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Philosophie lässt sich auf viele Arten definieren – es gibt also keine allgemein anerkannte Definition. Die einzelnen Teilbereiche der Philosophie folgen aber gewissen, seit jeher interessanten (und immer noch unbeantworteten!) Leitfragen. Diese sind z.B. ‚Was können wir wissen?’ oder ‚Was ist Wissen überhaupt?’ für die Erkenntnistheorie; ‚Was soll ich tun?’ oder ‚Gibt es überhaupt eine allgemeingültige Moral?’ für die Moralphilosophie; ‚Wer soll herrschen?’ oder ‚Wie sieht eine gerechte Verteilung von Wohlstand in einem Staat aus?’ für die Politische Philosophie; ‚Wie hängen Sprache und Welt zusammen?’ für die Sprachphilosophie. Das Verständnis der Fragen selbst und auch die Arten, wie versucht wurde, sie zu beantworten, haben sich in den letzten Jahrtausenden verändert und entwickelt, so dass für ein umfassendes Verständnis der Philosophie gute Kenntnisse der Philosophiegeschichte unerlässlich sind.
Philosophie kann in Regensburg in vielerlei Studiengängen belegt werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier.
Das Institut für Philosophie ist mit drei Professuren, drei festen Assistentenstellen (zzgl. des Lehrstuhls für Wissenschaftsgeschichte, ebenfalls mit einem festen Assistenten und mehreren Doktoranden), mehreren außerplanmäßigen Professoren, Privatdozenten, Lehrbeauftragten und durch Drittmittel finanzierten Doktoranden ein für deutsche Verhältnisse mittelgroßes Institut. In der Lehre wird das gesamte Spektrum der Philosophie abgedeckt. Besondere Forschungsschwerpunkte bestehen in der Philosophie des Mittelalters, der Moralphilosophie mit angewandter und theoretischer Ethik, der Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Handlungstheorie.
Wahrscheinlich müssen Sie es einfach mal ausprobieren. Philosophie ‚aus zweiter Hand’ ist nur ein fader Abklatsch der echten Aktivität, wie sie in Lehrveranstaltungen und in individueller Lektüre an der Universität praktiziert wird. Einen ‚typischen’ Philosophen gibt es nicht. Alle Philosophen aber legen höchsten Wert auf begründete Urteile, zu welcher Frage auch immer, und schrecken daher nicht davor zurück, auch vermeintlich offensichtliche Tatsachen infrage zu stellen. Philosophen nehmen z.B. die Frage ernst, ob es überhaupt eine Außenwelt gibt bzw. wie wir das wissen könnten; insofern ein Philosoph diese Frage als unsinnig oder unzulässig ansieht, sollte er seine Meinung besser begründen können als nur durch ein „ist doch sowieso klar“.
Nein. Eine philosophische Vorbildung wird nicht erwartet.
Ein Bachelorstudium in Philosophie dauert normalerweise 6 Semester, also drei Jahre, ein Masterstudium 4 Semester, also zwei Jahre.
Die Studiengebühren in Bayern betragen derzeit 500 Euro pro Semester. Von dieser Regelung gibt es aber einige Ausnahmen. Seit dem WS 09/10 sind z.B. die Studenten von den Studiengebühren befreit, die einen Bruder oder eine Schwester haben, die/der ebenfalls studiert UND Studiengebühren bezahlt. Eine Familie mit zwei *studierenden* Kindern muss also nur einmal bezahlen. Eine Familie mit drei Kindern (die Kindergeld erhalten), muss ohnehin keine Studiengebühren zahlen. Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten der Studentenkanzlei.
Die Studiengebühren fließen über ein kompliziertes universitätsinternes Berechnungssysten zum Teil an das Institut für Philosophie zurück. Sie werden zur Verbesserung der Lehre verwandt. Z.B. werden die Übungen der Einführungsveranstaltungen über Studiengebühren finanziert, wie auch einige Lehraufträge und die Bereitstellung von Readern, Skripten und Studienliteratur.
