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Forschungsprojekte


Bayern-Kroatien Transnational. Teilprojekt des Bayerischen Forschungsverbunds Migration und Wissen (formig), Leitung: Ulf Brunnbauer (Universität Regensburg/Südost-Institut Regensburg)

Gefördert durch: Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (seit 2009)

Das Projekt widmet sich  grenzüberschreitenden/transnationalen Netzwerken, die ArbeitsmigrantInnen und ihre Nachkommen zwischen Bayern und ihrem Herkunftsland Kroatien geknüpft haben. Der Dynamik der transnationalen Verbindungen und Praktiken in lebensgeschichtlicher Perspektive wird dabei besondere Bedeutung zuteil, wie auch der Frage inwieweit sich die deutsche und jugoslawische/kroatische Migrationspolitik auf die Praktiken der MigrantInnen ausgewirkt hat. Das Projekt ist Teil des Bayrischen Forschungsverbundes „Migration und Wissen“ (formig).


Das frühneuzeitliche deutsche Reich als politisches Referenzsystem des amerikanischen Föderalismus im Entstehungsprozess der USA (1751-1788); Leitung: Volker Depkat (Universität Regensburg)

Gefördert durch: DFG (seit 2009)

Die Untersuchung und Dokumentation des besonderen Status des frühneuzeitlichen deutschen Reiches als politisches Referenzsystem des amerikanischen Föderalismus im Entstehungsprozess der USA bildet den Schwerpunkt des Forschungsprojekts. Die traditionelle Einflussforschung wird dabei durch neuere Überlegungen zur „Westernisierung“ (Doering-Manteuffel) und zum atlantisch-europäischen Kulturtransfer erweitert.


Die Entwicklung des Strafprozessrechts in den zentralasiatischen Staaten zwischen Inquisitions- und adversatorischem Prozess, Leitung: Friedrich-Christian Schroeder (Institut für Ostrecht Regensburg)

Gefördert durch: Volkswagenstiftung  (seit 2010)

Das Projekt setzt sich zum Ziel, den nach dem Zerfall der Sowjetunion einsetzenden Transformationsprozess im Strafprozessrecht der zentralasiatischen Staaten zu erforschen und die Entwicklung des Strafprozesses systematisch im Hinblick auf die Grundlagen und den Gang des Strafverfahrens, die Stellung der Verfahrensbeteiligten, die Beweissammlung und die Verfügung über den Verfahrensgegenstand zu analysieren. Über seine Forschungen hinaus will das Projekt einen Beitrag zur Verankerung eines modernen Curriculums für Strafprozessrecht in den Hochschulen der Region leisten und ein wissenschaftliches Netzwerk aus Experten im Bereich des Strafverfahrensrechts aufbauen.


Forschungsverbund "Europäische Justizgeschichte im 19. Jahrhundert“, Leitung: Martin Löhnig (Universität Regensburg)

Gefördert durch: Universität Regensburg, FU Berlin, Junta de Andalucia, Ilustre Sociedad Andaluza de Estudios Historico Juridicos, Universidad Miguel Hernández de Elche, Grupo de Investigación "Justicia y Gobierno en la Historia de España y de Europa" (SEJ-463); Dirección general de investigación y Política Científica de la Generalitat Valenciana (GV07-255); DFG

Das Teilprojekt „Die Justizgeschichte des Dritten Deutschland“  befasst sich mit Übernahme- und Transferprozessen, die durch die napoleonische Gesetzgebung ausgelöst wurden und sich bis zum Erlass der Reichsjustizgesetze 1879 auswirkten, etwa mit klarer Trennung von Exekutive und Judikative, Gleichheit aller Bürger vor Gesetz und Richter, Öffentlichkeit und Mündlichkeit des Verfahrens, und einer eigenen Anklagebehörde. Dabei werden die Entwicklungen des Prozessrechts und der gerichtlichen Institutionen in den ehemaligen Rheinbundstaaten genauso in den Blick genommen wie den rechts- und justiztheoretischen Diskurs des 19. Jahrhunderts. Hinzukommen schließlich Rechtsprechungsanalysen, die unerlässlich für die Bewertung der Wechselwirkungen von Justiz-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte im 19. Jahrhundert sind.


Geschichte des bayerisch-tschechischen Grenzraums, 1945 – 2008, Leitung: Jaroslav Dokoupil (Westböhmische Universität Pilsen), Ulf Brunnbauer (Universität Regensburg/Südost-Institut Regensburg)

Gefördert durch: Mittel der Europäischen Union im Rahmen der Ziel3-Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik (seit 2009)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der heutige bayerisch-tschechische Grenzraum zu einer strategisch sensiblen Zone, an der "Westen" und "Ostblock" zusammen trafen. Das Projekt untersucht insbesondere die Ebene des Alltags an der Grenze, aber auch Fragen, wie trotz eines rigiden Grenzregimes Kontakte aufrecht erhalten werden konnten. Ein weiterer Teilaspekt des Projekts ist die Dokumentation der materiellen Artefakte der Grenzsituation, sowohl in baulicher als auch naturräumlicher Hinsicht.


Interkulturelle Übersetzung in grenzregionalen Organisationen, Herausforderungen und Praxen von Organisationen in der deutsch-tschechischen Grenzregion – Teilprojekt Linguistik, Leitung: Prof. Dr. Marek Nekula (Universität Regensburg)

Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das sprachwissenschaftliche Teilprojekt untersucht die Verständigung in deutsch-tschechischen Organisationen. Hierbei werden zwei Übersetzungsdimensionen fokussiert: Die Differenz zwischen Sprachen und die Differenz zwischen unterschiedlichen Kommunikationsformen. Ziel ist es, Kommunikationsprobleme in ihrer Wechselwirkung zwischen sprachlicher und soziokultureller Dimension zu erfassen und zu analysieren.


Korpuslinguistik und diachrone Syntax: Die Grammatikalisierung peripherer Subjekte in slavischen Sprachen; gefördert durch die DFG (2008-2011); Leitung: Björn Hansen (Universität Regensburg)

Gefördert durch: DFG (seit 2008)

Durch qualitative und quantitative Auswertung größerer Textbestände des Altrussischen in Vergleich im dem altpolnischen und Alttschechischen wird das Phänomen der atypischen Fälle von syntaktischen Subjekten untersucht. Die Leitfrage lautet welche sprachgeschichtlichen Entwicklungswege sich als Ursachen für die heutige Variation zwischen slavischen Sprachen im Bereich der Subjektrealisierung finden und mit einem aktuellen korpuslinguistischen Methodenarsenal objektivieren lassen?


Migration and Remittances in Central Asia: The Case of Kazakhstan and Tajikistan; gefördert durch die Volkswagenstiftung; Leitung: Jürgen Jerger (Osteuropa-Institut, Regensburg)

Gefördert durch: Volkswagenstiftung (seit 2009)

Im Fokus steht die Untersuchung von Determinanten für Migration in den zentralasiatischen Staaten Kasachstan und Tadschikistan und der Umfang und Einfluss von Auslandsüberweisungen durch die Migrantinnen und Migranten. Hierzu werden in Kooperation mit Forschungspartnern in der Region quantitative Haushaltsbefragungen und qualitative Interviews durchgeführt.

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