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Auslaufende Studiengänge

Die Informationen auf dieser Seite betreffen nur bereits eingeschriebene Studierende, eine Einschreibung in die auslaufenden Studiengänge (Diplom, Lehramt "alte LPO") ist nicht mehr möglich.


Diplom

Prüfungssekretariat Mathematik (Diplom)

Vorsitzender der Prüfungskommission Prof. Dr. Felix Finster
Vorzimmer: Eva Rütz, Zi. 224, Telefon 943 2773, Telefax 943 3263

Vertreter Prof. Dr. Uwe Jannsen

Sachbearbeiterin Verwaltungsangestellte Bettina Pusch, Zi. 212, Telefon 943 2806, Telefax 943 4923, E-Mail: bettina.pusch"at"ur.de

Vertretung Verwaltungsangestellte Brigitta Lux, Gebäude Phys Zi. 1.1.04, Telefon 943 2427


Diplomprüfungsordnung in der Fassung vom 31. 8. 2004

 

ERSTER TEIL: ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN

§ 1 Zweck der Prüfung

(1) Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Mathematik. Durch sie soll festgestellt werden, ob der Kandidat gründliche mathematische Kenntnisse erworben hat und in der Lage ist, nach wissenschaftlichen Grundsätzen selbständig zu arbeiten. In einem Teilgebiet der Mathematik soll der Kandidat vertiefte Kenntnisse nachweisen.

(2) Durch die Diplomvorprüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er die grundlegenden Kenntnisse des Faches erworben hat, die es ihm ermöglichen, das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

§ 2 Diplomgrad

Nach bestandener Diplomprüfung wird der Grad eines "Diplom-Mathematikers Univ." bzw. einer "Diplom-Mathematikerin Univ." (jeweils abgekürzt Dipl.-Math. Univ.) verliehen.

§ 3 Gliederung des Studiums und Studiendauer

(1) Der Höchstumfang des Mathematikstudiums einschließlich Nebenfach beträgt 157 Semesterwochenstunden. Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Zeit für die Abschlußprüfung und die Anfertigung der Diplomarbeit neun Semester.

(2) Das Grundstudium wird mit der Diplomvorprüfung, das Hauptstudium mit der Diplomprüfung abgeschlossen.

§ 4 Prüfungsfristen

(1) Die Diplomvorprüfung soll vor dem Beginn der Lehrveranstaltungen des 5. Semesters, die Diplomprüfung bis zum Ende des 9. Semesters abgelegt werden.

(2) Meldet sich ein Student aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht so rechtzeitig und ordnungsgemäß zur Diplomvorprüfung, daß er diese bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des sechsten Semesters abgelegt hat oder legt er die Prüfung, zu der er sich gemeldet hat, nicht bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des sechsten Semesters ab, gilt diese Prüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden.

(3) Meldet sich ein Student aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht so rechtzeitig und ordnungsgemäß zur Diplomprüfung, daß er diese bis zum Ende des 13. Semesters abgelegt hat oder legt er die Prüfung, zu der er sich gemeldet hat, nicht bis zum Ende des 13. Semesters ab, gilt diese Prüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden.

(4) Überschreitet ein Student die Fristen des Absatzes 2 oder 3 aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, so gewährt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag eine Nachfrist. Die Meldefrist verlängert sich jeweils um so viele Semester, die benötigt werden, um die Wiederholungsprüfung abzulegen.

(5) Auf die Prüfungsfristen werden auf Antrag Schutzfristen nach § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes sowie Fristen für die Gewährung von Erziehungsurlaub nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Bayerisches Beamtengesetz, §§ 12 bis 15 Urlaubsverordnung nicht angerechnet.

§ 5 Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation und Durchführung der Prüfungen im Diplomstudiengang Mathematik wird ein Prüfungsausschuss eingesetzt. Er besteht aus 5 Mitgliedern.

(2) Der Vorsitzende, sein Stellvertreter und die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses werden vom Fachbereichsrat gewählt. Zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses können nur Professoren der Universität Regensburg gewählt werden.

(3) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt 3 Jahre. Eine Wiederbestellung ist möglich.

(4) Dem Prüfungsausschuss obliegt die Durchführung des Prüfungsverfahrens, insbesondere die Planung und Organisation der Prüfungen. Der Vorsitzende achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet regelmäßig dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten und gibt ihm gegebenenfalls Anregungen zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung.

(5) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder mit einer Ladungsfrist von einer Woche geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung, geheime Abstimmung und Stimmrechtsübertragung sind nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(6) Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. Er ist befugt, anstelle des Prüfungsausschusses unaufschiebbare Entscheidungen allein zu treffen. Hiervon hat er dem Prüfungsausschuß unverzüglich Kenntnis zu geben. Der Prüfungsausschuss kann dem Vorsitzenden, soweit diese Prüfungsordnung nichts anderes bestimmt, die Erledigung einzelner Aufgaben widerruflich übertragen.

(7) Bescheide in Prüfungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, bedürfen der Schriftform; sie sind zu begründen und mit Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Dem Kandidaten ist vor ablehnenden Entscheidungen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Widerspruchsbescheide erläßt der Rektor der Universität, in fachlich-prüfungsrechtlichen Fragen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuß und nach Anhörung der zuständigen Prüfer. Art. 25 Abs. 3 Nr. 7 BayHSchG bleibt unberührt.

§ 5a Besondere Ordnungen

Die Prüfungen in den Nebenfächern Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Naturwissenschaftliche Informatik sind durch eigene Prüfungsordnungen geregelt.

§ 6 Prüfer und Beisitzer

(1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Prüfer und Beisitzer. Für die Bestellung der Prüfer hat der Kandidat ein Vorschlagsrecht; ein Rechtsanspruch auf die Bestellung der vorgeschlagenen Prüfer besteht nicht.

(2) Zum Prüfer können alle nach dem Bayerischen Hochschulgesetz sowie nach der Hochschulprüferverordnung in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme von Hochschulprüfungen Befugten bestellt werden. Zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer die entsprechende Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung bestanden hat.

(3) Die Bestellung zu Prüfern soll in geeigneter Form bekanntgegeben werden. Ein kurzfristig vor Beginn der Prüfung aus zwingenden Gründen notwendig werdender Wechsel des Prüfers ist zulässig. Scheidet ein prüfungsberechtigtes Hochschulmitglied aus der Hochschule aus, bleibt dessen Prüfungsberechtigung in der Regel bis zu einem Jahr erhalten.

§ 7 Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht

(1) Der Ausschluss von der Beratung und Abstimmung im Prüfungsausschuss sowie von einer Prüfungstätigkeit wegen persönlicher Beteiligung bestimmt sich nach Art. 41 Abs. 2 BayHSchG.

(2) Die Pflicht der Mitglieder des Prüfungsausschusses, der Prüfer, der Prüfungsbeisitzer und sonstiger mit Prüfungsangelegenheiten befasster Personen zur Verschwiegenheit bestimmt sich nach Art. 18 Abs. 3 BayHSchG.

§ 8 Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer

Falls ein Kandidat zur Prüfung zugelassen wird, werden ihm die Prüfer und die Termine der Klausuren (falls vorgesehen) schriftlich mitgeteilt. Er wird aufgefordert, Termine für die mündlichen Prüfungen mit den Prüfern zu vereinbaren. Der Kandidat teilt die vereinbarten Prüfungstermine dem Prüfungssekretariat mit, das sie durch Aushang am schwarzen Brett bekannt macht, es sei denn, Zuhörer sind nach § 13 (5) Satz 2 ausgeschlossen.

§ 9 Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in demselben Studiengang *) an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für die Diplom-Vorprüfungen. Soweit die Diplom-Vorprüfung Fächer nicht enthält, die an der Universität Regensburg Gegenstand der Diplom-Vorprüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll.

(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der Universität Regensburg im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.

*) Anmerkung: Nur solche Studiengänge, die derselben Rahmenordnung unterliegen, gelten als dieselben Studiengänge.

(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.

(4) § 20 Abs. 1 Sätze 4 bis 6 und § 27 Abs. 3 bleiben unberührt.

(5) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe der örtlichen Prüfungsordnungen in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig.

(6) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Absätze 1 bis 4 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Der Student hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

§ 10 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschussvorsitzenden unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Dieser kann bei Krankheit die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so setzt er einen neuen Prüfungstermin fest.

(3) Bei anerkanntem Rücktritt oder Versäumnis werden die Prüfungsergebnisse in den bereits abgelegten Fächern angerechnet. Der Prüfungsausschuss soll bestimmen, daß die versäumten Prüfungsleistungen - sofern die anerkannten Gründe dem nicht entgegenstehen - im unmittelbaren Anschluß an den Prüfungstermin nachgeholt werden.

(4) Versucht der Kandidat das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet. Der Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet.

(5) Die Entscheidung, ob der Kandidat von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen wird, trifft der Prüfungsausschuss.

§ 11 Mängel im Prüfungsverfahren

(1) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die das Prüfungsergebnis beeinflusst haben, ist auf Antrag eines Kandidaten oder von Amts wegen anzuordnen, dass von einem bestimmten oder von allen Kandidaten die Prüfung oder einzelne Teile derselben wiederholt werden.

(2) Mängel des Prüfungsverfahrens oder eine vor oder während der Prüfung eingetretene Prüfungsunfähigkeit müssen unverzüglich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder beim Prüfer geltend gemacht werden.

(3) Sechs Monate nach Abschluss der Prüfung dürfen von Amts wegen Anordnungen nach Absatz 1 nicht mehr getroffen werden.

§ 12 Schriftliche Prüfung

ist aufgehoben.

§ 13 Mündliche Prüfung

(1) Die mündlichen Prüfungen werden als Einzelprüfungen durchgeführt.

(2) Jede mündliche Prüfung wird von einem oder zwei Prüfern, jeweils in Gegenwart eines Beisitzers, abgenommen. Die Prüfer sollen sich auf eine Note einigen. Ist dies nicht möglich, so beurteilt jeder Prüfer das Ergebnis der Prüfung (nicht nur das seines Anteils daran) durch eine Note; der Vorsitzende des Diplomprüfungsausschusses setzt dann die Note für die Prüfung durch Mitteilung und Rundung auf die nächste der nach § 14 Abs. 1 zulässigen Noten fest, im Grenzfall zugunsten des Kandidaten.

(3) Über die mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort, Zeit und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüfer oder des Prüfers, des Beisitzers und des Kandidaten, sowie besondere Vorkommnisse. Das Protokoll ist mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren.

(4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und sein Stellvertreter haben das Recht, der Prüfung beizuwohnen.

(5) Bei mündlichen Prüfungen werden Studenten, die sich der gleichen Prüfung unterziehen wollen, im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten als Zuhörer zugelassen. Auf Verlangen des Kandidaten werden Zuhörer ausgeschlossen.

(6) Die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erfolgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

§14 Bewertung von Prüfungsleistungen und Bildung der Prüfungsgesamtnote

(1) Die Urteile über die einzelnen Prüfungsleistungen werden von dem jeweiligen Prüfer durch folgende Noten und Prädikate ausgedrückt:

1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

Zur differenzierten Bewertung der Leistungen können die Notenziffern um 0,3 erhöht oder erniedrigt werden und sind in dieser Form zur Berechnung der Gesamtnote heranzuziehen; die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3 sind ausgeschlossen. Der Prüfungsbewertung dürfen nur individuelle Leistungen des Kandidaten zu-grunde gelegt werden. In den Vordiplom- und Diplom-Zeugnissen werden alle angegebenen Noten außer der Gesamtnote zusätzlich als Zahl mit einer Stelle nach dem Komma angegeben. Die von den beiden Gutachtern für die Diplomarbeit erteilten Noten werden ebenfalls im Zeugnis angegeben

(2) Die Prüfungsgesamtnote errechnet sich in der Diplomvorprüfung als Durchschnitt der vier Fachnoten, in der Diplomhauptprüfung als Durchschnitt der Noten der vier Fachprüfungen und der beiden Bewertungen der Diplomarbeit durch die Prüfer; ist die Arbeit von nur einem Prüfer beurteilt worden oder setzt der Prüfungsausschuss gemäß § 27 Abs. 8 Satz 3 eine Note fest, so wird diese Note doppelt gewichtet.

Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet:

Bei einem Durchschnitt bis 1,5 = sehr gut
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 = gut
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 = befriedigend
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 = ausreichend.
 

§ 15 Ungültigkeit der Prüfung

(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die betroffenen Noten entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt.

Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, entscheidet der Prüfungsausschuss unter Beachtung der allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätze über die Rücknahme rechtswidriger Verwaltungsakte.

(3) Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

§ 16 Einsicht in die Prüfungsakten

(1) Nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

(2) Der Antrag ist binnen einem Monat nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Art. 32 Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) vom 23. 12. 1976 (GVBl. S. 544) gilt entsprechend. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

§ 17 Bescheinigung über eine nicht bestandene Prüfung

Hat der Kandidat die Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, aus der sich das Nichtbestehen der Prüfung, die in den einzelnen Prüfungsfächern erzielten Noten und die noch fehlenden Prüfungsleistungen ergeben.

§ 18 Prüfungsvergünstigungen für Schwerbehinderte

(1) Auf die besondere Lage schwerbehinderter Kandidaten ist in angemessener Weise Rücksicht zu nehmen. Insbesondere ist schwerbehinderten Kandidaten, wenn die Art der Behinderung es rechtfertigt, eine Verlängerung der Bearbeitungszeit für schriftliche Prüfungsteile um bis zu einem Viertel zu gewähren.

(2) Prüfungsvergünstigungen gemäß Absatz 1 werden nur auf schriftlichen Antrag hin gewährt. Der Antrag ist der Meldung zur Prüfung beizufügen.