Philosophie kann auf Bachelorebene mit einer Vielzahl von Fächern kombiniert werden. Es gilt die Bachelorprüfungs- und Studienordnung für die Philosophischen Fakultäten I-IV, die Fächerliste findet sich in § 2 (hier). Beliebte Kombinationen sind mit Politikwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Geschichte, Musikwissenschaft, und vergl. Kulturwissenschaften. Für Lehramtsstudiengänge ist "Philosophie/Ethik" (Gymnasium) bzw. "Ethik" (Grund-, Haupt-, und Realschulen) jeweils ein "Erweiterungsfach", das im Prinzip zusätzlich zu jeder Fächerkombination gewählt werden kann.
Das Philosophiestudium in Regensburg kann relativ frei gestaltet werden. Als Hauptfachstudierender müssen Sie zwar Einführungsveranstaltungen in der Praktischen und Theoretischen Philosophie, der Geschichte der Philosophie und auch in Logik machen. Ansonsten ist es aber Ihnen überlassen, in welchen Bereichen Sie sich stärker spezialisieren wollen. Die Prüfungsordnung macht hier einige strukturelle Vorgaben, die in der Praxis aber kaum als Einschränkung wahrgenommen werden dürften. Es gibt auch keine festen Fristen dafür, wann die einzelnen Lehrveranstaltungen belegt werden müssen, so dass Sie praktisch jedes Semester auf das Lehrangebot reagieren können. Trotzdem sollten Sie Ihre Wahlmöglichkeiten zu Beginn jedes Semesters überprüfen.
Ein Studium in Philosophie bereitet nicht direkt auf einen Brotberuf vor. Daher ist das Berufsbild von „studierten Philosophen“ sehr uneinheitlich. Andererseits bedeutet dies aber auch, dass Studierende der Philosophie wirklich aus Interesse studieren, auch dies macht einen besonderen Reiz des Philosophiestudiums aus. Philosophen erwerben in ihrem Studium gewisse Kompetenzen, die in einer sich ständig ändernden Welt von wachsender Bedeutung sind, wie z.B. die Fähigkeit, hoch abstrakte Alternativen konsequent zu durchdenken und außergewöhnliche und vermeintlich ungangbare Möglichkeiten ernsthaft zu berücksichtigen. Philosophen finden sich ‚überraschend häufig’ in Unternehmensberatungen und im Personalwesen großer Unternehmen. Natürlich hängt dies auch stark vom individuellen Profil des Absolventen ab (wie z.B. zweites Hauptfach, außeruniversitäre Aktivitäten, ggf. Master, etc.). Absolventen geisteswissenschaftlicher Fächer im Allgemeinen finden häufig in Verlagen, kulturellen Einrichtungen, Öffentlichkeitsarbeit etc. Arbeit.
Man sollte sich vor und während eines Philosophiestudiums – wie bei jedem anderen Studium auch – Gedanken über die Zukunft machen. Grund zur Panik gibt es aber nicht.
Jein. Viele Studenten arbeiten in Nebenjobs, um sich ihr Studium finanzieren zu können. Der Arbeitsaufwand eines seriös betriebenen Studiums ist aber – zumindest während der Vorlesungszeit – so hoch, dass es für mehr als ein paar Stunden pro Woche eigentlich nicht reichen sollte. Dies ist natürlich nur ein Richtwert. Es ist aber mit den neuen Studiengängen deutlich weniger leicht, das Studium in die Länge zu ziehen.
Nein. Das Institut für Philosophie hat eine überschaubare Größe, und selbst in den Einführungsveranstaltungen liegt die Teilnehmerzahl deutlich unter 100 Studierenden. Die Seminare weisen eine durchschnittliche Teilnehmerzahl von 10-20 auf.
Formale Zulassungsvorraussetzungen gibt es nicht. Sie sollten, insbesonders als Student im Hauptfach, auch zu Beginn des Studiums nicht vor der Lektüre englischsprachiger Texte zurückschrecken. Im Laufe des Studiums sollten Sie lernen, englischsprachige Texte sehr flüssig zu lesen. Andere Sprachen sind von weniger großer Bedeutung. Für eine ernsthafte Beschäftigung mit antiker und mittelalterlicher Philosophie (z.B. bei einer Masterarbeit/Promotion) sind jedoch Kenntnisse in Latein und Altgriechisch sehr wünschenswert.
