonders die griechische Vasenmalerei des 7. bis 5. Jh. v. Chr. hat uns eine große Zahl von Darstellungen bewahrt, die den hohen Stellenwert dieses Sagenkreises in der griechischen Gesellschaft der archaischen und frühklassischen Zeit dokumentiert. Der Grund für diese Popularität darf vor allem in der zentralen Bedeutung der homerischen Epen im griechischen Bildungskanon gesehen werden.
Im Rahmen dieses Proseminars wird eine doppelte Zielsetzung verfolgt. Einerseits soll am Beispiel ausgewählter Vasenbilder die künstlerische Umsetzung der mythischen Erzählung in das Medium der Flächenkunst, andererseits die im Lauf des vorgegebenen Zeitraums in der Vasenmalerei sich verändernde stilistische Gestaltungsweise und ihre spezifischen Bedingungen untersucht werden. 
Die Teilnehmer sollen durch die Übernahme eines Referates die Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens und den Umgang mit der wissenschaftlichen Literatur erlernen. Dazu gehört auch das genaue Hinsehen und die adäquate sprachliche Umsetzung in Form einer sorgfältigen Beschreibung.


Anmeldung zum Seminar:
Nicht erforderlich


Anforderungen:
Regelmäßige Präsenz; aktive Beteiligung; Übernahme eines Referats (ggf. mit schriftlicher Ausarbeitung)


Prüfungsleistung:
Schriftliche Abgabe des Referatmanuskripts; Anmeldung zur Prüfung über FlexNow bzw. (für B.A. Klassikstudien und M.A. Klassische Archäologie) direkt beim Dozenten


Literatur zur Einführung in das Thema:

R. Wünsche (Hrsg.), Mythos Troja, Ausstellungskatalog der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek, München (München 2006).
L. Giuliani, Bild und Mythos. Geschichte der Bilderzählung in der griechischen Kunst (München 2003).
K. Schefold, Götter- und Heldensagen der Griechen in der früh- und hocharchaischen Kunst (München 1993) 127–165. 289–339.
K. Schefold, Götter- und Heldensagen der Griechen in der spätarchaischen Kunst (München 1978) 184–270.
E. Simon, Die griechischen Vasen. Aufnahmen von M. und A. Hirmer (München 1976)
T. Hölscher (Hrsg.), Klassische Archäologie – Grundwissen (2002) 299–316.
W.-H. Schuchhardt, Geschichte der griechischen Kunst (Stuttgart 1971)
 (gut lesbare Gesamtdarstellung der griechischen Kunst).

Homer, Ilias, übers. von R. Hampe (Stuttgart 1979) (Reclam)
Homer, Odyssee, übers. v. R. Hampe (Stuttgart 1979) (Reclam)


[31282] Münze und Monument. Römische Numismatik und ihre Bedeutung für die Klassische Archäologie
(KS-M03b/M38)      
3st., Mi 16.30 – 19.30, H 42 (BIOLOGIE), Beginn: 18.04.2012   
Bergmann

Münzen kommt bei der Erforschung der römischen Kultur eine zentrale Rolle zu, da sie der Wissenschaft vielfältige Auswertungsmöglichkeiten bieten. So erlauben sie nicht nur Rückschlüsse auf Wirtschaft und Handel, sondern auch auf die (damals) aktuelle Politik. Durch die Kombination von Bild und Beischrift liefern Münzen darüber hinaus wichtige Informationen dazu, wie bestimmte Darstellungen verstanden werden sollten. Und nicht zuletzt lassen sie sich dadurch häufig sehr gut datieren (insbesondere in der Kaiserzeit), was wiederum die Datierung auch anderer materieller Reste ermöglicht, da römische Münzen im Mittelmeerraum weit verbreitet waren und heute in fast jeder Grabung gefunden werden.
Im Rahmen des Proseminars werden vor allem drei Aspekte zur Sprache kommen. Zum einen wird das römische Münzwesen allgemein besprochen werden, insbesondere die Frage, wie eine Münze entsteht, wann die Münzprägung in Rom beginnt, wie sie organisiert ist und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt. Zum anderen wird untersucht werden, wie sich die Darstellung realer Objekte auf Münzen zur Realität verhält, mit was für Veränderungen man bei Münzdarstellungen gegebenenfalls also rechnen muß. Schließlich werden exemplarisch ausgewählte Fälle diskutiert werden, bei deren Interpretation römische Münzen eine entscheidende Rolle spielen, z. B. die Benennung von Porträts, die Datierung von Porträttypen, die Datierung von Gebäuden und nicht zuletzt auch die Rekonstruktion heute teilweise oder vollständig verlorener Monumente.

