Mittwoch, 20. Februar 2013, 19.30 Uhr
Vortrag Prof. Hans-Christoph Dittscheid
Der Vortrag schildert aus bisher unbekannten Quellen das Leben und die Bedeutung von Giovanni Francesco Guernieri und seine Rolle in Kassel und Rom. Dabei fällt das Licht auch auf Künstler, die in Kassel bisher kaum erwähnt wurden.
Ein Beitrag zur Bewerbung des Bergparks als UNESCO-Weltkulturerbe - gemeinsam mit dem Verein „Bürger für das Welterbe e. V.“
Im Kurpfäzischen Museum Heidelberg findet zur Zeit die Austellung "Kirschblütenträume - Japan und die Moderne" statt, in der verschiedene Aspekte des Japanismus überzeugend präsentiert werden. Außerdem beischtigen wir die wichtige "Sammlung Prinzhorn" mit Werken psychisch kranker Künstler. In Rahmen einer Exkursion wollen wir diesen wichtigen Inspirationsquellen für die Kunst der Moderne in den Fokus nehmen.
Abschiedskolloquium für Stefan Kummer
Samstag, 2. Februar 2013, 10.00 Uhr
Vortrag Prof. Hans-Christoph Dittscheid
Alkibiades und Sokrates in Raffaels >>Schule von Athen<<
Homepage der Universität Würzburg mit weiteren Informationen.
PDF mit weiteren Informationen und Programm.
Studenten des Kunsthistorischen Instituts der Uni Regensburg laden zur fiktiven Galerie.
Hochkarätige Kunstwerke verschiedener Epochen und Stilrichtungen sind am Freitag, den 1. Februar 2013, um 11:00 Uhr in der fiktiven Galerie „Hinz & Kunst“ zu sehen. Die Präsentation findet in der Kunsthalle über dem Audimax in der Universität Regensburg statt.
Gezeigt werden Gemälde, die Studenten im Rahmen des Praxisseminars „Einführung in den Kunstmarkt“ des Instituts für Kunstgeschichte unter der Leitung von Dr. Benno Lehmann ausgewählt haben. Diese werden bei der Galerie- Eröffnung über Beamer präsentiert. Dabei sind unter anderem internationale Gemälde und Fotografien sowie regionale Künstler vertreten. Günther Kempf, Jürgen Krall und Jörg Schemmann werden bei der Vernissage anwesend sein. Außerdem wird Lena Schabus, eine Studentin des Kurses und Künstlerin, drei ihrer Werke im Original ausstellen.
Für die Studenten stand zunächst die Recherche auf dem Stundenplan, welche Bilder für das Thema der Galerie in Frage kommen. Anschließend haben die Seminarteilnehmer einen Finanzierungsplan ausgearbeitet, sich über Versicherungen informiert und einen Katalog mit den wichtigsten Informationen über die Kunstwerke erstellt. Mit der Übung sollen die Studenten einen Einblick in ein mögliches künftiges Berufsbild bekommen, insbesondere in die Arbeit im Kunsthandel sowie im Galeriewesen.
Bei der Vernissage erhalten die Gäste die Möglichkeit, die ausgestellten Bilder fiktiv zu erwerben und Informationen über das Projekt und die Künstler zu erhalten. Ergänzend werden Künstlerfilme gezeigt.
Flyer mit weiteren Informationen
Hinz und Kunst Vernissage (1)
Hinz und Kunst Vernissage (2)
Hinz und Kunst Vernissage (3)
Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Joppien, Kurator i. R., Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Donnerstag, 31. Januar, 19 Uhr, 2 € + Eintritt
Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
„Künstler auf Reisen“ ist am Donnerstag, dem 31. Januar, um 19 Uhr, Thema des nächsten Vortrages anlässlich der Ausstellung „Zwischen Japan und Amerika. Emil Orlik“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Prof. Dr. Rüdiger Joppien, Hamburg, berichtet, wie sich die künstlerischen Aufgaben und Interessen bei Reisen in fremde Länder im Zeitraum von 1500 bis zur Schwelle des 20. Jahrhunderts veränderten. Der ehemalige Kurator am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg skizziert damit auch den Kontext der großen Fahrten von Emil Orlik.
