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Dr. Christian König

Sprechstunden im WS 2016/17

jeweils dienstags, 11-12 Uhr

   ... oder jederzeit nach Vereinbarung

Feriensprechstunden

In der vorlesungsfreien Zeit vom 18. Juli bis zum 16. Oktober 2016 finden an folgenden Terminen Sprechstunden statt:

  • Mittwoch, 27. Juli, 11-12 Uhr
  • Mittwoch, 17. August, 11-12 Uhr
  • Mittwoch 21. September, 11-12 Uhr 
  • Mittwoch, 12. Oktober, 11-12 Uhr
  • Freitag, 14. Oktober, 11-12 Uhr.  

   ... oder jederzeit nach Vereinbarung


Lebenslauf

  • Jahrgang 1978

  • 1998 Abitur in Trostberg; danach Zivildienst in der Schwerstbehindertenbetreuung in Traunstein

  • von 1999 bis 2005 Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Vor- und Frühgeschichte an der Universität Regensburg

  • seit 2007 Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Regensburg

  • 2011 Promotion

Publikationen

Monographie

  • Christliche Ethik oder zweckrationale Technik der Macht? Der frühneuzeitliche Politikbegriff im Spiegel höfischer Verhaltenslehren, Frankfurt/Main 2012.

Herausgeberschaft

  • Handlungsräume. Facetten politischer Kommunikation in der Frühen Neuzeit. Festschrift für Albrecht P. Luttenberger zum 65. Geburtstag, München 2011. (Gemeinsam mit Franz Hederer, Katrin Nina Marth und Christina Milz).

Aufsätze

  • Die Angst des Inquisitors. Zur Psychopathologie Heinrich Kramers im Spiegel seines Hexenhammers, in: AKG 96/2, 2014, S. 265-298.  
  • Frieden durch Vernunft? Krieg und populäre Aufklärung in der Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Das achtzehnte Jahrhundert 39/1, 2015, S. 39-55.

Social-Media-Projekt

  • Sir George Etherege - am Reichstag zu Regensburg. Gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Übung im SoSe 2013 gestaltete Facebook-Seite zum Immerwährenden Reichstag (1663-1806). Link zu Facebook.

Lehre

SS 2016

  • Proseminar: Die Französische Revolution 1789-1815, Ursachen, Verlauf und Folgen.

Do 08 - 10 | Raum: PT 1.0.6

In erster Linie soll das Proseminar – aufbauend auf den bereits im Propädeutikum gewonnenen Kenntnissen – Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens insbesondere in der Neueren Geschichte vermitteln: Geübt werden der Umgang mit Quellen und Forschungsliteratur und das Benutzen von Hilfsmitteln. Zudem werden methodische Basisprobleme angesprochen.

Die Französische Revolution markiert ohne Zweifel eine tiefe Zäsur innerhalb der Neuzeit: Sie erlaubt ebenso Einblicke in die Transformation der alten ständischen Ordnung in eine moderne Massengesellschaft wie in die theoretische Ausformulierung und die praktische Erprobung neuer Legitimationsmodelle für politische Herrschaft. Neben langlebigen Strukturen – wie den grundlegenden Voraussetzungen und Ursachen der Revolution im Ancien Régime – werden im Seminar auch die eher kontingenten, ereignisgeschichtlichen Abläufe des Umsturzes selbst behandelt. Dabei werden unterschiedliche ereignis- und strukturgeschichtliche Ansätze auf ihre Erklärungskraft hin überprüft. Zudem will das Seminar die lange und kontroverse historiographische Debatte um die Französische Revolution zumindest schlaglichtartig beleuchten und so die Teilnehmer für das Objektivitätsproblem jeglicher Geschichtsschreibung sensibilisieren.

  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Barock und Aufklärung. Deutsche Geschichte von 1618-1806

Fr 08 - 10 | Raum: ZH 1

Der Grundkurs will notwendiges Basiswissen zur Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation vom Beginn des Dreißigjährigen Krieges bis zum Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. vermitteln.

Neben den primär zu behandelnden politischen Ereignissen gehören dazu auch sozial-, wirtschafts-, religions- und geistesgeschichtliche Phänomene. Eine Auswahl dieser Fragestellungen wird unter einem systematisierenden Zugriff in die prinzipiell chronologische Darstellung einfließen.

  • Übung: Von selbtsüchtigen Bienen sterilen Klassen und einer unsichtbaren Hand - Konzepte des Ökonomischen in der Frühen Neuzeit

Di 08 - 10 | Raum: PT 1.0.6

Wirtschaftliche Prozesse – die notwendig für die Subsistenz jeder menschlichen Gesellschaft sind – folgen eigenen Spielregeln, die häufig nicht mit den religiösen oder ethischen Idealen eben dieser Gesellschaften kompatibel sind. Zugleich zeitigen soziale Normen (häufig unbeabsichtigte) ökonomische Folgen. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen ökonomischem Sein und sozialem Sollen, das Philosophen und politische Ökonomen aufzulösen trachten: Sie entwickeln unterschiedliche Theorien „richtigen” oder „guten” ökonomischen Verhaltens auf individueller oder gesamtgesellschaftlicher Ebene.

Das Seminar stellt solche in der Frühen Neuzeit ventilierten Denkmodelle – ausgehend von der aristotelischen Ökonomik bis hin zur „klassischen” englischen Ökonomie Adam Smiths – vor und entwickelt so eine ideengeschichtliche Genealogie des modernen Kapitalismus.

  • Übung: Das Hexenbild in der Frühen Neuzeit. Spätmittelalterliche Genese, Funktion im Prozess und Rezeption nach dem Ende der Verfolgung

Do 10 - 12 | Raum: PT 2.0.9

Im populären Bewusstsein oft fälschlich ins „finstere Mittelalter” verbannt, sind die großen europäischen Hexenverfolgungen tatsächlich ein Phänomen der Frühen Neuzeit. Trotz – oder wegen? – solch weitverbreiteter Irrtümer ist das Thema „Hexe” auch heute noch in Medien und Alltagswelt fast allgegenwärtig: Schließlich lässt sich die Verfolgung der angeblich zauberkundigen Frauen (und Männer!) als spannende Geschichte, mit verkaufsfördernden Sex- und Gewaltanteilen, aufbereiten. Zudem können die frühneuzeitlichen Hexenprozesse – bei entsprechender Interpretation – auch heute noch für gesellschaftliche oder politische Ziele instrumentalisiert werden.

Die Veranstaltung will zunächst anhand der Lektüre einschlägiger Quellentexte die Entstehung des frühneuzeitlichen Hexenbildes nachzeichnen sowie dessen Überwindung im Zuge der Aufklärung deutlich machen. Vor diesem Hintergrund werden dann moderne Erklärungsansätze für die frühneuzeitliche  Hexenverfolgung vorgestellt und auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft. Zudem soll auch die Entwicklung der geschichtswissenschaftlichen Hexenforschung als Beispiel für Wege und Irrwege des historischen Erkenntnisgewinns nachgezeichnet werden.

WS 2015/2016

  • Propädeutikum: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Proseminar: Das Ende des Alten Reichs: Vom Siebenjährigen Krieg zum Wiener Kongress

  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte von 1495 - 1618/20
  • Übung: "Gott ist tot" - seit wann? Atheistische Positionen vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert  (gemeinsam mit Dr. Johann Kirchinger, Fakultät für kath. Theologie)  

SS 2015

  • Proseminar: Entdecker, Missionare, Abenteurer und Kapitalisten - Die europäische Expansion vom 15. bis zum 18. Jahrhundert

  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte von 1495 - 1618/20

  • Übung: Rationalisierung, Differenzierung oder Prozess der Zivilisation? Soziologische Theorien zur frühneuzeitlichen Genese der Moderne in historischer Perspektive
  • Übung: Wie Männer und Frauen gemacht werden. Herstellung und Durchsetzung von Geschlechteklischees in der Frühen Neuzeit

WS 2014/15

  • Proseminar: Frankreich um 1700 - Ludwig XIV. und zwanzig Millionen Franzosen

  • Grundkurs: Das Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte 1500 - 1620

  • Propädeutikum: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung: Konzeptionen des Politischen in der Frühen Neuzeit. Lektüre von Schlüsseltexten der politschen Philosophie von der Renaissance bis zur Revolution

SoSe 2014

  • Proseminar: Theologische Innovationen und ihre politische Bewältigung - Die Reformationen Luthers, Zwinglis und Calvins und das Alte Reich.

  • Grundkurs: Das Alte Reich im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung. Deutsche Geschichte 1495 - 1618.

  • Propädeutikum: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung: Nationalismus (?) ohne Nation. Der Diskurs über Teutschland und die teutsche Nation in der Frühen Neuzeit.

WS 2013/14

  • Proseminar: Der Beginn der Moderne? Die Französische Revolution

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung: Auf- und Ausbau nach dem „Großen Krieg“ - Territoriale Staatlichkeit im Alten Reich nach 1648

SoSe 2013 

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung: Der Immerwährende Reichstag in Regensburg. Präsentation einer frühneuzeitlichen Institution im „Web 2.0“.

  • Übung: „Fahnenträger der Freiheit“, „Mensch zwischen Gott und Teufel“ oder „Rebell“? Lutherbilder in der Geschichtswissenschaft.

WS 2012/13

  • Proseminar: Mitteleuropa in der ersten Hälfte des 17. Jhdts. Das Reich im Dreißigjährigen Krieg.

  • 3 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung: Aufklärung im Roman, Aufklärung als Roman. Die Signatur einer Epoche in ihrer Belletristik.

SoSe 2012   

  • Proseminar: „Mit Segel und Kanonen“: Ein Kontinent erobert die Welt – Die europäische Expansion in der Frühen Neuzeit

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Übung: „Eine edle Warnung vor Menschenlehren, die da neben der evangelischen Lehre einfallen und Ärgernis anrichten“
    Quellenlektüre zu den theologischen Grundpositionen Martin Luthers.

WS 2011/12   

  • Proseminar: Die Reformation Martin Luthers und das Alte Reich

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Übung: Sexualität und Geschlecht in der Frühen Neuzeit

SoSe 2011   

  • Proseminar: Ein Sonnenkönig? – Ludwig XIV. und seine Zeit

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Übung: Quellenlektüre zum Zeitalter der Konfessionalisierung

WS 2010/11   

  • Proseminar: Das Alte Reich im Jahrhundert der Aufklärung

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Übung: Quellen und Forschungsansätze zur frühneuzeitlichen Hexenverfolgung

SoSe 2010

  • Proseminar: Das Reich im Zeitalter der Reformation 1500 – 1555

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

  • Übung: Der Herr und seine Diener. Höfische Machteliten in der Frühen Neuzeit

WS 2009/10

  • Proseminar: Die Französische Revolution - Von Ludwig XVI. zu Napoleon

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten 

  • Übung: Einfach nur zeigen, "wie es eigentlich gewesen ist?" - Theoretische Ansätze in der Frühneuzeitforschung

SoSe 2009

  • Proseminar: Das Reich im Konfessionellen Zeitalter. Vom Augsburger Religionsfrieden zum Dreißigjährigen Krieg

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten 

  • Übung: Hexereidelikte in der Frühen Neuzeit - Quellen und Forschungsansätze zu einem kontrovers diskutierten Thema

WS 2008/09

  • Proseminar: Das Ende des Alten Reiches: Deutschland zwischen Französischer Revolution und Wiener Kongreß

  • 2 Propädeutika: Einführungen in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten 

  • Übung: Quellenlektüre zum Jahrhundert der Aufklärung - Annäherung an ein vielschichtiges Problem   

Sose 2008

  • Proseminar: Das Reich im Zeitalter der Reformation (1500-1555)
  • Proseminar: Ludwig XIV. - Idealtyp des absolutistischen Herrschers?
  • Übung: Max Webers "Die protestantische Ethik und der <Geist> des Kapitalismus" unter historischem Blickwinkel - Meilenstein oder Irrweg?
  • Übung: "Von gotseliger, weislichen, vornunftigen und rechtmeßigen regirung und justicien" - Die Obrigkeitskonzeption der frühneuzeitlichen Politica Christiana

WS 2007/08

  • Proseminar: Die Reformation im Reich. Die Theologie Martin Luthers und die Politik
  • Proseminar: Die Französische Revolution. Vom Ancien Régime zum Kaiserrreich
  • Übung: Vernunft und Macht? Quellentexte zur politischen Theorie des aufgeklärten Absolutismus 
  • Übung: Michel Foucault. Ein Analyseansatz für Historiker?

Forschung

Die Vorstellung der Zeitgenossen, wie und zur Erreichung welcher Ziele <Politik> von den jeweils Herrschenden betrieben werden soll, ist ständigen Veränderungen unterworfen. Meine Dissertation will diesen Wandel in der Frühen Neuzeit aufzeigen.

Da aber (damals wie heute!) grundlegende gesellschaftliche Konzepte und Ordnungsvorstellungen - wegen der ihnen pauschal unterstellten Selbstverständlichkeit und ihrer scheinbar unmittelbaren Einsichtigkeit für alle Mitlebenden - selten oder nie von den Zeitgenossen explizit thematisiert werden, kann man sich auch dem vormodernen Politikbegriff nur über einen methodischen Umweg annähern: Analysiert werden in der Arbeit Äußerungen über den politischen Praktiker der Frühen Neuzeit par excellence, den Fürstendiener, um aus den auf diesen Personenkreis fokussierten Erwartungen, Hoffnungen, Ermahnungen und Befürchtungen die dahinterstehenden Politikkonzepte erschließen zu können.

Das Forschungsprojekt ist abgeschlossen; die Ergebnisse wurden jüngst veröffentlicht.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Lehrstuhl für Neuere Geschichte

Dr.
Christian König
Dr. Christian König

PT 3.1.80

Telefon 0941 943-3573

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