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Sehen und Verstehen

Funktionen, Wahrnehmungsprozesse, Visualisierungsformen,

kulturelle Bild- und Textstrategien

Sprecher: Christoph Wagner, Mark Greenlee, Christian Wolff

Sehen und Verstehen ist ein bildwissenschaftlicher Verbund aus geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern der drei philosophischen Fakultäten, ergänzt um die Forschergruppe Regulation und Pathologie von homöostatischen Prozessen der visuellen Funktion der Fakultät für Biologie und vorklinische Medizin sowie der Fakultät für Medizin und den bildtheologisch ausgerichteten Wissenschaftlern der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Regensburg. Er plant, in interdisziplinärer Vernetzung neue Formen der bildwissenschaftlichen Analyse von Visualisierungsformen und Wahrnehmungsprozessen unter den Vorzeichen eines erweiterten Bildbegriffs zu entwickeln. Der Themenverbund wurde im Sommer 2012 durch ein internationales Wissenschaftlerteam begutachtet und im Sommer 2013 als ein offizieller Themenschwerpunkt der Universität Regensburg anerkannt. Derzeit umfasst der Themenverbund 38 Professuren.


2015-04-15 Rvl Zoom
Mittwoch 15. April bis 8. Juli 2015, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr, H3

ZOOM. Dispositiv Film

Längst ist der Film als ›siebte Kunst‹ im Kanon der Künste verankert. Die Bildwissenschaften haben auf breiter Basis ihren cinematographic turn vollzogen: Anlass genug, die aktuellen methodologischen Positionen zum Film im Horizont des iconic turn zu diskutieren. Seit den 1920er Jahren hat die Kunsttheorie das bewegte Bild im Film beachtet, seit den 1930er Jahren sind Studien zum Film von Erwin Panofsky, Rudolf Arnheim oder Ernst H. Gombrich entstanden. Die jüngsten Erkenntnisse zur Vorgeschichte des Films zeigen, dass die Filmgeschichte schon vor der Existenz des Kinos wichtige Etappen aufweist. Die digitale Revolution des letzten Jahrzehnts hat das Kino zum historischen Dispositiv werden lassen und zugleich eine neue Grundlage zur Erforschung historischer Filmdokumente hervorgebracht. Welche neuen Paradigmen und welche methodologischen Standards sind aus diesem cinematographic turn zu ziehen und wie sind diese im transdisziplinären Diskurs zum Film zu verankern? Die Vortragsreihe unternimmt den Versuch exemplarischer Positionsbestimmungen, um die Bedeutung des filmischen Erlebens für die Formung ästhetischer Erfahrung zu konturieren. Kinobesuche und Filmkonsum sind nicht zuletzt entscheidende Momente visueller Sozialisation. Die Vorträge verstehen sich als Teil einer selbstbewussten Bilddebatte – im wissenschaftlichen Spannungsfeld von Film-, Kunstgeschichte und Medienwissenschaft. Spezifische Kompetenzen im Umgang mit Film und Kino in möglichst großer Bandbreite aufzuzeigen, wie es das Vortragsprogramm verspricht, bedeutet auch, eine Standortbestimmung im Umgang mit zeitbasierten Bildmedien vorzunehmen sowie Methoden am Medium Film zu überprüfen und zu erweitern.


2014-09-25 Hearing Colors
25.09.-27-09.2014, Thon-Dittmer-Palais, Regensburg

Hearing Colors

Als Verwirrung der Sinne beschrieb die Forschung des 19. Jahrhunderts die Synästhesie, als Abnormität der Wahrnehmung. Das 20. Jahrhundert sieht in diesem Wahrnehmungsphänomen hingegen eine universale Größe menschlicher Erfahrung. Das internationale Symposium Hearing Colors, das vom 25. bis 27. September 2014 in Regensburg stattfinden wird, nähert sich in vier Sektionen dieser mitunter prekären Einheit der Sinne: Denn nicht weniger als das Prinzip der Wahrnehmung ist mit der Synästhesie gemeint. Werden in der ersten Sektion die neurokognitiven Grundlagen des Phänomens Synästhesie beleuchtet, rückt die Sektion zur Multisensorik den Leib in den Fokus: Wie werden kognitive und emotionale Prozesse verkörpert, wie wird räumlich Kognition durch motorische Aktivität beeinflusst? Verhandelt die dritte Sektion das ästhetische Feld, geht es um den Rezipienten und seine spezifischen Erlebnisqualitäten: Versteht es Kunst, den Betrachter zu adressieren, wird dieser zum multisensorisch Begabten – eine Grundvoraussetzung, um dem rezenten Umgang mit interaktiven Medien gerecht zu werden, wie die vierte Sektion zur Multimodalität zeigen wird.

As a confusion of the senses, research in the 19th century described synesthesia as an abnormal form of perception. Investigations in the 20th century view this perceptual phenomenon as a universal aspect of human experience. The international symposium Hearing Colors, which will take place from September 25 – 27, 2014 in Regensburg, approaches this precarious unity of the senses from four different standpoints: the common theme suggests that synesthesia reflects basic principles of Human perception. The first standpoint will focus on the neurocognitive bases of the phenomenon of synesthesia, to be followed by the multisensory approach. How are cognitive and emotional processes embodied, how is human cognition affected by motor activity? The third standpoint emphasizes the aesthetic aspect, the recipient and his/her specific inner experience of the world. Art impacts on the observer and the observer becomes a multisensory talent. The latter represents an essential prerequisite for the final standpoint involving interactive media and multimodal communication.

Tagungsprogramm


2014-04-09 Ev Eyetracking
Mittwoch 9. April bis 9. Juli 2014, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr, H3

SEHEN VERSTEHEN: Eye-tracking in den Wissenschaften

Nichts versteht sich weniger von selbst, als unsere eigene Wahrnehmung: Sehen und Verstehen sind komplex aufeinander bezogen. Blickbewegungsanalysen mittels Eye-tracking können neue Aufschlüsse geben über die Wahrnehmungs- und Verstehensprozesse, die in der Alltagswahrnehmung, in der Verarbeitung von visuellen Informationen oder in der Betrachtung von Kunstwerken ablaufen. Die transdisziplinäre Ringvorlesung gibt in Fallstudien einen Überblick über die Forschungen zu Blickbewegungen in Medizin, Neurologie, Psychologie, Pädagogik, Geistes-, Kultur-, Kunst-, Literatur- und Lebenswissenschaften.

Vorlesungsprogramm

  • 9.4. Ernst Tamm (Humananatomie): Physiologische Grundlagen der Augenbewegung
  • 16.4. Mark W. Greenlee (Psychologie): Augenbewegungen und visuelle Stabilität
  • 23.4. Horst Helbig, Herbert Jägle (Poliklinik für Augenheilkunde): Eye-tracking in der Augenheilkunde
  • 30.4. Christoph Wagner (Kunstgeschichte): Kairos: Die Kunst des fruchtbaren Augen-Blicks
  • 7.5. Christian Wolff (Medieninformatik): Blickinteraktion in multimodalen Systemen
  • 14.5. Robin Rehm (Kunstgeschichte): Magische Quadrate. Augenbewegung als Bildkonzept in der Moderne
  • 21.5. Bernd Ludwig (Informationswissenschaft): Wie orientieren sich Fussgänger? Ein Eye-Tracker gibt Antwort
  • 28.5. Petra Janssen (Sportwissenschaft): Eye-tracking in den Sportwissenschaften
  • 4.6. Frank Papenmeier (Kognitionspsychologie, Tübingen): Einsatz von Eye-Tracking zur Untersuchung dynamischer Szenen
  • 11.6. Ursula Regener (Germanistik): Augenführung durch ästhetische Diskurse?
  • 18.6. Hans Gruber (Pädagogik): Wie Eye-Tracking die Lehr-Lern-Forschung revolutioniert
  • 25.6. Werner Schneider (Neurokognitive Psychologie, Bielefeld): Wettstreit und Prioritätskontrolle visueller Verarbeitung im Kontext von Augenbewegungen
  • 2.7. Birgit Eiglsperger, Isabell Guntermann (Kunsterziehung): Differenzierte Wahrnehmung in der Bildhauerei
  • 9.7. Rainer Hammwöhner, Barbara Rösch (Informationswissenschaft): Untersuchung des Informationsverhaltens mit Hilfe des Eye-Tracking
 
Ergänzend zur Ringvorlesung finden zwei Übungen zum mobilen Eye-tracking statt.
Am 28. Mai 2014 bietet SMI von 16:30 bis 18:00 Uhr eine Präsentation der aktuellen technischen Entwicklungen im Bereich des mobilen Eye-trackings an.

2013-09-18 Skulptur Pur
18.09-19.09.2013, Kunsthalle Mannheim

Plastik PUR

Wissenschaftliches Symposium in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim.

Tagungsprogramm


2013-04-18 Bilder Im Medientransfer
18.04-20.04.2013, Thon-Dittmer Palais, Regensburg

Bilder im Medientransfer

Wissenschaftliches Symposium.

Tagungsprogramm


2012-11-30 Entdeckung Der Farbe
30.09.2012, Kunstmuseum Bern

Die Entdeckung der Farbe: Johannes Itten, Paul Klee und Otto Nebel

Wissenschaftliches Symposium, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee und dem Kunstmuseum Bern.

Tagungsprogramm


28.06.2012, 18:00 Uhr c.t.

„Nicht nur zur Zierrath, sondern auch zum Nutzen“: Botanische Abbildungen im 18. Jahrhundert

Gastvortrag von Prof. Dr. Kärin Nickelsen, Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte, LMU München.

Vortrag mit Pdf zum Download


15.06.2012, 09:15 Uhr

Spaces

Perspektiven aus Kunst und Wissenschaft Ausstellungen - Wettbewerb – Internationale Tagung Mai bis Juni 2012 im Stadtzentrum Regensburg.

Tagungsprogramm


2012-05-31 Farben Kinder Des Lichts
31. MAI BIS 20. JULI 2012, UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK, OBERES FOYER DER ZENTRALBIBLIOTHEK

Farben – Kinder des Lichts. Adolf Hölzels Farbenlehre im Kontext

Forschungen zum Werk von Adolf Hölzel (1853-1934) und Johannes Itten (1888-1967) gehören zu den Schwerpunkten am Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg. Adolf Hölzel zählt zu den Wegbereitern der Moderne in Deutschland. Neben seiner Bedeutung als Künstler und Kunstpädagoge hat er sich auch als Kunsttheoretiker hohes Ansehen erworben. Kernstück seiner kunsttheoretischen Überlegungen ist die Farbenlehre. Er entwickelte ein System von sieben Farbkontrasten und von Farbkreisen, das insbesondere über die Farbenlehre Johannes Ittens weithin in der Kunsttheorie des 20. Jahrhunderts verbreitet wurde.

Tagungsprogramm


2012-04-24 Lineamenta Vs Portraictur
28.04.2012, 09:00 Uhr

Lineamenta vs. Portraicture

Architekturdarstellung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, unter Leitung von Monika Melters und Christoph Wagner. Eine Veranstaltung des DFG-Netzwerks "Schnittstelle Bild. Architekturgeschichte und Bildkritik im Dialog 1400-1800" und des Themenverbundes "Sehen und Verstehen" der Universität Regensburg).

Tagungsprogramm


2011-02-11 Albrecht Altdorfer
11.02-12.02.2011

Albrecht Altdorfer. Kunst als zweite Natur

Tagungsprogramm

Als Friedrich Schlegel Altdorfers Alexanderschlacht in Paris sah, erblickte er darin ein „Wunderwerk“ der Malerei: Die Vorträge des vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Regensburg veranstalteten Symposiums folgen dem erstaunlichen Maler auf dessen Gratwanderung zwischen religiöser Bestimmung und modernem Bildverständnis. Ein neues Licht soll die visuelle Kultur beleuchten, der Altdorfer prägend angehörte. Darüber hinaus wird seine Bildpolitik in den Fokus gerückt und die Frage des Werkprozesses gestellt: Dass seine Gemälde Verführungskünste entfalteten, wusste Altdorfer, dass es mitunter um die Täuschung der Augen ging, genoss er. Auf visuelle Anreize zu verzichten, allein der veritas zu dienen, hätte ihm nicht genügt. Ein neuer Illusionismus, eine Originalität der Erfindung, die seine Bilder mitunter weit aus den Darstellungskonventionen führten, zeichnen nicht erst den späten Altdorfer aus. Ihm, dem die Kunst zur zweiten Natur wurde, widmen sich die Vorträge des wissenschaftlichen Symposiums – sah doch schon Schlegel in Altdorfers Bildern eine „Fülle“ und einen „Reichtum“ der Malerei, den es zu erschließen gilt.


2010-11-29 Furtmeyr
02.12.2010-11.02.2011

Berthold Furtmeyr und seine Zeit

Traditionen - Perspektiven - Kontexte

Tagungsprogramm


2010-11-25 Religion Als Bild
25.11-27.11.2010

Religion als Bild - Bild als Religion

Tagungsprogramm


2010-09-30 Aesthetic Cognition
30.09-02.10.2010

Aesthetic Cognition and Cognitive Aesthetics

Tagungsprogramm


2010-04-23 Pictorial Cultures
23.04.-25.04.2010

Pictorial Cultures and Political Iconographies

Tagungsprogramm


26.11.2009–18.02.2010, jeweils Donnerstag, 20:00 Uhr

Aufbruch in die Moderne. 1910 bis 2010

Tagungsprogramm

Keine Epoche wie die der ersten Moderne zu Beginn des Jahrhunderts hat die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts so nachhaltig mit neuen Ideen, künstlerischen Konzepten, kunsttheoretischen Modellen und Programmschriften, Utopien und geistesgeschichtlichen Denkfi guren versorgt. Auf die apologetische Rühmung bis in die Sechziger Jahre folgte die ideologiekritische Attacke der Postmoderne. Die Konzepte und Forderungen der Moderne wurden in Frage gestellt, ihre künstlerischen Gestaltungslehren und Programme auf ihre Brauchbarkeit und ideologischen Gehalte hin überprüft. Mythenbildungen und Ideologiekritik begannen sich in der Auseinandersetzung mit der Moderne unentwirrbar zu überlagern.

Die gewachsene Distanz des 21. Jahrhunderts eröffnet veränderte Perspektiven, um den Aufbruch in die Moderne, seine Errungenschaften und zahlreichen rezeptionsgeschichtlichen Brechungen neu zu befragen: Ausgehend vom Stichjahr 1910 verfolgen sieben renommierte Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker unterschiedliche Aspekte der Moderne und ihrer Rezeption bis hinein in die Gegenwartskunst. Ob sich dabei »die Moderne als unsere Antike« erweist, wie man noch im Jahre 2007 auf der documenta XII rhetorisch behauptete, bleibt bei diesem Lackmustest auf die Aktualität der Moderne abzuwarten.


2009-10-28 Sehstoerung
28.10.2009-10.02.2010, jeweils Mittwochs, 18:00 Uhr c.t.

Sehstörung. Visuelle Konstruktionen

Tagungsprogramm


2009-04-24 Aisthesis
24.04.-26.04.2009

AISTHESIS. Wahrnehmunsprozesse und Visualisierungsformen in Kunst und Technik

Tagungsprogramm


2008-10-30 Kunst Und Eros
30.10.2008-12.02.2009, jeweils Donnerstags, 20:00 Uhr

Kunst & Eros 8 Vorträge zur Retrospektive »Lovis Corinth und die Geburt der Moderne«

Tagungsprogramm


2008-10-22 Bilder Sehen
  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

Sehen und Verstehen

Universität Regensburg
Institut für Kunstgeschichte
Universitätsstrasse 31
93053 Regensburg

Column Sehen Und Verstehen 2016