Im Rahmen der Ausstellung „Nur Skulptur!“ veranstaltet die Kunsthalle Mannheim, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte und dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg, ein internationales Symposium mit dem Titel „Skulptur pur“. Am Beispiel der Werke aus der Mannheimer Sammlung werden aktuelle Fragen zur Plastik und Skulptur interdisziplinär aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte, Medien- und Bildwissenschaft sowie Psychologie diskutiert. Ziel der Tagung ist es, Erkenntnisse im Hinblick auf die Präsentation, Wahrnehmung und Vermittlung von Werken der Bildhauerkunst zu gewinnen, die sich auch für die zukünftige Sammlungspräsentation im Neubau der Kunsthalle anwenden lassen. Parallel werden neueste Forschungen zur Skulptur in einem Wahrnehmungslabor vermittelt. Mithilfe modernster mobiler Blickbewegungsmessungen, dem sogenannten Eye-tracking, untersuchen Regensburger Forscher die Wahrnehmungsprozesse bei der Betrachtung von Skulpturen im Raum.
Wahrnehmungslabor: Während des wissenschaftlichen Rahmenprogramms können die Seminarteilnehmer und Museumsbesucher im Rahmen eines zweitägigen Wahrnehmungslabors experimentell neueste Möglichkeiten der Blickbewegungsanalyse mittels Eye-Tracking-Verfahren kennen lernen und selbst unter Anleitung des Teams des Lehrstuhls für Kunstgeschichte der Universität Regensburg ausprobieren.
Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zum Symposium eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; der Eintritt ist frei.
In der Ausstellung „Nur Skulptur!“ steht die Mannheimer Sammlung im Zentrum, die einen bemerkenswerten Überblick der Bildhauerkunst von der Moderne bis ins 21. Jahrhundert liefert. Mit 431 Werken von Auguste Rodin über Henry Moore bis Thomas Hirschhorn nutzt die Kunsthalle ihre Ressource und interpretiert – in Zusammenarbeit mit Bogomir Ecker, John Bock, Thomas Hirschhorn, Thomas Rentmeister, Roman Signer und Kiki Smith – rund die Hälfte der Bestände aus zeitgenössischer Sicht.
http://www.kunsthalle-
gefördert von der Kulturstiftung des Bundes
Internationales Symposium
13.30–14.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Christoph Wagner, Dr. Ulrike Lorenz
14.00–14.45 Uhr
Auseinandersetzungen mit der Schwerkraft. Materialien und Oberflächen der Skulptur
Prof. Dr. Monika Wagner, Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg
14.45–15.30 Uhr
Nothing before, nothing beyond: what really means “pure sculpture” in the context of modern historiography
Prof. Thierry Dufrêne, Nationalinstitut für Kunstgeschichte, Paris
15.30–15.45 Uhr Kaffeepause
15.45–16.30 Uhr
Mapping the eye: Tastendes Auge und bewegter Blick in der Ästhetik der Skulptur
Prof. Dr. Christoph Wagner, Institut für Kunstgeschichte, Universität Regensburg
16.30–17.15 Uhr
Neuronale Korrelate multisensorischer Integration: Sehen, hören, tasten
Prof. Dr. Mark William Greenlee, Institut für Experimentelle Psychologie, Universität Regensburg
17.15–18.00 Uhr
Maßlos und widerständig. Thomas Hirschhorns „andere Räume“
Mag. Stefanie Patruno, Kunsthalle Mannheim
9.30–10.15 Uhr
Relationen. Abstoßung und Affirmation des Sockels
Prof. Dr. Johannes Myssok, Kunstakademie Düsseldorf
10.15–11.00 Uhr
Struktur, Rhythmus, Geste – Zur Dynamisierung des Raumes in der Plastik des Informel
Prof. Dr. Christoph Zuschlag, Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst, Universität Koblenz-Landau
11.00–11.15 Uhr Kaffeepause
11.15–12.00 Uhr
Embodiment: Körpermotive und Körpergedächtnis. Eine sportpsychologische Perspektive
Prof. Dr. Petra Jansen, Institut für Sportwissenschaft, Universität Regensburg
12.00–13.00 Uhr Mittagspause
13.00–13.45 Uhr
Konfrontieren, eintreten und substituieren. Begegnungen zwischen Skulptur und Rezipient.