Anforderungen:
regelmäßige Präsenz; aktive Beteiligung; Übernahme eines Referats (ggf. mit schriftlicher Ausarbeitung)

Anmeldung:
nicht erforderlich (allerdings wird um eine Voranmeldung auf GRIPS bis 17. 04. 2012 gebeten; für die Anmeldung bei FlexNow ist jeder Studierende selbst verantwortlich)

Einführende Literatur:
K. Christ, Antike Numismatik. Einführung und Bibliographie 3(Darmstadt 1991).
H.-M. v. Kaenel, Römische Numismatik, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1996) 670–696 (mit Literaturhinweisen).
Ch. Howgego, Geld in der antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten (Stuttgart 2000).

Materialsammlungen:
BMCRR        H. A. Grueber, Coins of the Roman Republic in the British Museum I–III (London 1910).
BMCRE        H. Mattingly, Coins of the Roman Empire in the British Museum I–VI (London 1923-1976).
RRC        M. H. Crawford, The Roman Republican Coinage I–II (Cambridge 1974).
RIC        H. Mattingly u. a., The Roman Imperial Coinage I–X (Londond 1923-1967).
RIC2        C. H. V. Sutherland – R. A. G. Carson, The Roman Imperial Coinage I2 (London 1984). Rev. ed. Bisher nur Bd. I (London 1984) mit anderer Zählung als RIC!
RPC        A. Burnett u. a., Roman Provincial Coinage (London 1994 ff.).

Nützliche Homepages:
www.coinarchives.com: Datenbank, die die Kataloge zahlreicher Münzauktionshäuser zusammenführt
www.smb.museum/ikmk/: Interaktiver Katalog des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin
www.britishmuseum.org/research/search_the_collection_database.aspx: Katalog des British Museum

ÜBung

[31283] Einführung in die Römische Archäologie
(KS-M01b)   
2st., Mi 10 – 12, H 8, Beginn: 18.04.2012   
Bergmann

In Fortsetzung und Parallele zu dem Kurs ‚Einführung in die Griechische Archäologie’ des letzten Wintersemesters wird in dieser Übung ein grundlegender Überblick über die Römische Archäologie vermittelt. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, richtet sich jedoch besonders an Studienanfänger im Haupt- und Nebenfach. Ein vorangegangener Besuch der ‚Einführung in die Griechische Archäologie’ ist keine notwendige Voraussetzung, er kann auch erst im Anschluß an die ‚Einführung in die Römische Archäologie’ erfolgen.
Zusammen mit der Griechischen Archäologie bildet die Römische das Kerngebiet der Klassischen Archäologie. Sie beschäftigt sich mit sämtlichen materiellen Resten der römischen Kultur, seien es nun monumentale Bauten oder nur einfache Spielsteine. Ihr Ziel ist es dabei, die Denkmäler der bildenden Kunst und die Zeugnisse der allgemeinen materiellen Kultur wiederzugewinnen, systematisch zu ordnen und im Rahmen der gesamten römischen Kultur zu interpretieren.
Im Verlauf dieser Übung soll – wie der Name schon sagt – ein grundlegender Überblick über die Römische Archäologie vermittelt werden. Hierzu werden systematisch die wichtigsten Gattungen und Themenfelder behandelt werden, wie z. B. das Porträt, die Wandmalerei, die Architektur oder auch die städtische Organisation.

Anforderungen:
regelmäßige Präsenz; Abschlußklausur

Anmeldung:
nicht erforderlich (für die Anmeldung bei FlexNow ist jeder Studierende selbst verantwortlich)

Einführende Literatur:
F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (Stuttgart 1996)
K. Bringmann, Römische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Spätantike 4(München 1998)
T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (Darmstadt 2002).

Exkursionen

[31280] Exkursion nach Etrurien
(KS-M05b)
24.9. - 05.10.2012   
Steuernagel, Dirk

Reiseroute (vorläufige Planung):
Florenz/Fiesole; Volterra; Populonia; Roselle; Vetulonia; Cosa; Tarquinia; Cerveteri; Rom; S. Giovenale/S. Giuliano/Blera; S. Maria di Falleri; Acquarossa; Orvieto; Chiusi; Perugia

Für weitere Informationen s. Vorbereitungsseminar (31279)!


[31286] Tagesexkursion
(KS-M01c/M02c/M03c)       
Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben
Steuernagel, Dirk

[31287] Tagesexkursion
(KS-M01c/M02c/M03c)   
Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben   
Bergmann

  1. STARTSEITE UR