CV
Mareike Gebhardt wurde 1981 geboren. Sie hat von 2001- 2007 an den Universitäten Trier, Würzburg und Regensburg Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie mit den Schwerpunkten Politische Theorie und Philosophie der Neuzeit und Moderne sowie Politische Soziologie studiert. Die Magisterarbeit verfasste sie zum Thema „Bürgerliche Gewalt – Kants Widerstandsrecht im Horizont der deliberativen Demokratie“. Ihr Studium hat sie im Jahr 2007 mit dem Magistergrad abgeschlossen.
Seit dem Frühjahr 2008 arbeitet Mareike Gebhardt an ihrem Dissertationsprojekt „Politisches Handeln in der postmodernen Konstellation. Anonymität und Bürgersein nach Hannah Arendt und Jürgen Habermas“.
Von April 2010- Februar 2011 arbeitete sie als Forschungsassistentin im deutsch-israelischen Projekt „Narrative, Dreams, Imagination – Israeli and German Youth Imagine their Future“ – einer Kooperation der Universität Regensburg, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sowie der Hebräischen Universität in Jerusalem (DFG-gefördert).
Zum Wintersemester 2010/11 hat Mareike Gebhardt die Stelle einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Philosophie und Ideengeschichte an der Universität Regensburg angetreten.
Lehre
SS 2013
- Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Aristoteles - Kant - Habermas"
- Übung "Zwischen Revolution und zivilem Ungehorsam - Formen politischen Widerstands in demokratietheoretischer Perspektive"
WS 2012/13
- Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Sokrates/Platon - Kant - Rorty"
- EWS-Seminar (mit Kathrin Morgenstern und Magdalena Scherl) "Klassische Positionen der Politischen Philosophie"
SS 2012
- Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Aristoteles - Marx - Arendt"
WS 2011/12
- Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Nietzsche - Arendt"
- Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Nietzsche - Arendt
SS 2011
- Grundkurs „Einführung in die Politische Philosophie: Platon – Kant – Habermas“
WS 2010/11
- HS "Demokratie – Postmoderne – Postdemokratie" (zusammen mit Prof. Herb)
Vorträge
- Zwischen Kommunikation und Narrativität. Politische Pluralität und philosophischer Wahrheitsanspruch bei Hannah Arendt, Richard Rorty und Jürgen Habermas (27. Oktober 2012, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zu Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD): Narrative Formen politischen Denkens, TU München)
- On the Impossibility of the Public Sphere. Political Deliberation between Dissent and Consensus (4. Juni 2012, Tagung "Deliberation: Values, Processes", Institutions, Center for Deliberation, Universität Warschau).
- Postmoderne und Pluralität. Ein demokratischer Aufbrauch ins 21. Jahrhundert? (24. Mai 2012, Spring School/ Internationaler Doktoranden Workshop "Die Krise der Demokratie", Andràssy Universität Budapest).
- Being present. On the Political Dimension of Time and Space in Hannah Arendt´s Thought (10. November 2011, Internationale Arendt-Tagung "Time and Space. On Hannah Arendt´s Modes of Political Thinking", Regensburg, zusammen mit Kathrin Morgenstern).
- On Dreaming Public. Between the Irony of the Self and the Recognition of the Other (5. November 2012, Hebräische Universität Jerusalem).
- Von Göttern und Engeln. Die Republik zwischen Ideal und Utopie bei Immanuel Kant und Jean-Jacques Rousseau (25. Juni 2010, Tagung "Der Zauber Rousseaus. Lesarten und Wirkungsweisen einer politischen Philosophie", Universität Regensburg).
- Die Erosion des Politischen. Über die Möglichkeiten politischen Handelns in der modernen Demokratie (21. November 2008, Bayerisches Promotionskolleg für Politische Theorie).
Projekte
Politisches Handeln in der postmodernen Konstellation. Anonymität und Bürgersein nach Hannah Arendt und Jürgen Habermas.
Das Promotionsprojekt fragt nach dem Möglichkeiten genuin politischen Handelns unter postmodernen Bedingungen. Ausgangspunkt zur Beantwortung der Forschungsfrage ist die Krisenhaftigkeit des Politischen, die sowohl von Arendt als auch von Habermas diagnostiziert worden ist. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Verhältnis zwischen gemeinschaftlichem Handeln, einer lebensweltlichen Dominanz ökonomischer Kalküle sowie voranschreitenden Individualisierungstendenzen. Gibt es gegen die Anonymität zeitgenössisch-westlicher Gesellschaften ein Heilmittel, das den Einzelnen zur Übenahme politischer Verantwortung ermutigt oder endet das Zeitalter des Individualismus unweigerlich in einer aporetischen Konstellation?
Die harmonisch wie auch dissonante Auseinandersetzung zwsichen Arendt und Habermas erweist sich für die Fragestellung besonders wertvoll, wenn Habermas´ klassisch moderner Ansatz der politischen Theorie von Arendt gegenübergestellt wird: deren Strukturmerkmale erlauben es, Arendt als eine Vordenkerin der Postmoderne zu betrachten.
Raum und Zeit. Denkformen des Politischen bei Hannah Arendt
Organisation und Koordination der internationalen Konferenz "Time and Space. Hannah Arendt´s Modes of Political Thinking", 10. und 11. November 2011 (gefördert durch Drittmittel der Vielberth-Stiftung). Publikation in Planung.
Bürgerliche Gewalt. Immanuel Kants Widerstandsrechts im Horizont der Deliberativen Demokratie
„Narative, Dreams, Imagination. Israeli and German Youth Imagine their Future.“
Eine Kooperation der Hebräischen Universität Jerusalem, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und der Universität Regensburg.
Who are we? Who do we want to become? Located at the intersection of theory and practice, this project brings together scholars and educational practitioners to develop a set of scholarly and educational resources that explore questions of identity and citizenship to be used with Israeli and German high-school children as they reflect who they are and who they seek to become. Drawing on the methodology of Philosophical Inquiry with Children, these resources would be focused around a set of core concepts, distinctions and issues that inform our thinking about identity and thinking toward the future. Such themes would include, but not be limited to, concepts such as: narrative, dreams and imagination. This topic is particularly rich in that the identities of Germany and Israel (Jews and Arabs) are bound both historically and in their relation toward the future – through the political and historic legacy of the twentieth century, the bridges being built between the European Union and its neighbors, and in the construction of future national visions (in Israel and in Germany, each with their own plural and complex identities and challenges.)
PUblikationen
- On Dreaming Public. Between the Irony of the Self and the Recognition of the Other. In: Herb, Karlfriedrich/ Marsal Eva/ Glaser, Jen/ Weber, Barbara (Eds.): Narrations, Dreams, Imagination. Israeli and German Youth imagine their Future, Lit Publisher, Münster 2013 (im Erscheinen).
- Von Göttern und Engeln. Die Republik zwischen Ideal und Utopie bei Immanuel Kant und Jean-Jacques Rousseau. In: Herb, Karlfriedrich/ Scherl, Magdalena (Hrsg.): Rousseaus Zauber. Lesarten der Politischen Philosophie, Königshausen & Neumann, Würzburg 2012.