In der Zeit zwischen 1500 und 1900 war es nicht unüblich, dass Zeichner und Maler Entdeckungs- und Forschungsreisen begleiteten; einen Überblick über wichtige Unternehmungen gibt Prof. Dr. Rüdiger Joppien am Donnerstag, dem 31. Januar, um 19 Uhr in seinem Vortrag. Bis circa 1800 waren die Künstler bei solchen Fernreisen überwiegend vertraglich gebunden, im 19. Jahrhundert änderte sich die Situation jedoch. Die zunehmend unabhängige und selbständige Reisetätigkeit fand in einer großen Zahl von Reiseberichten und Mappenwerken ihren Niederschlag. Vor diesem Hintergrund ist auch Emil Orliks Reise nach Japan (1900/01) zu betrachten. Er verfolgte damit allerdings ein dezidiertes Forschungsanliegen, das dem Studium des japanischen Farbholzschnitts galt.
Der Referent, Prof. Dr. Rüdiger Joppien, war bis 2011 Leiter der Abteilung „Jugendstil und Moderne“ am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Er hat mehrfach über Künstler auf Entdeckungsreisen gearbeitet und zusammen mit Bernard Smith die Bildzeugnisse der Weltreisen Captain Cooks katalogisiert (The Art of Captain Cook's Voyages, Oxford University Press, 3 Bände, Melbourne 1985/87). Mit Orlik hat sich Rüdiger Joppien in einem Beitrag zur gegenwärtig im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg gezeigten Ausstellung „Wie ein Traum! Emil Orlik in Japan“ beschäftigt.
Im Rahmen der Ringvorlesung des Klassikzentrums Sieger und Besiegte. Das Bild des Krieges in Antike und Neuzeit des Klassikzentrums spricht Prof. Christoph Wagner (Universität Regensburg) am Mittwoch, den 30.01.2013, um 18 Uhr c. t. im H 22 zum Thema „Goya. Die Schrecken des Krieges“.
»Eine technische Fertigkeit, die wir neidlos bewundern müssen« (Emil Orlik) – Zur Praxis des Farbholzschnitts
Prof. Dr. Birgit Eiglsperger
In Kooperation mit dem Institut für Kunsterziehung der Universität Regensburg
Eintritt + 2 €
Der Farbholzschnitt, eine alte Technik, die besonders in Japan zur Perfektion geführt wurde, faszinierte Emil Orlik und regte ihn dazu an, 1900/1901 nach Japan zu reisen, um dort direkt in den Werkstätten der japanischen Meister zu lernen. Die technische Umsetzung des Farbholzschnittes ist Thema des nächsten Vortrages im Rahmen der Orlik-Ausstellung am Donnerstag, dem 17. Januar um 19 Uhr. Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, Leiterin des Instituts für Kunsterziehung der Universität Regensburg, berichtet aus eigener Erfahrung und unterlegt ihren Vortrag mit reichlichem Bildmaterial sowie mit einer praktischen Vorführung.
Anlässlich der Ausstellung von Emil Orlik im Regensburger Kunstforum bringt Prof. Dr. Birgit Eiglsperger die technischen Grundlagen des Farbholzschnittes, einer Technik, mit der sich Orlik intensiv beschäftigte, nahe. Wie bearbeitet ein Drucker seinen Druckstock? Welche Materialien und Werkzeuge setzt er ein? Wie trägt er die Farbe auf? Welche Druckträger eignen sich? Diese und weitere Fragen sind Thema des ersten Teils des Vortrags. Die einzelnen Arbeitsschritte lassen jeweils einen großen Spielraum zu kreativen Experimenten zu. Daher stehen im zweiten Teil des Vortrags die künstlerischen Freiheiten des Druckverfahrens im Zentrum. Neben vielen digital präsentierten Bildern, die einzelne Stadien und Arbeitsschritte veranschaulichen, sind verschiedene Druckstöcke, Druckträger, Druckzustände und Drucke von Birgit Eiglsperger im Original zu sehen. Einzelne Phasen, wie den Farbauftrag und Handabzug, führt sie an diesem Abend auch tatsächlich vor.
Prof. Dr. Birgit Eiglsperger leitet seit April 2007 das Institut für Kunsterziehung der Universität Regensburg. Neben wissenschaftlichen Texten, in denen sie sich mit der Wahrnehmung von Kunst im Zusammenhang mit der Reflexion des eigenen kreativen Schaffens befasst, ist sie selbst künstlerisch tätig.
Raumänderung!
Die Veranstaltung wurde in den großen Sitzungssaal PT 3.0.79 verlegt. Einen Link zur Wegbeschreibung finden Sie hier:
Experimentalvortrag von Stefan Muntwyler
(im Rahmen des Seminars "Farbe und Farbenlehre in der Kunst der Moderne" von Prof. Dr. Christoph Wagner)
Was Sie schon immer über historische Farben wissen wollten:
Kennen Sie den fleischfarbenen Ocker aus dem Taunus? Haben Sie je gehört von der Bayerischen Grünen Erde oder vom Troschenreuther Rötel? Wissen Sie, was Läuse seit Jahrhunderten mit Fragen der Schönheit zu tun haben? Was hat Afghanistan mit der blauen Robe der Madonna zu tun? Wie sieht echter Purpur, die teuerste Farbe aller Zeiten, aus? Ist es so, dass aus schleimigem Schneckensekret Farbe hergestellt wird?
Zwei Stunden voll spannender Geschichten über Farben, die Sie kennen, und von Farben, die Sie zum ersten Mal sehen.
Vorführung von Originalpigmenten. Veranstaltung für alle Studierende. Eintritt frei
www.stefanmuntwyler-pigmente.ch
Fargeschichten. Von Azurit bis Zaffer - Von Arsengelb bis Zinnober
Stefan Muntwyler
Konzert:
Zwischen Japan und Amerika. Eine musikalische Reise
Dalberg-Quartett, Regensburg
18 € / ermäßigt 16 €
»Blicke in das unbekannte Japan«. Japan in der Literatur um 1900
Thomas Birnstiel, Theater Regensburg
Einführung Prof. Dr. Klaus Lange, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Regensburg
Beschreibungen von Sitten und Gebräuchen, Beobachtungen des Alltags oder Geistergeschichten – all das findet sich in den Ende des 19. Jahrhunderts erschienenen Büchern über Japan von Lafcadio Hearn (1850–1904). Den Schriftsteller und Übersetzer irisch-griechischer Herkunft zog es 1890 nach Fernost, wo er tief in die japanische Kultur eintauchte. Im Rahmen der Ausstellung „Zwischen Japan und Amerika. Emil Orlik – Ein Künstler der Jahrhundertwende“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie findet am Donnerstag, den 13. Dezember, um 19 Uhr, eine Lesung mit seinen Texten statt. Die Verbindung zwischen dem Künstler und dem Schriftsteller besteht darin, dass Emil Orlik den Buchschmuck der zwischen 1906 und 1909 erschienenen deutschen Ausgaben von Büchern wie „Lotos“, „Kwaidan“ oder „Kokoro“ gestaltete.
Nach einer Einführung in das schriftstellerische Werk von Lafcadio Hearn durch Professor Klaus Lange, dem Präsidenten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Regensburg, wird der Schauspieler Thomas Birnstiel, Ensemblemitglied des Theaters Regensburg, das von Hearn geschilderte Japan um 1900 lebendig werden lassen.
Donnerstag, 13. Dezember, 19 Uhr
Eintritt + 2 €
Im Rahmen der Ringvorlesung des Klassikzentrums Sieger und Besiegte. Das Bild des Krieges in Antike und Neuzeit des Klassikzentrums spricht Prof. Michael Rohlmann (Universität Köln, Universität Regensburg) am Mittwoch, den 12.12.2012, um 18 Uhr c. t. im H 22 zum Thema „Sieger statt Besiegte - Jacques-Louis David, Leonidas und Napoleon“.
.»Japan gefällt mir immer mehr und mehr« (Emil Orlik) – Ein Land inspiriert
3. Regensburger Japan-Tag in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Regensburg
14.15 Uhr und 16 Uhr
Teezeremonie
Dr. Volker Weinberg, München
15 Uhr
Themenführung »Emil Orlik und Japan«
Dr. Agnes Matthias
Foyer
Präsentation japanischer Wandschirme und Raumteiler (Shoji)
Schreinerei Risch, Titting-Kaldorf
Eintritt + 1 € (Teezeremonie)
Wissenschaftliches Symposium in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee.
