„Festreden zur Erinnerung an die koloniale Gründung Neuenglands als Ursprung der USA aus der Zeit 1770 bis 1865“
Projektleiter:
Prof. Dr. Udo Hebel
Lehrstuhl für Amerikanistik/American Studies
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Universität Regensburg
93040 Regensburg
Tel.: 0941-943-3477/78
Fax.: 0941-943-3590
e-mail: udo.hebel@sprachlit.uni-regensburg.de
Projektmitarbeiter:
Alexandra Herzog
Doris Wess
P.T. 3.2.84 / Tel.: 0941-943-3508
Projektbeginn:
Juli 2010
Projektzusammenfassung:
Die Sammlung von Festreden zur Erinnerung an die Ankunft der Pilgerväter in Neuengland im Jahr 1620 dokumentiert erstmals umfassend die sog. Forefathers’ Day Orations aus der Zeit zwischen 1770 und 1865. ‚Vorväter-Reden’ bildeten zwischen der Amerikanischen Revolution und dem Amerikanischen Bürgerkrieg den Höhepunkt von Festakten, mit denen Gemeinden, Städte und historische Traditionsgesellschaften an die Gründung der ersten puritanischen Kolonie in Plymouth, Mass. und an die Ideale der kolonialen Gründerväter als historischem Ausgangs- und ideologischem Bezugspunkt für die nationale Geschichte und die politischen Traditionen der USA erinnerten. Die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts auf Neuengland konzentrierten Feierlichkeiten finden bis zum Bürgerkrieg auch im Süden, Mittleren Westen und Westen der USA Verbreitung und besitzen zeitweise eine ähnliche Bedeutung wie der Nationalfeiertag des Fourth of July. Die Ausgabe von chronologisch, regional und inhaltlich exemplarisch ausgewählten Reden zielt auf die Erschließung eines für die U.S.-amerikanische Kulturgeschichte und Erinnerungskultur signifikanten Textkorpus, das die rhetorischen Funktionalisierungen des neuengländischen Gründungsmythos zwischen nationaler Glorifizierung und universeller Idealisierung einerseits und regionalpolitischer Ideologisierung und tagesaktueller Nutzbarmachung andererseits verdeutlicht.
„Das frühneuzeitliche deutsche Reich als politisches Referenzsystem des amerikanischen Föderalismus im Entstehungsprozeß der USA (1751-1788)“
Projektleiter:
Prof. Dr. Volker Depkat
Professur für Amerikanistik
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Universität Regensburg
93040 Regensburg
Tel.: 0941-943-3476
Fax.: 0941-943-3590
e-mail: volker.depkat@sprachlit.uni-regensburg.de
Professor Dr. Johannes Burkhardt, Emeritus
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit
Direktor des Instituts für Europäische Kulturgeschichte
Universität Augsburg
Universitätsstraße 10
86135 Augsburg
Tel.: 0821-598-5548
Projektmitarbeiter:
PD Dr. Jürgen Overhoff
Projektbeginn:
April 2009
Projektzusammenfassung:
Das Projekt analysiert den besonderen Status des frühneuzeitlichen deutschen Reiches als politisches Referenzsystem des amerikanischen Föderalismus im Entstehungsprozess der USA (1751-1788). In diesem Zusammenhang wird nicht in erster Linie danach gefragt, welche Elemente der Reichsverfassung möglicherweise Eingang in die U.S.-Verfassung von 1787 gefunden haben. Vielmehr wird unter Einbeziehung der neueren Forschungen zum Prozess der ‚Westernisierung‘ im Sinne Anselm Doering-Manteuffels und zum Problem des atlantisch-europäischen Kulturtransfers – der bereits im 18. Jahrhundert ein zirkulierender Ideenverkehr in beide Richtungen war –, untersucht, inwieweit das Organisations- und Ordnungssystem des Föderalismus auf beiden Seiten des Atlantiks als zukunftsträchtigstes politisches Mittel des Westens zur Lösung inner- und zwischenstaatlicher Konflikte diskutiert wurde, und wie in den USA im Rahmen dieses transatlantischen Föderalismusdiskurses insbesondere unter Bezug auf das Alte Reich eigene Konzepte und Positionen definiert und Maximen für das politische Handeln formuliert wurden.