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Prof. Dr. Harriet Rudolph

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Lebenslauf

Geboren 1966 in Dresden, ab 1989 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie am Queen Mary & Westfield College der University of London, 1995 Magister Artium an der Universität Tübingen, anschließend Praktikum und freie Projektarbeit in einer Unternehmensberatung, ab 1996 Bearbeitung eines VW-Forschungsprojektes zu den „Rahmenbedingungen der Strafjustiz in den Territorien des Alten Reiches“ am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Helga Schnabel-Schüle) an der Universität Trier, 1999 Promotion, ab 2000 Assistentur am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Trier, 2004-2006 Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung für das Habilitationsprojekt „Das Reich als Ereignis“, 2008 Habilitation, 2008-2009 Vertretung des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit (Luise Schorn-Schütte) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 2009-2010 Gastprofessur an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Juni 2010 Ruf an die Universität Innsbruck, 2011-2012 Professorin für Geschichte der Neuzeit an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, März 2012 Ruf an die Universität Regensburg, ab 1.10.2012 Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) in Regensburg.

CV in English

Publikationen

Monographien

  • Eine gelinde Regierungsart. Peinliche Strafjustiz im geistlichen Territorium. Das Hochstift Osnabrück, 1716-1803 (Konflikte und Kultur – Historische Perspektiven 5), Konstanz: UVK 2001.

  • (mit Gabriele Lingelbach): Geschichte studieren. Eine praxisorientierte Einführung für Historiker von der Immatrikulation bis zum Berufseinstieg, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005.
  • Das Reich als Ereignis. Formen und Funktionen der Herrschaftsinszenierung bei Kaiserauftritten (1558-1618) (Norm und Struktur 38), Köln: Böhlau 2011.

Herausgeberschaften

  • Justiz = Justice = Justicia? Rahmenbedingungen von Strafpraxis in der Frühen Neuzeit im internationalen Vergleich, interdisziplinäre Tagung vom 23.-25. März 2000 an der Universität Trier (Trierer Historische Forschungen 48), Trier: Kliomedia 2002 (mit Helga Schnabel-Schüle).
  • Politische Kommunikation zwischen Imperien. Der diplomatische Aktionsraum Südost- und Osteuropa (Innsbrucker Historische Studien 30), im Druck (mit Gunda Barth-Scalmani, Christian Steppan).
  • The European Wars of Religion: An Interdisciplinary Reassessment of Sources, Interpretations, and Myths, currently under peer review (with Wolfgang Palaver, Dietmar Regensburger)

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden (Auswahl)

Lehre

WS 2013/14

  • Vorlesung: Medienrevolutionen in der Neuzeit im Vergleich: Voraussetzungen, Abläufe, Auswirkungen

Do 10 - 12 | Raum: H4

Die Neuzeit gilt als Epoche der „Medienrevolutionen“. Jedes Jahrhundert entwickelte seine „neuen Medien“, die zugleich die bis dato neu gewesenen Medien zu alten Medien machten. Neue Medien zeitigten einerseits vielfältige Auswirkungen auf die Gesellschaft, andererseits stellte auch ihre Entwicklung oft selbst eine Folge gesellschaftlicher Umbrüche dar. Die Vor-lesung fragt anhand ausgewählter medialer Umbrüche nach den Voraussetzungen und Er-folgsbedingungen der jeweils neuen Medien sowie nach der spezifischen Art und Weise ihrer gesellschaftlichen Etablierung. Dabei werden die spezifischen Folgen untersucht, welche die Einführung neuentwickelter Medien auf die jeweilige Gesellschaft zeitigten, in dem auch die Rolle neu entwickelter Medien im Rahmen von revolutionären Umwälzungen untersucht wird. Denn die in dieser Phase entstehenden Massenmedien spielten schließlich eine entschei-dende Rolle bei der Herausbildung von Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung. Die übergrei-fende Fragestellung der Vorlesung richtet sich auf das Problem des Vergleiches von Medie-numbrüchen zu unterschiedlichen Zeiten: Inwieweit lassen sich systematisierend spezifische Ablaufmuster herausarbeiten, welche Modelle des Medienwandels lassen sich aus der Ana-lyse derartiger Prozesse gewinnen?

