Zu Hauptinhalt springen
Gewählte Sprache ist Deutsch Select language
Startseite UR

Internationales Symposium: Topographien der Reformation

Plakat Symposium Jachmann Topographien

Raum, Kunst und Konfessionen
Ein historisches Spannungsfeld im Spiegel neuer Techniken


Die Räume der vormodernen Stadt lassen sich als ebenso
idealtypische wie vielfältige Schnittstellen von Religionsausübung
und künstlerischer Gestaltung verstehen. Zur Reformationszeit
und insbesondere während der Phase der Konfessionalisierung
erfuhr diese Beziehung eine augenfällige Dramatisierung.
Neben sichtbare und sogar gewaltsame Ereignisse wie
Bildersturm und Auseinandersetzungen im Stadtraum traten
langwierige Verhandlungsprozesse über die Form, Nutzung
und Bedeutung kirchlicher Räume, aber auch die Frage nach
der Rolle von Religiosität im Stadtraum – man denke an die
umkämpften Prozessionen, Bildprogramme, dauerhafte und
ephemere Architekturen. Aber auch in scheinbar ruhigen
Phasen wie der paritätischen Epoche Augsburgs nach 1648
lässt sich laut Etienne François eine „unsichtbare Grenze“
zwischen den Konfessionen feststellen, die es zu konturieren
und zu erforschen gilt.
Die Veranstaltung widmet sich dieser Problematik mit einem
methodologischen Fokus, indem der wissenschaftliche Umgang
mit der Geschichte und Kunstgeschichte der frühneuzeitlichen
Stadträume hinterfragt wird. Von größtem Interesse ist dabei
ein Brückenschlag zwischen den ausdifferenzierten Verfahren
der stadthistorischen Forschung, den raumbezogenen Ansätzen
der jüngeren Kunstgeschichte und aktuellen digitalen Methoden
wie der Modellierung dreidimensionaler Strukturen oder den
geographischen Informationssystemen.
Die Veranstaltung steht in Verbindung mit einem aktuellen
Forschungsprojekt zur kunsthistorischen Erforschung der
Konfessionalisierung in Regensburg, das am Institut für
Kunstgeschichte an der Universität Regensburg verfolgt wird.

Programm als PDF

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften