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Sofia und Umgebung: Anthropologische und historische Einblicke


Kathedrale Sofia

Die Exkursion des Sommersemesters 2017, welche im Rahmen des Hauptseminars: "Sofia und Umgebung. Historische Zäsuren und ihre Auswirkungen" stattfand, beschäftigte sich mit der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Diese Exkursion bot aber auch Ausflüge in die Umgebung an. Sofia ist, wie andere südosteuropäische Hauptstädte auch, seit dem 19. Jahrhundert ein Ort rasanter Veränderungen. Aus einer osmanischen, multiethnischen und stark muslimisch geprägten Stadt wurde die Hauptstadt des unabhängigen Bulgariens. Sofia wuchs rasant, europäisierte seine Architektur, wurde zur Heimat von Bauern, die in der Stadt ein besseres Leben suchten. Durch den Sozialismus kamen ab 1945 neue städtebauliche Muster und Wertvorstellungen hinzu. 1989 geschah die nächste radikale Wende - die Stadtgesellschaft wurde bunter und demokratischer, aber auch sozial ungleicher. All diese Wandlungen spiegeln sich sowohl in der Architektur als auch im Habitus der Stadtbewohner. 

Diese Exkursion war, anders als frühere Lehrstuhlexkursionen, keine Etappenreise, sondern vor allem Vertiefung an enem Ort . Im Mittelpunkt stand die Feldforschung in Kleingruppen. Thematische Schwerpunkte waren das Alltagsleben, die Umgestaltungen des öffentlichen Raumes sowie kollektive und nationale Erinnerungen. Zu diesen Themen trafen wir Spezialisten vor Ort, lasen Texte, nahmen eigene Erkundungen vor. Erweitert wurde das Programm durch Ausflüge, etwa in ein bulgarisch-orthodoxes Kloster, ein muslimisches Bergdorf oder eine ehemalige sozialistische Industrieregion. 


Reisetagebuch (als PDF-Datei)

Essays (als PDF-Dateien)




  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte