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Qualität von Patienteninformationsbroschüren und Informationsbedürfnisse bei atopischem Ekzem

Förderung:

Die Studie wird im Rahmen einer medizinischen Dissertation durchgeführt.

Laufzeit:

seit September 2011

Kurzbeschreibung:

Patienteninformation außerhalb des Arztgespräches gewinnt im medialen Zeitalter zunehmend an Bedeutung. Während die Menge an Information stetig wächst, stellt sich die Frage nach deren Qualität. Das Konzept der evidenzbasierten Patienteninformation fordert, dass das übermittelte medizinische Wissen inhaltlich korrekt sein und die beste medizinischen Erkenntnis transparent und objektiv kommuniziert werden sollte. Trotz der hohen Prävalenz des atopischen Ekzems (Synonym: Neurodermitis) in der deutschen Bevölkerung wurde die Qualität angebotener Information nicht untersucht. Ebenso fehlt bislang eine Studie zu den Informationsbedürfnissen von Patienten mit atopischem Ekzem. Ziel der Studie ist es daher, die Qualität von Patienteninformationsbroschüren für Patienten mit atopischem Ekzem zu evaluieren sowie die Informationsbedürfnisse von Patienten zu explorieren. Die Studie gliedert sich dementsprechend in zwei Phasen
Phase 1: Evaluation von Patienteninformationsbroschüren
Um die Informationssuche eines Patienten möglichst realitätsgetreu nachzustellen, wurden in der Stadt Regensburg niedergelassene Ärzte (Dermatologen, Pädiater, Allgemeinmediziner) und Apotheken per Anschreiben um Einsendung von aktuell verwendeten Broschüren gebeten als auch Selbsthilfegruppen per Email angeschrieben. Insgesamt wurden 36 Broschüren eingesandt. Bei einer Teilstichprobe wurde zunächst die Reliabilität der verbreiteten Bewertungsinstrumente DISCERN und EQUIP überprüft. Anschließend wurden alle Broschüren mit dem Instrument DISCERN bewertet.
Phase 2: Explorieren von Informationsbedürfnissen
In einem zweiten Studienabschnitt wurden in einem qualitativen Studiendesign per Interview Informationsbedürfnisse mit Betroffenen direkt exploriert. Dazu wurde ein Interviewleitfaden zu folgenden Themen entwickelt: Subjektive Krankheitserfahrung und –wahrnehmung, der individuelle Informationsprozess hinsichtlich Informationsquellen sowie der Arzt-Patienten-Beziehung, persönliche Erfahrungen, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten im Informationsprozess sowie eigene Bewertungskriterien und subjektive Meinung zu wissenschaftlichen Bewertungsinstrumenten. Die Rekrutierung der Patienten erfolgte über die Neurodermitis-Sprechstunde der KUNO Kinderklinik St. Hedwig und via Facebook-Aufruf. Eine Auswertung der 16 durchgeführten Interviews wird derzeit erarbeitet.

Projektleitung:

Priv.-Doz. Dr. Christian Apfelbacher PhD

Weitere am Projekt beteiligte Wissenschaftler/innen:

Megan McCool

Projektdurchführung:

cand.med. Josepha Wahl

Kontakt:

Universität Regensburg
Fakultät für Medizin
Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin, Medizinische Soziologie
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
D-93053 Regensburg
Telefon: +49 941 944-5234
Telefax: +49 941 944-5202
christian.apfelbacher@klinik.uni-regensburg.de

  1. Fakultät für Medizin

Professur für Medizinische Soziologie

Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin

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Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg