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Prof. Dr. Harriet Rudolph

Lehrstuhlinhaberin

Feriensprechstunden

Mittwoch 03.08.16, 14-16
Mittwoch 24.08.16, 14-16
Donnerstag 13.10.16, 14-16

Bitte melden Sie sich zu den Sprechstunden im Sekretariat an.


Lebenslauf

Geboren 1966 in Dresden, ab 1989 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie am Queen Mary & Westfield College der University of London, 1995 Magister Artium an der Universität Tübingen, anschließend Praktikum und freie Projektarbeit in einer Unternehmensberatung, ab 1996 Bearbeitung eines VW-Forschungsprojektes zu den „Rahmenbedingungen der Strafjustiz in den Territorien des Alten Reiches“ am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Helga Schnabel-Schüle) an der Universität Trier, 1999 Promotion, ab 2000 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Trier, 2004-2006 Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung für das Habilitationsprojekt „Das Reich als Ereignis“, 2008 Habilitation an der Universität Trier, 2008-2009 Vertretung des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit (Luise Schorn-Schütte) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 2009-2010 Gastprofessur an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Juni 2010 Ruf an die Universität Innsbruck, 2011-2012 Professorin für Geschichte der Neuzeit an der Leopold Franzens-Universität Innsbruck, März 2012 Ruf an die Universität Regensburg, ab 1.10.2012 Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) in Regensburg.

CV in English

Publikationen

Monographien

  • Eine gelinde Regierungsart. Peinliche Strafjustiz im geistlichen Territorium. Das Hochstift Osnabrück, 1716-1803 (Konflikte und Kultur – Historische Perspektiven 5), Konstanz: UVK 2001.

  • (mit Gabriele Lingelbach): Geschichte studieren. Eine praxisorientierte Einführung für Historiker von der Immatrikulation bis zum Berufseinstieg, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005.
  • Das Reich als Ereignis. Formen und Funktionen der Herrschaftsinszenierung bei Kaiserauftritten (1558-1618) (Norm und Struktur 38), Köln: Böhlau 2011.

Herausgeberschaften

  • Justiz = Justice = Justicia? Rahmenbedingungen von Strafpraxis in der Frühen Neuzeit im internationalen Vergleich, interdisziplinäre Tagung vom 23.-25. März 2000 an der Universität Trier (Trierer Historische Forschungen 48), Trier: Kliomedia 2002 (mit Helga Schnabel-Schüle).
  • Politische Kommunikation zwischen Imperien. Der diplomatische Aktionsraum Südost- und Osteuropa (Innsbrucker Historische Studien 29), Innsbruck: Universitätsverlag 2013 (mit Gunda Barth-Scalmani, Christian Steppan).
  • Stadt, Reich, Europa. Neue Perspektiven auf den Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (New Perspectives on the General Assembly of the Imperial Estates in the Holy Roman Empire, 1663-1806), Regensburg: Schnell&Steiner 2015 (with Astrid von Schlachta)
  • The European Wars of Religion: An Interdisciplinary Reassessment of Sources, Interpretations, and Myths, Farnham: Ashgate Publishing 2016 (with Wolfgang Palaver, Dietmar Regensburger)
  • Lost in Translation? Material Culture Studies and the History of Diplomacy, European History Yearbook 17 (2016), in preperation (with Gregor Metzig)

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden (Auswahl)

Lehre

SS 2016

  • Vorlesung: Die Reformation in Europa

Do 10 - 12| Raum: H 4

Die Reformation in Europa ist eines der Kernthemen der Frühneuzeitgeschichte, das nicht zuletzt im Zuge der aktuellen Lutherdekade eine besondere Relevanz in der öffentlichen Wahrnehmung besitzt. Die Vorlesung fragt im Kontext ausgewählter Ereignisse der Reformationsgeschichte besonders nach dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in der Phase zwischen 1517 und 1555. Denn die Reformation führte nicht nur mit Blick auf im engeren Sinne religiöse Verhältnisse zu erheblichen Umbrüchen im frühneuzeitlichen Europa, sondern auch mit Blick auf Herrschaftsverhältnisse, Machtpotentiale und ihre Ressourcen. Dabei werden zugleich die Auswirkungen von Reformation und Konfessionalisierung auf die Entwicklung der historischen Forschung problematisiert und auf diese Weise der kritische Blick auf die Genese von Forschungsthesen geschult.

  • Kolloquium: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit

Do 16 - 19| Raum: PT 1.0.6

Die Veranstaltung richtet sich an Doktoranden, Magistranden und BearbeiterInnen von Zulassungsarbeiten. Es werden Themen, Inhalte und Methoden von Qualifikationsarbeiten diskutiert; außerdem stellen auswärtige WissenschaftlerInnen ihre Forschungsprojekte vor.

  • Hauptseminar: Gegenreformation und Konfessionalisierung in Bayern (mit Exkursion nach Ingolstadt und München)

Do 14 - 16| Raum: PT 2.0.9

Wer heute durch Bayern fährt, begegnet allerorten den Spuren von Gegenreformation und Konfessionalisierung. Das Hauptseminar untersucht die Rahmenbedingungen, den Ablauf und die Folgen dieser Entwicklungen für das Herzog- und spätere Kurfürstentum Bayern im 16. bis 18. Jahrhundert. Nach einführenden Sitzungen geht es besonders um die Analyse konkreter Zeugnisse der Gegenreformation in der protestantischen Reichsstadt Regensburg mit ihren dennoch vielen katholischen Institutionen sowie in der bayrischen Land- und Universitätsstadt Ingolstadt als Zentrum jesuitischer Gelehrsamkeit. Diese Sitzungen finden im Rahmen von Exkursionen vor Ort statt.

  • Masterseminar: Die Reformation in der Reichsstadt Regensburg (Archiv- und Forschungsseminar)

Fr 10 - 12| Raum: PT 2.0.9

Die Reichsstadt Regensburg besaß eine herausragende historische Bedeutung für den Verlauf der Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, die auch in der Nominierung Regensburgs als Reformationsstadt 2017 zum Ausdruck kommt. Das Masterseminar widmet sich am Beispiel ausgewählter Sachverhalte dem Ablauf und den sozialen, politischen und kulturellen Folgen der Reformation für die Reichsstadt und spätere bayerische Provinzstadt Regensburg, die zwar noch vielerorts sichtbar, aber kaum wirklich im Bewusstsein der heutigen Bevölkerung präsent sind. Nach einigen einführenden Sitzungen ist die Veranstaltung als Forschungs- und Archivseminar konzipiert, mehrere Sitzungen werden in Regensburger Archiven stattfinden, auf klassische Referate wird verzichtet. Die Teilnehmerzahl ist deshalb auf 8 beschränkt.

WS 2015/16

Forschungssemester im Wintersemester 2015/16.

Mit Ausnahme des Kolloquiums "Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit" finden keine Kurse statt.

SS 2015

  • Vorlesung: Die europäische Aufklärung als intellektueller Prozess und als Mythos
  • Kolloquium: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Ein Widerspruch in sich? Aufgeklärter Absolutismus im Europa des 18. Jahrhunderts
  • Übung: Historische Quellenkritik. Quellentexte zur europäischen Aufklärung

WS 2014/15

  • Vorlesung: Religion und Gewalt im Zeitalter der Konfessionalisierung

  • Kolloquium: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Schelm, Heros, Rebell? Martin Luther im Urteil von Zeitgenossen und Nachwelt
  • Übung: Glaubens-Dinge. Die materielle Kultur der Reformation

SoSe 2014

  • Vorlesung: Die Aufteilung der Welt - Kolonialismus in der Frühen Neuzeit

  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Der Wiener Kongress
  • Übung: Von Wilden und Barbaren? Reiseberichte als historische Quelle.

WS 2013/14

  • Vorlesung: Medienrevolutionen in der Neuzeit im Vergleich: Voraussetzungen, Abläufe, Auswirkungen
  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Der Immerwährende Reichstag zu Regensburg als Konfliktregelungsinstanz und Zentrum der europäischen Diplomatie
  • Übung: Europa als Idee. Europavorstellungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit.

SoSe 2013

  • Vorlesung: Kaisertum und Reichsstände in der Frühen Neuzeit.
  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Diplomatie und Außenpolitik in Europa nach dem Westfälischen Frieden.
  • Übung: Einblattdrucke und Flugschriften als Medium der politischen Kommunikation.

WS 2012/13

  • Vorlesung: Die Türken kommen. Die osmanische Expansion als europäisches Problem (1450-1800).

  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit

  • Hauptseminar: Heilige Kriege? Religion und Gewalt in der Vormoderne.
  • Übung: Herrschsüchtige Weiber und saufende Männer? Die europäische Querelle des Femmes.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Politische Kulturen in Europa
  • Mediengeschichte und historische Ikonographie
  • Diplomatiegeschichte
  • Materielle Kultur
  • Höfische und städtische Festkulturen
  • Rechtsgeschichte, besonders Strafrecht und Strafpraxis

Aktuelle Projekte

  • Entangled Objects and Hybrid Practices? Die materielle Kultur der Diplomatie in transkulturellen Verhandlungsprozessen (17. bis 20. Jahrhundert), gleichnamige Sektion auf dem Frühneuzeittag in Heidelberg 2015, Vorbereitung einer gleichnamigen, um weitere Beiträge ergänzten Publikation (=European History Yearbook 17.2016)
  • Vorbereitung eines Antrags für ein Graduiertenkolleg zum Thema „Viktimisierung. Diskurse, Praktiken, Kontexte von der Sattelzeit bis zur Gegenwart“, mit Kolleg/innen der Geschichtswissenschaft, Literatur- und Sprachwissenschaften, empirische Sozialwissenschaften, Kunstgeschichte, Sozialanthropologie und der Rechtswissenschaft
  • Vorbereitung einer Sektion auf dem kommenden Historikertag 2016 in Hamburg zum Thema „Opferbilder. Viktimisierung im transepochalen und interkulturellen Vergleich (1400-2000)“, vgl. dazu den Vortrag „Bilder von Flucht und Vertreibung. Der Flüchtling als visueller Topos in der Frühen Neuzeit“ im Rahmen der Ringvorlesung „Migration“ im SS 2016
  • Vorbereitung einer öffentlichen Vortragsreihe anlässlich des Reformationsjahres 2017 und der aktuell laufenden Lutherdekade „Die Reichsstadt Regensburg und die Reformation im Reich“, veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Regensburg; Beginn im Herbst 2016

Funktionen

Funktionen

  • Mitglied der Leitungskommission des Akademie-Projektes "Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)", Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (01/2015)
  • Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (11/2014), Mitglied der Historischen Kommission der Akademie
  • Geschäftsführerin des Institutes für Geschichte der Universität Regensburg (10/2014-9/2015)
  • Mitglied des Fakultätsrats der Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Regensburg (ab 10/2013)
  • Forschungsdekanin der Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Regensburg (10/2013-9/2015)
  • Mitglied im Direktorium des Promotionskollegs der Philosophischen Fakultäten an der Universität Regensburg (ab 10/2013)
  • Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des GHI Washington (ab 5/2013)
  • Mentorin im Max-Weber-Programm des Freistaates Bayern (ab 4/2013)
  • Mitglied des Rates der Forschungsplattform „Politik-Religion-Gewalt“ an der Universität Innsbruck (bis 09/2012)
  • Sprecherin des Forschungsclusters „Politische Kommunikation“ an der Universität Innsbruck (bis 09/2012)
  • Mitglied des Internationalen Graduiertenkollegs „Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert“ an der Universität Innsbruck (bis 09/2012)
  • Mitglied im Direktorium im Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Innsbruck (bis 9/2012)
  • Mitglied des Sektionsvorstandes im Direktorium des „Graduiertenzentrums“ der Universität Trier (2006-2011)
  • Mitglied der Senatsarbeitsgemeinschaft zur Evaluation von Juniorprofessor/innen an der Universität Trier (2004-2008)
  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Lehrstuhl für Neuere Geschichte

Prof. Dr.
Harriet Rudolph
Rudolph

PT 3.1.66

Telefon 0941 943-3541

E-Mail

Sprechstunde im Semester:

Do 12.30 - 14 Uhr