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Projekte

2017-08-28 Forschung-projekte


Laufende Projekte


Digitalisierung von Künstlernachlässen


Bauhausforschungen


Abgeschlossene Projekte

Hans Purrmann (1880-1996)


Kunst der Reformationszeit in Regensburg


Albrecht Altdorfer. Kunst als zweite Natur

//Alexanderschlacht//Schöne Maria//


Furtmeyr Meisterwerke der Buchmalerei und die Regensburger Kunst in Spätgotik und Renaissance

//Buchmalerei//Illumination//Heidelberger Schicksalsbuch


Itten-Klee. Kosmos Farbe

Die Ausstellung zeigt anhand prominenter Schlüsselwerke die künstlerische Auseinandersetzung von Johannes Itten und Paul Klee mit dem Thema der Farbe. Dabei werden Aspekte herausgearbeitet wie Farbe und Esoterik, Farbaura, Farbharmonie, Farbe und Abstraktion, Farbe und Natur und Teilung der Farbe. Erstmals kann dabei gezeigt werden, dass nicht nur Klee Itten, sondern auch Itten Klee inspirierte und dass beide aus gemeinsamen Quellen schöpften. Ergänzend wird die Farbtheorie thematisiert, wie sie sich in den Aufzeichnungen und Tagebüchern beider Künstler widerspiegelt.

Johannes Itten und Paul Klee sind in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts mit bedeutenden Farbenlehren hervorgetreten. Beide sind geprägt von der Vorstellung, dass die Ordnung der Farben als in sich geschlossener Kosmos gesetzmäßig strukturiert ist. Neue Quellen zeigen, dass sich beide Künstler auf gemeinsame, geistesgeschichtliche Quellen bezogen haben und gegenseitig anregten. Beide haben ihre Überlegungen zur Farbe in jahrzehntelanger Reflexion und Arbeit entwickelt und umfassend in ihren künstlerischen Werken berücksichtigt.

Die Lebenswege und Schaffensbahnen beider Schweizer Künstler haben sich mehrfach gekreuzt: So hat Itten seine ersten künstlerischen Impulse vom Vater Paul Klees erhalten, umgekehrt ist Klees Berufung ans Weimarer Bauhaus maßgeblich von Itten befördert worden. Beide Künstler haben ihre lebenslange Auseinandersetzung mit den Fragen der Farbenlehre und der Ordnung des Farbkosmos nahezu gleichzeitig im Jahre 1914/1915 begonnen, Klee auf seiner Tunisreise, Itten unter dem Eindruck der Farbenlehre Adolf Hölzels in Stuttgart. Beide Künstler haben über Jahre hinweg ihre künstlerische Arbeit wechselseitig wahrgenommen und auch Werke ausgetauscht.

Umso überraschender ist es, dass Johannes Itten und Paul Klee bislang nicht in einer monographischen Ausstellung im künstlerischen Paarlauf gezeigt worden sind.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog, der die Konzepte zur Farbe erschließt, kunsthistorisch einordnet und die neuen Quellenfunde in Verbindung mit den gezeigten Werken dokumentiert.  Am 30.11.2012 findet ein Symposium mit wissenschaftlichen Beiträgen zur Bedeutung der Farbe im künstlerischen Schaffen und in der Kunstlehre von Johannes Itten, Paul Klee und Otto Nebel statt. Organisiert wird das Symposium vom Kunstmuseum Bern in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee.
 
Eine Ausstellung des Kunstmuseums Bern und des Martin-Gropius-Baus Berlin.
Die Ausstellung ist vom 25. April – 29. Juli 2013 im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Kunstmuseums Bern

Kuratoren: Prof. Dr. Christoph Wagner, Monika Schaefer


Befreiungshalle Kehlheim

Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Befreiungshalle Kelheim richtete das Historische Museum der Stadt Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg eine groß angelegte Ausstellung aus (10. November 2012–31. Mai 2013). Ort: Historisches Museum, Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-16 Uhr

Publikation zum Festjahr 2013:Christoph Wagner (Hrsg.), Die Befreiungshalle Kelheim. Mythos, Geschichte, Gegenwart
mit Fotografien von Lorenz Kienzle, Regensburg: Schnell & Steiner Verlag, 544 Seiten, über 600 Farb- und SW-Abbildungen

Mit Beiträgen von Franz J. Bauer, Birgit M. Bauridl, Jean-Paul Bled, Friedegund Freitag, Matthias Gabler, Hubert Glaser, Klaus Güthlein, Thomas Hacklberger, Erich Hafner, Klaus Häfner, Wolfgang A. Herrmann, Regine Heß, Sabine Heym, Oliver Jehle, Alexander Karrasch, Hans-Michael Körner, Benedikt Lickleder, Mathias Listl, Bernhard Löffler, Monika Melters, Wolfgang Neiser, Winfried Nerdinger, Mathias Pfeil, Thomas Oswald, Markus Pillmayer, Hannelore Putz, Daniel Rimsl, Nicolai Scherle, Ludwig Spänle, Peter Springer, Christoph Straßer, Heinrich Wanderwitz, Christoph Wagner, Katharina WeigandDie von den Architekten Friedrich von Gärtner und Leo von Klenze erbaute Befreiungshalle Kelheim blickt als politischer Monumentalbau des 19. Jahrhunderts auf eine ebenso bedeutende wie wechselvolle Geschichte zurück: Aus dem geistigen Kosmos von König Ludwig I. als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten der Befreiungskriege gegen Napoleon erbaut, fand die feierliche Einweihung am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, statt. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges bildete sie im Jubiläumsjahr 1913 die große Bühne für den feierlichen Auftritt von Kaiser und deutschem Hochadel. In der Zeit der Weimarer Republik zierte die Befreiungshalle als Motiv die Scheine des Notgeldes in der Krise der Inflation. 1933 missbrauchte Adolf Hitler die Befreiungshalle als Projektionsfläche für seine nationalsozialistischen, großdeutschen Allmachtsfantasien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Befreiungshalle zum symbolischen Ort politischer Auftritte und Begegnungen von nationalen Größen wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Helmut Kohl oder François Mitterand. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1989 gewann die Befreiungshalle mit ihrer politischen Ikonographie als nationales Symbol deutscher Einheit im Kontext europäischer Bezugspunkte eine neue Aktualität. Im Spiegel dieser Geschichte ihrer Rezeption lässt sich die Befreiungshalle Kelheim als komprimiertes Bild der Brechungen in der bayerischen Geschichte und nationalstaatlichen Selbstbestimmung Deutschlands in Europa lesen. Das Grußwort des Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, sowie die vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, übernommene Schirmherrschaft unterstreichen diese Bedeutung.

Mit der Kunstpolitik Ludwigs I. von Bayern fokussiert die Ausstellung vielleicht das prominenteste Beispiel eines monarchischen Bestrebens, Bayern durch die Kunst zu einer inneren Einheit zu führen: Von der Idee, ein „Baiern aller Stämme“ zu formen, war Ludwig I. schon als Kronprinz beseelt, einer  „größeren deutschen Nation“ ein Monument zu errichten. Die Ausstellung rückt mit zahlreichen Exponaten die Befreiungshalle Kelheim und die Kunstpolitik König Ludwig I. in den Fokus der kunst- und kulturhistorischen Forschung.

Mit einer Fülle von über 120 originalen Zeitdokumenten, unveröffentlichten Archivalien, großen Holzmodellen, Gemälden, Foto- und Filmdokumenten zeichnet die Ausstellung auf gut 600 qm die Geschichte und Rezeptionsgeschichte dieses Bauwerks bis in die Gegenwart nach: In einer vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte durchgeführten, fast zweijährigen Fotokampagne wurde die Befreiungshalle Kelheim und ihre topografische Einbindung zwischen Donaudurchbruch und Altmühltal von dem Berliner Architekturfotografen Lorenz Kienzle in allen ihren Aspekten im Medium anspruchsvoller Kunstfotografien vollständig dokumentiert. Aus einer bis zu 35 Meter hohen Kanzel sind dabei mit Hilfe einer anspruchsvollen Großformatkamera und einer speziellen Digitalisierungstechnik atemberaubende neu Blicke auf die Befreiungshalle entstanden. Parallel dazu wurde eine bislang unbekannte, umfangreiche Privatsammlung sowie die historischen Dokumente in den Archiven erschlossen. Unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Wagner haben 34 renommierte Wissenschaftler die politischen, historischen, architektur- und kunsthistorischen, die kultur- und wirtschaftshistorischen Aspekte dieses Nationaldenkmals umfassend ausgewertet und in einem eindrucksvollen Begleitbuch mit 544 Seiten und über 600 Abbildungen zusammengefasst. Die Entwurfs- und Baugeschichte wurde dabei in Kooperation mit dem Architekturmuseum und der TU München, die Restaurierungsgeschichte in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösserverwaltung auf dem aktuellen Stand zusammengefasst.

Die von Privatsammlern zusammengetragenen Stücke, die die facettenreiche  Rezeptionsgeschichte der Befreiungshalle, die Geschichte ihres Bauherrn und ihrer Architekten Friedrich von Gärtner und Leo von Klenze dokumentieren, werden größten Teils zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt.
Präsentiert wird die Ausstellung in einer innovativen, von dem Regensburger Architekturbüro PURE entwickelte Ausstellungsarchitektur, die die Formen der Befreiungshalle Kelheim in eine moderne Formensprache übersetzt.

Schirmherr:
Dr. Wolfgang Heubisch
Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Kuratoren:
Prof. Dr. Christoph Wagner
Ordinarius für Kunstgeschichte der Universität Regensburg

Dr. Peter Germann-Bauer
Direktor der Museen der Stadt Regensburg

Mitarbeiter:
Gerald Dagit M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Dr. Oliver Jehle (Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Wolfgang  Neiser (wissenschaftlicher Volontär)
Daniel Rimsl M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Andrea Richter (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Annika Richter
Franziska Schmied

Ausstellungsarchitektur:
Pure Gruppe Regensburg

Leihgeber:
Archiv der Brauerei Schneider Kelheim
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Bayerische Schlösser und Seenverwaltung München
Bayerische Staatsgemälde Sammlung München
Museen der Stadt Regensburg
Staatliches Bauamt Landshut
Stadt Kelheim
Stadtarchiv Kelheim
Stadtarchiv Regensburg
Private Leihgeber:
Siegfried Dantscher Kelheim
Reinhard Fritz Kelheim
Lorenz Kienzle Berlin
Werner Prasch München
Hans Wagner Kelheim


Georg Jakob Best

In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim, dem Kunstmuseum Bayreuth und dem Zentrum Paul Klee, hat das Institut für Kunstgeschichte den vollständigen Nachlass des Künstlers Georg Jakob Best (1903-2003) digitalisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Die Monographie zum Leben und Schaffen des Künstlers, der Schüler Paul Klees war, von den Nationalsozialisten als "Entarteter Künstler" diffamiert und nach dem Krieg u.a. Mitglied der Darmstädter und Frankfurter Sezession war, erscheint gleichzeitig als Begleitband zur Ausstellungseröffnung in Bayreuth am 15. März 2015.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

 

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