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Tieridentifikation

Möglichkeiten der Kennzeichnung von Labortieren (kleine Nager)

Je nach Fragestellung ergeben sich unterschiedliche Markierungsmethoden bei Tieren. Für kurzfristige Unterscheidungen können die Tiere temporär markiert werden (1 bis ca. 30 Tage).

  • Markierung von Ohrmuschel oder Schwanz mit einem (wasserfesten) Filzstift (ca. 1—2 Tage)
  • Färben des Fells mit Lebensmittelfarbe (nur bei hellfarbigen Tieren – ca. 1—2 Wochen)
  • Rasur von kleinen Fellarealen auf Rücken oder Seite (ca. 1—4 Wochen)

Dauerhafte Identifikation

Für eine - möglichst lebenslange - Kennzeichnung können folgende Methoden angewandt werden:

  1. Ohrmarken
  2. Ohrlochung
  3. Tätowierung
  4. Transponder/Mikrochip

Vor- und Nachteile:

Methode Vorteile Nachteile
Ohrmarken
  • schnell
  • einfach
  • eindeutig
  • beständige Ohrmarken aus Metall
  • normalerweise von 1—999
  • nicht bei Neonaten (Ohrmuscheln entwickeln sich noch)
  • Ohrmarken meist sehr groß im Verhältnis zum Tier (Maus)
  • können im Käfiggitter hängen bleiben und ausreißen
Ohrlochung
  • relativ schnell
  • relativ einfach
  • normalerweise von 1—100 (je nach Schema)
  • Stanzmaterial kann für Genotypisierung genutzt werden
  • nicht bei Neonaten (Ohrmuscheln entwickeln sich noch)
  • durch z.B. Bissverletzungen veränderbar
Tätowierung
  • bevorzugte Methode bei Neonaten (Zehen, Fußballen oder Schwanz)
  • mit speziellem Equipment eindeutige und individuelle Markierung möglich
  • dauerhaft
  • bei individueller Kennzeichnung evtl. Dauer, Kosten für Equipment
  • bei Fußtätowierung Akkumulierung der Tätowierfarbe im ableitenden Lymphknoten möglich — evtl. störend bei histologischer Auswertung
Transponder
  • absolut eindeutig
  • weltweit lesbar
  • einfaches berührungsloses Monitoring möglich (durch Darüberhalten des Lesegeräts)
  • Kosten
  • Lesegerät notwendig

Zu beachten:

Sämtliche Materialien und die vorgesehene Körperoberfläche müssen vor Anwendung desinfiziert werden. Geräte vorher auf Funktionstüchtigkeit prüfen: Schließt die Ohrmarkenzange korrekt? Ist die Ohrlochzange scharf? Sind Kanülen oder Tätowiernadeln scharf?

Ggf. sind fragliche Teile zu ersetzen.

Eine Narkose ist — außer für die Implantation eines Mikrochips — bei geübten Personen nicht erforderlich; für (noch) Ungeübte empfiehlt sich eine kurze "Rauschnarkose" mit Isofluran.

Kennzeichnungsschemata

 

  1. Forschung

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