ZWEITER TEIL: BESONDERE VORSCHRIFTEN

ERSTER ABSCHNITT: D I P L O M V O R P R Ü F U N G

§ 19 Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren

(1) Voraussetzungen für die Zulassung zur Diplomvorprüfung sind:

1. Hochschulreife oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife unter Berücksichtigung der Qualifikationsverordnung in der jeweils geltenden Fassung;
2. ein ordnungsgemäßes Studium der Mathematik, davon mindestens das letzte Semester vor der Prüfung an der Universität Regensburg;
3. a) erfolgreiche Teilnahme wahlweise an 5 verschiedenen Übungen oder an 4 verschiedenen Übungen und einem Proseminar im Fach Mathematik
b) erfolgreiche Teilnahme an einer Übung oder einem Praktikum oder einem Proseminar im Nebenfach. Ist das Nebenfach Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik, so ist statt dessen die Prüfung für das grundlegende Studium des entsprechenden Nebenfachs abzulegen.

Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme nach 3. a) und b) wird je nach Veranstaltung durch Klausuren, Kolloquien, Referate oder Berichte geführt. Die Form des Nachweises wird zu Beginn der Lehrveranstaltungen vom Lehrenden bekannt gegeben. Eine nicht erbrachte Studienleistung kann innerhalb der sich aus § 4 Abs. 2 ergebenden Frist wiederholt werden.

(2) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:

1. ein Lebenslauf;
2. das Studienbuch;
3. eine Aufstellung der Fächer, auf die sich die Prüfung beziehen soll;
4. die Bescheinigung für die gemäß Absatz (1)3 geforderten Leistungen;
5. eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bereits eine Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung in demselben oder verwandten im Grundstudium gleichen Studiengang nicht bestanden hat, oder ob er sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet, oder ob er unter Verlust des Prüfungsanspruchs exmatrikuliert worden ist;
6. gegebenenfalls ein Antrag gemäß § 13 Abs. 5 Satz 2.

Wird die Prüfung gemäß § 20 Abs. 1 Satz 4 in mehreren Teilprüfungen abgelegt, so sind die Nachweise gemäß Absatz 2 Nr. 4 vor Ablegen der letzten Prüfung in Mathematik zu erbringen.

(3) Ist ein Bewerber ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann ihm der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, die Nachweise auf andere Art zu führen.

(4) Die Zulassung zur Diplomvorprüfung ist zu versagen, wenn

1. der Bewerber die nach Absatz 1 vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt, oder
2. die Unterlagen unvollständig sind, oder
3. der Bewerber unter Verlust des Prüfungsanspruchs exmatrikuliert worden ist, oder
4. der Bewerber die Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung in demselben oder verwandten im Grundstudium gleichen Studiengang endgültig nicht bestanden hat. Ein verwandter im Grundstudium gleicher Studiengang ist der Studiengang Mathematik für das Lehramt an Gymnasien.

In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss.

§ 20 Umfang der Diplomvorprüfung

(1) Die Diplomvorprüfung erstreckt sich auf die in Absatz 2 genannten Prüfungsfächer. Die Prüfungen nach Absatz 2 in Mathematik und im Nebenfach Physik sind mündlich und dauern je etwa 30 Minuten. Die Prüfungsleistungen in anderen Nebenfächern ergeben sich aus den in Absatz 2 Satz 2 bis 4 genannten Regelungen. Die Diplom-Vorprüfung wird entweder in einem Zeitraum von vier Wochen oder studienbegleitend abgelegt. Eine studienbegleitende Vorprüfung muss bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des 5. Semesters erbracht werden, sonst werden die fehlende Teilprüfungen mit "nicht ausreichend" bewertet.

(2) Prüfungsfächer sind:

1. Analysis
2. Lineare Algebra (Grundstrukturen, Lineare Algebra mit Analytischer Geometrie)
3. Praktische Mathematik
4. Das Nebenfach: Physik, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik.

Andere Fächer können im Rahmen der gegebenen Studienmöglichkeiten an der Universität Regensburg vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit den zuständigen Fakultäten als Nebenfächer genehmigt werden. Die Studien- und Prüfungsinhalte, spezielle Zulassungsvoraussetzungen und das Prüfungsverfahren sind in den von der zuständigen Fakultät gegebenenfalls erlassenen Prüfungsordnungen für das Nebenfachstudium in Diplomstudiengängen geregelt. Falls eine solche Prüfungsordnung nicht erlassen ist, ist die Genehmigung mit einer Regelung über die Studien- und Prüfungsinhalte und das Prüfungsverfahren zu versehen. Der Antrag ist möglichst frühzeitig zu stellen.

(3) Höchstens zwei Prüfungsfächer unter Absatz 2 1. - 3. können von demselben Prüfer geprüft werden.

(4) Der Prüfungsstoff der drei Mathematikprüfungen umfaßt:

1. Im Prüfungsfach Analysis: den Inhalt des Analysiskurses des Grundstudiums.
2. In Linearer Algebra: den Inhalt der Vorlesungen Lineare Algebra I und II.
3. In Praktischer Mathematik: Wahrscheinlichkeitstheorie oder Numerische Mathematik.

§ 21 Nichtbestehen der Diplomvorprüfung

(1) Die Diplomvorprüfung ist nicht bestanden, wenn eine Fachnote "nicht ausreichend" lautet.

(2) § 4 Abs. 2 und § 10 bleiben unberührt.

§ 22 Wiederholung der Diplomvorprüfung

(1) Ist die Diplomvorprüfung nicht bestanden oder ist § 10 Abs. 1 anzuwenden, so kann sie in den Fächern, in denen sie mit "nicht ausreichend" bewertet wurde, wiederholt werden. Gilt die Diplomvorprüfung gemäß § 4 Abs. 2 als nicht bestanden, ist sie insgesamt zu wiederholen.

(2) Die freiwillige Wiederholung einer bestandenen Diplomvorprüfung ist nicht zulässig.

(3) Die Wiederholungsprüfung muss innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Prüfungsverfahrens abgelegt werden. Diese Frist wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. Bei Versäumnis dieser Frist gilt die Diplomvorprüfung als endgültig nicht bestanden, sofern nicht dem Studenten vom Prüfungsausschuss wegen besonderer, von ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird.

(4) Eine zweite Wiederholung der Fachprüfungen ist nur in einem Fach möglich. Die zweite Wiederholungsprüfung muss innerhalb einer Frist von sechs Monaten seit Bekanntgabe des Nichtbestehens der ersten Wiederholungsprüfung abgelegt werden. Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend.

(5) Bei Wiederholungsprüfungen ersetzen die Noten der Wiederholungsprüfung die Noten der vorangegangenen Prüfung.

§ 23 Prüfungszeugnis

(1) Über die bestandene Vorprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. Hierbei soll eine Frist von vier Wochen eingehalten werden.

(2) Das Zeugnis enthält die Noten der einzelnen Prüfungsfächer, die Namen der Prüfer und die Prüfungsgesamtnote.

(3) Das Zeugnis wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem alle Prüfungsleistungen erbracht sind.

ZWEITER TEIL: BESONDERE VORSCHRIFTEN

ZWEITER ABSCHNITT: D I P L O M P R Ü F U N G

§ 24 Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren

(1) Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomprüfung sind:

1. Hochschulreife gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1; 
2. bestandene Diplomvorprüfung;
3. ein ordnungsgemäßes Studium der Mathematik;
4. a) erfolgreiche Teilnahme an fünf Übungen oder Seminaren im Fach Mathematik; mindestens zwei dieser Veranstaltungen müssen Seminare sein;
b) Erfüllung der speziellen Zulassungsvoraussetzungen für die Nebenfachprüfung. In der Regel ist dies die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung oder einem     Praktikum oder einem Seminar. Liegt für das Nebenfachstudium eine gesonderte Prüfungsordnung vor, so sind die speziellen Zulassungsvoraussetzungen darin geregelt. In den anderen Fällen ist die nähere Ausgestaltung in aktuellen Vereinbarungen des Prüfungsamts mit der jeweiligen Fakultät niedergelegt.

Für den Erwerb der Leistungsnachweise und die Wiederholbarkeit gilt § 19 Abs. 1 Sätze 1 bis 4 entsprechend.

(2) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:

1. Die Unterlagen gemäß Absatz 1,
2. darüber hinaus Unterlagen gemäß § 19 Abs. 2 und
3. eine Bescheinigung über die Ausgabe des Themas der Diplomarbeit.

Wird eine Prüfung in Mathematik gemäß § 26 Abs. 5 vorgezogen, so sind die Nachweise gemäß Absatz 1 Nr. 4 vor Ablegen der beiden übrigen Prüfungen in Mathematik zu erbringen.

(3) Im übrigen gilt § 19 Abs. 3.

(4) Die Zulassung zur Diplomprüfung ist zu versagen, wenn

1. der Bewerber die nach Absatz 1 vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt oder
2. die Unterlagen unvollständig sind oder
3. der Bewerber unter Verlust des Prüfungsanspruchs exmatrikuliert worden ist oder
4. der Bewerber die Diplomprüfung im selben Studiengang (§ 19 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2) endgültig nicht bestanden hat.

§ 25 Termine der mündlichen Prüfungen

Ist der Bewerber zur Diplomprüfung zugelassen, werden ihm die Prüfer der mündlichen Prüfungen mitgeteilt; er wird aufgefordert, Termine für die mündlichen Prüfungen mit den Prüfern zu vereinbaren. Der Kandidat teilt diese Termine dem Prüfungssekretariat mit, das sie durch Anschlag am schwarzen Brett bekannt macht, es sei denn, Zuhörer sind nach § 13 (5) Satz 2 ausgeschlossen.

§ 26 Umfang der Diplomprüfung

(1) Die Diplomprüfung besteht aus:

a) der Diplomarbeit,

b) den Prüfungen in den Fächern:

  • Mathematik I,
  • Mathematik II,
  • Mathematik III,
  • dem Nebenfach.

(2) Bei der Prüfung in Mathematik I stehen Gesichtspunkte der Reinen Mathematik im Vordergrund.
Bei der Prüfung in Mathematik II stehen Gesichtspunkt der Angewandten Mathematik im Vordergrund.
Bei der Prüfung in Mathematik III soll der Kandidat vertiefte Kenntnisse in einem Teilgebiet der Mathematik nachweisen, das er als Schwerpunkt seines Studiums gewählt hat.
Die Prüfungen in Mathematik sind mündlich und dauern jeweils etwa 30 Minuten.

(3) Als Nebenfach können die Fächer Physik, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Naturwissenschaftliche Informatik gewählt werden.Andere Fächer können auf Antrag vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit den zuständigen Fakultäten als Nebenfächer genehmigt werden.Das Nebenfach soll aus dem Fach gewählt werden, das in der Diplomvorprüfung gewählt wurde; andernfalls ist ein zusätzlicher Leistungsnachweis aus dem gewählten Nebenfach zu erbringen. Wird als Nebenfach Naturwissenschaftliche Informatik gewählt, so soll in der Diplomvorprüfung eine Naturwissenschaft als Nebenfach gewählt worden sein; andernfalls ist ein zusätzlicher Leistungsnachweis aus einer Naturwissenschaft zu erbringen.

(4) Die Prüfung im Nebenfach Physik ist mündlich und dauert etwa 30 Minuten.
Studien- und Prüfungsinhalte und das Prüfungsverfahren in den Nebenfächern Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Naturwissenschaftliche Informatik sind in eigenen Prüfungsordnungen für das Nebenfachstudium geregelt. In anderen Nebenfächern werden die Prüfungen durch Vereinbarungen zwischen den beteiligten Prüfungsämtern geregelt.

(5) Die mündlichen Prüfungen gemäß Abs. 2 bis Abs. 4 sind nach Abgabe der Diplomarbeit und in einem Zeitraum von vier Wochen am Ende des neunten Fachsemesters (Regelprüfungstermin) abzulegen. Die Prüfung im Nebenfach kann vorgezogen werden; der Kandidat hat dazu einen separaten Zulassungsantrag zu stellen und die Leistungsnachweise gemäß § 24 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b zu erbringen. Eine der Prüfungen Mathematik I oder Mathematik II kann vorgezogen werden. § 5a und § 31 Abs. 2 bleiben unberührt.

(6) Den drei Prüfungsfächern Mathematik I - III ist ein Stoffumfang zugrunde zu legen, der je zwölf Semesterwochenstunden an Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums entspricht. Elementare Grundkenntnisse in Algebra und Topologie werden vorausgesetzt und nicht auf diesen Stoffumfang angerechnet. Der Nebenfachprüfung ist ein Stoffumfang zugrunde zu legen, der etwa zehn bis zwölf Semesterwochenstunden an Lehrveranstaltungen des jeweiligen Diplomstudienganges entspricht.

(7) Die drei mündlichen Prüfungen in Mathematik müssen bei jeweils verschiedenen Prüfern abgelegt werden.

§ 27 Diplomarbeit

(1) In der Diplomarbeit soll der Kandidat zeigen, daß er sein Fach in angemessener Weise beherrscht und in der Lage ist, nach wissenschaftlichen Grundsätzen selbständig zu arbeiten.

(2) Die Diplomarbeit darf in Ausnahmefällen mit Zustimmung des Prüfungsausschusses außerhalb der Fakultät ausgeführt werden, sofern eine prüfungsberechtigte Person bei der Vergabe der Arbeit schriftlich ihr Einverständnis erklärt, das Erstgutachten gemäß Absatz 8 zu übernehmen.

(3) Eine Ausgabe des Themas der Diplomarbeit vor Zulassung des Kandidaten zur Diplomprüfung bedeutet keine Entscheidung über die Prüfungszulassung.