Prof. Dr. Peter J. Schneemann, Institut für Kunstgeschichte, Universität Bern
13.45–14.30 Uhr
Skulptur virtuell: Augmentierte und virtuelle Realität in der Plastik
Prof. Dr. Christian Wolff, Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur, Universität Regensburg
14.30–15.15 Uhr
Stur Skulptur. Ein Bildhauermuseum: Last oder Herausforderung?
Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
15.15-15.30 Uhr
Résumé
Veranstaltung anlässlich des Tages des Offenen Denkmals
Sonntag, 8. September 2013, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Für den Erwerb eines Exkursionsscheines können Sie sich vor Ort in die Teilnehmerliste bei Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid eintragen.
Die Werke des Lovis-Corinth-Preisträgers 2012, Jiři Georg Dokoupil, die zurzeit in der aktuellen Sonderausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg präsentiert werden, gehen auf unkonventionelle künstlerische Techniken zurück. Im Begleitprogramm der Ausstellung wird Dietmar Rübel, Professor für Kunstgeschichte und -theorie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, über die medialen und gesellschaftlichen Bedingungen einer Malerei nach dem vermeintlichen Ende der Malerei sprechen.
Denn die Experimente Jiři Georg Dokoupils mit ungewöhnlichen Malmitteln wie Ruß oder Obstsäften stehen exemplarisch für die Auseinandersetzung mit einem scheinbar ins Unendliche erweiterten Spektrum von Materialien in der Kunst seit 1960. Die dabei entstandenen Materialbilder werden in dem Vortrag in systematischer wie historischer Perspektive vorgestellt und insbesondere die bewusst ,verkehrte‘ Handhabung der Materialien kritisch befragt. Vorgestellt und analysiert werden Malereien von Max Ernst über Gerhard Richter und Sigmar Polke bis Martin Kippenberger oder Vik Muniz.
Dietmar Rübel lehrt seit 2009 Kunstgeschichte und -theorie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zudem ist er als Ausstellungsmacher tätig und war u. a. Gastkurator am MAK in Wien, an der Hamburger Kunsthalle und der Akademie der Künste zu Berlin. Zuletzt veröffentlichte Dietmar Rübel, der in Dresden und London lebt, „Plastizität. Eine Kunstgeschichte des Veränderlichen“ (München 2012).
Die Werke des Lovis-Corinth-Preisträgers 2012, Jiři Georg Dokoupil, die zurzeit in der aktuellen Sonderausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg präsentiert werden, gehen auf unkonventionelle künstlerische Techniken zurück. Im Begleitprogramm der Ausstellung wird Dietmar Rübel, Professor für Kunstgeschichte und -theorie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, über die medialen und gesellschaftlichen Bedingungen einer Malerei nach dem vermeintlichen Ende der Malerei sprechen.
Denn die Experimente Jiři Georg Dokoupils mit ungewöhnlichen Malmitteln wie Ruß oder Obstsäften stehen exemplarisch für die Auseinandersetzung mit einem scheinbar ins Unendliche erweiterten Spektrum von Materialien in der Kunst seit 1960. Die dabei entstandenen Materialbilder werden in dem Vortrag in systematischer wie historischer Perspektive vorgestellt und insbesondere die bewusst ,verkehrte‘ Handhabung der Materialien kritisch befragt. Vorgestellt und analysiert werden Malereien von Max Ernst über Gerhard Richter und Sigmar Polke bis Martin Kippenberger oder Vik Muniz.
Dietmar Rübel lehrt seit 2009 Kunstgeschichte und -theorie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zudem ist er als Ausstellungsmacher tätig und war u. a. Gastkurator am MAK in Wien, an der Hamburger Kunsthalle und der Akademie der Künste zu Berlin. Zuletzt veröffentlichte Dietmar Rübel, der in Dresden und London lebt, „Plastizität. Eine Kunstgeschichte des Veränderlichen“ (München 2012).
