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Schulterchirurgie

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Schulterendoprothetik

Indikation

Bei einer Arthrose, also einer verschleißbedingten Erkrankung des Schultergelenks, besteht die Möglichkeit eines künstlichen Gelenkersatzes, ähnlich wie am Hüft- und Kniegelenk.
Zudem besteht die Möglichkeit des künstlichen Gelenkersatzes bei fortgeschrittenen Zerstörungen der Gelenke durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen.

OP-Verfahren

Der Zustand der Weichteile (insbesondere der Sehnen) entscheidet über das zu implantierende Modell. Bei intakten Sehnen des Schultergelenkes läßt sich ein sogenanntes ungekoppeltes Endoprothesenmodell, bei völlig zerstörten Sehnen eine sogenannte bipolare Prothese einsetzen. Alternativ kann bei zerstörten Sehnen eine inverse Prothese in Frage kommen.
Alle Systeme sind verfügbar.

Nachsorge

Nach dem Einsetzen eines neuen Schultergelenks ist für 4 Wochen ein spezieller Verband erforderlich (Gilchristverband) . Während dieser Zeit wird bereits mit Krankengymnastik nach einem individuell erstellten Gymnastikplan begonnen.
Passiv freie Beweglichkeit nach 8-12 Wochen, dann weiterer Kraftaufbau und Koordinationstraining.


Schulterinstabilität

Indikation

Unter einer Schulterinstabilität versteht man eine krankhaft vermehrte Verschieblichkeit des Oberarmkopfes gegenüber der Gelenkpfanne bei aktiven Bewegungen, die mit Beschwerden einhergeht.
Man unterscheidet grob zwei Arten von instabilen Schultergelenken: einmal die sog. atraumatische Instabilität und zum anderen die posttraumatische Instabilität.
Bei der atraumatischen Form liegt eine anlagebedingte übermäßige Dehnbarkeit des Gewebes vor. Damit ist der Oberarmkopf aufgrund dieser Bindegewebsschwäche zu weit auf der Schulterpfanne verschieblich, was ohne einen Unfall (manchmal sogar im Schlaf) zu Verrenkungen (Luxationen) des Oberarmkopfes führen kann.
Anders verhält es sich mit den posttraumatischen Instabilitäten. Hier kommt es erstmalig meistens nach einem Unfall (z.B. Verrenkung des Oberarmkopfes bei einem Sturz mit dem Snowboard) zu einem Zerreissen der Strukturen, die normalerweise helfen, den Oberarmkopf in der Pfanne zu fixieren. In der Regel ist die Gelenklippe, das sog. Labrum glenoidale, mit abgerissen.
Bei ausbleibender Heilung dieser Strukturen kann es dann zu wiederholten Verrenkungen des Oberarmkopfes kommen.

OP-Verfahren

Während die primäre Behandlung der atraumatischen Form in der Regel durch Krankengymnastik erfolgt und man erst bei fehlender Besserungstendenz über Monate über operative Maßnahmen entscheidet, muß bei wiederholten Verrenkungen i.d.R. operiert werden.
Hierzu spiegelt (arthroskopiert) man das Schultergelenk und muss nachfolgend über die Art des Eingriffes entscheiden. Grundsätzlich gibt es arthroskopische Verfahren und offene Verfahren. Die Entscheidung muss der Operateur im Einzelfall und nach ausführlicher Beratung mit dem Patienten treffen.

Nachsorge

Nach der operativen Behebung der Schulterinstabilität ist für 3 Wochen ein spezieller Verband erforderlich (Gilchristverband). Während dieser Zeit wird bereits mit Krankengymnastik nach einem individuell erstellten Gymnastikplan begonnen.
Passiv freie Beweglichkeit nach 8-12 Wochen, dann weiterer Kraftaufbau und Koordinationstraining.

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Rotatorenmanschettendefekte

Indikation

Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um eine Einheit aus der Schulterkapsel mit 4 Sehnen, die in die Kapsel einstrahlen und mit ihr innig verbunden sind. Sie vermitteln – wie der Name Rotatorenmanschette andeutet – die Drehbewegung und pressen den Oberarmkopf in die Schulterpfanne, was für die aktive Beweglichkeit von entscheidender Bedeutung ist. Über der Manschette, also den Sehnen, befindet sich das knöcherne Schulterdach, das Acromion, der ebenfalls knöcherne Rabenschnabelfortsatz, der sog. Processus coracoideus und zwischen beiden ein ausgespanntes Band, das Ligamentum coracoacromiale. Zwischen dem Schulterdach und der Rotatorenmanschette befindet sich zur Vermittlung der Drehbewegung ein Schleimbeutel, die sogenannte Bursa subacromialis. Als weitere Besonderheit des Schultergelenkes zieht noch eine Sehne, nämlich die lange Bizepssehne über den Gelenkkopf und durch den Gelenkraum.
Schultererkrankungen sind relativ häufig in der orthopädischen Praxis und betreffen mehrheitlich die Strukturen der Rotatorenmanschette und die lange Bizepssehne sowie die Gleitbewegung vermittelnde Bursa subacromialis (Schleimbeutel unter dem Schulterdach und über der Rotatorenmanschette).
Hierfür gibt es zwei wesentliche Ursachen:
Die Blutversorgung der ansatznahen Rotatorenmanschettenanteile ist grundsätzlich kritisch (wie verschiedene Studien nachgewiesen haben); so kann es insbesondere unter Belastung dieser hochbelasteten Kapsel-Sehnen-Areale zu einer unzureichenden Durchblutung kommen, was degenerative Veränderungen begünstigt.
Zudem spielt noch ein mechanischer Faktor eine Rolle. Der zur Verfügung stehende Raum unter dem Schulterdach ist relativ eng. Aus verschiedenen Gründen wie z.B. der primären Anlage, aber auch durch sekundärer Umformung können knöcherne Ausziehungen am Schulterdach entstehen, die den Sehnengleitcharakter im Schulterdach zusätzlich einengen.
Diese als Impingement-Prozesse bezeichneten Phänomene führen zu einer mechanischen Bedrängung der Sehnen und zu zusätzlichen Schädigungen. Die dabei entstehenden Krankheitsbilder werden terminologisch uneinheitlich als Periarthropathia humeroscapularis, Supraspinatus-Syndrom oder Impingement-Syndrom bezeichnet.(Entsprechend eines neueren Vorschlags der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie, einer Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie, soll dafür der Begriff Subacromial-Syndrom verwendet werden).
Gemeinsam ist diesen Krankheitsbildern, daß man bei der klinischen Untersuchung in variablen Anteilen Zeichen der Sehnenalteration und Zeichen der Bedrängung am Schulterdach („Impingement“) nachweisen kann.

OP-Verfahren

Nicht jeder Rotatorenmanschettendefekt muss operiert werden. Hier entscheidet das Ausmaß des Defektes, das Alter des Patienten, die persönlichen Ansprüche und vieles mehr.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Betroffenen durch Operationsverfahren zu helfen. Bei einfachen Entzündungen des Schleimbeutels (der Bursa) ist es möglich, diesen rein arthroskopisch, also ohne großen Schnitt zu entfernen.
Bei gleichzeitig bestehenden knöchernen Einengungen ist ein „Abschleifen“ des Schulterdaches, des Acromions (auch arthroskopisch) möglich.
Kleine Sehnendefekte können arthroskopisch, größere Sehnendefekte müssen in der Regel „offen“, d.h durch einen Schnitt rekonstruiert werden.

Nachsorge

Nach dem operativen Eingriff ist für 4-5 Wochen ein spezieller Verband erforderlich (Gilchristverband). Während dieser Zeit wird bereits mit Krankengymnastik nach einem individuell erstellten Gymnastikplan begonnen.
Passiv freie Beweglichkeit nach 8-12 Wochen, dann weiterer Kraftaufbau und Koordinationstraining. Gilchristverband für ca. 4-5 Wochen. In dieser Zeit bereits Beginn mit Krankengymnastik nach einem individuell erstellten Gymnastikplan.
Passiv freie Beweglichkeit nach 8-12 Wochen, dann weiterer Kraftaufbau und Koordinationstraining.

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