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Manuela Brenner

Person

Professur für Sozialanthropologie mit Schwerpunkt Südost- und Osteuropa


Forschungsschwerpunkte

  • Gedächtnisforschung und Erinnerungskultur
  • Zeitgeschichte Südost- und Osteuropas
  • Forschung der Kriegserinnerung im 20./21. Jahrhundert
  • Genozidforschung

Ausbildung Funktionen

Studium

  • 2006 – 2012: Studium für Lehramt Gymnasium Englisch und Geschichte
  • Frühjahr 2012: 1. Staatsexamen für Lehramt Gymnasium Englisch und Geschichte
  • Seit Mai 2013: Promotionsstudentin an der Universität Regensburg

Beruf

  • Januar 2011 – Mai 2013: Mitarbeitern in dem Projekt Borderlands of Memory. Croatia Istria) Slovenia (Primorska) – Italy (Friuli-Venezia Giulia): The Memory of War and Violence in the 20th-century Northeastern Adriatic. Koordination / Redaktion der Website
  • Oktober 2012 - Dezember 2014: Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas
  • seit Januar 2015: Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Sozialanthropologie mit Schwerpunkt Südost- und Osteuropa

 

Forschung

(Un)sichtbare Grenzziehungen einer Nachkriegsgesellschaft. Lokale Erinnerungspraktiken unterschiedlicher Akteure in Prijedor / Bosnien und Herzegowina 

Das Forschungsvorhaben analysiert lokale Gedächtnisgemeinschaften der Gemeinde Prijedor im Nordwesten Bosnien und Herzegowinas in der Republika Srpska. Die Region wurde vom Krieg 1992-95 besonders stark getroffen, was die gegenwärtige Alltagssituation immer noch maßgeblich beherrscht. Prijedor wurde im Zuge des bewaffneten Konflikts zu einer der am meist ethnisch gesäuberten Regionen. Neben anderen Maßnahmen zur Säuberung der nicht-serbischen Bevölkerung wurden in der Gemeinde im Jahr 1992 Lager wie Omarska, Keraterm und Trnopolje konzentriert. Ehemalige Inhaftierte der Lager und Hinterbliebene von Familienmitgliedern der Säuberungsaktionen treffen auch zwanzig Jahre nach Kriegsausbruch und trotz intensiver juristischer Aufarbeitung des International Gerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) auf Schweigen und Verleumdung der Kriegsverbrechen. In Prijedor ist mittlerweile eine komplexe Landschaft teilweise kooperierender, teilweise konkurrierender sozialer Gruppen und Institutionen entstanden. Manche von ihnen sind ethnisch heterogen, andere homogen, und sie konstruieren Erinnerung auf unterschiedliche Art und Weise. Das Projekt widmet sich daher der Frage, wie die Gedächtnisgemeinschaften in dieser vom Krieg besonders betroffenen Region auf lokaler Ebene agieren und interagieren. Welche Gruppen oder Institutionen sind als Akteure ausfinding zu machen und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Wie verleihen sie den unterschiedlichen Narrativen Ausdruck, inwiefern beeinflussen diese Narrative und die damit verbundenen Erinnerungspraktiken das Verhalten des Einzelnen und den Alltag?

 

 

Publikationen

Aufsätze

  • Remembering the Second World War and the Construction, De- and Reconstruction of History: Local Memory Practices at the Memorial Complex of Mrakovica. In: West Croatian History Journal (Special Issue: Wars and Remembrance) VIII (2013) 8, S. 65-82.

  • The Struggle of Memory. Practises of the (Non-)Construction of a Memorial at Omarska. In: Südosteuropa. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 59 (2011), H. 3, S. 349-372.


Sonstige Veröffentlichungen

  • Wem gehören die Nationalhelden des Zweiten Weltkrieges? Der "Tag des weißen Bandes" in Prijedor zwischen der Erinnerung an die Partisanen des Zweiten Weltkrieges und an die Opfer des Bosnienkrieges. In: Beitrag im Blog "Erinnerungskulturen" der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, 07.07.2015. URL: http://erinnerung.hypotheses.org/.

  •  Rezension: Ute Möntnich: Aufarbeitung nach Bürgerkriegen. Vom Umgang mit konkurrierender Erinnerung in Bosnien und Herzegowina. In: Südosteuropa. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft (2013).
  • Tagungsbericht: Perspectives in (Post)Conflict Academia and Society: Opening Spaces for Critically Assessing and Rethinking History and Memory (Sarajevo, 14.-16. März 2013). In: Südosteuropa Mitteilungen 02 (2013) 53, S. 94-97.
  • Mit Stefanie Dolvig und Katharina Schalk: Tagungsbericht: Southeast European Dialogues:  Debating the End of Yugoslavia (Center for  Southeast European Studies, Karl-Franzens-University Graz, 4.-6. November 2011). In: Südosteuropa Mitteilungen 05 (2011) 51, S. 145-148.
  •  Mit Heike Karge: Tagungsbericht: Nach den Kriegen: Narrationen, Erinnerungen und Aufarbeitung der Kriege in Ex-Jugoslawien (Regensburg, 10.-13.12.2009). In: Südosteuropa. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 58 (2010) H. 1, S. 128-134.

 

Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen (Wintersemester 2016/17)

keine Lehre


Veranstaltungsarchiv

  • Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten, Propädeutikum (WS 2015/16) 
  • Nichtregierungsorganisationen in Post-Konfliktländern, PS (WS 2014/15)
  • Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten, Propädeutikum (WS 2014/15)
  • Transitional Justice: Ein Weg zur Versöhnung im ehemaligen Jugoslawien? (HS, SS 2014) (gemeinsam mit Heike Karge)
  • Frauen im Umgang mit Kriegsvergangenheit (PS, SS 2014)
  • Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten (Propädeutikum, SS 2014)
  • „Denial – A Concept of Dealing with the Past” (Proseminar, WS 2013/14)
  • „Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten“ (Propädeutikum, WS 2013/14)
  • „Die Erinnerung an den Bosnienkrieg in den 1990ern“ (Proseminar, WS 2012/13)
  • „Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten“ (Propädeutikum, WS 2012/13)
  • „Geschichte und Erinnerung von Konzentrationslagern im europäischen Vergleich - ausgewählte Fallbeispiele“ (Proseminar, SS 2013)
  • „Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten“ (Propädeutikum,  SS 2013)

 

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Manuela Brenner

 

Geb. Posthof, Friedenstr.30,
93053 Regensburg
Tel.: +49 941 630915854
E-Mail: manuela.brenner(at)ur.de Sprechstunde nach Vereinbarung