Donnerstag, 20. Juni 2013, 18.00 Uhr
Vortrag Prof. Christoph Wagner
Donnerstag, 20. Juni 2013, 18.00 Uhr
Vortrag Prof. Christoph Wagner
unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Christoph Wagner und apl. Prof. Michael Rohlmann
Einwöchige Exkursion für fortgeschrittene Hauptfachstudierende der Kunstgeschichte. Teilnahme nach persönlicher Bewerbung, gebunden an eine Referatsleistung, die Teilnahme an der Vorlesung und die ergänzende Teilnahme am Hauptseminar.
unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Christoph Wagner und apl. Prof. Michael Rohlmann
Einwöchige Exkursion für fortgeschrittene Hauptfachstudierende der Kunstgeschichte. Teilnahme nach persönlicher Bewerbung, gebunden an eine Referatsleistung, die Teilnahme an der Vorlesung und die ergänzende Teilnahme am Hauptseminar.
Vortrag von Prof. Dr. Albert Dietl
Der Vortrag findet am Donnerstag, den 25. April 2013, um 19.30 Uhr statt im Gebäude des ehemaligen Finanzamtes in der Landshuterstr. 4 (der Vortragsraum befindet sich im dritten Stock), veranstaltet von der Gesellschaft für Erwachsenenbildung.
Der Eintritt beträgt 2 Euro, für Studierende 1 Euro.
Vortrag von Prof. Dr. Albert Dietl
Der Vortrag findet am Donnerstag, den 25. April 2013, um 19.30 Uhr statt im Gebäude des ehemaligen Finanzamtes in der Landshuterstr. 4 (der Vortragsraum befindet sich im dritten Stock), veranstaltet von der Gesellschaft für Erwachsenenbildung.
Der Eintritt beträgt 2 Euro, für Studierende 1 Euro.
Veranstalter Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Kunstmuseums Bern und des Martin-Gropius-Bau Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia.
Kuratoren Monika Schäfer, Christoph Wagner
Partner Wall AG, Dussmann, Visit Berlin, Lufthansa
Medienpartner Tagesspiegel, rbb-fernsehen, rbb-kulturradio
Johannes Itten und Paul Klee sind in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts mit ebenso bedeutenden wie prominenten Farbenlehren hervorgetreten. Beide sind geprägt von der Vorstellung, dass die Ordnung der Farben als in sich geschlossener Kosmos der Farbe gesetzmässig strukturiert ist. Neue Quellen zeigen, dass sich beide Künstler auf gemeinsame geistesgeschichtliche, teilweise auch esoterische Quellen bezogen haben und sich gegenseitig anregten. Beide haben ihre Überlegungen zur Farbe in jahrzehntelanger Reflexion und Arbeit entwickelt und umfassend in ihren künstlerischen Werken berücksichtigt.
Die Ausstellung ermöglicht durch die Präsentation von etwa 200 Arbeiten – darunter Gemälde, Zeichnungen und Grafiken – einen neuen Blick auf zwei zentrale Künstler der Klassischen Moderne im deutschen Sprachraum.
Veranstalter Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Kunstmuseums Bern und des Martin-Gropius-Bau Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia.
Kuratoren Monika Schäfer, Christoph Wagner
Partner Wall AG, Dussmann, Visit Berlin, Lufthansa
Medienpartner Tagesspiegel, rbb-fernsehen, rbb-kulturradio
Johannes Itten und Paul Klee sind in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts mit ebenso bedeutenden wie prominenten Farbenlehren hervorgetreten. Beide sind geprägt von der Vorstellung, dass die Ordnung der Farben als in sich geschlossener Kosmos der Farbe gesetzmässig strukturiert ist. Neue Quellen zeigen, dass sich beide Künstler auf gemeinsame geistesgeschichtliche, teilweise auch esoterische Quellen bezogen haben und sich gegenseitig anregten. Beide haben ihre Überlegungen zur Farbe in jahrzehntelanger Reflexion und Arbeit entwickelt und umfassend in ihren künstlerischen Werken berücksichtigt.
Die Ausstellung ermöglicht durch die Präsentation von etwa 200 Arbeiten – darunter Gemälde, Zeichnungen und Grafiken – einen neuen Blick auf zwei zentrale Künstler der Klassischen Moderne im deutschen Sprachraum.