Fast mit Sicherheit – das ist in der für Sie geltenden Prüfungsordnung geregelt. Wenden Sie sich bitte an die Studienberatung Ihres Hauptfaches. Das Institut für Philosophie öffnet fast alle seiner Veranstaltungen im sog. „Wahlbereich“.
Das dürfte eigentlich kein Problem sein, da Ihre bisher erbrachten Leistungen in Regensburg anerkannt werden können. Vorsichtshalber sollten Sie aber frühzeitig mit der Studienberatung Philosophie in Regensburg Kontakt aufnehmen.
Das geht schon, aber sind Sie wirklich sicher, dass Sie es wollen? Sprechen Sie doch noch einmal mit der Studienberatung Philosophie. Ansonsten wenden Sie sich an die Studentenkanzlei.
Nein. Für die Einführungsveranstaltungen und Proseminare wird keine spezifische Vorbildung erwartet. Bei Hauptseminaren wird zwar davon ausgegangen, dass Sie in einem höheren Semester sind (typischerweise mindestens im vierten), aber auch dort gibt es keine spezifischen Anforderungen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich einfach an den Dozenten des Kurses, der Ihnen hier genauere Auskunft geben kann.
Nein, der Magister-Studiengang wurde von der Kombination Bachelor + Master abgelöst. Magisterstudenten können natürlich ihren Studiengang noch beenden.
Nein. Es gibt zwar ein Zulassungsverfahren, dieses hat aber eher formellen Charakter.
Das Promotionsstudium ist nicht strukturiert. Bei Interesse an einer Promotion wenden Sie sich bitte an den jeweiligen ins Auge gefassten Betreuer (Professor oder Privatdozent). Es dürfte typischerweise erwartet werden, dass Sie an einigen Seminaren teilnehmen.
Wenden Sie sich bitte zuerst an die Studienberatung Philosophie. Vielleicht beruht Ihr Wunsch auf einem Problem, das sich aus der Welt schaffen lässt. Sicher aber möchten wir hören, warum Ihnen das Studium nicht gefallen hat, um es in Zukunft besser machen zu können. Überlegen Sie sich auch, ob Sie die bisher erbrachten Leistungen ggf. als Nebenfach, im Frei Kombinierbaren Nebenfach oder als freien Leistungspunkt im Wahlbereich in Ihr zukünftiges Studium einbringen können. Ansonsten wenden Sie sich an die Studentenkanzlei.
Philosophie kann in Regensburg im Rahmen des Bachelorstudiums als erstes Hauptfach, zweites Hauptfach oder Nebenfach studiert werden. Der Unterschied besteht darin, wie intensiv Philosophie studiert wird. Als erstes Hauptfach (in Kombination mit einem zweiten Hauptfach oder zwei Nebenfächern) müssen 120 der insgesamt 180 Leistungspunkte in Philosophie absolviert werden, als zweites Hauptfach 60, als Nebenfach 30. Die Bachelorarbeit wird immer im ersten Hauptfach geschrieben.
Gute Frage! Das hängt erstens von der Veranstaltung und zweitens von der für Sie geltenden Prüfungsordnung ab. Dies ist in den Modulbeschreibungen zusammengefasst. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an den Dozenten.
Als grober Richtwert gilt: 30 Leistungspunkte (ein Bachelorstudium umfasst 180 Leistungspunkte und sechs Semester). Es kommt also darauf an, wie viele Leistungspunkte die einzelnen Kurse haben. Tatsächlich ist es schwer, die Arbeitsbelastung – insofern sie durch Leistungspunkte gemessen wird – völlig gleichmässig auf die Semester zu verteilen, im Interesse des Studienerfolges sollten Sie dies aber probieren.
Einige Kurse wiederholen sich jedes Jahr: Die Einführungsveranstaltungen werden in der Geschichte der Philosophie und in der Theoretischen Philosophie jeweils im Wintersemester, in der Praktischen Philosophie und der Logik im Sommersemester abgehalten. Der Kurs in Studientechniken findet jedes Semester statt, das Seminar in Didaktik der Philosophie jedes Sommersemester.