(4) Die Ausgabe des Themas der Diplomarbeit erfolgt durch einen Prüfungsberechtigten über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Ausgabetag ist aktenkundig zu machen. Auf Antrag des Kandidaten sorgt der Vorsitzende dafür, daß er in angemessener Zeit das Thema für eine Diplomarbeit erhält.

(5) Das Thema kann nur einmal und nur aus triftigen Gründen und mit Einwilligung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses innerhalb des ersten Drittels der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden.

(6) Die Zeit von der Themenstellung bis zur Ablieferung der Diplomarbeit soll sechs Monate nicht überschreiten. Auf begründeten Antrag des Kandidaten kann die Bearbeitungszeit ausnahmsweise bis zu sechs Monaten verlängert werden. Weist der Kandidat durch ärztliches Zeugnis nach, daß er durch Krankheit an der Bearbeitung gehindert ist, ruht die Bearbeitungszeit.

(7) Die Diplomarbeit ist in drei Exemplaren fristgemäß an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu liefern; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Die Diplomarbeit soll gebunden sein und eine Einleitung enthalten. Sie muß mit einer Erklärung des Kandidaten versehen sein, daß er die Arbeit selbst verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat. Wird die Diplomarbeit nicht fristgemäß abgeliefert, wird sie mit "nicht ausreichend" bewertet. Die Diplomarbeit verbleibt mit allen Unterlagen beim Prüfungsamt.

(8) Die Arbeit muß von zwei Prüfern beurteilt werden, es sei denn, daß ein zweiter Prüfer nicht zur Verfügung steht oder der Prüfungsablauf durch die Bestellung eines zweiten Prüfers unangemessen verzögert würde. Erstgutachter soll derjenige sein, der das Thema der Arbeit gestellt hat. Wird die Diplomarbeit nur von einem Gutachter mit "nicht ausreichend" bewertet, so entscheidet der Prüfungsausschuß, er kann einen weiteren Gutachter hinzuziehen. In allen anderen Fällen ergibt sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der vergebenen Noten, gerundet zur nächsten der nach § 14 Abs.1 zulässigen Noten, im Grenzfall zugunsten des Kandidaten.

(9) Die Diplomarbeit und die anderen Leistungen der Diplomprüfung werden getrennt benotet.

§ 28 Zusatzfächer

(1) Auf Antrag kann der Prüfungsausschuß dem Kandidaten gestatten, sich in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern einer Prüfung zu unterziehen (Zusatzfächer).

(2) Das Ergebnis der Prüfung in diesen Fächern wird auf Antrag des Kandidaten in das Zeugnis aufgenommen, jedoch bei der Festsetzung der Gesamtnote nicht mit einbezogen.

§ 29 Nichtbestehen der Diplomprüfung

Die Prüfung ist außer in den Fällen des § 4 Abs. 3 und § 10 nicht bestanden, wenn die Bewertung der Diplomarbeit oder eine Fachnote "nicht ausreichend" lautet.

§ 30 Wiederholung der Diplomprüfung

(1) Ist die Diplomprüfung nicht bestanden oder ist § 10 Abs. 1 anzuwenden, kann sie in den Fächern, die mit "nicht ausreichend" bewertet worden sind, wiederholt werden. Gilt die Diplomprüfung gemäß § 4 Abs. 3 als nicht bestanden, ist sie insgesamt zu wiederholen.

(2) Wird die Diplomarbeit mit "nicht ausreichend" bewertet, so ist auf Antrag, der spätestens vier Wochen nach der Bekanntgabe der Note für die Diplomarbeit zu stellen ist, eine Wiederholung mit neuem Thema möglich. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen. Im übrigen gilt § 27 entsprechend.

(3) Die Absätze 2 bis 5 des § 22 gelten entsprechend für die Wiederholung der Diplomprüfung.

(4) Eine Wiederholung der Prüfungen in Zusatzfächern ist ausgeschlossen.

§ 31 Freier Prüfungsversuch

(1) Wird die Diplomprüfung nach ununterbrochenem Studium der Mathematik innerhalb der gemäß § 3 Abs. 1 bestimmten Regelstudienzeit von neun Fachsemestern erstmals vollständig abgelegt und nicht bestanden, so gilt die Prüfung außer in den Fällen des Nichtbestehens nach § 10 Abs. 4 als nicht abgelegt. Nach der Prüfungsordnung anerkannte Studienzeiten bei Hochschul-, Studiengangs- oder Fachwechsel werden auf das Fachstudium angerechnet.

(2) Im Rahmen des freien Prüfungsversuchs bestandene Fachprüfungen werden angerechnet, wenn die Meldung zur erneuten Ablegung innerhalb von drei Wochen nach Mitteilung über das Nichtbestehen erfolgt und die vollständige Ablegung spätestens zum nächsten regulären Prüfungstermin oder, sofern ein solcher nicht festgelegt ist, innerhalb von drei Monaten nach dem letzten Teil des freien Prüfungsversuchs abgeschlossen wird. Die Fachprüfung kann zur Notenverbesserung einmal wiederholt werden, wobei das jeweils bessere Ergebnis zählt. Absatz 1 und Absatz 2 Sätze 1 und 2 gelten nicht für die Diplomarbeit.

§ 32 Zeugnis und Diplom

(1) Über die bestandene Diplomprüfung sind ein Zeugnis und ein Diplom auszustellen. Hierbei soll eine Frist von vier Wochen eingehalten werden.

(2) Das Zeugnis enthält die Noten der einzelnen Prüfungsfächer, die Namen der Prüfer, das Thema und die Note der Diplomarbeit mit Angabe des Aufgabenstellers und des Zweitgutachters, ferner die Prüfungsgesamtnote.

(3) Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem alle Prüfungsleistungen erbracht sind. Die Diplomurkunde wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel der Fakultät versehen.

DRITTER TEIL: ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 33 Inkrafttreten *

§ 34 Übergangsbestimmungen **

* Diese Vorschrift betrifft das Inkrafttreten der Satzung in der ursprünglichen Fassung vom 15. März 1982 (KMBl II S. 452).
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der späteren Änderungen ergibt sich aus den jeweiligen Änderungssatzungen.

** Die ursprünglichen Übergangsbestimmungen sind durch Zeitablauf überholt. Die Übergangsbestimmungen der späteren Änderungen betreffen nur die zum Zeitpunkt des Erlasses der jeweiligen Änderungssatzung im Diplomstudiengang Mathematik bereits eingeschriebenen Studenten. Sie können der jeweiligen Änderungssatzung entnommen werden.


Nebenfach Physik im Diplomstudiengang

 

- Der Vorsitzende des
Diplomprüfungsausschusses -

 

09.04.03

 

Der Diplomprüfungsausschuss der NWF I - Mathematik hat am 8. Januar 2003 auf Vorschlag des Diplomprüfungsausschusses der NWF II - Physik folgende

Richtlinien zum Nebenfach Physik für Studierende des Diplomstudienganges Mathematik

beschlossen.

