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Navigation: Hightech für die exakte Prothesenplatzierung

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Indikation

KnienavigationSpacer 5KnieTEP Ein fortgeschrittener Gelenkverschleiß (Arthrose) verursacht Bewegungs- und Belastungsschmerz. Außerdem wird das Bewegungsausmaß eines Gelenkes zunehmend eingeschränkt. Am Kniegelenk merkt man dies beispielsweise dadurch, dass das Knie nicht mehr ganz ausgestreckt werden kann, sondern in leichter Beugestellung verbleibt. Besonders betroffen sind Knie- und Hüftgelenk, die als Beingelenke das Körpergewicht tragen und bei jeder Bewegung zusätzliche Belastungen auffangen müssen (Kraft = Masse x Beschleunigung).
Die Reizung eines Gelenkes zeigt sich durch Schwellung, Überwärmung und Rötung und darin, dass Bewegung und Belastung schmerzen. Oft berichten Patienten, dass die Schmerzen schon beim Aufstehen (Anlaufschmerz) und dann bei vermehrter Belastung (Belastungsschmerz) vorhanden sind. Künstliche Gelenke ermöglichen Schmerzfreiheit, Beweglichkeit und Belastbarkeit. (siehe auch unter Knieendoprothetik).
Spacer 5 Abb.: Ganzbeinstandaufnahme
links Röntgenbild vor, rechts nach der Operation


OP-Verfahren

Die Implantation eines künstlichen Kniegelenks gehört heute zur Routine an vielen Kliniken. Dennoch hat sich bei großen Untersuchungen gezeigt, dass nicht alle künstlichen Gelenke in jeglicher Hinsicht perfekt platziert werden können. Dies gilt auch dann, wenn sehr erfahrene Operateure die Operationen durchführen.

Unter anderem liegt das daran, dass die bei der Operation durchgeführten Sägeschnitte am Knochen aufgrund der individuell unterschiedlichen Knochenverhältnisse nicht immer mit der erforderlichen Präzision ausgeführt werden können. Daher ist dann später die Position der Prothese nicht hundert-prozentig optimal. Im Verlauf der Jahre kann dies zu einer vermehrten Belastung an der Innen- oder Außenseite des künstlichen Gelenks führen, was eine verfrühte Lockerung bewirken kann.

Als optimal implantiert gelten aus heutiger Sicht Kniegelenksprothesen dann, wenn die Belastungsachse des Beins nach der Operation im Bereich von plus/minus 3 Grad Abweichung von der geraden Beinachse liegt. Die Belastungsachse ist dann nach der Operation nicht ganz gerade, sondern läßt minimal noch die Form eines O-oder X-Beines erkennen. Mit der konventionellen Operationsmethode (also Freihand, ohne Navigation) erreichen etwa 75 Prozent der Implantationen solch ideale Ergebnisse. Die übrigen 25 Prozent liegen in der Regel leicht außerhalb dieses Korridors (4-6 Grad Abweichung von der „optimalen“ geraden Beinachse).Wird bei der Operation mit computergestützter Navigation gearbeitet, gibt es nur bei 5 Prozent leichte Abweichungen und es sind 95 Prozent der Implantationen optimal.

Navigation ist nicht gleichzusetzen mit Roboteroperationen!
Bei der Navigation wird die Operation vom orthopädischen Chirurgen durchgeführt, der die spezielle Computertechnik für sein Vorgehen nutzt. Den Ablauf der Operation hat er stets selbst in der Hand und führt die Operation eigen-händig durch. Vergleichbar ist die Navigation am Knie- und Hüftgelenk mit der Navigation am Auto: Es wird das Ziel eingegeben (perfekte Lage der Prothese) und die Navigation berechnet dann anhand der individuellen Verhältnisse des Patienten die optimale Lage der Prothese. Der Operateur operiert selbst und kann, so wie beim Auto auch, jederzeit nach seiner Erfahrung vom vorgeschlagenen Plan abweichen.

In unserer Klinik wurde ein System für die sogenannte bildfreie Navigation (ohne CT) bei der Knieprothetik entwickelt, das heute weltweit im Einsatz ist. Seit 2001 konnten wir mehr als 250 erfahrene Knieoperateure aus Europa und anderen Kontinenten als Gäste in unserer Klinik begrüßen, die sich unser Verfahren angesehen haben. Für die weitere Entwicklung haben wir die Navigation mittlerweile auch für den klinischen Gebrauch bei der Implantation von Hüftgelenkprothesen fertiggestellt. Bislang wurden an unserer Klinik weit über 1500 erfolg-reiche navigationsgestützte Operationen am Kniegelenk durchgeführt. Wir evaluieren das Verfahren kontinuierlich und untersuchen unsere Patienten konsequent nach, um den Erfolg der Operation zu dokumentierten.

Im Januar 2008 wurde weltweit erstmalig ein voll integrierter Operationssaal (d.h. ein Operationssaal in dem alles auf die Navigation hin geplant ist) eingerichtet. In diesem Saal operieren wir mit sehr gutem Erfolg und hoher Effizienz, so dass die Einrichtung eines weiteren hochmodernen integrierten Operationssaales in Kürze realisiert wird.

Op 140107

Abb.: Der weltweit erste, auf das Navigationsverfahren hin optimierte, integrierte Operationssaal wurde 2008 an der Orthopädischen Klinik für die Universität Regensburg in Betrieb genommen.

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Internationale Gäste in unserer Klinik (2001 - 2007)

2001: 5
2002: 18
2003: 27
2004: 35 
2005: 32
2006: 147
2007: 65
2008: 77


Gaeste07

Vernetzung: Von 2001 – 2007 waren Gäste aus über 30 Ländern in Bad Abbach, um unsere innovativen OP-Verfahren kennenzulernen. Die Strichstärke der Grafik ist proportional zur Anzahl der jeweiligen Gäste.

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  1. Fakultät für Medizin

Klinikprofil

Unser Behandlungsspektrum
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Weitere Informationen:

Kliniksekretariat Prof. Grifka

Telefon 09405 18-2401
Telefax 09405 18-2920
E-Mail