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Dr. Markus Löx (Postdoc)

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Adresse

Friedenstr. 30, Raum 1.7 (Posthof) - 93053 Regensburg

Telefon: -

E-Mail: Markus.Loex@ur.de


Lebenslauf

Markus Löx studierte ab dem Wintersemester 2000 die Fächer Klassische Archäologie, Frühchristliche Kunstgeschichte und Alte Geschichte an den Universitäten Bochum und München, wo er mit einer Arbeit zu den spätantiken Porträts aus der Villa von Chiragan im Jahre 2006 sein Magisterstudium abschloss. In seiner Dissertation untersuchte er Formen bischöflicher Vergegenwärtigung anhand eines Vergleichs zwischen Damasus von Rom und Ambrosius von Mailand. Die Arbeit wurde im Jahr 2011 mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet.

Nach Ende seiner Stipendiatenreise hatte Markus Löx eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne (10/2012–12/2013). Von 01/2014 bis 03/2017 betreute er als Postdoctoral Fellow die focus area „Organisation of coexistence“ an der Graduate School for Ancient Studies: Distant Worlds an der LMU München. Seit 04/2014 forscht er am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ zum Thema „Tetrarchische Residenzstädte – Erfolg und Scheitern vormoderner Metropolen“.
Seine Forschungsinteressen gelten der Stadt in der Spätantike (unter besonderer Berücksichtigung der Stadtgeschichte Roms), der Bilderwelt der Spätantike bzw. des frühen Christentums, dem frühchristlichen Heiligen- und Märtyrerkult sowie der spätantiken Numismatik. Seit März 2015 ist Markus Löx stellvertretender Vorsitzender des Vereins Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e. V. www.sabk.eu.

Publikationen


Monographie

·         monumenta sanctorum. Rom und Mailand als Zentren des frühen Christentums: Märtyrerkult und Kirchenbau unter den Bischöfen Damasus und Ambrosius, Spätantike – Frühes Christentum – Byzanz, Reihe B: Studien und Perspektiven 39 (Wiesbaden 2013).
reichert-verlag.de/fachgebiete/altertumswissenschaften/9783895009556_monumenta_sanctorum-detail

Rez.:
- ThR 110,2, 2014, 129–130 (Ch. Hornung).
- Bryn Mawr Classical Review 2015.05.37 (M. Johnson),
URL:
http://bmcr.brynmawr.edu/2015/2015-05-37.html
- sehepunkte 15 (2015), Nr. 9 (D. E. Trout), URL:
http://www.sehepunkte.de/2015/09/26020.html
- BJb 215, 2015, 581–585 (M. Ghetta).

 

Aufsätze

·         Die Kirche San Lorenzo in Mailand: Eine Stiftung des Stilicho? RM 114, 2008, 407–438.

·         Ambrosius und Damasus Strategien zur Nutzung der spätantiken Stadt als christlicher Interaktionsraum, in: C. Rödel-Braune – C. Waschke (Hrsg.), Orte des Geschehens. Interaktionsräume als konstitutive Elemente der antiken Stadt (Berlin – Münster 2012) 215–243.

·         Interazione tra immagine e legenda nella monetazione costantiniana: un caso di studio ermeneutico, in: O.Brandt – G. Castiglia (Hrsg.), Costantino e i Costantinidi. L'innovazione Costantiniana, le sue radici e i suoi sviluppi, Acta XVI Congressus Internationalis Archaeologiae Christianae Romae 22.–28.09.2013, II (Vatikanstadt 2016) 1419–1432.

·         Lʼ„architectus sapiens“ Ambrogio e le chiese di Milano, in: I. Foletti u. a. (Hrsg.) Milano allo specchio: da Costantino al Barbarossa. Lʼautopercezione di una capitale (Roma 2016) 55–80.

·        Theodosius I. und seine Zeit, in: A. Pangerl (Hrsg.), Portraits – 500 Jahre Römische Münzbildnisse, Ausstellungskatalog München, (München 2017) 419–434.

·         The Urban Centre of Valencia in Late Roman and Visigothic Times, JLA 10,2, 2017 (im Druck).

·         Zwischen physischer Absenz und medial-materieller Präsenz. Die Kaiser der valentinianisch-theodosianischen Zeit und ihr Verhältnis zur Stadt Rom, in: S. Corcoran (Hrsg.), Imperial Presence in Rome in Late Antiquity (third–sixth centuries AD), AntTard 25, 2018 (eingereicht).

 

Kurzbeiträge

·         Damasus and Ambrose. Modes of Communication and Interaction in late-antique Rome and Milan, AIACNews 2009, 5, 1-2, 14 f.

·         Zusammenspiel von Bild und Legende in der konstantinischen Münzprägung, NNB 62, 2013, 361–364.

·         Ein Idealbild in Light-Version – der Thermenherrscher, in: A. Schmölder-Veit (Hrsg.), Anders. Ideal und Gegenbild, Ausstellungskatalog München (München 2015) 22 f.

·         Rom im Frühmittelalter. Mit einem Pilger durch die Stadt, AW 3/2017, 22–28.

·         The Emperor out of the Sewer, in: H. Belting – F. Stroth (Hrsg.), 100 Objects of Byzantium (eingereicht).

 

Rezensionen

·         U. Gehn, Ehrenstatuen in der Spätantike. Chlamydati und Togati (Wiesbaden 2012), in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013], URL: http://www.sehepunkte.de/2013/03/22683.html

·         S.-P. Bergjan – B. Näf, Märtyrerverehrung im frühen Christentum: Zeugnisse und kulturelle Wirkungsweisen. Wege zur Geschichtswissenschaft (Stuttgart 2014), in: Bryn Mawr Classical Review 2015.03.29, URL: http://bmcr.brynmawr.edu/2015/2015-03-29.html

·         R. R. R. Smith – B. Ward-Perkins (Hrsg.), The Last Statues of Antiquity (Oxford 2016), in: BJb 216, 2016 (im Druck).

 

Projekt

Tetrarchische Residenzstädte - Erfolg und Scheitern vormoderner Metropolen

Die kaiserzeitliche Metropole Rom bildete einen generischen wie symbolischen Referenzort für tetrarchische Residenzstädte. Während der Tetrarchie (293–324 n. Chr.) bzw. unter Konstantin I. (306–337 n. Chr.), wählten die römischen Kaiser eine Reihe von Städte als Residenzen bzw. bauten diese zu solchen aus.  Das Forschungsprojekt will allen voran die Frage klären, was die Entwicklung tetrachischer Residenzstädte zu vormodernen Metropolen begünstigte bzw. welche Faktoren dabei hinderlich waren. Hierzu werden Antiochia, Nikomedien, Trier, Serdica, Thessaloniki, Sirmium, Mailand, Aquileia und schließlich Konstantinopel in einer komparativen Perspektive auf ihr „metropolitanes Potenzial“ hin untersucht. Dabei sollen Charakteristika einer vormodernen Metropole in einem dreistufigen Prozess herausgearbeitet werden:

 

Phase 1:        Ausbau und Nutzung als kaiserliche Residenz in der Spätantike.

Phase 2:        Spätantike und frühmittelalterliche Entwicklung der Stadt bzw.  
                     Metropole nach Verlust Residenzfunktion.

Phase 3:        Der Kaisersitz in der Erinnerungskultur der Stadt bzw. Metropole.

 

Folgende Fragestellungen erscheinen für die Gesamtbewertung spätantiker Residenzstädte als potenzielle Metropolen u. a. lohnenswert: Welche Kriterien begünstigten die Wahl einer Stadt als kaiserliche Residenz? Welche Maßnahmen zur Schaffung eines adäquaten Infrastrukturnetzwerks zur Befriedigung neuer Bedürfnisse wurden getroffen? In welchem Umfang änderte sich das Verhältnis zwischen Stadt und Umland durch die Nutzung als kaiserliche Residenz? Wie stark waren lokale Eliten in den Ausbau zur Residenz integriert und wie profitierten sie persönlich davon? Wie wurden neuen Kommunikationsräume (Circus, Platzanlage, Säulenstraße etc.) zwischen Kaiser, lokaler Elite und einfacher Bevölkerung inszeniert und wer beanspruchte diese Bühnen nach dem Weggang des Kaisers für sich? In welchen Medien wurden Konflikte zwischen Höflingen und lokalen Eliten ausgetragen? Welche neuen Protagonisten besetzten vakante Machtpositionen nach der Aufgabe der Residenz (Bischöfe, kaiserliche Beamte etc.) und wie positionierten sie sich zur überkommenen Repräsentationskultur und -architektur? Wirkte sich der ehemalige Status als kaiserliche Residenz positiv auf die weitere Entwicklung der Metropole aus und konnte die Verdichtung städtischer Strukturen befördern? Welchen Stellenwert im kulturellen Gedächtnis der Metropole nimmt die ehemalige Funktion als Kaiserresidenz ein? Wie wird das antike Erbe, beispielweise die baulichen Überreste der einstigen Palastanlagen im neuzeitlichen Stadtbild in Szene gesetzt? Lässt sich ein Einfluss der Rolle als Kaisersitz auf die Identität der Bewohner in der Spätantike oder auch in nachantiker Zeit greifen?

Die skizzierten Fragestellungen eröffnen zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den weiteren im Graduiertenkolleg versammelten Forschungsprojekten, besonders zu den Untersuchungsfeldern 1 „Metropolitane Geltungsansprüche: Identität, Repräsentation Geschichtlichkeit“ und  2 „Metropolitane Räume: Zentralität, Grenzen, Verflechtungent“. Zum ersten Mal werden nicht nur die spätantike Geschichte dieser Herrschaftsorte in Blick genommen, sondern dezidiert deren Weiterleben in nachantiker Zeit mitberücksichtigt.

Der chronologische Bogen bis in die Neuzeit erlaubt es, der Frage nachzugehen, ob die tetrarchischen Maßnahmen, die städtische Identität der potenziellen Metropolen nachhaltig beeinflussen konnte. Hierzu sollen besonders die Rücksichtnahme auf bzw. Integration von tetrarchischen Palastanlagen im Rahmen der neuzeitliche Stadtplanung untersucht werden.

Das Forschungsvorhaben wird aufzeigen, welche Voraussetzungen und welche Maßnahmen für die Entwicklung zu einer Metropole förderlich waren, und somit den Metropolitäts-Begriff erstmals systematisch für Forschungen zur spätantiken Urbanistik fruchtbar machen.

 

 

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Kontakt/Sprecher:

Prof. Dr. Joerg Oberste Tel.:0049/941/943-3536 (Sekr.)
E-Mail: joerg.oberste@geschichte.uni-regensburg.de

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