Grundstudium

Vorlesungen: Physik I, II und III mit Übungen (je 4 + 2 Std)
evtl. angebotene Ergänzungen zur Mathematik für Physiker
A-Praktikum

 Voraussetzung für die Zulassung zur Diplom-Vorprüfung:

  1 Schein Übungen zu Physik II oder Physik III oder A-Praktikum

 

Vordiplom-Prüfung: 30 Minuten mündlich
Stoff:
 Inhalt von zwei Vorlesungen: Physik I + III oder II + III

 

Hauptstudium

zwei der Vorlesungen: Theorie I (Mechanik, 4 + 2 Std),
bzw. Theorie I für LA Gymnasium
  Theorie II (Elektrodynamik, 4 + 2 Std),
bzw. Theorie II für LA Gymnasium
  Theorie III (Quantenmechanik, im Rahmen des integrierten Kurses mit Physik IV, 7 + 4 Std),
bzw. Theorie III für LA Gymnasium (Quantenmechanik, 4 + 3 Std)

 

Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomprüfung:

  1 Schein Übungen zu Theorie II oder Theorie III oder F-Praktikum (nach den geltenden Regeln für das Physikstudium)

 

Diplomprüfung: 30 Minuten mündlich
Stoff:
 Inhalt von zwei Vorlesungen: Theorie I + III oder II + III

 

Bei der Zulassung zur Diplom-Hauptprüfung in Mathematik wurde als Physikschein bisher auch ein Schein in Theoretischer Mechanik akzeptiert. Übergangsweise wird deshalb ein Schein in Theoretischer Mechanik noch akzeptiert, wenn der Schein

vor dem Sommersemester 2003

erworben wurde.

Prof. Dr. K. Jänich


Nebenfach Wirtschaftswissenschaften

 Der Text dieser Prüfungsordnung ist nach dem aktuellen Stand sorgfältig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der amtliche, beim Prüfungsamt einsehbare, im offiziellen Amtsblatt veröffentlichte Text.

Ordnung

für die Fächer

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik

als Neben- oder Zusatzfach in Diplomstudiengängen und als Nebenfach oder zweites Hauptfach im Magisterstudiengang an der Universität Regensburg

Vom 16. Oktober 2001 - geändert durch Satzung vom 11. Juli 2002

Aufgrund von Art. 6 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes erlässt die Universität Regensburg folgende Ordnung.

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch
Diese Ordnung enthält Rechtsvorschriften. Nach Art. 3. Abs. 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Ordnung gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

§ 1

Grundsatz

(1) Die folgenden Bestimmungen regeln Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungsinhalte und Prüfungen für die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die nach Maßgabe der entsprechenden Prüfungsordnungen anderer Fakultäten an der Universität Regensburg in Diplomstudiengängen als Neben- oder Zusatzfach oder erweitertes Neben- oder Zusatzfach sowie im Magister-studiengang als Nebenfach oder als zweites Hauptfach gewählt werden können.

(2) Die Voraussetzungen für die Wahl des Neben- oder Zusatzfachs oder erweiterten Neben- oder Zusatzfachs in einem Diplomstudiengang sowie des Neben- oder des zweiten Hauptfachs im Magisterstudiengang sind in der jeweiligen Prüfungsordnung festgelegt. Die Wahl erfolgt im Einvernehmen mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

§ 2

Einzelregelungen zu Prüfungen im grundlegenden und erweiterten Neben- und Zusatz-fachstudium sowie im Magisterstudium

(1) Einzelregelungen für die in §§ 3 bis 5 genannten Prüfungen sind der Diplomprüfungsordnung für Studenten der Studiengänge Betriebswirtschaftlehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Regensburg vom 3. August 2000 (KWMBI II S. 1435) in der jeweils geltenden Fassung zu entnehmen. Die Kreditwerte sind dort in §§ 28 bis 31 geregelt. Sie entsprechen der Norm des European Credit Transfer System (ECTS).

(2) In begründeten Ausnahmefällen können auf Antrag einer Fakultät Abweichungen von dieser Ordnung mit Zustimmung des Dekans der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät getroffen werden.

§ 3

Studien- und Prüfungsinhalte sowie Zulassungsvoraussetzungen für das grundlegende Studium in Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre als Neben- oder Zusatzfach in Diplomstudiengängen

(1) Betriebswirtschaftslehre kann als Neben- oder Zusatzfach im Umfang von etwa 15 Semesterwochenstunden planmäßiger Lehrveranstaltungen studiert werden (grundlegendes Studium). Es umfasst die folgenden Studien- und Prüfungsinhalte des Fachs Betriebswirtschaftslehre aus dem Grundstudium des Diplomstudiengangs Betriebswirtschaftslehre der Wirt-schaftswissenschaftlichen Fakultät:

- Einführung in die Betriebswirtschaftslehre,
- Betriebliche Leistungserstellung,
- Betriebliche Finanzierung,
- Betriebliche Marktwirtschaft.

Das grundlegende Studium in Betriebswirtschaftslehre wird mit dem erfolgreichen Ablegen der Diplomvorprüfung im Fach Betriebswirtschaftslehre des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Ein Zeugnis mit einer Gesamtnote wird über "Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre" ausgestellt.

(2) Volkswirtschaftslehre kann als Neben- oder Zusatzfach im Umfang von etwa 12 Semesterwochenstunden planmäßiger Lehrveranstaltungen studiert werden (grundlegendes Studium). Es umfasst die folgenden Studien- und Prüfungsinhalte des Fachs Volkswirtschaftslehre aus dem Grundstudium des Diplomstudiengangs Volkswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät:

- Einführung in die Volkswirtschaftslehre,
- Volkswirtschaftliches Rechnungswesen einschließlich Übungen,
- Mikroökonomie einschließlich Übungen,
oder
- Makroökonomie einschließlich Übungen.

Das grundlegende Studium in Volkswirtschaftslehre wird mit dem erfolgreichen Ablegen der Diplomvorprüfung im Fach Volkswirtschaftslehre des Studiengangs Volkswirtschaftslehre abgeschlossen. Zulassungsvoraussetzung für die Diplomvorprüfung in Volkswirtschaftslehre ist ein Leistungsnachweis in "Volkswirtschaftliches Rechnungswesen". Ein Zeugnis mit einer Gesamtnote wir über "Grundzüge der Volkswirtschaftslehre" ausgestellt.

§ 4

Studien- und Prüfungsinhalte sowie Zulassungsvoraussetzungen für Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik als erweitertes Neben- oder Zusatzfach in Diplomstudiengängen

(1) Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik kann als erweitertes Neben- oder Zusatzfach im Umfang von etwa 15 Semesterwochenstunden planmäßiger Lehrveranstaltungen aus dem Grundstudium (grundlegendes Studium) studiert werden, zu dem ein Hauptstudium mit einem Kreditwert von 20 - 30 hinzu kommt.

(2) Für das grundlegende Studium in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre gelten die Vorschriften des § 3 Abs. 1 und 2. Für das grundlegende Studium in Wirtschaftsinformatik sind im Umfang von etwa 15 Semesterwochenstunden die planmäßigen Lehrveranstaltungen des Grundstudiums mit den folgenden Studien- und Prüfungsinhalten zu besuchen:

- Wirtschaftsinformatik I bis III, 
- Informatik II,
- Betriebliche Leistungserstellung,
- Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (empfohlene Option).

Das grundlegende Studium im Fach Wirtschaftsinformatik wird mit dem erfolgreichen Ablegen der Diplomvorprüfung in den Teilfächern "Wirtschaftsinformatik (Wirtschaftsinformatik III)" und "Betriebswirtschaftslehre (Betriebliche Leistungserstellung)" abgeschlossen. Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomvorprüfung in Wirtschaftsinformatik sind Leistungs-nachweise in "Wirtschaftsinformatik I" und "Informatik II und Wirtschaftsinformatik II".

(3) Studien- und Prüfungsinhalte des Hauptstudiums in Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre als erweitertem Neben- und Zusatzfach bestehen aus den Modulen eines frei wählbaren Studienschwerpunkts des gleichnamigen Studiengangs. Für das Fach Volkswirtschaftslehre muss ein Seminar oder eine Übung für Fortgeschrittene möglichst im gewählten Studienschwerpunkt mit Erfolg besucht werden.

(4) Studien- und Prüfungsinhalte des Hauptstudiums der Wirtschaftsinformatik sind die Module Allgemeine Wirtschaftsinformatik I bis IV. Für das Fach Wirtschaftsinformatik muss außerdem ein Projektseminar in Wirtschaftsinformatik mit Erfolg besucht worden sein.

(5) Das erweiterte Nebenfach- oder Zusatzfachstudium wird mit dem erfolgreichen Ablegen aller Prüfungen zu den Modulen und dem Seminar oder der Übung für Fortgeschrittene abgeschlossen.

(6) Die Zulassung zu den Modulprüfungen und dem Seminar oder der Übung für Fortgeschrittene setzt voraus, dass das Grundstudium gemäß § 3 oder Absatz 2 erfolgreich abgeschlossen worden ist. Für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik muss der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an dem vorgeschriebenen Seminar oder der Übung für Fortgeschrittene oder dem Projektseminar spätestens vor Abschluss der letzten Modulprüfung erbracht werden. Die Gesamtnote ergibt sich als mit den Kreditwerten gewichteter Durchschnitt der Einzelleistungen. Die Note für das Seminar, die Übung für Fortgeschrittene oder das Projektseminar geht mit einem Kreditwert von 8 gewichtet in die Gesamtnote des erweiterten Neben- oder Zusatzfachs ein.

(7) Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums der Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik als erweitertem Neben- oder Zusatzfach in Diplomstudiengängen wird ein Zeugnis über die im Hauptstudium erfolgreich abgelegten Module unter Angabe des gewählten Studienschwerpunkts sowie über das Seminar oder die Übung für Fortgeschrittene zusammen mit einer Gesamtnote ausgestellt.

§ 5

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik als Nebenfach oder zweites Hauptfach im Magisterstudiengang

(1) Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik kann im Magisterstudiengang als zweites Hauptfach gewählt werden. Als Nebenfach ist nur Volkswirtschaftslehre mit den Regelungen der § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 3 wählbar.

(2) Für das Studium und die Prüfungen in Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre als zweitem Hauptfach gelten §§ 3 und 4 entsprechend mit der Maßgabe, dass im Hauptstudium die Module zweier Studienschwerpunkte und eventuell ergänzende Module mit einem Gesamtkreditwert von mindestens 60 gewählt werden müssen. Diese Grenze darf nur um Teile des Kreditwerts eines Moduls überschritten werden. Die beiden Studienschwerpunkte sowie die ergänzenden Module müssen für das zweite Hauptfach Betriebswirtschaftlehre aus den betriebswirtschaftlichen Modulen des Hauptstudiums im Studiengang Betriebswirtschaftslehre und für das zweite Hauptfach Volkswirtschaftslehre aus den volkswirtschaftlichen Modulen des Hauptstudiums im Studiengang Volkswirtschaftslehre gewählt werden. Je gewähltem Studienschwerpunkt muss bei den Modulen wenigstens ein Kreditwert von 20 erreicht werden.

(3) Für das Studium und die Prüfungen in Wirtschaftsinformatik gilt § 4 Abs. 2 und 4 entsprechend mit der Maßgabe, dass zusätzlich zu den Modulen der Allgemeinen Wirtschaftsinformatik die Module eines zweiten Studienschwerpunkts der Wirtschaftsinformatik sowie eventuell weitere Wirtschaftsinformatik-Module aus dem Hauptstudium bis zum Erreichen von mindestens 60 Kreditpunkten gewählt werden müssen. Diese Grenze darf nur um Teile des Kreditwerts eines Moduls überschritten werden.

(4) Die Wahl der Studienschwerpunkte und der zusätzlichen Module muss mit einem für den jeweiligen Studiengang zuständigen Prüfer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beraten und vereinbart werden. Das Ergebnis der Wahl wird schriftlich festgehalten, vom Prüfer abgezeichnet und von ihm dem für den Kandidaten zuständigen Prüfungsamt mitgeteilt.

(5) Das zweite Hauptfach wird mit dem erfolgreichen Ablegen aller Modulprüfungen sowie in Betriebswirtschaftslehre eines Seminars, in Volkswirtschaftslehre eines Seminars oder einer Prüfung in einer Übung für Fortgeschrittene oder in Wirtschaftsinformatik eines Seminars oder Projektseminars abgeschlossen. Für das zweite Hauptfach wird eine Gesamtnote gebildet, die sich als mit den jeweiligen Kreditwerten gewichteter Durchschnitt der Einzelleistungen ergibt. Die Seminar- oder Übungsnote geht mit einem Kreditwert von 8 gewichtet in die Gesamtnote des zweiten Hauptfachs ein.

(6) Nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungen im zweiten Hauptfach wird ein Zeugnis über das gewählte Fach und die erfolgreich abgelegten Module unter Angabe der Studienschwerpunkte sowie des Seminars oder der Übung für Fortgeschrittene zusammen mit einer Gesamtnote ausgestellt.

§ 6

In-Kraft-Treten, Übergangsregelungen

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

(2) Soweit mit dem Studium der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik als Neben- , Zusatz- oder Magisterfach vor In-Kraft-Treten dieser Satzung begonnen wurde, wird das Fach gemäß den bisher geltenden Regelungen studiert und abgeschlossen. Auf Antrag können jedoch die Prüfungen nach dieser Ordnung abgelegt werden, wenn das Studium im Sinne von Satz 1 im Wintersemester 2000/2001 oder später begonnen worden ist.

(3) Die Ordnung für das Fach Betriebswirtschaftslehre als Nebenfach in Diplomstudiengängen oder als zweites Hauptfach im Magisterstudiengang an der Universität Regensburg vom 18. Juli 1995 (KWMBl II S. 910) und die Ordnung für das Fach Volkswirtschaftslehre als Nebenfach in Diplomstudiengängen oder als zweites Hauptfach oder als Nebenfach im Magisterstudiengang an der Universität Regensburg vom 18. Juli 1995 (KWMBl II S. 911) werden vorbehaltlich der Bestimmung in Absatz 2 aufgehoben.