Wir freuen uns, mit dem wissenschaftlichen Symposium Die Entdeckung der Farbe eine Reise durch den „Kosmos Farbe“ anzutreten. Im Vordergrund steht dabei die theoretische und künstlerische Auseinandersetzung von Johannes Itten, Paul Klee und Otto Nebel mit der Farbe. Itten und Klee sind in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts mit ebenso bedeutenden wie prominenten Farbenlehren hervorgetreten. Beide sind geprägt von der Vorstellung, dass die Ordnung der Farben als in sich geschlossener Kosmos der Farbe gesetzmässig strukturiert ist. Neue Quellen zeigen, dass sich beide Künstler auf gemeinsame geistesgeschichtliche Quellen bezogen haben und gegenseitig anregten. Auf ähnliche Quellen stützte sich auch Otto Nebel, als er in seinem „Farben-Atlas von Italien“ (1931) durch die Zuordnung bestimmter Farben zu persönlichen optischen Eindrücken eine „psychohistorische“ Katalogisierung vorgenommen hat und so die notwendige Basis schuf für sein künftiges Schaffen. Er hat die Farbe teilweise von der rein pigmentären Materie befreit und zeitlebens „die Farbe als seelische Kraft, als lebensspendende Lichtmacht in der menschlichen Innenwelt“ betrachtet. Eine thematische Erweiterung und zugleich einen farbenprächtigen Abschluss erfährt das Symposium durch einen Beitrag zur Kulturgeschichte der blauen Farbe.
Homepage des Kunstmuseums Bern mit weiteren Informationen
PDF mit weiteren Informationen und Programm
Eintritt:
ganzer Tag CHF 50.00 / halber Tag CHF 30.00 / Studierende gratis
Anmeldung nicht erforderlich.
2Kuratoren: Prof. Dr. Christoph Wagner, Monika Schaefer
Die Ausstellung zeigt anhand prominenter Schlüsselwerke die künstlerische Auseinandersetzung von Johannes Itten und Paul Klee mit dem Thema der Farbe. Dabei werden Aspekte herausgearbeitet wie Farbe und Esoterik, Farbaura, Farbharmonie, Farbe und Abstraktion, Farbe und Natur und Teilung der Farbe. Erstmals kann dabei gezeigt werden, dass nicht nur Klee Itten, sondern auch Itten Klee inspirierte und dass beide aus gemeinsamen Quellen schöpften. Ergänzend wird die Farbtheorie thematisiert, wie sie sich in den Aufzeichnungen und Tagebüchern beider Künstler widerspiegelt.
Johannes Itten und Paul Klee sind in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts mit bedeutenden Farbenlehren hervorgetreten. Beide sind geprägt von der Vorstellung, dass die Ordnung der Farben als in sich geschlossener Kosmos gesetzmäßig strukturiert ist. Neue Quellen zeigen, dass sich beide Künstler auf gemeinsame, geistesgeschichtliche Quellen bezogen haben und gegenseitig anregten. Beide haben ihre Überlegungen zur Farbe in jahrzehntelanger Reflexion und Arbeit entwickelt und umfassend in ihren künstlerischen Werken berücksichtigt.
Die Lebenswege und Schaffensbahnen beider Schweizer Künstler haben sich mehrfach gekreuzt: So hat Itten seine ersten künstlerischen Impulse vom Vater Paul Klees erhalten, umgekehrt ist Klees Berufung ans Weimarer Bauhaus maßgeblich von Itten befördert worden. Beide Künstler haben ihre lebenslange Auseinandersetzung mit den Fragen der Farbenlehre und der Ordnung des Farbkosmos nahezu gleichzeitig im Jahre 1914/1915 begonnen, Klee auf seiner Tunisreise, Itten unter dem Eindruck der Farbenlehre Adolf Hölzels in Stuttgart. Beide Künstler haben über Jahre hinweg ihre künstlerische Arbeit wechselseitig wahrgenommen und auch Werke ausgetauscht.
Umso überraschender ist es, dass Johannes Itten und Paul Klee bislang nicht in einer monographischen Ausstellung im künstlerischen Paarlauf gezeigt worden sind.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog, der die Konzepte zur Farbe erschließt, kunsthistorisch einordnet und die neuen Quellenfunde in Verbindung mit den gezeigten Werken dokumentiert. Am 30.11.2012 findet ein Symposium mit wissenschaftlichen Beiträgen zur Bedeutung der Farbe im künstlerischen Schaffen und in der Kunstlehre von Johannes Itten, Paul Klee und Otto Nebel statt. Organisiert wird das Symposium vom Kunstmuseum Bern in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee.
Eine Ausstellung des Kunstmuseums Bern und des Martin-Gropius-Baus Berlin.
Die Ausstellung ist vom 25. April – 29. Juli 2013 im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen.
Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Kunstmuseums Bern
Exkursion zur Ausstellung "Itten - Klee: Kosmos Farbe" im Kunstmuseum Bern
sowie zum Wissenschaftlichen Symposium "Die Entdeckung der Farbe: Johannes Itten, Paul Klee und Otto Nebel"
(in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee und Kunstmuseum Bern),
unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Wagner.
Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung.
0Vor mehr als 100 Jahren reiste Emil Orlik nach Japan, um die Technik des japanischen Farbholzschnittes zu erlernen. Welche Faszination übt das Land heute auf Künstlerinnen und Künstler aus? Der Vortrag von Elisabeth Neudörfl, der im Rahmen der Ausstellung „Zwischen Japan und Amerika. Emil Orlik – Ein Künstler der Jahrhundertwende“ stattfindet, zeigt, wie eine zeitgenössische künstlerische Reaktion auf Japan aussehen kann.
In ihrem Vortrag am Donnerstag, den 29. November um 19 Uhr, stellt die Fotografin Elisabeth Neudörfl ihre umfangreiche Fotoarbeit „Future World“ vor, die sie Ende der 1990er Jahre in Japan realisierte. Die Künstlerin verbrachte in den Jahren 1998 und 1999 insgesamt fünf Monate in Japan und fotografierte Motive zu den beiden Themenkomplexen „Künstliche Welten“ und „Sicherheitsbedürfnis“. Während ihres Aufenthaltes bewegte sie sich hauptsächlich durch den regulierten Alltag der großen japanischen Städte wie Tokio und Osaka. Darüber hinaus entdeckte sie kleinere und größere künstliche Welten, etwa eine Skihalle, ein kolossales Wellenbad mit Strandnachbildung oder andere Freizeitziele. „Future World“ umfasst 80 Schwarzweißfotografien und ist ein sensibel beobachtetes Gegenstück zum bunten und schrillen Japanbild, wie es oft in den Medien verbreitet wird.
Elisabeth Neudörfl (*1968) ist seit 2009 Professorin für Dokumentarfotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen.
Donnerstag, 29. November, 19 Uhr
Fotoarbeit »Future World«. Japan 1998/99
Eintritt + 2 €
1Samstag, 17. November, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Emil Orlik (1870–1932) hat sich selbst als einen »Vielgewanderten« beschrieben. Das Leben des deutsch-böhmischen Zeichners, Grafikers und Malers ist durch eine rege Reisetätigkeit gekennzeichnet: Die Länder Europas wie auch Ägypten, Japan, China und Amerika gehörten zu seinen Zielen.
Geboren in Prag, studierte Orlik in den frühen 1890er Jahren in München. Wirkungsstätten waren zunächst die Heimatstadt, später Wien und ab 1905 auch Berlin. Doch seine künstlerische Entwicklung zwischen Realismus und Jugendstil war eng mit dem Reisen verbunden, aus dem er inhaltliche Inspiration und technische Anregung schöpfte.
Eine besondere Bedeutung kommt Orlik als experimentierfreudigem Grafiker zu, der um die Jahrhundertwende im Kreis der Wiener Secessionisten um Gustav Klimt als Spezialist für den Farbholzschnitt galt. Als einer der ersten Künstler hatte er im Jahr 1900 Japan besucht, um in den dortigen Werkstätten seine Fertigkeiten in dieser Technik zu perfektionieren.
So wie er in Fernost Geishas und lebendige Straßenszenen festhielt, faszinierten ihn später das besondere Licht Ägyptens und die hohen Wolkenkratzer New Yorks.
Die Ausstellung im Kunstforum zeichnet die Stationen von Orliks Reisen im Zeitraum zwischen 1898 und 1924 nach. Im Zentrum stehen dabei die erste Japanfahrt des Künstlers und der Einfluss des japanischen Farbholzschnittes auf sein Schaffen. Präsentiert werden Skizzen des versierten Zeichners, die seine unmittelbaren Eindrücke im Erleben der Fremde widerspiegeln, sowie später im Atelier daraus entwickelte Druckgrafiken und Gemälde. Ausgesuchte Leihgaben ergänzen den unter neuem Blickwinkel ausgewerteten Sammlungsschwerpunkt des Kunstforums: Ein facettenreicher Überblick über ein Werk, entstanden »zwischen Japan und Amerika«, wird geboten.
Buchpräsentation "Albrecht Altdorfer. Kunst als zweite Natur" von Christoph Wagner und Oliver Jehle (Hrsg.) im Historischen Museum, Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg
mehr Informationen zur Publikation
Programm:
| Begrüßung | Dr. Peter Germann-Bauer |
| Grußwort | Hans Schaidinger |
| Grußwort | Dr. Christian Blomeyer |
| Das Rätsel Altdorfer | Prof. Dr. Christoph Wagner |
| Schlußwort | Dr. Albrecht Weiland |
Im Rahmen der Ringvorlesung des Klassikzentrums Sieger und Besiegte. Das Bild des Krieges in Antike und Neuzeit des Klassikzentrums spricht Dr. Oliver Jehle (Kunsthistorisches Institut, Universität Regensburg) am Mittwoch, dem 14.11.2012, um 18 Uhr c. t. im H 22 zum Thema „Canovas Leiden. Herakles, Lichas und der versehrte Körper der Kunst“.
Die Eröffnungsfeier findet in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel (1. OG; Bertoldstraße 9, 93047 Regensburg) statt.
Die Ausstellung selbst ist im Historischen Museum Regensburg (Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg) zu sehen.
mehr Informationen zur Ausstellung
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten PDF.
PDF mit weiteren Informationen
Am 24. Oktober 2012 startet die Ringvorlesung „Sieger und Besiegte – Das Bild des Krieges in Antike und Neuzeit“ auf dem Regensburger Campus. Die Veranstaltungsreihe wird vom Zentrum für Klassikstudien der Universität organisiert. Zwölf Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Italien, Mexiko, Österreich und der Türkei werden dabei die unterschiedlichen Gesichter des Krieges und die unterschiedlichen Formen des Kriegsgedenkens beleuchten. Nicht nur historische Quellen, sondern vor allem Kriegsdarstellungen in Literatur und Bildender Kunst stehen im Mittelpunkt. Die Vorlesungen finden jeweils mittwochs ab 18.15 Uhr im Hörsaal H 22 (Zentrales Hörsaalgebäude der Universität) statt.
Den Anfang macht am kommenden Mittwoch Dr. Ursula Seidl (München) mit einer Präsentation zum Thema „Sieger und Besiegte im Alten Mesopotamien“. Am 31. Oktober folgt Prof. Dr. Peter Krieger (Mexiko-Stadt“ mit seinem Vortrag „1945: Zerstörte Stadt und Kollektivgedächtnis“.
Die interessierte Öffentlichkeit ist zu allen Veranstaltungen im Rahmen der Vorlesungsreihe herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das Zentrum für Klassikstudien der Universität Regensburg:
Die Kultur der sogenannten westlichen Welt ist bekanntlich stark von dem Vorbild der Klassischen Antike geprägt. Das Zentrum für Klassikstudien der Universität Regensburg widmet sich als fakultätsübergreifende Einrichtung der Erforschung der Zusammenhänge zwischen antiken und neuzeitlichen Zivilisationen. Durch die Bündelung der Kompetenzen unterschiedlicher Fachdisziplinen werden dabei sowohl Fragen nach den Eigenarten der antiken Kulturen Griechenlands und Roms untersucht, als auch solche nach der Bedeutung dieser antiken Traditionen und Vorbilder für die Entwicklung der heutigen Kulturen westlicher Prägung. Mit dieser sich wechselseitig ergänzenden Fragestellung stellt das Zentrum für Klassikstudien eine einzigartige Institution innerhalb der deutschen Universitätslandschaft dar (https://www.uni-regensburg.de/forschung/klassikstudien/index.html).
Das Programm zur Ringvorlesung unter:
https://www.uni-regensburg.de/forschung/klassikstudien/aktivitaeten-ws-2012-2013/ringvorlesung/index.html
Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Elisabeth Huber
Universität Regensburg
Institut für Klassische Archäologie
Telefon (0941) 943-3756
Elisabeth.Huber@psk.uni-regensburg.de