Sonstige Vorlesungen, Pro- und Hauptseminare wiederholen sich nicht regelmäßig. Sobald die Planungen fürs kommende Semester abgeschlossen sind, können Sie die Veranstaltungen im LSF einsehen.
Ganz einfach – über Flexnow!
Wahrscheinlich nicht. Aber dieser Fall sollte bei der geringen Anzahl an Kursen, die verpflichtend sind, eigentlich gar nicht auftreten. Wenden Sie sich bei Problemen bitte an die Studienberatung.
Das ist Ihre Entscheidung. Sie sollten sich spätestens im fünften Semester auf ein Schwerpunktmodul festlegen – also auf einen Lehrstuhl, an dem Sie mehrere Hauptseminare belegen und die Bachelorarbeit schreiben werden. Nehmen Sie zur Themenfindung frühzeitig Kontakt auf. Sie sollten bereits vor der ‚offiziellen’ Themenvergabe auf die Arbeit vorbereitet sein.
Fragen Sie doch einfach mal den Dozenten, der den Kurs Ihrer Meinung nach anbieten sollte. Wenn Sie nicht wissen, wer das sein könnte, wenden Sie sich an die Studienberatung. Anregungen nehmen wir gerne entgegen.
Die Studienberatung Philosophie. Schauen Sie sich aber auch die Informationen an, die auf der Webseite des Instituts für Ihren Studiengang hinterlegt sind (über das Menü "Studiengänge" links auf dieser Seite).
Ja, das geht durchaus. Auch Studenten im tendenziell stärker strukturierten neuen Bachelorstudiengang (ab WS 08/09) haben die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu verbringen. Ihre Studienleistungen werden hinterher anerkannt – insofern sie auch an der Universität Regensburg hätten erbracht werden könnten. Das ist zwar unbürokratisch, vorsichtshalber sollten Sie aber vorher mit der Studienberatung Philosophie sprechen. Schlimmstenfalls können Sie die Punkte – wenn Philosophie Hauptfach ist, sogar bis zu 18 Leistungspunkte – auch im Wahlbereich einbringen, und zwar selbst, wenn die Kurse gar nicht in Philosophie waren.
Ja. Sie können im Bereich der „freien Leistungspunkte“ (auch „Wahlbereich“ genannt) bis zu 18 Leistungspunkte für Praktika o.ä. einbringen. Idealerweise sprechen Sie dies vor Beginn des Praktikums mit der Studienberatung ab, die Anrechnung ist aber problemlos. Für 18 LP müssten ca. 450 Stunden Praktikum vorgewiesen werden, das entspricht einem Praktikum von ca. 10 Wochen.
Wenden Sie sich bitte an die Studienberatung Philosophie. Wir brauchen (am besten englischsprachige) Dokumente, die den Umfang des Kurses darlegen, und auch bestätigen, dass Sie den Kurs erfolgreich abgeschlossen haben. Bitte Original und eine Kopie mitbringen! Idealerweise sprechen Sie dies schon vor Antritt des Auslandssemesters mit der Studienberatung ab, die Anrechnung ist aber problemlos.
We are a rather small department and till now the need to offer courses in English has not arisen. However, it is possible to write term papers, bachelors’ as well as doctoral theses in English. So if you are a visiting student, you might be able to get full credit for a course in philosophy even if you are still perfectioning your German. Just talk to the teacher responsible for the course.
Sie müssen sich in aller Regel nicht vor Beginn der Vorlesungszeit für die Kurse anmelden. Kommen Sie einfach zur ersten Veranstaltungsstunde. Zeit und Ort finden Sie im kommentierten Vorlesungsverzeichnis. Ausnahme: Im LSF steht im Veranstaltungskommentar etwas anderes.
Wenn Sie Leistungspunkte erhalten wollen, müssen Sie sich im Laufe des Semesters über FlexNow für die Prüfung anmelden. Die An- und Abmeldefristen finden Sie im LSF und im FlexNow.
Raum: PT 4.3.15
Sprechstunde: Do 11:00 bis 12:30 und nach Vereinbarung (in der vorlesungsfreien Zeit n.V., siehe auch Aktuelles)
Telefon: 0941 943 3641
Telefon: 0941 943-3641