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Forschung

 

Die zentralen Schwerpunkte in der Forschung werden in den kommenden Jahren einerseits auf dem Bereich Immunpathologie und -therapie sowie zum anderen auf dem Gebiet Integrierte Funktionelle Genomik liegen. Den klinischen und klinisch-wissenschaftlichen Fokus am Universitätsklinikum bildet die Transplantationsmedizin. Die Schwerpunkte werden durch zahlreiche Drittmitteleinwerbungen und Gruppenförderinstrumente der DFG sowie weitere Projekte gestützt.


 

Immunpathologie und -therapie

Ein zentraler Schwerpunkt der Fakultät, Immunpathologie und –therapie, wird in den kommenden Jahren weiter auf dem Gebiet krankheitsbezogener immunologisch-ausgerichteter Forschung einschließlich immunbezogener Therapieformen liegen. Er wird sich mit den damit zusammen­hängenden zellulären und molekularen Vorgängen beschäftigen und die zentrale Rolle des Immun­systems bei definierten menschlichen Erkrankungen im Blick haben. Gleichzeitig werden Wege beschritten, mit zielgerichteten therapeutischen Optionen zur Anwendung in der klinischen Praxis zu kommen (translationale Medizin). Dieser Schwerpunkt erstreckt sich auf alle wichtigen Teilbereiche der modernen immunologisch ausgerichteten Forschung und umfasst u.a. die Transplantation von Spenderorganen und Implantaten, unzureichende, fehlgeleitete bzw. überschießende Immunantworten und Immuninsuffizienzen, bösartige Erkrankungen des Blutes und anderer Organe sowie Infektionserkrankungen.

Durch die Einrichtung einer hämatologisch-onkologischen Pädiatrie wurden die Kompetenzen auf diesem Gebiet in den letzten zwei Jahre weiter gestärkt. Auch bei der Besetzung des neu eingerichteten Lehrstuhls für Pharmakologie und Toxikologie und der Wiederbesetzung des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene wurde auf eine immunologische Ausrichtung Wert gelegt. Mit der Übernahme der wissenschaftlichen Leitung und Geschäfts­führung von BayImmuNet im Jahr 2008 und der Eröffnung des José Carreras-Zentrum für somatische Zelltherapie in 2009 wurden neue infrastrukturelle Vorraussetzungen für die Entwicklung innovativer Therapien bei der Behandlung von Krebs-, Infektions- und Autoimmun­erkrankungen geschaffen. Die José-Carreras-Stiftung unterstützt desweiteren den Aufbau eines Kompetenz-Zentrums GvHD zur Erforschung der Graft-versus-Host-Erkrankungen am Universitätsklinikum. Ende 2010 wurde mit der Gründung des Regensburger Centrums für Interventionelle Immunologie (RCI) der bislang jüngste Pfeiler zur weiteren Konzentration der Expertise im Bereich der Immuntherapieforschung und deren Anwendung am Standort Regensburg geschaffen.


 

Integrierte Funktionelle Genomik

Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Gebiet der Integrierten Funktionellen Genomik liegen. Dies hat die umfassende Charakterisierung lebender (Modell-)Systeme im regulären Zustand, aber auch in krankheitsbedingter Abweichung auf den Ebenen Genomik, Epigenomik, Proteomik und Metabolomik zum Ziel. Der Fokus auf dem Gebiet der Integrierten Funktionellen Genomik wird nunmehr maßgeblich durch jüngere Entwicklungen der Fakultät für Medizin im Bereich der klinisch-theoretischen Fächer (Neubesetzung der Lehrstühle für Immunologie, Humangenetik, Epidemiologie und Präventivmedizin) sowie durch das BayGene-Cluster (eine Senior-Gruppe, drei Junior-Gruppen) unter der Führung des Instituts für Funktionelle Genomik (Anschubfinanzierung durch Sondermittel des Freistaates Bayern) bestimmt.

Diese Entwicklung wurde durch die Einrichtung der neuen Lehrstühle für Statistische Bioinformatik und für Experimentelle Medizin und Therapieverfahren Ende 2010 fortgesetzt, welche zusammen mit der Funktionellen Genomik die in vielen Einrichtungen der Fakultät vorhandenen systemischen Ansätze im Bereich der trans­lationalen Medizin (z.B. in der molekularen Krebsforschung und der Nierenforschung) unterstützen. Zukünftig ist die Sicherung des BayGene-Clusters als konkrete Perspektive maßgeblich.