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Regensburg vom 18. Juli 2001 und der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Schreiben vom 12.09.2001 Nr. X/4-5e66a(5)-10b/36 262.

Regensburg, den 16. Oktober 2001

Universität Regensburg

Der Rektor

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

Diese Satzung wurde am 16. Oktober 2001 in der Hochschule niedergelegt; die Niederlegung wurde am 16. Oktober 2001 durch Aushang in der Hochschule bekannt gegeben. Tag der Bekanntmachung ist daher der 16. Oktober 2001.


Nebenfach Naturwissenschaftliche Informatik

 Der Text dieser Prüfungsordnung ist nach dem aktuellen Stand sorgfältig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der amtliche, beim Prüfungsamt einsehbare, im offiziellen Amtsblatt veröffentlichte Text.

 

Prüfungsordnung für das interdisziplinäre Wahlpflichtfach

Naturwissenschaftliche Informatik (Science Informatics)

an der Universität Regensburg

Vom 2. Oktober 2001

 

Aufgrund von Art. 6 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes erlässt die Universität Regensburg folgende Satzung:

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch: 
Diese Satzung enthält Rechtsvorschriften. Nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

§ 1

Zweck der Prüfung

(1) In der Prüfung zum Wahlpflichtfach "Naturwissenschaftliche Informatik" (Science Informatics) soll der Kandidat nachweisen, dass er fachübergreifende Kenntnisse im Bereich der für die Naturwissenschaften besonders wichtigen Teildisziplinen der Informatik erworben hat.

(2) Die Prüfung kann als Wahlpflichtfach Teil der Diplom-Hauptprüfungen in den beteiligten Fakultäten sein. In den Prüfungsordnungen der beteiligten Fakultäten sind entsprechende Regelungen niedergelegt. Im Diplomstudiengang der Mathematik gilt die Ordnung entsprechend für das Nebenfach im Hauptstudium.

 

§ 2

Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsanforderungen

(1) Voraussetzung zur Prüfung sind Studienleistungen im Umfang von mindestens 12 Semesterwochenstunden in den beteiligten Fakultäten, wobei jedem Kandidaten maximal 4 Semesterwochenstunden aus der Fakultät, in der er seine Diplom-Hauptprüfung ablegt, angerechnet werden können. Die wählbaren Veranstaltungen werden im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesen. Die gewählten Studienleistungen bestimmen den thematischen Umfang der Prüfung.

(2) Der Kandidat muss einen Leistungsnachweis (Schein) aus einer der Fakultäten, in denen er nicht die Diplom-Hauptprüfung ablegt, vorlegen. Die hierfür wählbaren Veranstaltungen werden vom Prüfungsausschuss festgelegt.

 

§ 3

Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation und Durchführung der Prüfungen wird ein Prüfungsausschuss eingesetzt. Diesem gehört ein Professor jeder beteiligten Fakultät und ein Vertreter des Universitätsrechenzentrums an. Die Benennung des jeweiligen Mitglieds und seines Vertreters erfolgt durch die Fachbereichsräte bzw. den Leiter des Rechenzentrums.

(2) Zusätzlich kann der Ausschuss beschließen, weitere Mitglieder der Universität für jeweils drei Jahre aufzunehmen.

(3) Der Vorsitzende und sein Vertreter werden von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses aus ihrer Mitte gewählt.

(4) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt drei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Bei Ausscheiden eines der Mitglieder beantragt der Vorsitzende beim jeweiligen Fachbereichsrat (bzw. dem Leiter des Rechenzentrums) eine Nachwahl.

(5) Dem Prüfungsausschuss obliegt die Durchführung des Prüfungsverfahrens. Hierzu gehört auch die Kontrolle, dass in den einzelnen Fakultäten das jeweils erforderliche Mindestangebot an Lehrveranstaltungen eingehalten wird. Der Prüfungsausschuss entscheidet auch über die im Rahmen der 'Science Informatics' wählbaren Veranstaltungen und gibt diese einmal jährlich bekannt.

(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder schriftlich unter Einhaltung einer Frist von drei Arbeitstagen geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen in Sitzungen. Stimmenthaltung, geheime Abstimmung und Stimmrechtsübertragung sind nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(7) Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. Er ist befugt, anstelle des Prüfungsausschusses unaufschiebbare Entscheidungen alleine zu treffen. Hiervon hat er dem Prüfungsausschuss unverzüglich Kenntnis zu geben.

(8) Bescheide in Prüfungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, bedürfen der Schriftform; sie sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Dem Kandidaten ist vor ablehnenden Entscheidungen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Widerspruchsbescheide erlässt der Rektor, in fachlich-prüfungsrechtlichen Fragen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und nach Anhörung der zuständigen Prüfer.

 

§ 4

Durchführung der Prüfung

(1) Die Prüfungen werden gemeinsam von zwei Prüfern, die nicht der gleichen Fakultät oder der gleichen universitären Einrichtung angehören, durchgeführt.

(2) Die Prüfungen sind mündlich. Ihre Dauer soll mindestens 30 Minuten betragen und 45 Minuten nicht überschreiten.

 

§ 5

Prüfer

Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer. Zum Prüfer kann bestellt werden, wer nach der Hochschulprüferverordnung in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme der Prüfungen befugt ist. Der Kandidat kann Vorschläge unterbreiten, die jedoch nicht bindend sind.

 

§ 6

Bewertung der Prüfungsleistung

(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Fachnote mindestens 'ausreichend' (4,0) ist.

(2) Beide Prüfer müssen sich auf eine gemeinsame Note einigen. Gelingt dies nicht, entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhörung der beteiligten Prüfer über die Note.

 

§ 7

Weitere Regelungen

(1) Für alle Belange, die nicht in dieser Prüfungsordnung festgelegt sind, insbesondere für Notengebung, Prüfungstermine, Rücktritt, Täuschung, Ungültigkeit der Prüfung, gelten jeweils die in der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Physik an der Universität Regensburg in der jeweils geltenden Fassung festgelegten Regelungen.

(2) In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss.

 

§ 8

In-Kraft-Treten

Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Regensburg vom 18. Juli 2001 und der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst durch Schreiben vom 18.09.01 Nr. X/4-5e69eIX-10b/36 020.

 

Regensburg, den 2. Oktober 2001

Universität Regensburg

Der Rektor

 

 

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

 

Diese Satzung wurde am 2. Oktober 2001 in der Hochschule niedergelegt. Die Niederlegung wurde am 2. Oktober 2001 durch Anschlag in der Hochschule bekanntgegeben. Tag der Bekanntmachung ist daher der 2. Oktober 2001.


Lehramt "LPO alt"

Erstes Staatsexamen (LPO 1 - alt) 

  1. Fakultäten

Fakultät für Mathematik

 
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