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Forschung

Die Aufgaben der Genetischen Epidemiologie sind die Identifizierung und Quantifizierung von genetischen Risikofaktoren für komplexe Erkrankungen und die Beschreibung von Interaktionen mit nicht-genetischen Faktoren. Durch genomweite Assoziationsstudien (GWAS) ist es derzeit möglich, für verschiedenste Erkrankungen und erkrankungsrelevante Parameter die zugrunde liegenden genetischen Regionen zu beschreiben. Zusätzlich zu der statistischen Expertise und Kenntnisse der genetischen Architektur beim Menschen, erfordern die Auswertung der hochdimensionalen “–omics”-Daten besondere Methoden und bio-informatische Expertise. Da die Menge und Qualität der Daten einer rasanten technischen Entwicklung unterworfen sind, müssen die Methoden kontinuierlich weiterentwickelt werden. Eine besondere Herausforderung ist die Eingrenzung des biologischen Pfades, über welchen eine genetische Variante die Assoziation mit der Erkrankung oder dem erkrankungsrelevanten Parameter verursacht. Dabei kommen geeignete statistische Modelle, Genexpressionsdaten und die Zusammenarbeit mit funktionell-arbeitenden Gruppen zum Einsatz. Den Fragen hinsichtlich Bedeutung der Genetik für Prävention, Diagnose, Therapie-Stratifikation und Therapieentwicklung stellt sich die Genetische Epidemiologie ebenso wie den ethischen Fragen, wie die Bevölkerung diese Entwicklungen hinsichtlich Kenntnis von genetischen Effekten allgemein oder ihres persönlichen genetischen Profils aufnehmen.

Aktuelle Schwerpunkte sind:

  • Bio-informatische Pipelines zum Management und zur Informationsextraktion von hochdimensionalen Daten
  • Regressionsmodelle und Verfahren der genetischen Statistik
  • Meta-Analysen
  • Geschlechtsspezifische Effekte

Unsere Forschungsprojekte und –plattformen sind:

  • GWAMA Center - Regensburger Analysezentrum für Meta-Analysen von genomeweiten Assoziationsstudien für lokale Kooperationsparnter und internationale Konsortien (z. B. zur Adipositas, Nierenerkrankungen, altersbedingter Makuladegeneration)
  • Regensburger GEM Plattform - Entwicklung von genetisch-epidemiologischen Methoden (GEM) und Realisierung in Software (Interaktionsanalysen, seltene Varianten, 1000G Imputation)
  • Augenstudie der Universität Regensburg (AugUR) - Studie zur Beschreibung von Risikofaktoren für die altersbedingte Maculadegeneration
  • Gender Studies

Diese Projekte sind gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von den National Institutes of Health (NIH) und von der Else-Fresenius-Kröner-Stiftung.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Kooperationen mit Epidemiologie, Medizinischer Soziologie, Humangenetik und klinischen Partnern.

  1. Fakultät für Medizin

Lehrstuhl für Genetische Epidemiologie

Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin

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Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg