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Kinderorthopädie

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Fröhliche Kinder

Die Behandlung angeborener und erworbener Störungen der Knochen und Muskeln bei Kindern ist ein Schwerpunkt unserer Klinik. Der Begriff Ortho-Pädie beschreibt das „Geradeerziehen“ der Kinder. Nur während des Wachstums können die Knochen lenkend geformt werden. Ein Beispiel dafür lieferte schon Hippokrates (400 Jahre vor Christus ) bei der Behandlung des angeborenen Klumpfußes. In allen Einzelheiten beschrieb er, wie der Arzt den Fuß des Neugeborenen mit der Hand in verschiedene Richtung formt und ihn dann mit erwärmtem Bienenwachs in der Korrekturstellung hält. Heute wird statt Bienenwachs Gips oder Kunststoff verwendet. Die Art der Formung und das Ziel, dadurch eine regelrechte Fußform zu erreichen, sind unverändert geblieben. Es ist wichtig, angeborene Erkrankungen so früh wie möglich zu erkennen, um sie durch eine gezielte Therapie erfolgreich behandeln zu können.

Die Kinderorthopädie ist nicht eine Miniaturisierung der Erwachsenenorthopädie, sondern bedarf des speziellen Kenntnis der Besonderheiten von angeborenen und erworbenen Erkrankungen im Kindesalter, einer entsprechenden Ausstattung und eines Behandlerteams, in das auch erfahrene Orthopädietechniker und Krankengymnasten einbezogen sind.

Klumpfußgips


Ein typisches Beispiel ist die angeborene Hüftunreife (-dysplasie). Die Ultraschalluntersuchung gehört zu den standardisierten Früherkennungs-untersuchungen. Dadurch ist es möglich, Hüftdysplasien schon bei Säuglingen zu erkennen und während der ersten Lebenswochen mit einer Abspreizbehandlung zur Ausheilung zu bringen. Wird dies versäumt, so resultiert ein weniger belastbares Gelenk, das Gefahr läuft, vorzeitig zu verschleißen, also eine Arthrose zu entwickeln, die später mit einem künstlichen Hüftgelenk versorgt werden muss.

Niemals darf man sich mit der Aussage zufrieden geben: „Das verwächst sich schon.“ Jede Auffälligkeit muss kontrolliert werden und wenn es sich um eine Erkrankung handelt, bedarf es der Therapie. Auch mit dem Begriff „Wachstumsschmerz“ darf man sich nicht zufrieden geben. Wachstum schmerzt nicht! Schmerzen treten dann auf, wenn beispielsweise mit dem Wachstum Veränderungen am Knochen oder an den Sehnen auftreten. Erst nach genauer Untersuchung kann entschieden werden, ob eine Veränderung nur der Beobachtung bedarf oder Arzt und Krankengymnast aktiv werden müssen.

Da die Kinderorthopädie einer der Schwerpunkte unserer Klinik ist, werden uns Kinder aus dem weiten Umkreis vorgestellt. Wir decken das gesamte Behandlungsspektrum für die konservative wie operative Behandlung der verschiedenen Erkrankungen der Knochen und Muskeln ab. Dies schließt neben Knochenverkrümmungen auch Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliosen und ebenso neuromuskuläre Erkrankungen, wie Zerebralparesen oder Spina bifida, ein. Skoliosen werden entweder konservativ mit spezialisierten Korsetten (Cheneau-Orthesen) behandelt oder aber bei starken Ausprägungen im Wachstum mit mitwachsenden Stäben („growing rods“) und den modernsten Korrekturinstrumentarien Die Behandlung mit orthopädie-technischen Hilfsmitteln erfolgt Dank unseres Zentrums für Technische Orthopädie unmittelbar mit spezialisierten Technikern, so dass die Korsette mit Anproben in unserer Klinik gefertigt werden.


Skoliose Jb11

[1] Verkrümmung der Wirbelsäule - [2,3] Orthesenversorgung als Wachstumslenkung - [4] Ergebnis der Wirbelsäulenaufrichtung - [5] Behandlungsergebnis: Gerader Rücken


Für die Behandlung von Muskelspasmen setzen wir auch Botolinum-Toxin A ein. Bei Knochendeformitäten stehen uns unterschiedliche Korrekturverfahren zur Verfügung, einschließlich motorisierter („magnetischer“) Verlängerungsnägel und äußerer Halteapparate (Ilisarov-Technik). Bei Glasknochenkrankheit verwenden wir auch „mitwachsende“ innere Knochennägel. Zur Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden bei Kindern und Jugendlichen stehen uns alle modernen Behandlungsverfahren zur Verfügung. Bei Verletzungen werden kindgerechte Osteosynthese- und Rekonstruktionsverfahren eingesetzt.

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Ambulante Vorstellung an unserer Klinik

Anmeldungen für die kinderorthopädische Ambulanz können von Montag bis Donnerstag von 8 – 17 Uhr und am Freitag von 8.00 -12.00 Uhr unter der Telefonnummer 09405 18-2407 angenommen werden.

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  1. Fakultät für Medizin

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Weitere Informationen:

Kliniksekretariat Prof. Grifka

Telefon 09405 18-2401
Telefax 09405 18-2920
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