Mittwoch, 24. April 2013, 18.00 Uhr
Vortrag Prof. Christoph Wagner
Mittwoch, 24. April 2013, 18.00 Uhr
Vortrag Prof. Christoph Wagner
Vortrag von Dr. Oliver Jehle, Universität Regensburg
Unter Chromophoben. Whistler, Manet und Charles Blancs "Historie des Peintres"
Tagung: Die Farbe Grau. 18.-20. April 2013
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Vortrag von Dr. Oliver Jehle, Universität Regensburg
Unter Chromophoben. Whistler, Manet und Charles Blancs "Historie des Peintres"
Tagung: Die Farbe Grau. 18.-20. April 2013
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg und der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB). Zugleich Bestandteil des HS Künstlerfilme - Bilder im Medientransfer.
Programmübersicht
Bilder im Medientransfer. Neue Perspektiven der Bildwissenschaft
Zweite Jahrestagung der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte und dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg
Prof. Dr. Christoph Wagner
18.-20. April 2013
Ort: Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8 (Auditorium, 2. OG), Regensburg
Eintritt frei
Rund zwei Jahrzehnte nach dem von der Kunstwissenschaft ausgelösten iconic turn bzw. pictorial turn stellt sich die Aufgabe nach einer aktualisierten Positions- und Kursbestimmung einer transdisziplinären Bildwissenschaft: Wie lassen sich im Zeichen des Transfers ästhetische Kontexte aufrufen und soziologische wie moralische Verhältnisse analysieren, die grundlegend sind für eine belangreiche Kunst- und Bilderfahrung? Wie lassen sich hybride Bildformen und ihre bildkünstlerischen
Methoden adäquat beschreiben? Es reicht nicht, das Zusammenspiel unterschiedlichster Medien beschreibend nachzuvollziehen, neue Zeichen und Systeme klassifi zierend einzuordnen oder den Begriff der Interpikturalität in Stellung zu bringen. Vielmehr gilt es danach zu fragen, wie die performative Kraft und der informative Gehalt von Bildern gerade an medialen Schnittstellen eingesetzt wird. Film und Fotografie haben nicht nur den Blick auf die klassischen Künste, sondern den Bildbegriff und die Frage nach den Wahrnehmungsprozessen grundlegend verändert.
Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg und der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB). Zugleich Bestandteil des HS Künstlerfilme - Bilder im Medientransfer.
Programmübersicht
Bilder im Medientransfer. Neue Perspektiven der Bildwissenschaft
Zweite Jahrestagung der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte und dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg
Prof. Dr. Christoph Wagner
18.-20. April 2013
Ort: Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8 (Auditorium, 2. OG), Regensburg
Eintritt frei
Rund zwei Jahrzehnte nach dem von der Kunstwissenschaft ausgelösten iconic turn bzw. pictorial turn stellt sich die Aufgabe nach einer aktualisierten Positions- und Kursbestimmung einer transdisziplinären Bildwissenschaft: Wie lassen sich im Zeichen des Transfers ästhetische Kontexte aufrufen und soziologische wie moralische Verhältnisse analysieren, die grundlegend sind für eine belangreiche Kunst- und Bilderfahrung? Wie lassen sich hybride Bildformen und ihre bildkünstlerischen
Methoden adäquat beschreiben? Es reicht nicht, das Zusammenspiel unterschiedlichster Medien beschreibend nachzuvollziehen, neue Zeichen und Systeme klassifi zierend einzuordnen oder den Begriff der Interpikturalität in Stellung zu bringen. Vielmehr gilt es danach zu fragen, wie die performative Kraft und der informative Gehalt von Bildern gerade an medialen Schnittstellen eingesetzt wird. Film und Fotografie haben nicht nur den Blick auf die klassischen Künste, sondern den Bildbegriff und die Frage nach den Wahrnehmungsprozessen grundlegend verändert.
Vortrag von Dr. Oliver Jehle, Universität Regensburg:
»Die Ästhetik des Abjekten. Goyas Grausamkeiten des Krieges«
Kunsthistorischer Vortrag im Studiensaal des Kupferstichkabinetts, Matthäikirchplatz 8
(mit originalen Werken!)