  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit

Do 16 - 19 | Raum: PT 1.0.6

Die Veranstaltung richtet sich an Doktoranden, Magistranden und BearbeiterInnen von Zu-lassungsarbeiten. Es werden Themen, Inhalte und Methoden von Qualifikationsarbeiten dis-kutiert; außerdem stellen auswärtige WissenschaftlerInnen ihre Forschungsprojekte vor.

  • Hauptseminar: Der Immerwährende Reichstag zu Regensburg als Konfliktregelungsinstanz und Zentrum der europäischen Diplomatie

Do 14 - 16 | Raum: PT 2.0.9

2013 jährt sich zum 350. Mal die Einrichtung des Immerwährenden Reichstags zu Regens-burg. Die negativen Charakterisierungen dieser Ständevertretung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation durch zeitgenössische politische Akteure, vor allem Gesandte, Monarchen oder Publizisten, wie auch durch Historiker des 19. und 20. Jahrhunderts sind Legion. Gleichwohl bestand der Immerwährende Reichstag bis zum Ende des Alten Reiches, die Reichsstadt Regensburg bildete ein diplomatisches Zentrum nicht nur den Heiligen Rö-mischen Reiches, sondern durch die dauerhaft oder zeitweise anwesenden Gesandten aus-wärtiger Herrschaftsträger ein diplomatisches Zentrum Europas. In der Gegenwart wird er zudem auch gern als Frühform eines europäischen Parlamentes bewertet und für aktuelle politische Interessen instrumentalisiert. Das Hauptseminar hinterfragt diese Bewertungen und beschäftigt sich darüber hinaus mit den unterschiedlichen Funktionen des Reichstages, den hier beobachtbaren Verfahren der Entscheidungsfindung, der Rolle des Reichstags im Rahmen von außen- und innenpolitischen Konflikten, der Arbeit von diplomatischen Ge-sandtschaften und ihrem Personal sowie auch mit der Festkultur des Reichstags und seiner Erinnerungskulturen in den Jahrhunderten nach dem Ende seiner Existenz.

  • Übung: Europa als Idee. Europavorstellungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit.

Fr 10 - 12 | Raum: PT 2.0.9

Europa hat Konjunktur. Dies gilt auch für die europäische Geschichte als ein Forschungsan-satz, der sich neben den zuvor vorherrschenden Nationalgeschichten und gelegentlich auch explizit gegen diese etabliert hat. Mancher spricht dabei vom „Wunder Europa“, andere vom „alten Europa“, wieder andere von der „Entdeckung Europas“ oder gar von der „Europäisie-rung Europas“. Was ist mit solchen Aussagen eigentlich gemeint? Ab wann rückt Europa als Kontinent eigentlich ins Bewusstsein der Bevölkerung und welche Vorstellungen und Bewer-tungen werden damit in unterschiedlichen Phasen der Geschichte verbunden? In dieser Übung wollen wir uns zunächst mit der Geschichte des Begriffes Europa und anschließend mit den vielfältigen Formen seiner kollektiven Imagination in Texten und Bildern im Spätmit-telalter und in der Frühen Neuzeit beschäftigen. Dabei wird es um Europavorstellungen im politischen Diskurs, aber auch in der Geschichtsschreibung, in der Kartographie oder auch um Europa als Thema in der Bildenden Kunst und in der höfischen Festkultur gehen.

SoSe 2013

  • Vorlesung: Kaisertum und Reichsstände in der Frühen Neuzeit.
  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit
  • Hauptseminar: Diplomatie und Außenpolitik in Europa nach dem Westfälischen Frieden.
  • Übung: Einblattdrucke und Flugschriften als Medium der politischen Kommunikation.

WS 2012/13

  • Vorlesung: Die Türken kommen. Die osmanische Expansion als europäisches Problem (1450-1800).

  • Oberseminar: Forschungsprobleme zur Geschichte der Frühen Neuzeit

  • Hauptseminar: Heilige Kriege? Religion und Gewalt in der Vormoderne.
  • Übung: Herrschsüchtige Weiber und saufende Männer? Die europäische Querelle des Femmes.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Politische Kulturen in Europa
  • Mediengeschichte und historische Ikonographie
  • Höfische und städtische Festkulturen
  • Diplomatiegeschichte
  • Rechtsgeschichte, besonders Strafrecht und Strafpraxis

Aktuelle Projekte

  1. STARTSEITE UR
  2. INSTITUT FÜR GESCHICHTE

Lehrstuhl für Neuere Geschichte

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