Die Entwicklung und Überführung molekular begründeter Therapiemodelle aus der Grundlagen- und klinischen Forschung in die klinische Praxis ist auch vorrangiges Ziel der neu gegründeten Wilhelm-Sander-Therapieeinheit NeuroOnkologie, die die Erforschung und Evaluierung neuer Therapieverfahren zum Inhalt hat. Verstärkt wird sowohl die medizinische Versorgung als auch die Forschung auf diesem Gebiet durch eine der Ende 2010 neu eingerichtete Abteilung für Neuropathologie.


 

Transplantationsmedizin

Ein dritter Schwerpunkt, der stark klinisch, aber auch klinisch-wissenschaftlich definiert ist, betrifft den Bereich der Transplantationsmedizin. Hier wurden die Transplantationszahlen am Universitäts­klinikum sowohl zur Organtransplantation als auch zur Knochenmarktransplantation in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das Universitätsklinikum Regensburg hat sich national in der Nieren-, Herz- und Lebertransplantation ebenso profiliert wie in der Knochen­marktransplantation. Mit der Gründung der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin hat sich Regensburg als größtes Zentrum für Kinder-Lebertransplantationen in Süddeutschland etabliert. Ein in der Fakultät gebildeter Forschungsverbund zur Transplantations­medizin wurde 2010 von der DFG positiv bewertet und in eine Klinische Forschergruppe KFO 243 ELITE (Early Immunological Determinants of Late Transplant Outcome) überführt.


 

Bestehende Gruppenförderungen der DFG

SFB 699 "Strukturelle, physiologische und molekularen Grundlagen der Nierenfunktion" (Sprecher: Prof. Dr. A. Kurtz)

SFB 960 "Ribosome formation: Principles of RNP biogenesis and control of their function" (Sprecher: Prof. Dr. H. Tschochner)

Klinische Forschergruppe 146 "Zell-vermittelte Suppression von auto- und alloreaktiven Immunreaktionen" (Sprecher: Prof. Dr. R. Andreesen)

Forschergruppe 696 "Molekulare Analyse und Interaktion an artikulären Grenzflächen – Einfluss neuroendokrinimmuner Faktoren" (Sprecher: Prof. Dr. R. Straub)

Forschergruppe 1075 "Regulation und Pathologie von homöostatischen Prozessen der visuellen Funktion" (Sprecher: Prof. Dr. E. Tamm)

Klinische Forschergruppe 243 "Early Immunological Determinants of Late Transplant Outcome" (Sprecher: Prof. Dr. H.J. Schlitt)

Klinische Forschergruppe 262 "Der Tumormetabolismus als Modulator der Immunantwort und Tumorprogression" (Sprecher: Prof. Dr. Peter Oefner)

Schwerpunktprogramm 1464 "Prinzipien und Evolution von Aktin-Nukleator-Komplexen" (Koordinator: Prof. Dr. Eugen Kerkhoff)

 


 

Weitere herausragende Projekte

EU FP7 Projekt "THE ONE STUDY": A unified approach to evaluating cellular immunotherapy in solid organ transplantation (Koordinator Prof. Dr. E. Geissler)

EU FP7 Projekt "LipidomicNet": Lipid droplets as dynamic organelles of the deposition and release: translational research towards human disease (Koordinator Prof. Dr. G. Schmitz)

Bayerisches Genomforschungsnetzwerk BayGene (Freistaat Bayern)

José Carreras Zentrum für somatische Zelltherapie (José Carreras-Stiftung)

Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk BayImmuNet (Freistaat Bayern)

Etablierung des Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie RCI als zentrale Einrichtung der Universität Regensburg und als Partner des Universitätsklinikums (Freistaat Bayern)

Gründung des Forschungsverbundes "Forschungsallianz Immunmedizin" der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Regensburg und Würzburg mit dem Schwerpunkt "Interventionelle Immunologie" in Regensburg 

Klinische Studie “Silver Study”: A prospective randomized, open labeled trial comparing Sirolimus containing versus mTOR-inhibitor free immunosuppression in patients undergoing liver transplantation for hepatocellular carcinoma (Firma Pfizer)

Einrichtung einer Fraunhofer Projektgruppe "Personalisierte Therapie von Tumoren" des Fraunhofer Institutes für Toxikologie und Experimentelle Medizin

Melanoma Research Network: Nationaler Melanomverbund mit 13 Teilprojekten aus ganz Deutschland (Koordinatorin: Prof. Dr. A. Boßerhoff, gefördert von der Dt. Krebshilfe)

Einrichtung einer Therapieeinheit Neuroonkologie (Wilhelm Sander Stiftung)

AARU Audi Accident Research Unit Verkehrsunfallforschung (Audi AG) 

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