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Maria Weber

Adresse

Friedenstr. 30, Raum 1.6 (Posthof) - 93053 Regensburg

Telefon: -

E-Mail: Maria.Weber@ur.de


Lebenslauf

Maria Weber studierte ab dem Wintersemester 2011 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Lehramt für Realschule mit den Fächern Geschichte und Germanistik, gleichzeitig absolvierte sie ein Bachelorstudium Geschichte, das mit mit einer Bacheolorarbeit am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte zur Reisefinanzierung König Sigismunds nach Frankreich und England abgeschlossen wurde.

Im Herbst 2016 beendete sie mit dem 1. Staatsexamen das Lehramtsstudium. Aufbauend auf die beiden Abschlussarbeiten – an das Bachelorstudium schloss sich ein interdisziplinärer Masterstudiengang an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an, der mit einer Arbeit zur Schuldenpraxis im spätmittelalterlichen Augsburg beschlossen wurde – beschäftigt sie sich in ihrem Promotionsprojekt mit der Frage nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Metropolen.

Projekt


Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in vormodernen Metropolen

(Die Arbeit wurde 2017 mit dem "Maximiliana Kocher-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Geschichtswissenschaften, insbesondere der bayerischen Landesgeschichte", an der KU Eichstätt, ausgezeichnet)

“Credit (apprestum/prestitis) was ubiquitous in later medieval society” (Goddard, Richard, Credit and Trade, S. 1 (2016)). Mit dieser Feststellung leitet Richard Goddard seine kürzlich erschienene Studie zu „Credit and Trade in later Medieval England“ ein.

Die Ubiquität von Krediten und die Alltäglichkeit von (Geld-)Leihe, Pfand- und Borgkauf, Verpfändung und Versetzung von Geld und seiner materiellen Äquivalente tritt uns in der städtischen Schriftlichkeit, wie sie durch Ratsprotokolle, Gerichtsbücher und Missive auf einer obrigkeitlich-normativen Ebene repräsentiert werden, als auch in privaten Schuldbüchern, Schuldbriefen, Korrespondenzen oder chronikalischen Aufzeichnungen, vielfach entgegen.   

Diese Überlieferung aus der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Reichsstadt Augsburg als Ausgangspunkt und „primäre[n] Stellvertreter der Praxis“ (Haasis/Rieske, Historische Praxeologie. Zur Einführung, S. 1 (2015)) zu nehmen und nach dem Umgang, den Praktiken und der Wahrnehmung von Geld und Schulden zu fragen, bildet den Kern des Promotionsprojektes. Aus praxeologisch-mikrohistorischer Perspektivierung, die die Quellengrundlage vorgibt, sollen die Praktiken des Schuldenmachens herausgearbeitet und in Fallbeispielen in ihren jeweiligen Kontexten dicht beschrieben werden. Dabei bilden die obrigkeitliche Normsetzung, institutionelle Regelungsmechanismen und die alltäglichen Praktiken des Schuldenmachens innerhalb der städtischen Gesellschaft den Rahmen der Untersuchung.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

- Geld und Schulden in der Vormoderne
- Gerichtspraxis und Justiznutzung (14.-16. Jahrhundert)
- Archiv- und Verwaltungsgeschichte
- Materielle Kultur in der Vormoderne

Publikationen

  • Denzler, Alexander / Weber, Maria, Ein Nemen und aus geben von wegen an Steg und Weg - Materialität, Instandhaltungsmaßnahmen und Kosten Nürnberger Straßen und Brücken am Beispiel des Straßenmanuals von 1547, in: Denzler, Alexander (Hg.), Wahrnehmung und Nutzung von Straßen (1300-1900) (Jahrbuch für Regionalgeschichte 36), Stuttgart [in Vorbereitung].


Nicht publiziert:

  • Um ain Suma geltz - Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg im 15. Jahrundert (Masterarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein)
  • Im gebrast gewalt und macht (...) gelt und barschafft - König Sigismund und die Reise in das Westliche Europa 1415-1417: Reisefinanzierung (Bachelor- und zugleich Zulassungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Prof. Dr. Thomas Wetzstein)

Vorträge

Um ain Suma geltz - Geld und Schulden in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Städten.
10. November 2017 in Trier, Zweiter interdisziplinärer (Post)-Doc-Workshop des Trier Zentrums für Mediävistik in der Stadtbibliothek Trier "Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit" (8.11 - 10.11.2017).

Von truhen und roecken, von pretter und schrang – Das Haus vor Gericht.
20. Oktober 2017 in Beuggen am Rhein, "Haus-Wesen - Häuser und ihre Materialität von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart (19.10 - 21.10. 2017), veranstaltet vom Arbeitskreis „Haus im Kontext – Kommunikation und Lebenswelt.

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