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Demokratie und Bürgersein

Internationales Kolloquium

„Den Fremden verstehen / Understanding the Stranger: Interkulturelle Hermeneutik zwischen Anerkennung und Differenz“

Vom 15. bis 17. Juli 2010 fand am Lehrstuhl unter Federführung von Frau Dr. Barbara Weber das internationale Kolloquium „Den Fremden verstehen: Interkulturelle Hermeneutik zwischen Anerkennung und Differenz“ statt.
Im Mittelpunkt stand eine der wesentlichen Herausforderungen der pluralen Demokratien: die Gleichbehandlung aller Individuen bei gleichzeitiger Achtung kultureller und ethnischer Differenzen. Die paradoxe Formulierung „den Fremden verstehen“ verweist auf die Problematik einer Politik der wechselseitigen Anerkennung: die Spannung zwischen dem Versuch, den Anderen zu verstehen und anzuerkennen, und der Forderung, ihm seine eigene Identität, seine Fremdheit zuzugestehen und zu belassen. Wie dieses Spannungsverhältnis aufzulösen ist, wird in der zeitgenössischen politischen Philosophie kontrovers diskutiert. Das Kolloquium brachte die sozialphilosophischen Prämissen, Problemstellungen und Lösungsversuche zur Sprache, die sich aus der Frage des Verstehens von Fremdheit ergeben.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Politikwissenschaft